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Ich verachte meine Kollegen, bzw. spüre intensive Abneigung

  • Starter*in Starter*in Gast-ratlos1
  • Datum Start Datum Start
@TE Was Du da von dir gibst ist teilweise ziemlich krass. Du setzt Menschen die nicht deinem elitären Weltbild entsprechen ziemlich runter. Bist Du dir wirklich sicher das Du in deinem durchtrainierten Zirkel Freunde hast oder oder nicht doch eher nur Gleichgesinnte. Menschen nur nach ihrem Ausehen zu beurteilen ist einfach nur jämmerlich.
 
Meinen mir gegenüber sitzenden Kollegen, der mein bester Freund sein will. Der immer über sein Übergewicht jammert, dennoch permanent einen Schokoriegel oder sonstwas im Maul hat. Mich immer ausfragt und - so hab ich das Gefühl - unbedingt an meinem Leben teilhaben will. Den könnte ich schon gleich am Morgen "lächelnd" erschiessen.

Irgendwo steht geschrieben; "Arroganz ist die Distanz aus Unsicherheit." 😉
Wenn der Kollege - und solche hab ich auch - doch ein wenig an deinem Leben teilhaben will, ist das doch ein Kompliment für dich. Schade dass du es nicht erwidern und angemessen entgegnen kannst. Du musst ja nicht deine Freizeit mit ihm verbringen, aber was steht einem normalen Verhältnis unter Arbeitskollegen entgegen? Immerhin verbringt ihr sehr viel Zeit zusammen / miteinander.

Außerdem kann es auch ein Kompliment sein wenn man deine Nähe sucht, vielleicht bewundert der Kollege dich weil du nicht so übergewichtig bist wie er, disziplinierter bist und sportlich? Früher oder später kann dein Einfluss auf ihn so groß sein dass er nicht mehr ständig Schokoriegel im Mund hat.

Vergiss ausserdem mal nicht dass es immer Gründe gibt warum jemand ist, wie er ist, kennst du die Biograpien der Leute? Man muss nun wirklich nicht jeden umarmen, aber solche Gewaltphantasien sind doch etwas...

Nun weiß ich ja, dass ICH ein Problem habe. Ich bin mir nur nicht sicher, was und wie ich das ändern könnte. Mir einen anderen Job suchen kommt aufgrund der guten, beruflichen Situation nicht in Frage. Habt Ihr vielleicht Ratschläge für mich?

Ja, beschäftige dich mal ein wenig mit den Leuten ohne Angst zu haben dass etwas von ihnen womöglich auf dich "abfärbt". Denn vielleicht bist du auch deswegen so unsicher distanziert weil du dich in dir selbst doch nicht so stabil und wohl fühlst, wie du meinst...Ausgeglichenheit sieht anders aus.
 
Der TE schreibt kein Wort davon.

Er verachtet Menschen, weil sie dicker sind als er und seinen ästhetischen Ansprüchen nicht genügen.

Das ist alles.

Für die Kollegen wäre es sicher gut, wenn er wechseln würde.

Wird er aber nicht.

Denn wer weiß - im nächsten Betrieb könnte es ja einen NOCH Fitteren geben...😉
 
Hey, ich muss grad TOTAL an diese eine Folge von den Simpsons denken, wo Homer einen Kollegen bekommt, der gebildet und fleißig ist und dem als allererstem Menschen überhaupt auffällt, dass Homer faul und dumm wie ein Stück Toast ist und dennoch gut verdient, ein schönes Haus hat und eine Familie. Darauf kommt der Kollege gar nicht klar und will alle darauf aufmerksam machen, was für ein Loser Homer ist, nur leider findet er kein Gehör. Eine der besten Folgen. "Homer hatte einen Feind".
 
hmmm 2 Möglichkeiten:

1.: Der TE ist unbewusst neidisch auf die heile, langweilige, geerdete Welt seiner Kollegen und wünscht sich insgeheim auch Haus, Hund, Frau und Kinder. Will das aber nicht zugeben und verrennt sich in Outdoor-Ablenkungen und Arroganz.

2.: Die Kollegen sind wirklich nicht die hellsten und langweilig und der TE hat einfach niemanden dort, der auf seiner Wellenlänge ist und steht außerdem an einem ganz anderen Punkt im Leben als der Rest. Sowas gibt's auch und dann wünscht man sich in der Tat einfach nur weg/hat Mordfantasien.

Ich finde, dass es sehr viel über die Leute sagt, die den TE hier sofort attackiert haben. Ich sehe da Neid und eigene Unsicherheit. Ja, da sagt jemand, was er über seine Umwelt denkt und derjenige hat sich ein gewisses Selbstbewusstsein aufgebaut. Nur weil ihr das nicht habt (und trotzdem ja auch manchmal am liebsten alle um euch herum erschießen würdet) müsst ihr ihn nicht so niedermachen. Was er denkt haben schon die meisten von euch mal gedacht.
 
