Hallo Katrin94
langer text
Ich habe in meinem Leben alles verloren, meine Kinder, meine Arbeit wurde obdachlos (7 Moate lang).
Alles war weg die träume und der Glaube an das gute im Menschen, an das gute in mir, in meinem Leben.
Alles wofür ich gelebt und gearbeitet habe zuletzt wollte ich nicht mehr leben, doch Gott sei dank kam alles ganz anders.
Hier nun meine Geschichte.
Von Marz 2010 bis heute war ich mehr als 2oo Tage in Psychiatrischen Einrichtungen und bin weiterhin in Therapeutischer Behandlung. Ich ging in die Klinik da ich niemanden hatte mit dem ich hätte reden können, über so vieles.
So kam ich als Suizidgefährdet für 24h auf die geschlossene Abteilung, dort lernte ich auch Kati kennen.
Danach kam ich auf die A 10 offene, dort ließ man mich erst einmal in Ruhe, danach fingen die Therapien an.
Ergo, Kunst, Sport, Kraftsport, Einzel, Gruppengespräche und du wirst es mir nicht glauben aber es hat geholfen, es hilft dir abzuschalten, loszulassen auch wenn man sich manchmal reichlich bescheuert vorkommt.
Es wurde gelacht aber auch geweint.
Aber am wichtigsten wurde nur eine Person ,meine Bezugspflegerin.
In der Klinik fing ich an ein Buch zu schreiben über ,mich, mein Leben über meine Sorgen,Nöte und die Einsamkeit.
Dieses sah meine Pflegerin, auf die Frage ob sie es therapeutisch verwenden dürfte habe ich verneint.
Dann habe ich ihr einen Brief geschrieben, er war vier DIN A 4 Seiten lang über die Heimzeit, über die Dinge die dort geschahen aber auch der Zeit danach.
Ich habe in meiner Kindheit sehr viel Leid, Not und vor allem Schmerzen seelisch wie auch Körperlich erfahren und sehen müssen,(Misshandlungen) Dinge die du dir noch nicht einmal vorstellen kannst und auch nicht solltest 2555 Tage und Nächte lang oder eben sieben Jahre.
Als sie ihn gelesen hatte ging es ihr schlechter als mir, wir unterhielten uns bis tief in die Nacht.
Diesen Brief gab sie weiter an den Chefarzt und dieser leitete ihn weiter an einen Dr. Behring.
Er war der Chefarzt der hiesigen Traumaklinik.
Nach mehreren Gesprächen und Tests wurde ich für eine Traumarehamaßnahme eingeplant.
Diese fand in Thüringen statt, hatte aber leider keinen Erfolg.
Es gibt Dinge im Leben eines Menschen die man nicht vergessen kann, darf.
Statt dessen müssen wir lernen damit umzugehen, irgendwie manchen gelingt es manchen nicht.
Ich lebe noch aber auch heute noch frage ich mich manchmal wozu, wofür.
Wir müssen lernen wieder zu lachen, zu lieben und auch zu weinen, wir müssen wieder lernen zu leben.
An meinem Leben hat sich nichts geändert, aber du.
Du hast deine Eltern und Freundinnen somit hast du jemanden dem du dir Mitteilen kannst, musst.😛
Ich habe alle Angebote die mir unterbreitet wurden angenommen und bin dankbar dafür.
Ich hoffe du tust das gleiche wie ich, lasse dir die Hilfe angedeihen die du so dringend brauchst,
und vor allem so lange wie du sie brauchst.
Es wird nicht immer einfach sein, aber ein Suizidversuch ist auch nicht einfach.
Wir alle sind es wert zu leben, wir müssen es nur wollen, aber bleibe immer die,die du bist und lasse dir von niemand anderem etwas anderes einreden, auch von mir nicht.😎
Der Tod kommt von ganz alleine, irgendwann.
Ich habe für mich und mein Leben eine Entscheidung getroffen mit der ich leben kann bis zu meinem Ende.
Ich werde in die Entwicklunghilfe gehen, in Kürze erst in den Kongo und dann nach Papua Neuguinea
um denen zu helfen denen es noch schlechter geht als mir, denen zu helfen die nichts haben.
Wo Kinder nur krieg und Hunger kennen:mad:
So nehme ich Einblick in Dinge die den meißten Menschen verborgen bleiben und lebe in einer Welt die so ganz anders ist als die ,die wir kennen.
Von der Moderne in die Steinzeit, vom alles ins nichts.
Die Zivilisation so wie wir sie kennen gibt mir nichts, sie wurde nie mein Haus.
Ich erzähle dir dieses um dir zu zeigen das die Lebensumstände in denen wir leben manchmal dazu beitragen das wir den Sinn für unser Leben erst sehr spät entdecken, aber besser spät als nie.
Da an diesem Ort hoffe ich zu finden wonach ich schon so lange suche, Meinen Seelenfrieden.
Und du wirst deinen auch finden dessen bin ich mir sicher, vielleicht nicht heute oder Morgen aber
irgendwann.
Natürlich mußt du dafür nicht in den Dschungel gehen. oder?
Der Weg zur Erkenntnis dauerte bei mir 45 Jahre, so alt bin ich heute, da hast du ja noch ein paar Jahre Zeit.
In Papua Neuguinea werde ich bleiben bis zu meinem Tode der hoffentlich noch weit von mir entfernt ist.
Aber wenn ich einmal sterbe so kann ich doch auf ein erfülltes Leben zurückschauen, da fällt einem
der Abtritt leichter.
Und nebenbei tue ich etwas für die Umwelt (Kompost ist ein wichtiger bestandteil des Waldes)😀
Europa indessen werde ich nie wieder betreten.
Dieses ist meine Art das erlebte zu verarbeiten, zugegeben er ist etwas ausser der Norm aber immerhin.
Dieses ist meine Geschichte, die Geschehnisse jener Tage werde ich nie vergessen, sie werden immer Bestandteil meines Lebens bleiben, von Anfang bis Ende.
So ist es bei allen Menschen, es gibt den Sonnenschein und die Finsternis und der Grauton dazwischen ist das normale Leben, nur manchmal sehen wir ihn nicht.
Dann sind wir traurig, depressiv wollen nicht mehr in dieser Welt leben, wollen nur noch weg.
Und irgendwann wird es wieder heller, wir kommen wieder in den Sonnenschein in all seiner Pracht in seiner Schönheit und Wärme.
Dann sind wir froh noch am leben zu sein,sei auch du froh genieße dein Leben hier und jetzt.
Solange die Sonne scheint.
Ich freue mich von dir zu höhren, (lesen).
Liebe Grüße
von dem der dich versteht
Ps. Mein Name ist Wolfgang😉