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Ich kann nicht mehr

Mark123

Neues Mitglied
Erst mal hallo Zusammen.

Ich schreib einfach mal kurz zu mir etwas. Ich bin 28 Jahr alt, habe einen festen Job und muß mir finanziell keine Sorge machen. Ich habe einen großen Freundeskreis und bin auch geschätz, würde ich sagen. Ich komme mit fast allen Menschen klar und bin eigentlich immer ganz entspannt.

Jedoch habe ich auch ein paar unschöne Erfahrungen in meinem leben machen dürfen. In der Schule habe ich schlimmes Mobbing erfahren. Damals habe ich auch mit dem Gedanken gespielt mich umzubringen, aber ich hatte den Mut nicht dafür. Ich habe keinen Kontakt zu meinen Eltern und ein dementsprechend schlechtes Verhältnis da ich ein ungewolltes Kind war, ich war auch schon öfter in schwierigen Situationen in meinem leben gesteckt (Arbeitslos/Schulden usw.). Trotzdem habe ich, seit ich die Schule abgeschlossen habe, immer gelacht. Egal wie schlimm etwas war, ich habe mir mein Humor und meine Hoffnung nicht nehmen lassen. Ich hab allen Problemen ins Gesicht gelacht und versucht das beste draus zu machen. Das ist vielleicht auch ein Grund warum einige Freunde sehr offen mit mir über ihre Probleme und Sorgen reden. Ich habe auch immer zugehört und gute Ratschläge gegeben (glaub ich zumindest)
Ich kann also sagen ich stehe mit beiden Beinen fest im Leben und mir geht es nicht schlecht.

In diesen 28 Jahren habe ich mich aber nie verliebt. Es war mir auch nicht wichtig, bzw ich könnte es mir nicht mal vorstellen eine Beziehung zu führen. Es war für mich unvorstellbar mein Leben mit jemanden zu teilen. Ich wollte immer ungebunden sein und keine Rücksicht auf andere nehmen müßen.
Aber vor ein paar Monaten habe ich mich aus irgendeinem Grund mit einer Freundin, die ich schon seit 10 Jahren kenne, eine Art Beziehung angefangen und mich in sie verliebt. Es war der erste Mensch für mich der mir so unglaublich wichtig wurde und dem ich mich komplett geöffnet habe. Sie weiß viele Dinge über mich die kein anderer weiß. Ich habe mich einfach richtig wohl bei ihr gefühlt und war bereit alles für sie zu geben.

Es war auch wunderschön, aber nach kurzer Zeit hat sie es beendet weil für sie doch nicht mehr als Freundschaft möglich ist.
Für mich ist in dem Moment eine Welt zusammengebrochen. Ich kann nicht erklären was passiert ist aber von jetzt auf gleich war ein Riesen Loch in meinem Herzen und es gab keinen Panzer mehr der mich beschützt. Alle Gefühle strömen ungefiltert auf mich ein

Ich habe versucht sie anfangs einfach aus meinen Gedanken zu verbannen. Es hat auch irgendwie ganz gut geklappt aber ich will es nicht mehr. Seit dem denke ich jeden Tag an sie. Ich weiß das es mich verletzt und ich jeden Abend heulend im Bett liege und nicht mehr weiter weiß. Jeden Tag stürze ich mich aufs neue in dieses tiefe schwarze Loch bis ich nicht mehr kann und vor Erschöpfung einschlafe.
Ich mach das auch ganz bewusst und weiß ja wie schlimm es für mich ist, aber der Schmerz ist nun mal das einzige was ich noch von ihr habe und was mit keiner wegnehmen kann. Ich will das nicht auch noch verlieren.

Ich vermute auch sie hat vielleicht schon jemand anders gefunden. Ich weiß es nicht und will es vielleicht auch nicht mit Sicherheit wissen.
Aber ich fühle mich einfach wie der größte Versager überhaupt. Ich hasse mich richtig. Ich habe so jemanden wichtiges gefunden und lass ihn wieder gehen. Wie kann man nur so ein nutzloser Idiot sein.