Hallo Gast Ratlos!

Tja... Da geht es ja Dir so wie mir. In meinem Umfeld sieht es ähnlich aus: Viel geheule, wenig Änderung.
Insofern kann ich Dein Thema durchaus verstehen. Wenn man einmal erkannt hat, daß man SELBER für sein Leben verantwortlich ist (In einigen Bereichen weniger, in anderen sehr doll, siehe Gesundheit), dann geht einem das Genöhle anderer irgendwann gehörig auf die Eier- insbesondere, wenn nichtmal mehr ein Ansatz von Tun zu erkennen ist, sondern nurnoch das Beschweren.
Von der Warte aus gibt es also wenig, was Du machen kannst, dann was solltest Du auch tun!? Selbst anfangen zu nörgeln!? Gott bewahre, sein froh, daß Du so bist, wie Du bist!
Ich würde weiterhin zusehen, daß Du die Heulsusen auf Distanz hältst, zusätzlich kannst Du Dir auch überlegen, wie Du den Weichbroten etwas zu tun geben kannst...musst Dir halt mal überlegen, wie euer Laden organisiert ist und ob Du denen nicht mal etwas reales zum nöhlen verschaffen kannst- ein bischen mehr Belastung vertragen die Jungs sicherlich, denn dann bleibt auch nicht so viel Zeit zum Schokoriegel futtern.
Solltest Du allerdings partou nicht mit der Situation klarkommen, dann such' Dir besser ein neues Umfeld mit Leuten, die Dinge machen anstatt nur zu heulen.

In diesem Sinne!

Grüße
Gast 🙂
 
Don't improve yourself from other people... lautet ein Zitat, dass mir bei Deiner Geschichte sofort einfällt.
Wenn man selber erfolgreich ist, zB sportlich und schlank während anderen das Abnehmen schwer fällt, belesen weil man dazu als Kinderloser nun mal mehr Zeit hat - dann führt das leider am Ende häufig zu einem ungewünschten Ergebnis: Einsamkeit.

Ich lese zwar, dass du ein toller Typ bis, was mir aber fehlt sind die menschlichen Werte wie Empathie, Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit etc. Meiner Erfahrung nach machen diese Dinge extrem glücklich. Sicher haben auch deine verachteten Kollegen Qualitäten, die für Dich auf den ersten Blick nicht erkennbar sind. Geh doch einfach mal zu den Veranstaltungen hin, zu denen man dich einlädt und versuche sie zu finden. Einfach fragen und zuhören!

Wenn Du auf dem aktuell eingeschlagenen Weg unglücklich bist (und Dein Hilferuf deutet darauf hin), hol Dir einfach therapeutische Hilfe. Man muss ja nicht gleich eine ausführliche Therapie machen, aber eine kurze Intervention, oder ein Coaching könnten Dir sicher helfen. Mach Dich auf die Suche nach Deinen inneren Werten, nach Einfühlungsvermögen und Mitgefühl. Klingt banal, kann aber total spannend sein! Perfektionisten sind uninteressant. Die kleinen Fehler machen Menschen liebenswürdig.
Viel Erfolg dabei!

Dem stimme ich nicht zu (und es sind ja bereits eine ganze Reihe ähnlicher Beiträge geschrieben worden).

Ich bin nicht der Ansicht, den moralisierenden Zeigefinger zu heben sei richtig, der ihm sagt, er solle doch bitteschön in jedem Menschen Liebenswürdigkeit und Interessantes entdecken. Es ist vollkommen natürlich, dass ein Mensch sich nicht allen anderen Menschen zugehörig fühlt und bestimmte Lebensstile für sich ablehnt, andere wiederum begrüßt. Dass sich Menschen lieber mit Menschen beschäftigen, die ihren Lebensstil, ihre Einstellungen und ihre Auffassungen teilen, ist ebenfalls ein sehr natürliches, menschliches Verhalten. Das durchaus erstrebenswerte Ziel, dass alle einen Stuhlkreis bilden, sich liebhaben und belobigen, einander Respekt und Akzeptanz zollen, einander helfen und sich unterstützen, sowie trotz der Unterschiede Freundschaft schließen, ist (leider?) vollkommen unerreichbar und entbehrt somit jeglicher realen Ausgangsbasis. Namen tanzen schön und gut, das reale Leben wird hiermit jedoch nicht beschrieben.

