Hallo
Ich bin 17 Jahre alt und weiblich...
Ich würde gerne über etwas reden ,was mich fast jeden einzelnen Tag belastet.Jedoch schäme ich mich normal ,dass so zu erzählen und fühle mich auch wie ein Verräter ,wenn ich vor meinen Freunden das so anspreche.
Jedoch liebe ich meine Mutter nicht und nicht nur das ,ich ekel mich regelrecht vor ihr.
Und ja man kann jetzt sagen ,,du liebst sie sicher noch , du weißt es nur nicht" ,jedoch verspüre ich keinerlei Zuneigung mehr zu ihr. Es ist als wäre all die Liebe ,die ich für sie mal empfunden habe gestorben.
Wie es dazu gekommen ist kann ich auch erklären:
Anfangs (eigentlich seit dem Kindergarten) war meine Bindung zu meiner Mutter sehr eng und speziell. Wir haben jede Sekunde mit einander verbracht und ich fühlte mich zu dieser Zeit noch sicher bei ihr. Den Fehler welchen sie jedoch damals bereits machte erkannte ich erst sehr spät, leider. Dadurch ,dass sie ihr damaliges Hobby (reiten) auf mich übertrug verbrachte sie auch ausschließlich Zeit mit mir und vernachlässigte meine beiden Brüder. Alles schien sich um mich zu drehen ,denn ich mochte Pferde genauso wie sie ,ich war gerne bei ihr , alles war also perfekt. Jedoch wurde aus dem Spaß schon sehr schnell Ernst und ich durfte mir bei meinem Hobby keine Fehler mehr leisten. Sie kommandierte mich so lange herum bis ich den Spaß daran verlor und ich das Hobby letztendlich nur noch ausführte ,da ich die Pferde so sehr geliebt habe. Im Laufe der Zeit sind wir dann natürlich auch auf Turniere gefahren und es war immer das selbe: Brachte ich in ihren Augen eine zufriedenstellende Leistung ,so war ich das gute Kind. Machte ich jedoch massive Fehler (oft auch nur Einzelheiten) folgte dies mit einer Horrorfahrt im Auto. Das Auto ist für mich der schlimmste Ort der Welt. Sobald ich einstieg hielt ich die Luft an und krallte mich am Leder des Sitzes fest. Die Auto-Tür ging zu und es fing an: Sie schrie mich so laut an ,dass ich zusammenzuckte und anfing zu weinen. Sie betitelte mich als ,,Missgeburt, F**** ,Dreckskind , Abschaum , undankbarer Fratz" und noch vieles mehr wie : Kannst du dich selbst ertragen? Wie kannst du in den Spiegel schauen ,wenn du aufwachst?und nichts nutziger Balg ". Ich habe alles so tief in mein Inneres gedrängt ,dass ich mich teilweise nur lückenhaft erinnern kann ,was sie alles sagte. Sie schrie weiter ,dass ich nichts zu schätzen wüsste und dankbar sein soll eine Mutter wie sie zu haben. Denn alles was sie gerne als Kind gehabt hätte wird mir ermöglicht (ganz egal ob ich es in Wirklichkeit möchte oder nicht.) Ich hielt meinen Mund solange ,bis sie noch schlimmere Anschuldigungen an mich machte und sie letztendlich zu weinen anfing. Ich konnte nicht mehr an mich halten und schrie sie an ,sie soll aufhören zu weinen. Denn sie hat mich selbst gerade eben seelisch in Stücke zerrissen (wie jedes mal). Erschien ihr meine Aussage als frech so schlug sie mir ins Gesicht. Oft mehrere Male. Manchmal auf den Oberschenkel oder aufs Knie ,ganz egal. Meistens bekam ich daraufhin Nasenbluten oder ein blaues Augen. Ich hatte manchmal Tage nach diesen Schlägen ein unheimliches Problem ,da ich sowieso sehr anfällig für Nasen bluten bin. Ich hatte dann mehrmals am Tag Situationen ,wo ich fast 15 min ununterbrochen aus der Nase geblutet habe und kaum Luft bekam .An einem Tag z. B fing meine Nase erneut an zu bluten ,weil sie mir ins Gesicht schlug (an den Grund kann ich mich nicht mehr erinnern) uhnd das Blut tropfte auf meine Hose ,die sie mir neu gekauft hatte. Panisch rannte ich aus dem Auto als wir endlich zuhause waren und suchte direkt den Weg in den Keller um die Hose sofort in die Waschmaschine zu stecken, damit sie wieder sauber wird. Dabei musste ich mich an der Wand abstützen um das Licht