In den letzen Wochen wird mein Hass auch immer größer auf meine Unfähigkeit. Ich habe auch angefangen mich ab und zu selbst zu schlagen, weil ich es einfach verdient habe. Am liebsten würde ich mir manchmal direkt ins Gesicht schlagen, aber das sieht man, also mach ich es nicht. Meistens schlage ich mir dann auf die Beine oder die Brust. Da sieht niemand die blaue Flecken und die verheilen ja auch wieder und hinterlassen keine Narben.
Aber immer wenn ich das gemacht habe weiß ich das es Sie ziemlich verletzen würde und ich so nie wieder eine Chance hätte, wenn sie davon wüßte. Dann hasse ich mich immer noch mehr. Trotzdem fühlt es sich richtig an, es zu tun. Es passiert manchmal auch automatisch ohne das ich darüber nachdenke. Ich kann halt einfach überhaupt nichts mehr.

Ich denke auch seit 2 Woche darüber nach mich umzubringen, damit endlich Ruhe ist. Problem ist nur wenn ich das mache werde ich ihr unglaublich weh damit tun, was ich auf keinen Fall will. Sie soll nicht verletzt werden nur weil ich so schwach und dumm bin. Außerdem weiß ich das ein paar meiner Freunde momentan auch ziemlich labil sind und ich habe die Sorge das ich dadurch evtl den Anstoß gebe, dass sie sich auch etwas antun. Das möchte ich auch auf keinen Fall.

Also habe ich überlegt wie ich es beenden könnte und es wie ein Unfall aussieht. Dann sind zwar auch alle Leute traurig aber damit kann man umgehen. Es ist schlimm aber es kann passieren. Ich hätte Ruhe und alle könnten weitermachen. Sieht zwar auf den ersten Blick gut aus aber leider habe ich da auch ein Problem. Vor einem halben Jahr hatte ein guter Freund von mir einen tödlichen Autounfall für den er nichts konnte. Er war ein total fröhlicher und lebenslustiger Mensch, der viel Spaß am Leben hatte.

Und ich denke jetzt daran das weg zu werfen. Das ist einfach falsch, dumm und vor allem ungerecht. Ich darf einfach nicht bewusst etwas aus der Hand geben, was anderen ungewollt und plötzlich entrissen wird. Ich würde gern mit ihm tauschen aber es geht leider nicht. Aber mein Leben wegwerfen darf ich daher auch einfach nicht.

Wenn ich das mache wäre ich endgültig der letzte Abschaum. Außerdem bin ich wahrscheinlich auch zu feige dafür.
Ich habe wirklich oft und lange darüber nachgedacht, aber ich komme immer wieder zu diesem Ergebnis.
Daher hoffe ich momentan irgendeine Krankheit bringt mich um. Dafür kann ich dann nichts. Das wäre die beste Lösung.

Also lebe ich weiter, aber nicht weil ich es will. Ich habe komplett die Lust daran verloren und hoffe darauf das ich nach dem einschlafen nicht mehr aufwache.

Ich habe nur noch den Schmerz und der macht mich wahnsinnig. Es tut so unerträglich weh und ich vermisse Sie so. Trotzdem tue ich mir diesen Schmerz immer wieder selber an und möchte ihn auch nicht hergeben. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Wieso kann ich nicht endlich abhacken das ich nun mal nicht gut genug bin. Warum quält es mich so, warum habe ich überhaupt Hoffnungen gemacht. Ich bin so ein Idiot. Wieso kann ich nicht einfach verschwinden und mit mir alle Erinnerungen an mich, damit keiner wegen einem schwachen Nichtsnutz wie mir traurig sein muß. Ich will einfach nie existiert haben.

Ich habe früher nie verstanden warum man wegen der Liebe so dumm sein kann. Ich wollte nie so werden. Aber jetzt bin ich abhängig von einer Frau die soviel Macht über mich hat, dass sie mich mit ein paar Worten einfach zerstören könnte. Ich bin einfach so erbärmlich und schwach. Ich hasse mich dafür. Was stimmt nicht mit mir ? Ich habe alle Probleme immer bewältigt, sämtliche Verletzungen weggesteckt und jetzt zerbreche ich daran....