Ich persönlich sehe allerdings, trotz all der Unterschiede und der damit einhergehenden natürlichen Segregation und sozialen Gruppierung unter Menschen, keine Notwendigkeit darin, von der eigenen Einstellung abweichende Lebensstile anderer Menschen derart zu verurteilen, wie der TE es in seinem Eingangsposting betreibt. Positiv hervorzuheben ist, dass er selbst erkennt, dass das Problem definitiv bei ihm und nicht bei den Eigenschaften, Einstellungen und der Lebensführung der anderen liegt.

Ich für meinen Teil versuche es in der Regel so zu halten, dass ich niemanden mögen, niemanden akzeptieren, niemanden liebhaben und mit niemandem Freundschaft schließen muss, dessen Einstellungen, Ansichten und Lebensstil nicht zu den meinigen passen. Ich finde es aber wichtig, andere trotzdem zu tolerieren und zumindest zu respektieren, dass sie ihr Leben so führen, wie sie es nun mal führen, völlig unabhängig davon, ob sie damit zufrieden sind oder nicht. Hilfsbereitschaft muss auch nicht immer angezeigt sein, und niemand ist m.E. gezwungen, anderen grundsätzlich Unterstützung anzubieten. Wozu soll das gut sein, wenn es doch mit sozialem Zwang einhergeht? Wieso soll es immer gut sein, solch moralisierenden Erwartungen zu entsprechen? Ich sehe die Welt nicht untergehen, nur, weil man nicht immer jedem helfen und nicht immer jeden unterstützen und nicht alle im Kollektiv am eigenen Leben teilhaben lassen möchte. Etwas Egoismus kann bisweilen auch sehr gesund sein.

Wichtig ist meiner Ansicht nach, dass der TE lernt, mit den Unterschieden zwischen seinen Kollegen und sich umzugehen. Dies sollte vor allem darauf hinauslaufen, dass er, wie oben beschrieben, deren Einstellungen, Ansichten und Lebensstil toleriert, sich selbst aber dahingehend abzugrenzen lernt; eine gute Strategie entwickelt, nicht an außerbetrieblichen Aktivitäten teilnehmen zu müssen, ohne sich selbst innerhalb der beruflichen Zusammenarbeit ins Abseits zu schießen. Nur so kann diese Zusammenarbeit meiner Meinung nach auch langfristig gut funktionieren - der moralisierende Zeigefinger, der ihn dazu zwingt, sich mit Menschen auseinanderzusetzen, mit denen er sich privat nicht auseinandersetzen möchte, wird unweigerlich zu noch mehr Ablehnung und Fluchtverhalten des TE und - Dammbruchargument - zu innerer Kündigung und einem schlechten Betriebsklima führen.

P.S.: Dem TE Oberflächlichkeit und Arroganz zu unterstellen, halte ich für gewagt. Wir wissen nicht, wie er mit Menschen umgeht, deren Einstellungen er teilt und all dies schließt auch eine gemeinsame Definition der Eigenschaften "Arroganz" und "Oberflächlichkeit" mitein. Die Frage wäre hierbei, ab wann man denn überhaupt sagen kann, jemand sei arrogant oder oberflächlich und welche hinreichende Bedingungen hierzu überhaupt erfüllt sein müssen. All das wurde hier mit keinem Wort geklärt, und stattdessen werdem dem TE die genannten negativen Eigenschaften unreflektiert, unkritisch und plakativ angeheftet.
Die Psyche des Menschen und die damit verbundene soziale Welt sind zu komplex, um solche monokausalen Schlussfolgerungen zu treffen. Ich würde dem TE, und auch dies halte ich bereits für gewagt, bisweilen Ignoranz unterstellen. Weiter würde ich aber nicht gehen.
 
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hmmm 2 Möglichkeiten:

1.: Der TE ist unbewusst neidisch auf die heile, langweilige, geerdete Welt seiner Kollegen und wünscht sich insgeheim auch Haus, Hund, Frau und Kinder. Will das aber nicht zugeben und verrennt sich in Outdoor-Ablenkungen und Arroganz.

2.: Die Kollegen sind wirklich nicht die hellsten und langweilig und der TE hat einfach niemanden dort, der auf seiner Wellenlänge ist und steht außerdem an einem ganz anderen Punkt im Leben als der Rest. Sowas gibt's auch und dann wünscht man sich in der Tat einfach nur weg/hat Mordfantasien.

Ich finde, dass es sehr viel über die Leute sagt, die den TE hier sofort attackiert haben. Ich sehe da Neid und eigene Unsicherheit. Ja, da sagt jemand, was er über seine Umwelt denkt und derjenige hat sich ein gewisses Selbstbewusstsein aufgebaut. Nur weil ihr das nicht habt (und trotzdem ja auch manchmal am liebsten alle um euch herum erschießen würdet) müsst ihr ihn nicht so niedermachen. Was er denkt haben schon die meisten von euch mal gedacht.