an zu machen ,wo nun ein Blutfleck an der Wand ist und mich jedes Mal erneut an diesen grausamen Tag erinnert. Und so spielte sich jede Einzelne Autofahrt ab ,wenn ich in ihren Augen eine Versagerin oder Enttäuschung war. So dauerte die Fahrt manchmal nur 30 Minuten an anderen Tagen mehrere Stunden. Stunden und Minuten ,in denen ich mir anhören musste ,dass ich nichts Wert bin und alles Menschen froh wären ,wenn es mich nicht gäbe. So ging ich nach dieser Höllenfahrt in mein Zimmer und betete entweder zu Gott , er soll mir verzeihen ,wenn ich es mal nicht mehr durchhalte oder wenn ich darüber nachdenke mein Leben zu nehmen (selbstverständlich habe ich mich nie getraut diesen Gedanken in die Realität umzusetzen.) An Anderen Nächten betete ich ,er würde mich am nächsten Morgen nicht aufwachen lassen und einfach zu sich nehmen. Ich wollte einfach ,dass er mich einschlafen und nie wieder aufwachen lässt. Der Grund weshalb ich es anfangs nie geschafft habe jemanden davon zu erzählen war jener ,dass meine Mutter es schaffte alles negative von der einen Sekunde ins positive umzuschwänken. Wenn ich brav bin ,bekomme ich alles. Sie nennt mich das tollste und schönste Kind. Sie sagt sie sei froh mich zu haben. Und am darauf folgenden Tag hasst sie mich und bereut meine Geburt. So fühlte ich mich immer schlecht, wenn ich mit dem Gedanken spielte es jemanden zu erzählen. Ich sagte mir : ,,Sei dankbar dafür ,was sie dir ermöglicht ,denn anderen Kindern ergeht es viel schlimmer, denn es gibt Kinder ,die haben so gut wie nichts". So entwickelte ich nach und nach eine so tief verankerte Abneigung ihr gegenüber, sodass ich mich nicht mehr in ihrer Nähe Wohl gefühlt habe. Heute ekel ich mich vor ihr. Wenn sie mich berührt , würde ich sie am liebsten von mir stoßen und wenn sie mich in den Arm nehmen will drücke ich sie weg und riskiere erneute Konflikte. Wenn sie sagt ,,Ich hab dich lieb" ,würde ich am liebsten keine Anwort geben und stumm bleiben. Doch ich muss es sagen. Denn sie hat vergessen ,was sie mir angetan hat , beziehungsweise sie wusste nie was sie mir angetan hat. Vielleicht liegt es an den vielen Konfrontationen ,die wir hinter uns haben , vielleicht auch an der Tatsache, dass wir uns bis zu meinem 16 Geburtstag ein Zimmer geteilt haben. Sprach ich an ,ob es eine Möglichkeit gäbe ein eigenes zu bekommen eskalierte sie ,mit den Worten : ,,Nur weil du mich nicht leiden kannst // mich nicht liebst ect. muss jetzt die Dame ein eigenes Zimmer haben" . Dabei war ich es einfach nur leid nach jedem Streit auf der Treppe zu warten bis der Fernseher ausging und ich mich traute zu ihr ins Zimmer zu schleichen und mich in mein Bett zu legen ( stets den Rücken zu ihr gerichtet). Es ist alles zerstört ,was je an Liebe vorhanden war. Und ich habe das Problem ,oft nicht mehr freundlich zu ihr sein zu können. Egal wie viel Mühe ich mir meistens gebe ,ich ertappe mich immer wieder, wie auch ich sie ungerecht behandel oder meine schlechte Laune an ihr auslassen. Aber ich liebe sie nicht mehr und wünsche mir oft sie nie wieder sehen zu müssen ,was mich so unendlich traurig macht ,da ich kein Mensch bin der andere verabscheut oder sie ungerecht behandelt. Ich gebe mir Tag für Tag so viel Mühe anderen zu helfen , kein schnelles Urteil über meine Mitmenschen zu fällen und auf meine Freunde aufzupassen ,sowie mich um sie zu sorgen. Bei fast allen gelingt mir das auch auf eine gewisse Art und Weise. Nur bei meiner eigenen Mutter nicht und es raubt mir all meine Kraft und ich weiß nicht wie ich in zukunft mit ihr leben kann. Einen Vater gab es nie. Er war nie da. Es ist so als hätte er mich vergessen. Als wäre ich nie von Bedeutung gewesen. Ich glaube er hätte meinen Schmerz so sehr lindern können ,wäre er da gewesen.