Ich kann auch mit keinen Freunden darüber reden weil die Sache zu „kompliziert“ ist. Ich werde dazu auch nicht mehr sagen. Es geht aber wirklich nicht. Ich weiß das jeder normalerweise mir zuhören würde aber der Fall ist leider anders. Genaueres möchte ich nicht sagen.

Professionelle Hilfe fällt auch flach weil das meine Verbeamtung auf Lebenszeit gefährden würde. Gerade in NRW sind die sehr streng und ich habe auch eine blöde Amtsärztin die, die letzte Prüfung macht.

Während ich das schreibe bin ich auch komplett fertig und denke nur an Sie und was ich verloren habe. Ich würde alles geben um sie irgendwie wieder zu bekommen, egal was es kostet.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter, ich kann mir auch nicht vorstellen hier eine Antwort zu finden, aber ich möchte es versucht haben. Vielleicht übersehe ich ja etwas.

Tut mir leid falls Fehler im Text sind. Ich hab das ganze auf meinem Handy geschrieben.
 
Auf jeden Fall würde ich eine Psychotherapie machen, um deine Kindheit aufzuarbeiten und beziehungsfähig zu werden.

Genogrammarbeit, Familienaufstellungen, Gesprächstherapien und Hypnosetherapie können sehr hilfreich sein.

Du kannst eine Therapie machen ohne dass es jemand fremdes erfährt.
 
Hallo Mark,

ok, Du hast Deine Gedanken einfach mal "runter geschrieben", hast (hoffentlich) dabei etwas Dampf ablassen können. Schreiben kann helfen, die eigenen Gedanken zu ordnen und dafür sorgen, dass sich der "innerliche Staub" wieder etwas legen kann. Und das ist offenbar auch dringend notwendig.

Lies Dir bitte Deine Zeilen nach einer Pause nochmals durch und Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass Du in Deinem "Hirn" einiges mit "Verknüpfungen" versehen hast, wo keine sein sollten und dürfen.

1. Du hast Dich in Deinem bisherigen Leben mit "Bindungen" zu anderen Menschen sehr zurückgehalten
Das war vielleicht eine kluge Entscheidung, denn sich mit Menschen "einzulassen", die im Grunde nichts mit einem zu tun haben wollen, führt fast immer zu Enttäuschungen und Verletzungen. Gerade Kinder brauchen diese Gewissheit. Aber als Erwachsener kann man dieses Vertrauen trotzdem aufbauen und seine eigenen Strategien ändern. Das hast Du versucht und bis damit auf dem Bauch gelandet. Deine Beziehung hat nicht "funktioniert".

2. Sie hat Schluss mit Dir gemacht und will nur einer Freundschaft mit Dir
Das ist schade und schmerzhaft, ganz gewiss, aber DU 28-jähriger Mann!!, denkst Du, dass Du eine Ausnahme bist? Zu lieben bedeutet IMMER, sich auf den Schmerz einzulassen, etwas zu riskieren und mit sich und anderen konfrontiert zu werden und das geht NIE ohne Blessuren ab. DESWEGEN braucht es Mut, Entschlossenheit und die Bereitschaft, wach und mit allen Sinnen dieses Wagnis einzugehen. Und trotzdem bekommt niemand eine Garantie. Ich kenne niemanden, der/dem dies erspart geblieben wäre.

Ich will Dich nicht belehren, auch wenn sich meine Worte vielleicht danach anhören mögen. Ich habe eben keine anderen, aber aus meiner Sicht bist Du mit einer kindlichen Naivität in diese Beziehung gestolpert, ohne einen Plan B, ohne nachzusehen, was Dir geschieht, wenn es nicht funktioniert. Und nun bist Du wütend, traurig und ängstlich und das alles noch durcheinander gemischt. So etwas ist mit 17 ok und gehört zur Lernphase. Aber da Du diese Lernphase wohl offenbar übersprungen zu haben geglaubt hast, holt sie Dich nun ein. Ja, das tut weh, ist verwirrend und alles andere als angenehm, aber es ist notwendig, um daran zu wachsen und zu lernen, sich zu schützen.

