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Um Druck geht es ja nicht unbedingt. Mir macht niemand Druck..ich mach mir auch keinen Druck..und lass mir auch keinen Druck machen. Aber man sieht halt nur, dass Freunde und Bekannte mehr und mehr verschwinden aus dem eigenen Leben.. weil sie Frau, Haus und Kinder haben. Und sich immer wieder einen neuen Freundeskreis zulegen zu müssen, weil die alten Freunde plötzlich nur noch Frauchen Haus und Kinder im Kopf haben ist halt sehr lästig. Man fühlt sich nicht mehr wirklich zugehörig zu dieser Welt.

Wieso fast immer mit ca. 30 Jahren?
Die Zahl hält sich so hartnäckig..... .


Und es stellt sich ja auch die Frage, ob Haus, Frau, Kinder und das Pflanzen eines Apfelbaumes überhaupt das eigene Ziel sind.
Und wenn ja, geht das doch auch noch mit z.B. 35.


Oder muss das heute wieder schneller entschieden werden, weil man schneller vom Arbeitsmarkt verschwindet?



LG
Landkaffee
 
Wieso fast immer mit ca. 30 Jahren?
Die Zahl hält sich so hartnäckig..... .


Und es stellt sich ja auch die Frage, ob Haus, Frau, Kinder und das Pflanzen eines Apfelbaumes überhaupt das eigene Ziel sind.
Und wenn ja, geht das doch auch noch mit z.B. 35.


Oder muss das heute wieder schneller entschieden werden, weil man schneller vom Arbeitsmarkt verschwindet?



LG
Landkaffee

Gute Frage. Ich weiss es nicht. Möglicherweise liegt das auch an der inneren Uhr. Vor allem bei Frauen, weil die ja bekanntlich nicht ewig Kinder bekommen können.
 
Wieso fast immer mit ca. 30 Jahren?
Die Zahl hält sich so hartnäckig..... .

Definititv ! Alle in meinem Umfeld haben mit 29 das Heulen angefangen, viele meinten mit 30 muss sich jetzt aber alles ändern, die Frauen bekommen Torschlusspanik und wollen auf Teufel komm raus Kinder.
Also das Phänomen dass Leute um die 30 plötzlich stark reflektieren und ihr Leben hinterfragen ist mir persönlich ganz und gar nicht neu.
Manchmal kommen mir auch die Argumente so vor, als würde ab 30 ja schon der Schimmel an einem nagen. Und dann immer wieder Vergleicherei, der hat schon dies und das erreicht, und ich bin stehengeblieben usw...

Einige meinen dann verschiedene Dinge nicht mehr zu "dürfen", gehen plötzlich nicht mehr raus, werden spießig oder verbohrt.
 
Definititv ! Alle in meinem Umfeld haben mit 29 das Heulen angefangen, viele meinten mit 30 muss sich jetzt aber alles ändern, die Frauen bekommen Torschlusspanik und wollen auf Teufel komm raus Kinder.
Also das Phänomen dass Leute um die 30 plötzlich stark reflektieren und ihr Leben hinterfragen ist mir persönlich ganz und gar nicht neu.
Manchmal kommen mir auch die Argumente so vor, als würde ab 30 ja schon der Schimmel an einem nagen. Und dann immer wieder Vergleicherei, der hat schon dies und das erreicht, und ich bin stehengeblieben usw...

Einige meinen dann verschiedene Dinge nicht mehr zu "dürfen", gehen plötzlich nicht mehr raus, werden spießig oder verbohrt.

Ich selbst bin 30 geworden, fühle mich aber eher wie 25. Ich fühle mich auch überhaupt nicht bereit für ein Kind und habe auch keine Sehnsucht nach einem Eigenheim mit Garten. Am liebsten würde ich nochmal meine Studienzeit durchleben, besonders das Bachelor-Studium, denn das war mit Abstand die glücklichste Zeit meines Lebens.

Und nicht nur mir geht es so, sondern auch dem Großteil meines Freundeskreises. Kaum einer fühlt sich bereit für Familie und Eigenheim.

Ein anderer Teil meines Freundeskreises ist genau den anderen Weg gegeangen. Eine Freundin von mir, mit der ich sogar 2 Jahre in einer WG gewohnt habe, ist mir mittlerweile so fremd geworden, dass wir überhaupt keine gemeinsamen Themen mehr haben. Bei ihr dreht sich alles nur um die Arbeit und ihr I-Phone...und sie ist noch nicht mal 30.

Manchmal komme ich mir auch "hängengeblieben" vor, aber ich muss erst weiter an mir selbst arbeiten, bevor ich "erwachsen" werden kann. Da bestehen einfach zu viele innere Konflikte.

Der gesellschaftliche Druck ist da nicht gerade hilfreich.
 
Der gesellschaftliche Druck ist da nicht gerade hilfreich.

Um genau den geht es aber. Ohne Vergleicherei und (eigentlich sinnlose) Normen würden weitaus weniger auf solche Gedanken kommen. Und manche tun sich eben auch schwer damit Verantwortung für irgendwas übernehmen zu "müssen" und sind dann mit den Themen Kinder etc. überfordert. Ich fühle mich selbst auch wesentlich jünger, bin (noch) nicht bereit für die Vaterrolle, denke manchmal ich werde von diesem Gesellschaftszwang überrollt und muss mich in diese Rolle einfügen.

Eigentlich will ich immernoch genauso leben wie in den zwanziger Jahren, aber dank Babyboom im Freundeskreis hat sich dieser eben schon weitgehend geändert. Und je öfter man dann Langeweile schiebt oder sieht dass es scheinbar bei anderen nahtlos vorangeht (Haus, Kind usw...), desto mehr fängt man das Hirnen an.
 
Ich bin 32 und empfinde keinen Zwang zu heiraten oder Kinder zu haben. Man grenzt sich aber in manchen Kreisen aus. Wenn ich von meinen Freunden eingeladen werde, sitzt oft die Familie mit am Tisch und ich fühle mich eher als Fremdkörper, wo ich früher eben nur mit meinem Kumpel was gemacht habe. Immer wieder bekomme ich zu hören "Ne schaff ich nicht, ich muss mit meinem Kind ....." oder "Ne keine Zeit, da muss meine Frau arbeiten und ich pass auf den kleinen auf" Mein Lieblingsspruch: "Wir können uns ja alle mit Familie treffen", gefolgt von "ach äh..... du darfst natürlich auch jemanden mitbringen."

Wenn der Freundeskreis ein weit gestreutes Alter hat, wird das Problem kleiner. Entweder es sind welche ohne Familie dabei oder die Kinder sind schon erwachsen. In meinem Alter (32) wird man aber sehr viele junge Mütter und Väter finden, die von nichts reden außer wie intelligent und toll ihre Kinder doch sind. Ein Freund von mir hatte nicht mal ein Wort für mein neues Auto über, erzählte aber stundenlang über den Elternabend seiner Tochter. Versteh ich ja, aber wo ist das Interesse an mir? Inzwischen ist mein ohnehin kleiner Freundeskreis auf nahe Null geschrumpft, mehrheitlich Kollegen/innen, wo ich den Kontakt wg Job nicht abbrechen kann.

Es ist recht schwer auf Augenhöhe mit Menschen zu sprechen, deren Interessen- und Lebenslage eine ganz andere ist.
 

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