So...es ist bei weitem nicht alles ,was ich gefühlt oder erlebt habe ,aber es ist alles was für mich aktuell eine Rolle spielt. Denn die Ereignisse ,die ich in der Vergangenheit erzähle spielen sich auch in der Gegenwart noch so ab. Doch ich denke ich bin hierbei klug genug geworden um zu erkennen ,dass es meiner Mutter selbst nicht gut geht und sie ebenso unter etwas leidet. Ich sehe es jedoch nicht mehr als meine Aufgabe ihr Leid auch noch auf mich zu nehmen.
Ich habe mich nun schon so lange durch das Leben gekämpft und immer wieder versucht etwas zu finden ,was mich mutig macht und mir den Weg zeigt ,sodass ich wieder aufstehen kann um weiter zu machen. Aber es fällt mir so schwer mit dem zu leben was passiert ist und ich habe Angst für immer mit meiner Mutter verbunden zu bleiben. Ich habe Angst ,dass sie mich für immer beeinflussen wird und mich so lange emotional erpesst ,bis ich ihr doch nachgebe und sie ihren Willen kriegt in allem was ich tue und wer ich sein soll. Meine Mutter will immer ,dass ich ihre Wünsche in die Tat umsetze und sie tut alles dafür ,dass ich stets ihre Ziele verfolge ,auch wenn sie mich dafür brechen muss. Wenn sie lesen würde was ich hier schreibe ,dann würde sie mich glaub ich umbringen. Sie sieht die Welt so anders und aus ihrer sicht ist sie die tollste und aufopfernste Mutter der Welt. Ich habe schon so oft versucht ihr klar zu machen,dass ich kaputt gegangen bin und ich traurig bin. Aber sie hat mich immer bloß ausgelacht und mich gefragt ,ob wir jetzt schon einen Psychiater für mich bräuchten...generell ignoriert sie meine Gefühle völlig. Wenn sie gut gelaunt ist fragt sie mich zwar sorgend was los ist ,jedoch will sie die Wahrheit nicht hören und lenkt dann vom Thema ab. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann ,dass ich sie nicht liebe und ich fühle mich auch schlecht deswegen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Gibt es trotzdem irgend etwas ,was ich tun kann? Danke schon mal...
Ich bin 17 Jahre alt und weiblich...
Ich würde gerne über etwas reden ,was mich fast jeden einzelnen Tag belastet.Jedoch schäme ich mich normal ,dass so zu erzählen und fühle mich auch wie ein Verräter ,wenn ich vor meinen Freunden das so anspreche.
Jedoch liebe ich meine Mutter nicht und nicht nur das ,ich ekel mich regelrecht vor ihr.
Und ja man kann jetzt sagen ,,du liebst sie sicher noch , du weißt es nur nicht" ,jedoch verspüre ich keinerlei Zuneigung mehr zu ihr. Es ist als wäre all die Liebe ,die ich für sie mal empfunden habe gestorben.
Wie es dazu gekommen ist kann ich auch erklären:
Anfangs (eigentlich seit dem Kindergarten) war meine Bindung zu meiner Mutter sehr eng und speziell. Wir haben jede Sekunde mit einander verbracht und ich fühlte mich zu dieser Zeit noch sicher bei ihr. Den Fehler welchen sie jedoch damals bereits machte erkannte ich erst sehr spät, leider. Dadurch ,dass sie ihr damaliges Hobby (reiten) auf mich übertrug verbrachte sie auch ausschließlich Zeit mit mir und vernachlässigte meine beiden Brüder. Alles schien sich um mich zu drehen ,denn ich mochte Pferde genauso wie sie ,ich war gerne bei ihr , alles war also perfekt. Jedoch wurde aus dem Spaß schon sehr schnell Ernst und ich durfte mir bei meinem Hobby keine Fehler mehr leisten. Sie kommandierte mich so lange herum bis ich den Spaß daran verlor und ich das Hobby letztendlich nur noch ausführte ,da ich die Pferde so sehr geliebt habe. Im Laufe der Zeit sind wir dann natürlich auch auf Turniere gefahren und es war immer das selbe: Brachte ich in ihren Augen eine zufriedenstellende Leistung ,so war ich das gute Kind. Machte ich jedoch massive Fehler (oft auch nur Einzelheiten) folgte dies mit einer Horrorfahrt im Auto. Das Auto ist für mich der schlimmste Ort der Welt. Sobald ich einstieg hielt ich die Luft an und krallte mich