3. Du bist wütend und traurig.
Und Du lässt diesen Gefühlen freien Lauf. Irgend jemand muss schuld sein. Und an diesem jemand lässt Du Deinen Zorn aus. Da sie es nicht sein darf (Denn wie passt Zorn und Liebe zusammen?!) bist eben Du dran. Du bist der Idiot, der diese Beziehung nicht zum funktionieren gebracht hat. Du hast Deine Mauern verlassen, hast verschlossene Türen geöffnet und bist nun enttäuscht, verletzt und noch vieles mehr. Du stellst fest, dass Du Deine Sehnsucht, Deine Hoffnungen und Wünsche wesentlich weniger "im Griff" hast, wie Du geglaubt hast und sie überrollen Dich, lassen Dich fühlen, was Dir vielleicht schon immer gefehlt hat. Das kann einen umhauen, egal wie erwachsen man ist.

4. Der Schmerz muss weg.
Du siehst Deinen Anteil an diesem Dilemma und dass es nicht reicht, an ein paar "Schräubchen" zu drehen. Aber anstatt dies anzunehmen und "auszuhalten", weil es nun mal so ist, stößt Du diesen Schmerz von Dir, machst ihn zum Schmerz von jemand anderem, phantasierst von Selbstmord, schwadronierst über Deinen Hass und machst Dich damit zu einem Opfer, das alles ist, nur nicht verantwortlich. Du bist der Versager, der vor sich selbst gerettet werden muss, bist der einsichtige Idiot, dem man schon dafür einen Orden geben sollte und zerfleischst Dich in vorauseilendem Gehorsam, um Absolution für Deine womöglich noch folgenden Taten zu erhalten. Aber wer könnte die Dir gewähren? Dieses Forum? Deine Ex-Freundin? Dein Therapeut? Sorry, aber das vergrößert den Schmerz nur und Du weist das bereits. Also was soll der Scheiß?

5. Ich stürze mich in mein Schwert! Jetzt mache ich das! Ja, jetzt und gleich! Und ihr werdet sehen, ich tue es!
Ja, das kannst Du machen. Du hast ja bereits vor Augen geführt, welcher Versager Du bist, hast Dich wie ein 17-jähriger verhalten, bezichtigst Dich selbst der Feigheit, der Dummheit, beschreibst Dein Leid. Da ist das doch nur logisch!

Mein lieber @Mark: ich bin doppelt so alt wie Du. Das beutet garnichts, da hast Du recht. Aber mit wachsendem Alter wird es immer schwerer, sich vor dem Erwachsensein zu drücken und an diesem Punkt bist Du nun auch. Ich würde mich als erwachsen bezeichnen. Aber ich mache noch jeden Tag Fehler, treffe falsche Entscheidungen und drücke mich vor so mancher Verantwortung. Ich lerne eben noch.

Von einem Mann zu einem anderen: setze Dich auf Deinen Hintern und höre auf mit diesem Gezeter! Damit meine ich nicht Dein Leid und die Worte, die Du dafür finden sollst und musst. Ich meine damit Deine unverhohlenen Drohungen Deines inneren 17-Jährigen, der am liebsten davonlaufen und alle anderen verantwortlich machen möchte. Aber Du bist 28 und auch das blitzt zwischen Deinen Zeilen deutlich durch.

Du hast festgestellt, dass Deine Liebe, Deine Sehnsucht größer ist, als erwartet. Gut so! Denn das ist sie! Und genau dafür MUSS MAN(N) erwachsen sein, muss diesem Schmerz standhalten können, muss spüren, dass es nicht ohne Mut und Aufrichtigkeit geht und dass man jemanden lieben kann, ohne sie/ihn "haben" zu können.

