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Ich kann und mag nicht mehr arbeiten!

Rainman60

Mitglied
Hallo Leute, ich muss mir endlich den Frust von der Seele schreiben, sonst platze ich noch!
Werde bald 60 Jahre alt und bin kurz vor der 25-jährigen Betriebszugehörigkeit, also gesetzlich bzw. gewerkschaftlich verankert bereits im Alters- u. Gehaltsschutz. Arbeitete knapp 22 Jahr lang im Verkauf und wurde aufgrund persönlicher Probleme mit einer inkompetenten Vorgesetztin mehr oder weniger zwangsweise in eine andere Abteilung versetzt, eine Arbeit, die mich nur noch anwidert, weil man am Ende des Tages rein gar nichts von den Ergebnissen sieht.
Wegen einer bösen Rückenerkrankung kann ich kaum laufen, komme also total unrund daher und bin nach einer größeren OP trotzdem froh, dass ich nicht im Rollstuhl gelandet bin.
Was stört mich? Die Arbeit an sich, ich schaffe mit knapp 60 nicht mehr, mich in diese neue Materie reinzuwurschteln, alles sehr kompliziert mit viel Zahlen, ein "Zurück" an die alte Stelle, die ich über 20 Jahr lang dominiert habe, ist völlig ausgeschlossen.
Zudem machen sich Kollegen lustig über meine Gangart, wäre behindert und kann eh nicht mithalten. Jeden Tag neue Sprüche, ich warte förmlich schon drauf, dass wieder eine neue demütigende Aussage kommt. Ich fühle mich nicht dazugehörend, habe innerlich schon völlig abgeschlossen mit dem Laden und finde es mehr als sch...e, dass sich Menschen über die gesundheitlichen Einschränkungen anderer lustigmachen, das könnte ich niemals, mit keinem Wort! Das verlangt der Anstand!

Ich bin ganz sicher nicht auf den Mund gefallen, aber die Sprüche meiner Kollegen sind so derart demütigend, dass mir das "Kontrageben" im Hals steckenbleibt, bin ich denn vielleicht zu ruhig und brav, sollte ich auch zum Mistkerl mutieren? Nicht meine Welt!

Ich kann nicht mehr schlafen, habe mich sozial völlig zurückgezogen und will nur noch weg da! Jeden Tag überlege ich ob ich nicht mal beim Betriebsrat die Option einer Aufhebung des Arbeitsvertrages ansprechen sollte, mit entsprechender Abfindung. Oder soll ich mich mit 78 Wochen Krankheit und 2-jährige Arbeitslosigkeit anschließend "rausmogeln"? Die Rente wäre dann zwar genug zum Leben, aber eben auch nicht mehr.

Hat hier jemand Tipps oder steckt in der gleichen Situation, Austausch jederzeit gerne!

Viele Grüße
Rainman60
 
Hi Rainman60
Dein Text kommt mir sehr bekannt vor.
Ich werde aber nicht gemobt, und steh gesundheitlich noch besser da wie Du.
Allerdings ödet mich mein Job dermaßen an, das ich ab liebsten morgen in den Sack hauen würde.
Aber aus Dir sicher auch bekannten Grunden geht das halt nicht.
Das der Job Dich schafft ist vieleicht nicht zu ändern, wobei es in einer guten Firma möglich sein sollte die Leute an passender Stelle einzusetzen.
Und einiges von dem neuen Kram ist ja auch gar nicht besser, als das alte. Man redet es sich halt nur ein.
Das ist zwar doof für uns alten Säcke, ist aber vermutlich nicht mehr zu ändern.
Aber die fiesen Sprüche der anderen, das dar nicht sein!
Habt Ihr nen PR? Der sollte davon erfahren, und danach handeln.

Ach ja, die Einsicht, das ein Alter nicht mehr kann wie früher, hab ich auch erst seit ich alt bin.
Als Junger hab ich das auch nicht einsehen wolllen.
Das ist zwar doof, aber vermutlich ganz normal. Leider.
 