am Leder des Sitzes fest. Die Auto-Tür ging zu und es fing an: Sie schrie mich so laut an ,dass ich zusammenzuckte und anfing zu weinen. Sie betitelte mich als ,,Missgeburt, F**** ,Dreckskind , Abschaum , undankbarer Fratz" und noch vieles mehr wie : Kannst du dich selbst ertragen? Wie kannst du in den Spiegel schauen ,wenn du aufwachst?und nichts nutziger Balg ". Ich habe alles so tief in mein Inneres gedrängt ,dass ich mich teilweise nur lückenhaft erinnern kann ,was sie alles sagte. Sie schrie weiter ,dass ich nichts zu schätzen wüsste und dankbar sein soll eine Mutter wie sie zu haben. Denn alles was sie gerne als Kind gehabt hätte wird mir ermöglicht (ganz egal ob ich es in Wirklichkeit möchte oder nicht.) Ich hielt meinen Mund solange ,bis sie noch schlimmere Anschuldigungen an mich machte und sie letztendlich zu weinen anfing. Ich konnte nicht mehr an mich halten und schrie sie an ,sie soll aufhören zu weinen. Denn sie hat mich selbst gerade eben seelisch in Stücke zerrissen (wie jedes mal). Erschien ihr meine Aussage als frech so schlug sie mir ins Gesicht. Oft mehrere Male. Manchmal auf den Oberschenkel oder aufs Knie ,ganz egal. Meistens bekam ich daraufhin Nasenbluten oder ein blaues Augen. Ich hatte manchmal Tage nach diesen Schlägen ein unheimliches Problem ,da ich sowieso sehr anfällig für Nasen bluten bin. Ich hatte dann mehrmals am Tag Situationen ,wo ich fast 15 min ununterbrochen aus der Nase geblutet habe und kaum Luft bekam .An einem Tag z. B fing meine Nase erneut an zu bluten ,weil sie mir ins Gesicht schlug (an den Grund kann ich mich nicht mehr erinnern) uhnd das Blut tropfte auf meine Hose ,die sie mir neu gekauft hatte. Panisch rannte ich aus dem Auto als wir endlich zuhause waren und suchte direkt den Weg in den Keller um die Hose sofort in die Waschmaschine zu stecken, damit sie wieder sauber wird. Dabei musste ich mich an der Wand abstützen um das Licht an zu machen ,wo nun ein Blutfleck an der Wand ist und mich jedes Mal erneut an diesen grausamen Tag erinnert. Und so spielte sich jede Einzelne Autofahrt ab ,wenn ich in ihren Augen eine Versagerin oder Enttäuschung war. So dauerte die Fahrt manchmal nur 30 Minuten an anderen Tagen mehrere Stunden. Stunden und Minuten ,in denen ich mir anhören musste ,dass ich nichts Wert bin und alles Menschen froh wären ,wenn es mich nicht gäbe. So ging ich nach dieser Höllenfahrt in mein Zimmer und betete entweder zu Gott , er soll mir verzeihen ,wenn ich es mal nicht mehr durchhalte oder wenn ich darüber nachdenke mein Leben zu nehmen (selbstverständlich habe ich mich nie getraut diesen Gedanken in die Realität umzusetzen.) An Anderen Nächten betete ich ,er würde mich am nächsten Morgen nicht aufwachen lassen und einfach zu sich nehmen. Ich wollte einfach ,dass er mich einschlafen und nie wieder aufwachen lässt. Der Grund weshalb ich es anfangs nie geschafft habe jemanden davon zu erzählen war jener ,dass meine Mutter es schaffte alles negative von der einen Sekunde ins positive umzuschwänken. Wenn ich brav bin ,bekomme ich alles. Sie nennt mich das tollste und schönste Kind. Sie sagt sie sei froh mich zu haben. Und am darauf folgenden Tag hasst sie mich und bereut meine Geburt. So fühlte ich mich immer schlecht, wenn ich mit dem Gedanken spielte es jemanden zu erzählen. Ich sagte mir : ,,Sei dankbar dafür ,was sie dir ermöglicht ,denn anderen Kindern ergeht es viel schlimmer, denn es gibt Kinder ,die haben so gut wie nichts". So entwickelte ich nach und nach eine so tief verankerte Abneigung ihr gegenüber, sodass ich mich nicht mehr in ihrer Nähe Wohl gefühlt habe. Heute ekel ich mich vor ihr. Wenn sie mich berührt , würde ich sie am liebsten von mir stoßen und wenn sie mich in den Arm nehmen will drücke ich sie weg und riskiere erneute Konflikte. Wenn sie sagt ,,Ich hab dich