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voilà piper da hab ich also doch nicht schwarzgemalt wa?=)

eigentlech wäre da nichts, was du anders machen kannst..... doch etwas hab ich dir zur info. falls es wirklich am adhs liegt(was für mich am naheliegendsten ist) dann braucht er einen immer gleichen tagesablauf. morgens um dies zeit frühstück, dann schule, dann um diese zeit mittagessen etc. das ist momentan sehr wichtig für ihn. wenn adhs kinder aus ihrem rhytmus gerissen werden, endet das eben in aggressionen etc.

befrage am besten aber mal deinen arzt! und sprich mit ihm über das medikament. vielleicht ist es ja das falsche!!!
 
@charlotte

😉

bín einfach vorsichtig.
in dem fall wars ja shcon bekannt.
aber es hätte auch was anderes sein können und in so einem fall wird das thema ads häufig "herbei" oder eingeredet.
zwar eher bei erwachsenen aber trotzdem.
lieber immer erstmal rantasten.

lg
piper
 
Stimmt, so schlecht scheint euer Umgang nicht zu sein. Man müsste natürlich genauer hinschauen. Welche Rituale bei euch vollzogen werden und wer wen kontrolliert.
Die Kleinen verstehen es oft hervorragend, ihre Eltern zu manipulieren.

Ich hab genau so einen „Fall“ in meiner Familie. Mein Neffe (11) tanzt seinen Eltern schon immer auf der Nase rum. Ihm wurde eine „Behinderung“ bescheinigt, die aber nach meiner Erfahrung eher bei den Eltern liegt.
Er ist ein richtiges Wildschwein, immer laut, macht genau das Gegenteil von dem, was er soll, hört grundsätzlich nicht und diskutiert solange, bis die Eltern aufgeben. Und das funktioniert sehr gut.
In der Schule ist er der schlechteste, aber nur, weil er sich schlecht konzentrieren kann. Läßt sich immer ablenken und macht Blödsinn.

Zu Hause ist jeden Tag Streß, und er kommt lieber zu mir, um Schulaufgaben zu machen. Seine Mutter schreit ihn jeden Tag an, das gehört zum Ritual. Er provoziert natürlich auch immer.
So ist das, wenn die Rangordnung unklar ist.

Bei mir hat er natürlich die selbe Masche versucht, wie zu Hause. Aber das macht ja auf die Dauer keinen Spaß. Ich musste ihm zwei mal die Fliegenklatsche über die Jeans ziehen, und es hat seine Wirkung gezeigt.

Natürlich tat mir das sehr leid, (der rote Striemen ging ja auch bald wieder weg)aber was notwendig ist, wird auch durchgeführt.

Seit dem reicht bei mir eine Aufforderung und er hört. Er hält mir sogar seine duftenden Hände ohne Aufforderung unter die Nase, wenn er aus dem Bad kommt, weil ich ihn schon erwischt hab, dass er den Wasserhahn kurz auf und zu macht, und meinte, ich gäbe mich damit zufrieden.

In meiner Gegenwart ist er ein völlig normales, aufgewecktes Kind. Kommt aber einer seiner Eltern hinzu, dreht er sofort ab und gibt sich so, wie zu Hause üblich.

Nein, verprügeln ist natürlich Quatsch, und ich würde einem Kind niemals wehtun. Aber wenn die Grenzen absichtlich überschritten werden und kein Wort mehr hilft, sollte man nicht zu zimperlich sein.
Man tut dem Kind nichts Gutes, wenn man ihm die Herrschaft überlässt.

Es soll auch keine Angst haben, aber Respekt.

Marcus, (der seinen Neffen sehr liebt und das auch zurückbekommt)
 
ich verstehe was du meinst. Manchmal ist die Situation schon so eingefahren das man bei etwas bleibt was nicht richtig und unnütz ist z.B ständiges Schreien.
Erwische mich auch oft genug dabei das ich losbrülle obwohl ich vielleicht mit gelassenheit weiter käme.

Das mit Wasserhahn aufdrehen, zahnbürste nassmachen ohne zu putzen, usw. haben wir alles auch schon hinter uns. Bei uns hats ganz einfach funktioniert. Ein paar Tage lang haben wir ihm die Zähne geputzt und die Hände gewaschen. War ihm so peinlich das er es inzwischen lieber selbst und anständig macht. Funktioniert auch ohne Erinnerung und Aufforderung, er denkt nicht mehr über bestimmte Sachen nach z.b händewaschen, zähne putzen, tisch abräumen, usw. das gehört zum täglichen Aufgabenbereich und er macht es einfach.
Gut in der schule ist er ja, zu benehmen weiß er sich eigentlich auch, (außer natürlich es sind seine Freunde dabei - da muß er dann auch eins auf großen Macker machen) wie gesagt diskussionen gibt es bei uns nur wenn eine Regel aufgestellt wird, da darf er seine Meinung dazu sagen und wir erklären unsere, aber ist die Regel dann eingeführt gibts keinerlei gerede.
Und was bei uns sehr wichtig ist sind allgemeine umgangsformen, Tischmanieren und Pünktlichkeit.
Eigentlich ist mein Großer auch ein liebenswürdiges Kind, ein bischen wild aber durchaus nett und verständig.
Darum verstehe ich auch dieses momentane Verhalten nicht. Das fluchen und klauen und vor allem das gegen alles auflehnen und saufreche Antworten geben... ich dachte das pubertäre Verhalten käme erst so ab 12-13 Jahren...??