Ich würde auch versuchen auf Grund deiner Krankheiten dort so schnell wie möglich raus zu kommen. Wenn du von der zu erwartenden Rente lebdn kannst, mach das. Ein Minjob wird sich für die Extras bestimmt finden. Was nützt dir das Geld, wenn du sonst völlig am Ende bist. Bin selbst in Frührente mit Abschlägen gegangen, weil ich mir den ganzen Mist nicht mehr antuen will.
 
Hallo Leute, ich muss mir endlich den Frust von der Seele schreiben, sonst platze ich noch!
Werde bald 60 Jahre alt und bin kurz vor der 25-jährigen Betriebszugehörigkeit, also gesetzlich bzw. gewerkschaftlich verankert bereits im Alters- u. Gehaltsschutz. Arbeitete knapp 22 Jahr lang im Verkauf und wurde aufgrund persönlicher Probleme mit einer inkompetenten Vorgesetztin mehr oder weniger zwangsweise in eine andere Abteilung versetzt, eine Arbeit, die mich nur noch anwidert, weil man am Ende des Tages rein gar nichts von den Ergebnissen sieht.
Wegen einer bösen Rückenerkrankung kann ich kaum laufen, komme also total unrund daher und bin nach einer größeren OP trotzdem froh, dass ich nicht im Rollstuhl gelandet bin.
Was stört mich? Die Arbeit an sich, ich schaffe mit knapp 60 nicht mehr, mich in diese neue Materie reinzuwurschteln, alles sehr kompliziert mit viel Zahlen, ein "Zurück" an die alte Stelle, die ich über 20 Jahr lang dominiert habe, ist völlig ausgeschlossen.
Zudem machen sich Kollegen lustig über meine Gangart, wäre behindert und kann eh nicht mithalten. Jeden Tag neue Sprüche, ich warte förmlich schon drauf, dass wieder eine neue demütigende Aussage kommt. Ich fühle mich nicht dazugehörend, habe innerlich schon völlig abgeschlossen mit dem Laden und finde es mehr als sch...e, dass sich Menschen über die gesundheitlichen Einschränkungen anderer lustigmachen, das könnte ich niemals, mit keinem Wort! Das verlangt der Anstand!

Ich bin ganz sicher nicht auf den Mund gefallen, aber die Sprüche meiner Kollegen sind so derart demütigend, dass mir das "Kontrageben" im Hals steckenbleibt, bin ich denn vielleicht zu ruhig und brav, sollte ich auch zum Mistkerl mutieren? Nicht meine Welt!

Ich kann nicht mehr schlafen, habe mich sozial völlig zurückgezogen und will nur noch weg da! Jeden Tag überlege ich ob ich nicht mal beim Betriebsrat die Option einer Aufhebung des Arbeitsvertrages ansprechen sollte, mit entsprechender Abfindung. Oder soll ich mich mit 78 Wochen Krankheit und 2-jährige Arbeitslosigkeit anschließend "rausmogeln"? Die Rente wäre dann zwar genug zum Leben, aber eben auch nicht mehr.

Hat hier jemand Tipps oder steckt in der gleichen Situation, Austausch jederzeit gerne!

Viele Grüße
Rainman60
Hast Du erwogen mit Hilfe des Betriebsrates gegen das Mobbing vorzugehen? Denn im Grunde müssten die betroffenen Kollegen abgemahnt werden.
 
Hi Rainman60
Dein Text kommt mir sehr bekannt vor.
Ich werde aber nicht gemobt, und steh gesundheitlich noch besser da wie Du.
Allerdings ödet mich mein Job dermaßen an, das ich ab liebsten morgen in den Sack hauen würde.
Aber aus Dir sicher auch bekannten Grunden geht das halt nicht.
Das der Job Dich schafft ist vieleicht nicht zu ändern, wobei es in einer guten Firma möglich sein sollte die Leute an passender Stelle einzusetzen.
Und einiges von dem neuen Kram ist ja auch gar nicht besser, als das alte. Man redet es sich halt nur ein.
Das ist zwar doof für uns alten Säcke, ist aber vermutlich nicht mehr zu ändern.
Aber die fiesen Sprüche der anderen, das dar nicht sein!
Habt Ihr nen PR? Der sollte davon erfahren, und danach handeln.