lieb" ,würde ich am liebsten keine Anwort geben und stumm bleiben. Doch ich muss es sagen. Denn sie hat vergessen ,was sie mir angetan hat , beziehungsweise sie wusste nie was sie mir angetan hat. Vielleicht liegt es an den vielen Konfrontationen ,die wir hinter uns haben , vielleicht auch an der Tatsache, dass wir uns bis zu meinem 16 Geburtstag ein Zimmer geteilt haben. Sprach ich an ,ob es eine Möglichkeit gäbe ein eigenes zu bekommen eskalierte sie ,mit den Worten : ,,Nur weil du mich nicht leiden kannst // mich nicht liebst ect. muss jetzt die Dame ein eigenes Zimmer haben" . Dabei war ich es einfach nur leid nach jedem Streit auf der Treppe zu warten bis der Fernseher ausging und ich mich traute zu ihr ins Zimmer zu schleichen und mich in mein Bett zu legen ( stets den Rücken zu ihr gerichtet). Es ist alles zerstört ,was je an Liebe vorhanden war. Und ich habe das Problem ,oft nicht mehr freundlich zu ihr sein zu können. Egal wie viel Mühe ich mir meistens gebe ,ich ertappe mich immer wieder, wie auch ich sie ungerecht behandel oder meine schlechte Laune an ihr auslassen. Aber ich liebe sie nicht mehr und wünsche mir oft sie nie wieder sehen zu müssen ,was mich so unendlich traurig macht ,da ich kein Mensch bin der andere verabscheut oder sie ungerecht behandelt. Ich gebe mir Tag für Tag so viel Mühe anderen zu helfen , kein schnelles Urteil über meine Mitmenschen zu fällen und auf meine Freunde aufzupassen ,sowie mich um sie zu sorgen. Bei fast allen gelingt mir das auch auf eine gewisse Art und Weise. Nur bei meiner eigenen Mutter nicht und es raubt mir all meine Kraft und ich weiß nicht wie ich in zukunft mit ihr leben kann. Einen Vater gab es nie. Er war nie da. Es ist so als hätte er mich vergessen. Als wäre ich nie von Bedeutung gewesen. Ich glaube er hätte meinen Schmerz so sehr lindern können ,wäre er da gewesen.
So...es ist bei weitem nicht alles ,was ich gefühlt oder erlebt habe ,aber es ist alles was für mich aktuell eine Rolle spielt. Denn die Ereignisse ,die ich in der Vergangenheit erzähle spielen sich auch in der Gegenwart noch so ab. Doch ich denke ich bin hierbei klug genug geworden um zu erkennen ,dass es meiner Mutter selbst nicht gut geht und sie ebenso unter etwas leidet. Ich sehe es jedoch nicht mehr als meine Aufgabe ihr Leid auch noch auf mich zu nehmen.
Ich habe mich nun schon so lange durch das Leben gekämpft und immer wieder versucht etwas zu finden ,was mich mutig macht und mir den Weg zeigt ,sodass ich wieder aufstehen kann um weiter zu machen. Aber es fällt mir so schwer mit dem zu leben was passiert ist und ich habe Angst für immer mit meiner Mutter verbunden zu bleiben. Ich habe Angst ,dass sie mich für immer beeinflussen wird und mich so lange emotional erpesst ,bis ich ihr doch nachgebe und sie ihren Willen kriegt in allem was ich tue und wer ich sein soll. Meine Mutter will immer ,dass ich ihre Wünsche in die Tat umsetze und sie tut alles dafür ,dass ich stets ihre Ziele verfolge ,auch wenn sie mich dafür brechen muss. Wenn sie lesen würde was ich hier schreibe ,dann würde sie mich glaub ich umbringen. Sie sieht die Welt so anders und aus ihrer sicht ist sie die tollste und aufopfernste Mutter der Welt. Ich habe schon so oft versucht ihr klar zu machen,dass ich kaputt gegangen bin und ich traurig bin. Aber sie hat mich immer bloß ausgelacht und mich gefragt ,ob wir jetzt schon einen Psychiater für mich bräuchten...generell ignoriert sie meine Gefühle völlig. Wenn sie gut gelaunt ist fragt sie mich zwar sorgend was los ist ,jedoch will sie die Wahrheit nicht hören und lenkt dann vom Thema ab. Ich weiß nicht wie ich damit umgehen kann ,dass ich sie nicht liebe und ich fühle mich auch schlecht deswegen. Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Gibt es trotzdem irgend etwas ,was ich tun kann? Danke schon mal...