Das könnten natürlich mögliche Gründe sein, allerdings würde ich das hier nicht pauschal unterstellen. Wir sollten uns nicht anmaßen, über die psychische Disposition des Gastes zu urteilen. Schließlich hat er kaum etwas davon erzählt.
 
Hallo zusammen,

es ist wirklich schade, dass das Problem des Threaderstellers hier so wenig ernst genommen wird. Ich kann mich sehr stark damit identifizieren, was der Threadersteller schreibt.

Ich selbst bin eine wahnsinnige Leseratte, vielseitig interessiert. Doch leider hab ich im Berufsleben immer wieder Leute um mich rum, die mir einfach nicht guttun. Und deshalb brauche zum Beispiel sehr dringend gewisse Freiräume und bin gleich sehr viel entspannter, wenn ich mit den Kollegen nicht 3x mal am Tag Raucherpause einlegen oder mittags was essen muss. Allerdings ist man ja dann gleich wieder diejenige, die "komisch" ist, sich absondert - was weiß ich. Muss ich meine Arbeitskollegen zu lange ertragen, komme ich einfach nach Hause und fühle mich total leer, deprimiert, uninspiriert, bin mies gelaunt etc. Zum Glück bin ich noch dabei Erfahrungen zu sammeln und da ich noch jung bin, kann ich mir wohl noch ein paar Wechsel leisten. Wär ich in so einem Job gefangen wie der Threadersteller, würde ich wohl ne dauerhafte Depression entwickeln.

Wenigstens wird der Threadersteller noch weitgehend in Ruhe gelassen, also es finden nur Kontaktversuche seitens der Arbeitskollegen statt, die er ja auch meistens ablehnen kann.

Bei mir ist es entweder so, dass ich die Komische bin, wenn ich distanzierter bin und eher zu wenig mit Kollegen rede. Rede ich dann mal ein bisschen mehr, weil ich versuche, etwas zu Gesprächen beizusteuern, bekomme ich immer nur ablehnende Reaktionen, weil ich mich in deren Augen für unwichtigen Kram interessiere. Allerdings ist es einfach nur so, dass ich ein total neugieriger Mensch bin, sodass ich z.B. irgendwelche Veränderungen an meiner Umwelt wahrnehme, die die anderen einfach überhaupt nicht interessieren. Oder ich stelle Fragen zu deren Hobbies und stelle fest, dass ich absolut schlecht rüberkomme, weil meine Frage wieder mal viel zu sehr in die Tiefe gegangen ist. Dann hör ich oft ein barsches "Interessiert mich doch nicht!!!". Und ich lächle dann und nicke und hoffe, dass die Pause schon so gut wie rum ist.

All die Leute, mit denen ich bisher als Kollegen zu tun hatte, scheinen sich einfach für nichts genauer zu interessieren, nichts zu hinterfragen, für absolut nichts eine Begeisterung entwickelt zu haben. Was soll man sich da noch in Gespräche einklinken, wenn man eh meist nur zusammengebügelt wird?
 
Hallo,

ich kann mir gut vorstellen, dass du noch nicht immer diese überhebliche Einstellung hattest, sondern du das im Laufe der Zeit entwickelt hast.

Zumindest ging es mir so. Ich hatte eine Kollegin, die war anfangs sehr freundlich, aber sie war schon etwas älter und hatte mit sämtlicher Technik ein Problem. Sie wollte aber auch nicht dazulernen, weil sie ist ja schon älter, hat Familie usw. das braucht sie ja nicht mehr. Nach einiger Zeit habe ich gegen Sie richtigen Hass entwickelt, weil sie mir einfach zu dumm ist. Jedes Wort muss man ihr 3x erklären, sämtliche arbeiten lässt sie liegen, weil sie es nicht kann. Heute bin ich in der Situation, dass ich wegen diesem Hass genau solche Gründe suche um sie in meinen Augen noch schlechter zu machen. Allein, wenn ich dieser Person im Gang begegne, denke ich mir "Mein Gott, kannst du dich nicht altersgerecht anziehen?" oder "Allein vom anschauen, kommt auch kein Blatt aus dem Kopierer!" Diese abwertende Einstellung hat sich einfach im Laufe der Jahre entwickelt, weil es mich zu Tode genervt hat. Ich versuche diese Persone👎 einfach zu ignorieren und dem ewigen Generve einfach mit etwas Arroganz ein Ende zu setzten, solange bis sie merken, dass mich ihre Familiengeschichten und was sie heute kochen nicht interessiert.
 

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