Heule, schlag auf ein Kissen ein, renne wie bescheuert durch den Wald, brüll in Dein Kissen, dass die Federn zu Staub werden und trauere. Das ist alles ok, solange Du niemanden überfährst, anfällst und angreifst. Stell Dich DEINEM Schmerz und erfahre, dass er nur bis zu einem gewissen Punkt "groß" werden kann, denn das ist zu 100% sicher. Dieser Schmerz ist nicht unendlich und Du bist ganz sicher groß genug, um ihn auszuhalten. Alles andere ist unreifes Geplapper. Das darfst Du mir glauben, weil sich Männer in diesem Punkt nicht anlügen dürfen.

Ja, Du magst "fertig" sein. Auch das ist ok. Aber da ist noch viel mehr in Dir, das dieses Heischen um Mitleid nicht braucht. Da steckt dieser erwachsene Mann in Dir, der dies alles sehen und aushalten kann und mit DEM schreibe ich jetzt. Es geht darum, dass KEINE FRAU eine Beziehung zu einem 17-jährigen Kind will, denn ein Jugendlicher ist kein Partner. Es ist an der Zeit für Dich, Dich nicht länger hinter Deinem Schmerz zu verstecken. Es ist an der Zeit, damit heraus zu rücken, wer Du wirklich bist, denn dieser Mann braucht nicht gerettet zu werden. Dieser Mann, DU, bist es wert geliebt zu werden, nicht aus Mitleid, nicht aus Kalkül, sondern weil Du Deine Seele daran rücken würdest, für die Dinge und Menschen, die Dir etwas bedeuten.

Als erwachsener Mann kann ich auf Deine Entschuldigungen ganz gut verzichten. Die braucht es nicht. Deine Tippfehler ... wen sollen sie hinter welches Licht führen? Als erwachsener Mann kannst Du mit Ablehnung umgehen. Das heißt nicht, dass es nicht weh tut. Aber Du musst nicht mehr "durchdrehen", musst Dich nicht mehr in Dein Schwert stürzen. Du kannst einfach schreiben, wie es Dir geht, womit Du zu kämpfen hast, was Du brauchst und was Du Dir wünschst. Du wirst sehen, DANN hört man Dir zu, auch wenn sich noch immer nicht alle Wünsche erfüllen.

Was Dich das kosten wird? Dein kindisches Getue. Es wird Dich Deine Ausreden kosten. Bist Du soweit? Hier lesen erwachsene Menschen mit. Leg los.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mark,
du scheinst ein bemerkenswerter junger Mann zu sein, selbstreflektiert, klar, hilfsbereit, strebsam, bist finanziell gut versorgt, hast einen (guten) Freundeskreis, du drückst dich sehr deutlich aus, du wirst geschätzt, Menschen vertrauen dir und vertrauen dir auch persönliches an und sagst von dir selbst, dass du "entspannt" bist.

Ich weis grade garnicht, wie viele Menschen ich kenn, die so viel von sich sagen können, das sie so viel erreicht haben.
Also Versager bist du sicher keiner.

Aber da ist noch mehr, was du nicht offen zeigst, du bist verletzlich und verletzt, du wolltest ungebunden sein, niemand wirklich neben dir haben.
Vielleicht aus Angst dass diese Person mitbekommen würde wie verletzlich und verletzt du bist? Das dies als Schwäche bewertet werden würde? Weil du dies selbst als Schwäche "Schwächlichkeit" abwertend, bei dir siehst und bewertest? Ist das so?

Du sagst du hast "allen Problemen ins Gesicht gelacht und versucht das beste draus zu machen", ja, das scheint mir auch so, das hast du wohl auch gut geschafft. Du hast und wolltest dich allerdings nie verlieben, diesen letzten Schritt das Herz wirklich zu öffnen, das hast du vermieden.
Jetzt ist es doch passiert und du kannst nicht mehr lachen, du sagst jetzt ist nur noch Schmerz da, aber was ich nicht verstehe, wenn er so schlimm ist, wieso willst du daran festhalten?

Du hast deinen Panzer geöffnet, in einem "schwachen" Moment, hast Liebe zugelassen und jetzt, wo sie nicht (mehr) erwiedert wird, da brechen alle Verletzungen der Vergangenheit auf einmal über dich herein.
Aber anstatt sie zu verarbeiten (ja, dafür muss man arbeiten), sie zuzugeben, anzusehen - und dann auch wieder weiterziehen zu lassen, willst du an ihnen festhalten, weil du meinst sie wären das einzige was jetzt noch für dich da ist.

