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Gelöscht 126584
Gast
Dann erzähl ich mal wieder meine Geschichte... 🙂 Ich hatte meinen ersten Freund mit fast 37. Bis dahin hatte ich genau zwei Küsse und keinen Sex. Ein sogenannter "Absoluter Beginner" - ein erwachsener, der unfreiwillig ohne Beziehungserfahrung geblieben ist.
In meinen 20ern war ich sehr unglücklich als Single. Gerade übrigens im Alter 22-24 merke ich, dass es besonders an einem zu nagen scheint. Zumindest ist das auch das Alter, in dem besonders viele dann auf Foren wie diesem hier auftauchen.
Damals dachte ich auch, ich bin seltsam, irgendwas stimmt nicht mit mir etc. Wenn ich heute zurückschaue, merke ich, wieviele Menschen um mich herum in diesem Alter und auch zum Teil bis in die 30er hinein beziehungslos und unerfahren waren. In meinem engsten Freundeskreis fast die Hälfte - die haben ihre jetzigen Ehemänner mit Mitte 30 getroffen und haben jetzt Haus und Kind mit ihnen.
Und auch jüngere Leute, heute Mitte 20, erzählen mehr als einmal, dass sie noch nie eine Beziehung hatten. Sie erzählen das meist ein bisschen verschämt, weil sie denken, das sei eigenartig. Und ich erzähle ihnen, dass es nicht so selten und ungewöhnlich ist, wie man in dem Alter glaubt. Aber da alle denken, sie seien damit quasi alleine auf der Welt, behalten sie es für sich und so glauben wieder alle anderen, die anderen seien ja "normal" und "beziehungserfahren"...
Sprich: Das, was du gerade erlebst, ist nicht so selten.Auch der Frust, der sich gerade in dem Alter einstellt, ist nicht ungewöhnlich.
Meine Erfahrung: Viele Absolute Beginner schleppen irgendwelche Probleme mit sich herum. Beziehungsängste, Traumata, soziale Ängste, Depressionen... es gibt viele Möglichkeiten. Schau dir an, was es bei Dir sein könnte. Wenn die Kontaktaufnahme freundschaftlich gut funktioniert, aber alles andere, was darüberhinaus geht, nicht, dann könnte (!) es ein Zeichen für Beziehungsangst sein. So war es bei mir jedenfalls...
Auch das hier klingt sehr für mich danach, weil ich mich selbst von früher darin wieder erkenne:
Es passt NIE zu 100%. Irgendwelche Zweifel hat man immer. Solange man Bindungsangst hat, nimmt man den Zweifel als guten Vorwand, um sich nicht darauf einlassen zu müssen. Auch wenn man vordergründig will - die Angst ist doch größer. Die "Sicherheit" ist wichtiger.
Ich habe in der Therapie gelernt, diese Zweifel auszuhalten und neutral zu betrachten. Fast hätte es nicht geklappt, weil ich es fast wegen dieser Zweifel in den Sand gesetzt hatte. Aber zum Glück war ich austherapiert genug, um zu erkennen, wie ich mich gerade selbst sabotierte und habe das Ruder noch mal rumgerissen.
Ich habe mit Ende 20 eine Therapie angefangen, die mir sehr geholfen hat. Es dauerte zwar noch einige Jahre, bis ich dann tatsächlich einen Partner hatte, aber meine Lebensqualität hat sich sehr geändert. Diese Ängste wurden sehr viel weniger. Mein Singlefrust war weg und ich genoss mein Singledasein in den 30ern tatsächlich sehr. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich meinen Partner nie hätte kennen lernen können, wenn ich nicht diese Therapie und Entwicklung hinter mir gehabt hätte.
In meinen 20ern war ich sehr unglücklich als Single. Gerade übrigens im Alter 22-24 merke ich, dass es besonders an einem zu nagen scheint. Zumindest ist das auch das Alter, in dem besonders viele dann auf Foren wie diesem hier auftauchen.
Damals dachte ich auch, ich bin seltsam, irgendwas stimmt nicht mit mir etc. Wenn ich heute zurückschaue, merke ich, wieviele Menschen um mich herum in diesem Alter und auch zum Teil bis in die 30er hinein beziehungslos und unerfahren waren. In meinem engsten Freundeskreis fast die Hälfte - die haben ihre jetzigen Ehemänner mit Mitte 30 getroffen und haben jetzt Haus und Kind mit ihnen.
Und auch jüngere Leute, heute Mitte 20, erzählen mehr als einmal, dass sie noch nie eine Beziehung hatten. Sie erzählen das meist ein bisschen verschämt, weil sie denken, das sei eigenartig. Und ich erzähle ihnen, dass es nicht so selten und ungewöhnlich ist, wie man in dem Alter glaubt. Aber da alle denken, sie seien damit quasi alleine auf der Welt, behalten sie es für sich und so glauben wieder alle anderen, die anderen seien ja "normal" und "beziehungserfahren"...
Sprich: Das, was du gerade erlebst, ist nicht so selten.Auch der Frust, der sich gerade in dem Alter einstellt, ist nicht ungewöhnlich.
Meine Erfahrung: Viele Absolute Beginner schleppen irgendwelche Probleme mit sich herum. Beziehungsängste, Traumata, soziale Ängste, Depressionen... es gibt viele Möglichkeiten. Schau dir an, was es bei Dir sein könnte. Wenn die Kontaktaufnahme freundschaftlich gut funktioniert, aber alles andere, was darüberhinaus geht, nicht, dann könnte (!) es ein Zeichen für Beziehungsangst sein. So war es bei mir jedenfalls...
Auch das hier klingt sehr für mich danach, weil ich mich selbst von früher darin wieder erkenne:
Ich weiß nicht, ob das Problem daran liegt, dass ich zu wählerisch bin. Ich möchte wenn eine Frau, bei der es zu 100% passt. Wenn ich auch nur den kleinsten Zweifel habe, möchte ich schon keine Beziehung mehr
Es passt NIE zu 100%. Irgendwelche Zweifel hat man immer. Solange man Bindungsangst hat, nimmt man den Zweifel als guten Vorwand, um sich nicht darauf einlassen zu müssen. Auch wenn man vordergründig will - die Angst ist doch größer. Die "Sicherheit" ist wichtiger.
Ich habe in der Therapie gelernt, diese Zweifel auszuhalten und neutral zu betrachten. Fast hätte es nicht geklappt, weil ich es fast wegen dieser Zweifel in den Sand gesetzt hatte. Aber zum Glück war ich austherapiert genug, um zu erkennen, wie ich mich gerade selbst sabotierte und habe das Ruder noch mal rumgerissen.
Ich habe mit Ende 20 eine Therapie angefangen, die mir sehr geholfen hat. Es dauerte zwar noch einige Jahre, bis ich dann tatsächlich einen Partner hatte, aber meine Lebensqualität hat sich sehr geändert. Diese Ängste wurden sehr viel weniger. Mein Singlefrust war weg und ich genoss mein Singledasein in den 30ern tatsächlich sehr. Ich bin der festen Überzeugung, dass ich meinen Partner nie hätte kennen lernen können, wenn ich nicht diese Therapie und Entwicklung hinter mir gehabt hätte.