Liebe/r TE,
ich kann Dir nur dringend raten, Dich - wie
@Schroti bereits erwähnte und verlinkte - mit dem Phänomen der Übertragung und Gegenübertragung auseinanderzusetzen.
Es ist in Psychotherapien ein häufiges Phänomen, dass sich PatientInnen in TherapeutInnen verlieben.
Sowohl in der Psychoanalyse, als auch in der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist die Arbeit mit Übertragung und Gegenübertragung ein essentieller Bestandteil der Therapie.
Ich würde Dir dringend empfehlen, Deiner Therapeutin ehrlich rückzumelden, was Du empfindest.
Wenn sie Analytikerin oder Tiefenpsychologin ist, wird sie damit gut umgehen und arbeiten können.
Wenn sie Verhaltenstherapeutin oder Systemikerin ist, wird ihr dieses Phänomen auch nicht fremd sein und - wenn sie eine fähige Therapeutin ist- wird sie ebenfalls mit Dir eine Idee entwickeln, wie ihr die Therapie gemeinsam gut fortsetzen könnt.
Was ich an Deiner Stelle auf gar keinen Fall tun würde: einfach weitermachen wie bisher und Dein inneres Erleben verschweigen. Dann wirst Du in der Therapie auf der Stelle treten und alles ist für die Katz.
Ebenso würde ich keinesfalls die Therapie aus Scham einfach abbrechen - es gibt nichts, wofür Du Dich schämen musst und durch einen Abbruch hast Du nix gewonnen.
Wenn die Therapeutin mit Deiner Verliebtheit NICHT umgehen kann, mangelt es ihr m.E. sowohl an Erfahrung, als auch an Souveränität. Und dann ist sie sowieso nur begrenzt hilfreich für Dich.
Alles Gute