Du weist, dass man eine (seelische) Verletzung auch "Trauma" nennt?
Daran kann und sollte man arbeiten, es muss nicht so bleiben wie es ist.
Wenn du das aktuelle Problem (noch) nicht bearbeiten kannst, dann versuche die Probleme deiner Vergangenheit, deiner Kindheit zu bearbeiten.
Wie soll das ohne Therapie gehen?

Und wieso darf ein "Beamte auf Lebenszeit" nicht auch eine Therapie machen?

Und wieso willst du lieber "Beamter auf Lebenszeit" werden, anstatt eine Therapie zu machen, wenn du im Grunde sagst, dass du eigentlich keine "Lebenszeit" mehr haben willst?!
Verstehst du die Diskrepanz daran?

Hast du wegen deiner Vergangenheit mal eine Therapie gemacht?

Wenn du bis zur verbeamtung wartest, kannst du hinterher in eine Privatklinik gehen 🙄, also falls du dann noch gehen kannst....nein, also im Ernst, ich kenn auch Beamte die Probleme haben, gesundheitlich und auch seelisch, sind ja jetzt auch nur Menschen.
Seine Probleme zu erkennen, sie anzusprechen und sich Hilfe zu holen zeugt von Charakterstärke, nicht von Schwäche.

Was heißt denn
"Ich habe so jemanden wichtiges gefunden und lass ihn wieder gehen. Wie kann man nur so ein nutzloser Idiot sein."
??! 😕
Wolltest du sie festbinden und im Keller einkerkern, oder wie? Es war IHRE Entscheidung zu gehen, der Anstand und Respekt gebietet es, sie gehen zu lassen.

Ich habe neulich mal ein Zitat auf einer Seite für Hochsensible gelesen, das passt hier vielleicht ganz gut:
"Eine Rüstung braucht nur, wer kämpft. Wer hingegen in die Hingabe geht, der ist dabei nackt."

Du hast deine Rüstung abgelegt und sie hat dich verletzt. Sicher nicht absichtlich. Aber jetzt ist es so.
Wenn du kämpfst, dann wisse auch wogegen und vor allem, hör auf gegen dich selbst zu kämpfen.

Also ich war auch schon mal verliebt und scheisse ja, irgendwie tut das doch jedes mal weh, wenn einem mal wieder das Herz gebrochen wird, jetzt hast du es auch mal erlebt.
Das muss man eine Weile aushalten, man "schreit" den Schmerz auf die ein oder andere Art raus und dann geht man weiter, lebt weiter, lernt neue Menschen kennen, verliebt sich irgendwann wieder, obwohl man das für absolut unmöglich gehalten hat... so ist das.

Du hast es doch auch für unmöglich gehalten, jemanden in deinen inneren Panzer zu lassen, oder? Und dann ist es doch passiert.
Was einmal passiert ist, das kann auch wieder passieren, da kann man noch so vorsichtig sein, das Herz macht was es will. Vielleicht nicht heute oder nächstes Jahr, vielleicht erst wieder, wenn du nicht mehr damit rechnest, wenn du nicht darauf wartest.

Also geh weiter, sieh nach vorn, nicht nach hinten, erlaube dir Schwäche, und suche dir Hilfe.


Aber jetzt bin ich abhängig von einer Frau die soviel Macht über mich hat, dass sie mich mit ein paar Worten einfach zerstören könnte. Ich bin einfach so erbärmlich und schwach.

Die Macht hat sie nur, weil du sie ihr gegeben hast.
Vielleicht ist das einer der Gründe, dass sie so viel Macht über dich garnicht wollte, dass sie dachte sie macht es nur noch schlimmer.
Das ist ja ne Krasse Verantwortung, wie soll man damit klarkommen?!

