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ich möchte reden, trau mich aber nicht

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G

Gast verzweifelt

Gast
eine freundin sagte vor kurzen zu mir, deine gedanken sind schwer zu ertragen damit können nur wenige umgehen. seitdem ziehe ich mich zurück, bin nach aussen die starke die nur keine zeit hat, hab angst über meine gedanken zu reden, ich will keinen belasten. aber diese gedanken suche ich mir doch nicht extra aus, sie sind so in meinem kopf. sorgentelefon habe ich auch schon ausprobiert, selbst der mann am telefon war überfordert und ich hab dann nicht weiter geredet. panikattacken kommen wieder öfter und werden immer schlimmer, jede nacht werde ich durch eine wach und kann mich kaum beruhigen, hab angst ins bett zu gehen auch am tag und abends habe ich nun wieder welche. ich versuch mich abzulenken an was anderes zu denken, aber die panik, die gefühle, die bilder die bekomme ich nicht weg, die sind als wäre es erst gestern geschehen.

bin durcheinander und weiß nicht was ich machen soll, ich will doch nur ein ganz normales leben, will doch nur über meine gedanken reden, will sie endlich für immer loswerden. aber keinen damit belasten, also behalte ich sie für mich. wie lange hält man sowas aus, wie lange geht sowas gut?
 
Hallo 🙂

Hier bist du anonym. Du kannst also alles sagen, was du möchtest, wenn im Rahmen der Nettiquette ist 🙂

Vielleicht kannst du deine Gedanken die dich belasten einfach mal schildern. Hier sind viele kompetente Leute (wenn auch nur Laien 😉 ) die dir Hilfe geben können.
 
Nun weiss ich natürlich nicht so genau, um was es geht,aber man kann seinen Freundeskreis schon sehr überfordern und belasten.ich würde mir eine Person suchen ausserhalb deines Freundeskreises mit dem du sprechen kannst,mit einem Teil deiner Gedanken sollte deine Freundin und andere umgehen können weil es hoffentlich nur noch-zu dir gehört.
Du weisst keine Antwort darauf und deine Freundin natürlich auch nicht-so kann es zu einer Überforderung kommen.Es ist vielleicht auch leichter zu reden wenn eine Dritte Person die hoffentlich Ahnung hat oder Erklärungen und vielleicht auch Lösungsmoglichkeiten hat.
Das mit dem Sorgentelefon war schon eine gute Idee-aber dort sind immer verschiedene Leute und auch welche-so wie du es erlebt hast-das Problem nicht verstehen.Ich denke es sollte regelmässige Gespräche sein mir einer Person die davon was versteht-vielleicht psychologische Hilfe,einige Kirchen bieten auch Gespräche an-du wirst etwas finden.Dies sind nur ein paar Gedanken zu deinem Beitrag,Viel Kraft und viel Glück wünsche ich dir..

.
 
Hallo, lieber Gast,
manchmal wird es auch Freunden oder auch Verwandten zu viel. Das heißt nicht, dass du gar nicht mehr mit ihnen über deine Probleme reden kannst. Du solltest das auch nicht komplett abstellen. Du möchtest reden - Es soll raus. Das ist gut.
wie lange hält man sowas aus, wie lange geht sowas gut?
Man hält es nicht sehr lange aus und es geht nie gut.
Wie wäre es, wenn du dich jemandem anvertraust, der sich mit so etwas auskennt? Es gibt überall Beratungsstellen oder vielleicht gehst du mal zu einem Therapeuten. Die Leute kennen sich damit aus und sie wissen, wie sie mit dir umgehen müssen, damit du dich wohl fühlst.
Dann kann es dir endlich wieder besser gehen. Reden ist wichtig und es ist auch wichtig, dass dir geholfen wird. Freunde sind damit einfach oft überfordert.
Angst, Panikattacken, Flashbacks etc. kennen die meisten Menschen nicht, denn ihnen ist nichts schlimmes zugestoßen.

Ich finde es übrigens sehr toll, dass du dich getraut hast, hier einen Thread zu erstellen. Du möchtest Hilfe haben. Das ist gut. So kann dir geholfen werden
🙂. Weiter so!

P.S.: Ich weiß, wie du dich fühlst. Ich kenne das gut. Mir hat das Reden sehr geholfen. Fühl dich mal (vorsichtig) in den Arm genommen.
🙂
 
.., ich will doch nur ein ganz normales leben, will doch nur über meine gedanken reden, will sie endlich für immer loswerden.

Diese Gedanken scheinen auch dich sehr zu belasten, lieber Gast, doch ich glaube, es reicht nicht nur mit anderen über sie zu reden (ihnen sie zu erzählen), um sie los zu werden.., - es kann kurz erleichtern, doch man kann sie nicht auf diese Weise einfach abladen und sie verschwinden dann für immer.