Wir haben aber jetzt an die Ergotherapie angeknüpft und werden zusammen eine Verhaltenstherapie machen. Vielleicht spuckt er ja aus was mit ihm los ist, und wir werden unseren tagesablauf und unsere Regeln unter dei Lupe nehmen, vielleicht sind wir ja sogar zu streng ?? (-- ;-)) ) habe ich mir auch schon oft sagen lassen müßen..

Auf jeden Fall danke für eure unterstützung und die möglichkeit mir meinen Frust von der seele zu schreiben.

Liebe Grüße auch an deinen Neffen, Marcus schön das er jemanden hat der ihm zur Seite steht.


bb
 
Hi,

kenne solche Probleme, habe 3 Jahre lang ne sonderpädagogische Betreuung einer Pädagogin mit ähnlichen Schwierigkeiten mit ihrem Sohn gemacht.
Grundsätzlich: Eine Pädagogik der Liebe und Achtung (ohne physische Gewalt) aber eindeutiger Grenzsetzung und v.a. Konsequenz....das ist mein erfolgreiches Rezept für alle Lebenslagen (inklusive Erwachsenenbeziehungen).
Die festgefahrenen Situationen und Verhaltensweisen kriegt man oft nur mit Hilfe von außen in den Griff. Ich würde zu einem Lernpsychologen oder Elternberatung gehen und mir mal so einige Tricks erklären lassen.
Ich hab irgendwo mal gelesen, dass es so etwas wie Elternkurse gibt...das Jugendamt oder Bürgeramt müßte darüber was wissen.
Und v.a.: je eher und je gründlicher desto besser!
Eine richtige Sozialisation ist echt wichtig, sonst hat man als Mutter/Eltern ein Leben voller Sorgen mit später evtll. vorbestraften Kids vor sich. Es ist wichtig die kleinen Wildlinge (Menschen sind die so ziemlich aggressivste Raubtierspezies auf diesem Planeten!...das darf man nie vergessen...und daher ist eine funktionierende Sozialisation schon wichtig) an Regeln zu gewöhnen.

Gut finde ich die SAche mit der Verhaltenstherapie....ach ja und diese Phasen der Auflehnung/Trotzphasen gibt's immer wieder und nicht nur zu gewissen Alterstufen. Da müssen die Grenzen dann neu ausdiskutiert (am besten nicht autoritär, sd. autoritativ= lenkend und erklärend, aber immer konsequent) werden. Und da, wo wenig Struktur ist sehr oft, oder wenn die Kinder sehr willensstark sind.. und die Kids testen dann natürlich aus wie weit sie gehen können, werden aggressiv und sind dabei todunglücklich. Denn Kinder lieben und brauchen verlässliche Strukturen zum Anlehnen.
Ergo ist übrigens ist auch super. Wichtig ist aber das man selbst ne gute Pädagogik erlernt und sich so sein Leben unheimlich erleichtern kann.
Das mit dem Rumbrüllen kenn ich, die Emotionen reagieren halt schneller als der Verstand, aber auch da kann man üben nicht immer sofort "auf der Palme" zu sein. Ist auch kein gutes Vorbild für dat Kind, das das dann letztlich nachmacht.
Irgendwo hatte ich hier was von einer Behinderung gelesen, die einem Kind zugeschrieben wurde. Also meiner Erfahrung nach ist das sehr sehr oft ein Ruhigsteller für die Eltern, die dann mit dem Attest sozusagen aus der Verantwortung raus sind. Oft sind Ärzte und Psychologen zu schnell mit einer Diagnose bei der Hand. An sich muß man auch betr. ADS usw. erstmal ein Rudel von Ärzten frequentieren, bevor man was Sicheres weiß. Hatte im Fall meiner pädagogischen Betreuung ein Kind mit maßgeblicher Dyskalkulie....war aber im Grunde nur ein Deckblatt für andere Schwierigkeiten: keine Struktur und Regeln was Hausaufgaben und Lernen betraf. Der Junge "durfte" dann nachdem ich 2 Jahre lang die Mutter bearbeitet hatte darauf zu bestehen dass Söhnken auch Schularbeiten macht und auch mal für Mathe lernt, auch 2er und 1er in Mathe schreiben. Schade, das Kind hatte nen Gymnasial-Intellekt und leider aufgrund der mütterlichen Blockade/Überfordertheit verantwortlich zu erziehen und Regeln zu setzen, nur Hauptschulmöglichkeit.....
Also Vorsicht: self-fulfilling prophecy!

Gruß
Tyra
 
Einen Punkt wollte ich noch zu bedenken geben:

Du sagtest, euer Kleinster ist ein Jahr alt.

Da das alles ganz gut klingt, was Du schreibst, könnte so ein Austicken noch an der Eifersucht liegen. Denn eifersüchtig ist er mit Sicherheit.
Du müsstest, um das genau rauszukriegen, dich mit dem Kleinen beschäftigen und dabei den Großen genau beobachten.

Ich selbst bin acht Jahre jünger als mein Bruder und hab da auch so einiges durch.
Der Große markiert den Liebevollen und bei jeder Gelegenheit kriegt der Kleine eins rein. Na ja.
Mein Bruder bestand sogar mit 16 noch auf seinen Adventskalender, weil ich ja einen bekam.
Es dürfte nicht einfach sein, sich in so einen „großen“ Bruder hineinzuversetzen, aber unterschätze die Eifersucht nicht, auch wenn Du glaubst, er hätte keinen Grund dazu.

Ich wünsche euch alles Gute, und ich denke, Du schaffst das schon.

Viele Grüße

Marcus
 
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