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MrPhase
Gast
Hallo zusammen,
vielen Dank für den vielen Input.
Wir haben gestern noch mal geredet und ihr Hauptproblem war, dass sie das Gefühl hatte, ich unterstelle ihr: "Sie schafft das nicht" - dabei war es eher im Sinne von "Schaffen WIR das?" gemeint. Klar, Kinder sind eine echte Herrausforderung, aber man wächst auch mit den Aufgaben. Weiß ich, ob ich das schaffen würde? Keine Ahnung!
Therapiesitzungen sind alle 3 Monate. Wäre sie extrem beeinträchtigt, wäre ich mit ihr auch nicht zusammen gezogen.
Vielleich hast du Recht und man muss diese Phasen klar trennen und separat behandeln...
Wahrscheinlich ist eine der Gründe, warum ich mir Sorgen über die Zukunft der Beziehung mache, die Frage, ob ich überhaupt Kinder möchte (ich denke aber schon) und ob ich es mir zutraue - bzw. ob ich bereit bin mein Leben in der Hinsicht umzuordnen. Vielleicht gewichte ich dann ihre Phasen zu stark oder setze die falschen Schwerpunkte... Da muss ich vielleicht selber erstmal ein bisschen an mir arbeiten.
Danke für eure Hilfe!
vielen Dank für den vielen Input.
Wir haben gestern noch mal geredet und ihr Hauptproblem war, dass sie das Gefühl hatte, ich unterstelle ihr: "Sie schafft das nicht" - dabei war es eher im Sinne von "Schaffen WIR das?" gemeint. Klar, Kinder sind eine echte Herrausforderung, aber man wächst auch mit den Aufgaben. Weiß ich, ob ich das schaffen würde? Keine Ahnung!
Noch mal zur Klarstellung: Es ist nicht so, dass sie jeden Tag zusammenbricht. Es sind höchstens alle paar Wochen/Monate eins/zwei Tage, wo sie emotional schwierig ist. Oder in Situationen, die sie auf neudeutsch "triggern", wie z.b. Eltern- oder Familienbesuche. Und ja, auch wenn sie das abstreitet, aber wenn sie ihre Regel hat, ist es schlimmer.Kinder bekommen kann man nur bis zu einem gewissen Alter, die Zeit ist begrenzt. Für mich klingt es jetzt nicht so, als sei sie super schwer beeinträchtigt. Wichtig ist ein soziales Netz und eine gute Selbstreflexion, finde ich.
Therapiesitzungen sind alle 3 Monate. Wäre sie extrem beeinträchtigt, wäre ich mit ihr auch nicht zusammen gezogen.
Sicherlich kann ich in solchen Phasen mehr übernehmen - aber es gibt Dinge die kann ich nicht - z.b. stillen... Ich weiß auch hier gäbe es Hilfe, mit Muttermilchersatz usw.Und ich finde nicht, dass nur Menschen, die immer stark sind, Kinder bekommen können. Wichtig ist, ehrlich mit sich selbst zu sein und zu schauen, welche Hilfestellungen es gibt, falls man phasenweise zu schwach ist. Und dich gibt es ja auch noch als Partner, der sie entlasten kann. Dafür kann sie in "starken Phasen" mehr übernehmen. Ich denke entscheidend ist, ob ihr das wollt. Falls ja wird es Wege geben.
Außerhalb von ihren Phasen kann man mit ihr alle Beziehungsproblem (da seien die großen Blöcke Sex und Haushalt genannt) vernünftig besprechen. Sie ist schon früh weit weg von Zuhause gezogen und es gab auch lange keinen Kontakt zu den Eltern. Erst im Zuge der Therapie wurde der Kontakt wieder hergestellt.Da zweifelst du meiner Meinung nach zurecht!
Dann sollte sie wohl noch eine Therapie machen und / oder sich mal von ihren Eltern lösen, anstatt apathisch auf der Couch zu liegen und immer zu heulen, wenn du mal für dich selbst einstehst und nicht alles runterschluckst.
Oder Heult sie auch mal nicht, wenn du "Beziehungsprobleme" ansprichst?
Machst du das weiter so um sie zu schonen, wirst du irgendwann irre und gehst kaputt.
Das ist keine Beziehung auf Augenhöhe.
Kinder würde ich unter den Umständen nicht in die Welt setzen.
Wann immer ich Hilfe möchte, bekomme ich sie. Ich bin allerdings eher der Typ: "Meine Probleme, meine Lösungen". Oder anders gesagt: Ich versuche mein Umfeld nicht mit meinen Sorgen und Gedanken zu belästigen. Große Entscheidungen, wie z.b. Job oder Wohnort bespreche ich natürlich mit ihr und da unterstützt sie mich auch.Hilft sie dir immer, wenn es dir schlecht geht?
Natürlich stand ich dem Thema Therapie erstmal kritisch gegenüber, da ich keine Berührungspunkte damit hatte. Aber ich sehe, dass es ihr hilft - und das alles nur durch Gespräche. Ich sehe darin mittlerweile nichts schlechtes mehr. Ich wollte damit nur andeuten, dass ich von ihren Problemen vor Beziehungsbeginn wusste.Ich fand beim lesen den sinngemäßen Satz "ich wusste, dass sie in Therapie ist, aber ich liebe sie trotzdem" schwierig.