Ich denke, sie brauchen nach und nach hinterfragt und verändert oder umformuliert zu werden, sodass sie wieder mit der Realität versöhnen können und am Leben nicht mehr hindern. Das kann man in einer regelmäßigen, darauf gezielten Therapie wahrscheinlich effektiver machen, obwohl solcher Austausch hier im Forum natürlich auch dazu beitragen kann.
Vielleicht fängst du damit einfach an?

Alles Gute für dich!
Lenja
 
Wurde denn schon geklärt, was für Gedanken das sind, also worum es dabei konkret geht?

Einige Lösungen sind Therapie und Selbsthilfegruppen. Therapie zum einen, um dich emotional zu stabilisieren und Dinge heraus zu lassen, die ein Profi verarbeiten kann und nicht weiter erzählen darf. Die SHG sind thematisch zugeordnet. Dort gibt es vieles zu Ängsten und Zwängen, manche sind moderiert. Wer auf Gleichgesinnte bzw. Mitleidende trifft, kann sich fachlich gut austauschen und man darf nicht unterschätzen, dass man ja eben nicht mit dem Problem allein ist.

Deine Familie und Freunde sollten dir zuhören und sie sollten auch schweigen dürfen. Trösten und Rat erteilen kann nicht jeder! Bevor dich Worte anderer eventuell verletzen, bitte sie darum, etwas konkretes zu tun. Heißt, mach ihnen Vorschläge, wie sie dir helfen können. Wenn dir nichts richtiges einfällt, dann frage sie halt, ob sie einfach nur zuhören können.

Eine andere Sache, die ich von Zwangsgedanken kenne: Lass die Gedanken zu! Solange du nicht im Wahn lebst und Mordgedanken hast, ist ja noch "alles okay". Ich habe von Leuten gehört, die pädophile Gedanen haben, ohne auf Kinder zu stehen oder daran denken müssen, andere zu verletzen, ohne dass sie ernsthafte Pläne haben. Je mehr man sich gegen die Gedanken wehrt, desto heftiger wird es. Bei mir brauchte es Zeit und Entspannung. Ich ließ mich auf die Gedanken ein, übertrieb es manchmal sogar bis es richtig albern wurde, schrieb viel im Tagebuch und meditierte. Das hat geholfen!!! Ich habe ab und zu noch dieses unangenehme Wort, was triggert, aber ich kann nach eineinhalb Jahren besser damit umgehen und ziehe mich nicht zurück. Jetzt fehlt nur noch eine therapeutische Aufarbeitung, um die Ursache abzuklären.
 
ich hasse meinen körper, warum das weis keiner, nur das ich ihn und mein leben hasse. ich wurde vergewaltigt und er hat reagiert, ist einfach feucht geworden. mir wurde auch immer vermittelt das ich nichts wert bin. von einen one night stand bin ich schwanger geworden und hab es abtreiben müssen, auch das weis keiner hab das heimlich machen lassen, ich bereue das jetzt, fühle mich als mörderin und ich hätte jetzt ein baby, wenn ich es nicht umgebracht hätte
 
Hast du schon einmal darüber nachgedacht einen Therapeuten zu suchen?

Hört sich ziemlich stumpf an, aber ich denke, wenn es dich so sehr zu schaffen macht, dann solltest du dir doch professionelle Hilfe suchen anstatt sie bei deinen Freunden zu suchen.
 
Ich möchte die etwas, mitteilen, liebe Gästin, womit du vielleicht etwas anfangen könntest:

In Bezug auf meinen Körper habe ich eins erkannt, und ich finde es sehr wichtig: es ist zwar "mein" Körper, doch er gehört nur bedingt mir, denn er verfügt über angeborene Funktionen und Anpassungsmechanismen (die meinem überleben dienen!), die ich kaum kontrollieren kann. Er ist ein Teil materiellen Realität, die mir am nähesten ist, doch ich kann sie nur begrenzt beeinflussen und gestalten. Deshalb ist es mir wichtig, meinen Körper zu verstehen und auf seine Signale zu achten und zu reagieren - so eine Art Freundschaft mit ihm zu schliessen und zu pflegen. Weil ich ihn "bewohne" und weil er mich mit der Welt, ihren Gesetzen (die er auch "verkörpert") verbindet. Er ist wie meine Brücke zur materiellen Welt. Und verwurzelt mich in ihr - deshalb muss er mich auch gleichzeitig begrenzen.

Vielleicht wäre es für dich sinvoll oder sogar heilsam, wenn du beginnst deinen Körper bewusst anders und vor allem positiver zu erfahren: im Tanz (Flamenco?), beim Schwimmen, durch angenehme sinnliche Erfahrungen (Wind, Sonne, Musik, Farben, Düfte), usw ..
So verleihst du ihm deine Wertschätzung und durch ihn - auch dir selbst.

Liebe Grüße,
Lenja
 
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