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Ich verliere mich...

  • Starter*in Starter*in Pharasia
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Ich finde dich überhaupt nicht langweilig! 🙂 Zumindest das, was ich von dir kennen lernen durfte. Du bist sehr zielstrebig, unglaublich zäh (andere hätten bei deinem Pensum schon längst hingeschmissen), mitfühlend und trotzdem ehrlich und direkt ... Alles sehr positive und wertvolle Eigenschaften! Ich denke, du tappst in die Falle, in die viele tappen (ich auch): du siehst überwiegend nur das, was nicht gut an dir ist oder nicht gut genug. Oder was andere angeblich sind und du eben nicht. Und weißt du wie selten die Leute sind, die wirklich für einen da sind, wenn es brennt und die auch dann hilfsbereit sind, wenn es ihnen nichts bringt? Auch das würde ich nicht kleinreden. Es ist nur wichtig, dass du dich abgrenzt und nicht den falschen Leuten immer wieder gibst und gibst, die dich dann emotional und kräftemäßig ausnehmen.

Für "interessant" und "liebenswürdig" gibt es keine Maßstäbe. Jeder empfindet das anders.

Als Kind hat man oft Vorstellungen, die "beschönt" sind. Oder wo man als Kind nicht einschätzen kann, wie hart das alles wirklich ist oder auf welche Hindernisse man stoßen kann. Die klassische "kindliche Naivität" eben. Geld, Verpflichtungen, Arbeit etc. - das alles nimmt für Kinder einen anderen Stellenwert ein und sie können vieles noch nicht so einschätzen, wie erwachsene. Wie auch? Sie sind ja noch so jung und erst dabei, ihre ersten Schritte im Leben zu gehen und ihre eigenen Erfahrungen zu machen.

Mein Leben ist teilweise auch komplett anders gekommen, als ich es als Kind wollte. Ich finde es aber zu großen Teilen gut so. Weil ich als Kind z. B. sehr den einengenden und negativen Vorstellungen und Denkweisen meiner Familie nachgelaufen bin. Auch wenn du mir mit 14 gesagt hättest, dass ich eines Tages den Kontakt zu meiner Verwandtschaft komplett abbreche, ohne Kompromisse, ich hätte dir einen Vogel gezeigt. Vor wenigen Jahren hätte ich NIE daran gedacht, dass ich mich jemals selbständig mache. Und noch vor einem Jahr hätte ich nicht geglaubt, dass ich die großen Projekte jetzt stemme und bewältigen kann, die ich jetzt habe.

Vieles ist auch überhaupt nicht so gekommen, wie ich es mir gewünscht hätte. Das macht mich häufig sehr traurig. Ich bin oft deswegen verzweifelt. Aber das bedeutet nicht, dass es für immer so bleiben muss. Du kannst ja jederzeit wirklich alles ändern! Und das Schöne wie auch Schreckliche am Leben ist: es ist nicht immer völlig vorhersehbar. Und wir verändern uns und wachsen oft an unseren Erfahrungen. Und das ist eigentlich auch gut so.

Ich glaube, dass jetzt einige Entscheidungen zu viel für dich sind. Und du nicht alles auf einmal schaffen kannst. Aber es ist doch schon einmal sehr wichtig, dass du erkennst und weißt, was du ändern oder in Angriff nehmen solltest. Manche können das überhaupt (noch) nicht erkennen, trotz Leidensdruck. Ich würde das eher schrittweise sehen und abwarten, was passiert, wenn ich in Therapie gehe. Und wie ich mich dann fühle. Und dann immer mehr aufräumen in mir und meinem Leben.

Es kann doch schon einmal wertvoll sein, wenn du dir ein paar Hobbys suchst oder dich Interessen widmest, die dir schon immer unter den Nägeln gebrannt haben oder die sich trotz Spaß irgendwann verlaufen haben im Alltagstrott. Und wenn du dich wohl damit fühlst, ist das doch gut. Und wenn andere das als "langweilig" empfinden, ist das halt auch so. Kann man nicht ändern. Aber das ist eben auch Ansichtssache. Und viel zu reisen, gefühlt tausend Hobbys und Interessen zu haben - das ist auch sehr anstrengend. Und ich kenne einen Haufen Leute, die tun vieles nur, damit sie eben interessanter wirken oder nicht "langweilig". Aber Fakt ist, man kann sich nicht verbiegen für alle möglichen Menschen und dass die einen als "aufregend" definieren.

Man tappt dann oft in die nächste Falle, dass man bei Menschen landet, die sich nur profilieren möchten und denen Selbstdarstellung am wichtigsten ist. Wenn man sich als zu langweilig empfindet oder als Maßstab hernimmt, dass jemand total viel erleben muss im Alltag. Und klar ist das dann nochmal eine Schippe drauf, wenn man von Selbstdarstellern umgeben ist oder Leuten, die überwiegend an sich selbst denken und die einen dann überwiegend nur erzählen, was sie wieder Tolles gemacht haben.

Wenn dir bestimmte Menschen nicht gut tun im Umfeld, dann versuche dich von ihnen zu lösen und zu distanzieren. Und die Menschen zu finden, die dich bereichern und erfüllen. Und ja, vielleicht ziehst du durch deine innere Haltung und Denkmuster Leute an, die nicht gut für dich sind. Ist mir sehr viel in den letzten Jahren passiert und passiert mir immer wieder. Das "Gesetz der Resonanz" kann ich unterschreiben und ist auch meine Erfahrung. Aber auch hier kannst du dir doch mal näher ansehen, was dich runtermacht und dafür sorgt, dass immer wieder Menschen in dein Leben treten, die nicht das sind, was du suchst oder brauchst.
 

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