In Therapie sind/ waren doch sooo viele Menschen, in deinem Umfeld nicht? Mich hat gewundert, dass das bei jungen Menschen immer noch als etwas eher negatives gilt.
Dann würde ich nochmal zwischen ihren Phasen an sich und ihrem Umgang mit dir differenzieren. Ich finde, dass sie den Raum haben sollte traurig, apathisch und verzweifelt zu sein, im großen und ganzen scheint sie ja gut klarzukommen. Aber ich finde nicht okay, wenn sie dich schlecht behandelt.
Vielleicht schaffst du es, das zu trennen? Ihre Gefühle= okay, ihr Verhalten dir gegenüber= nicht okay.
Vielleich hast du Recht und man muss diese Phasen klar trennen und separat behandeln...
Schön gesagt, so habe ich das noch nicht betrachtet! Wenn man aus einer Position der Unsicherheit/Schwäche heraus (und so fühlt sie sich wohl in ihren Phasen - sie hat das Gefühl nie gut genug zu sein) so eine schwierige Frage stellt und man bekommt so eine Antwort - dann kann das schon wehtun. Allerdings war das nie meine Absicht, wie ich oben geschrieben habe.Ich könnte mir vorstellen, dass sie sich in dem Moment, als sie nach Kindern gefragt hat, sehr verletzlich gefühlt hat. Mit dem Kinder Thema hängt ja ganz, ganz viel zusammen, Sicherheit, Perspektive, Liebe,... Da kann ich mir schon vorstellen, dass sie sehr getroffen hat, dass du so kritisch nachgefragt hast.
Ich kann aber auch deine Rückfrage verstehen, ich denke, ihr wart da auf unterschiedlichen Ebenen unterwegs (Gefühlsebene / Sachebene).
Puh. Schwierig. Ich weiß nicht, ob sie das möchte - und ob ihr Therapeut das möchte. Ob ich das möchte, weiß ich auch nicht. Müsste ich drüber nachdenken.Meine Idee wäre, evtl mal ein gemeinsames Gespräch mit ihrem Therapeuten zu führen, kannst du dir das vorstellen? Dort hättet ihr vielleicht die Möglichkeit genauer zu überlegen, wie ihr mit ihren Phasen einen Umgang finden könnt.
Ja vielleicht. Früher hatten wir einen fixen Tag in der Woche, wo wir Essen gegangen sind, o.ä. Nach dem wir zusammen gezogen sind, ist das ein bisschen eingeschlafen.Wenn das Essen das Problem ist, geht raus essen und lasst Euch im Restaurant verwöhnen. Vielleicht müßt ihr einfach öfters mal raus an die frische Luft um auf andere Gedanken zu kommen.
So eine lebensverändernde Entscheidung sollte man nicht aus einem spontanen Gefühl heraus treffen. Die Rahmenbedingungen müssen zumindest grob passen.Wenn Du Kinder willst, dann überlegt nicht so lange und diskutiert nicht rum. Ja, nein, hü, hott, hott, hü. SO entstehen keine Kinder. Sag Ihr, dass Du sie liebst und Dir ein Kind wünschst. Dann drückst Du sie ganz dolle und wenn Sie darauf komisch reagiert, dann weißt Du, dass Du mit dieser Frau nie Kinder haben wirst. Wenn meine Eltern geplant hätten, wäre ich nie entstanden. Die Paare von heute denken zu viel über alles nach. Irgendwann ist der biologische Zeitpunkt verpasst und dann ist Game Over.
Rümbrüllen tut sie nicht - sie ergreift eher die Flucht. Aber ja, im Grunde hast du Recht.Ich würde da auch ruhig darüber reden und sagen, dass Du sie nicht auf die Vergangenheit reduzierst. Aber sie sollte auch begreifen, dass es anstrengend ist, wenn man so behandelt wird und um Kinder zu bekommen, sollte sie definitiv noch einige Zeit an sich arbeiten. Das sage ich jetzt Dir, das würde ich so genau nicht ihr gegenüber formulieren. Kinder brauchen emotional stabile Eltern - das ist das Optimale - und Kinder sind auch oft sehr anstrengend, so schön es ja ist, welche zu haben. Aber sie kann dann nicht ausflippen und rumbrüllen, wenn ihr was nicht passt. Da muss sie gelernt haben, anderes mit Dingen umzugehen, sonst würde ich auf gar keinen Fall mit ihr Kinder wollen.
Wahrscheinlich ist eine der Gründe, warum ich mir Sorgen über die Zukunft der Beziehung mache, die Frage, ob ich überhaupt Kinder möchte (ich denke aber schon) und ob ich es mir zutraue - bzw. ob ich bereit bin mein Leben in der Hinsicht umzuordnen. Vielleicht gewichte ich dann ihre Phasen zu stark oder setze die falschen Schwerpunkte... Da muss ich vielleicht selber erstmal ein bisschen an mir arbeiten.
Danke für eure Hilfe!