Meine erste richtige Beziehung hatte ich mit bereits über 30 Jahren. Lief nur 3 Monate, und ich bin dazu fast jedes WE gependelt.
Davor hatte ich nur zwei kurze Trauerspiele, kann man nicht Beziehungen nennen.
Nennen wir die erste mal Veronika (sie hieß ganz anders).
Veronika hat sich von mir getrennt, und wollte mir nicht eröffnen, wieso. Naja, zumindest fand die Aussprache persönlich statt. Aber sie hat mir im Laufe der Beziehung viele Fragen gestellt über die Liebe, Beziehung, und allgemein. Die Fragen und der Dialog mit ihr haben mich weitergebracht - aber die Beziehung hinaus.
Die räumliche Distanz und die Tatsache, dass sie mir nicht eröffnete, warum Schluss war, gab mir einen Boost. Zwei Wochen später hatte ich das nächste Date. Wurde nichts nennenswertes draus (zwei weitere Dates); auch die weiteren Versuche bei anderen Damen fruchteten nicht. Im Laufe dessen vergab ich sogar meinen ersten Korb.
Dann habe ich mich darauf konzentriert, eine feste Kirchengemeinde zu finden. Denn ich war in zwei Gemeinden aktiv, und wollte mich festlegen.
Kurz nach diesem Schritt lernte ich Clarissa kennen (Name ebenfalls geändert).
Es funkte nach einigen Begegnungen schon. Neun Monate später die Verlobung; ein weiteres Jahr später die Hochzeit!
Möge ich Clarissa nie für selbstverständlich halten. Das ist sie nicht. Kein Mensch, dem man seine Liebe schenkt, sollte als selbstverständlich gesehen werden.
Fazit: Von der Vergangenheit lässt sich nur begrenzt auf die Zukunft schließen.
Vielleicht konnte ich Dir ein klein wenig Mut machen.
PS: Geh zur Not in die Klinik!