Ach ja, die Einsicht, das ein Alter nicht mehr kann wie früher, hab ich auch erst seit ich alt bin.
Als Junger hab ich das auch nicht einsehen wolllen.
Das ist zwar doof, aber vermutlich ganz normal. Leider.
Moin Esox!
Die Gesundheit nagt natürlich auch an meiner Psyche, das macht das alles nicht leichter. Ich kann diesen Job einfach nicht so machen wie ich es sollte, zuerst war es egal, aber seit geraumer Zeit bemerke ich, dass es die Kollegen stört. Ich war und bin zwar beliebt bei den Jungs, aber sie lassen es
mich immer mehr spüren, dass ich nicht wirklich zum Team gehöre. Die täglichen Sprüche sind unter aller Kanone, der Hauptakteur, ein Bär von Mann ohne jegliche Empathie, kommt dann immer an und meint, dass man bei diesem Job nicht empfindlich sein darf, wäre alles nur Spaß. Den verstehe ich sehr wohl, aber nicht wenn es um meine gesundheitlichen Einschränkungen geht, da hört der Spaß nämlich auf.
Habe mir bereits eine Liste erstellt mit dem Inhalt, was und wer wieder was Stapel gelassen hat und welche Zeugen es gehört haben. Nur Papier zählt und minutiöse Tatsachenberichte, alles andere ist im Falle der Fälle nichtig, ich weiß wovon ich rede.
Ich arbeite in einem großen Konzern, natürlich gibt es hier einen Betriebsrat, einen Termin zum Gespräch zwecks Aufhebungsvertrag habe ich beantragt, aber es scheint, dass es auch keinen interessiert, wurde schon mehrmals vertröstet.
Bin gerade psychisch wie physisch in einer Lage, in der man nur zu gerne falsche Entscheidungen fällt. Nächstes Jahr wollte ich eigentlich mit der aktiven Phase meiner Altersteilzeit beginnen und mit 63 nach Hause gehen. Mit 65 Jahren dann in den vorgezogenen Ruhestand, dann passt das auch mit der Rente nach 45 Arbeitsjahren. Immer noch ein Witz, aber es würde zum kleinen Leben reichen.

Wenn ich nur wieder an den Montag denke, dann kommt mir schon wieder das kalte Grausen, zuerst die blöde Frage wie das Wochenende so war und danach wieder...naja, mit dir dauert halt alles länger weil du ja sowieso behindert bist!? Ich habe keine Behinderung, ich kann nur wenig Strecke laufen wegen einem Wirbelgleiten.

Kann man diese blöden Sprüche eigentlich schon als Mobbing einstufen?

VG
Rainman60
 
Herzlich willkommen im HR.

So wie Du schreibst, nehme ich an, dass Du mittlerweile neben Deinen physischen Problemen auch psychische Probleme hast. Überlege Dir, ob Du Dich auch deshalb in Behandlung gibst.

Wenn Du magst, kannst Du mir gerne eine PN schreiben.
Hallo Du!

Vielen Dank erstmal! Du liegst richtig mit Deiner Annahme. Und wie! Siehe Beitrag an Exos...
Ich kann wohl noch keine PN schreiben, bin neu, das geht wohl erst nach 10 Beiträgen.

VG
Rainman60
 
Wenn Du so krank bist, ist eine Krankschreibung und eine Reha angesagt, oder?
Die Stellen dann fest, ob du erwerbsfähig bist.
Hey!
Ich bin nicht krank in dem Sinne, aber dafür massiv eingeschränkt was die Gehstrecke angeht. Gehe
ich zuviel, dann werden die Beine schwach und der Rücken schmerzt, ganz typisches Symptom für mein Problem da hinten. Ich war schon lange nicht mehr beim Arzt, was ich aber demnächst sicher tun werde, die EU-Rente hatte ich auch schon in Erwägung gezogen. Aber danke nochmals für den Tipp!

VG
Rainman60
 

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