Erobere dir deine Macht über dich zurück und behalt sie auch. Du kannst jemandem dein Herz schenken und auch dein Vertrauen, aber nicht solche Macht über dich. Kein anständiger Mensch wird eine solche Macht über jemanden haben wollen, oder auch nur damit klarkommen.


Ich hasse mich dafür. Was stimmt nicht mit mir ? Ich habe alle Probleme immer bewältigt, sämtliche Verletzungen weggesteckt und jetzt zerbreche ich daran....

Hör auf dich zu hassen.
Was nicht stimmt? Du bist verletzt.
Ich denke nicht, keinesfalls, dass du alle Probleme "bewältigt" hast, alle Verletzungen "weggesteckt", nein, nein, du hast sie weggelacht, in den Keller gesperrt, jetzt bist du mit gebrochenem Herzen ausgerutscht, bist quasi die Kellertreppe runtergefallen, und da sind sie auf einmal alle wieder, alle Probleme noch da - und kein Lachen mehr um sie "wegzusperren". Jetzt fordern sie halt Beachtung.

Arbeite daran. Das kannst du. Da bin ich sicher.
 
Erst mal vielen Dank, das ihr euch die Zeit genommen hat das ganze zu lesen und so ausführlich zu Antworten.

@GrayBear


Ja du hast recht ich führe mich auf wie ein 13 jährige Dramaqueen. Ich weiß das mein verhalten dumm,kindisch und komplett übertrieben ist. Es ist nicht angemessen, dass weiß ich selber. Ich verstehe auch nicht warum ich so dumm und irrational bin. Es ist falsch, keine Frage. Ich weiß es vom Kopf heraber es interessiert meine Gefühle mich. Auch deshalb bin ich so extrem sauer auf mich. Ich habe gefühlt immer sehr rational gehandelt und mich möglich nicht von Gefühlen leiten zu lassen.Doch plötzlich ist es ganz anders, nur das Emotionale ist für mich wichtig und ich verliere mich darinnen.

Ich weiß genau dasich diese negative Gedankenspirale nicht zulassen sollte. Ich alleinbin der Herr über meine Dinge im Kopf. Aber ich will mich darinverlieren. Ich will an Sie denken und ihr noch soviel Platz in meinemLeben wie möglich ist geben, egal wie schlimm es für mich ist. Ichmache es bewusst, obwohl ich weiß das es falsch ist.

Ich will auch keine Verantwortung von mir weg schieben. Ich allein bin Schuld daran das es mir momentan so schlecht geht und kein anderer. Würde ich nicht wie ein dummes Kind mit der ganzen Situation umgehen würde ich nicht so leiden.
Ich weiß auch das die Welt unfair ist. Ich habe mich immer damit abgefunden das harte Arbeit nicht immer belohnt wird und das es nun mal nicht gerecht zugeht. Ich hatte nie ein Problem mit Ablehnung oder zu Scheitern. Ich war auch mal niedergeschlagen deswegen, traurig und sauer auf alles aber nach 1-2Tagen habe ich weiter gemacht. Mir war immer bewusst das nur ich allein es in der Hand habe an meiner Situation etwas zu ändern.

Ich verstehe das Gedanken wie Selbstmord wegen einer verschmähten Liebe bescheuert und falsch sind. Aber Sie sind da und verschwinden nicht. Ich setze mich deshalb auch mit ihnen auseinander und komme immer wieder aufs Ergebnis, dass ich es nicht machen werden. Daher werde ich mir nichts antun, aber ich habe trotzdemeinfach kein Spaß mehr am leben. Es ist mir alles egal geworden,nichts bereitet mir mehr Freude. Ich habe es sogar ausprobiert undmir 2 Sachen gekauft die ich gerne haben wollte. Das war ein Videospiel und ein ein paar Backutensilien für Weinachtplätzchen. Beides liegt noch immer original verpackt bei mir in der Küche. Das Zeug ist mir egal, es gibt mir nichts. Obwohl ich mich vor ein paar Monaten noch darauf gefreut habe.
Das einzige auf was ich hoffe ist, dass die Zeit schnell vergeht damit ich müde werde und wieder schlafen kann.
Aber der Tag hat nun mal 24 Stunden und auch wenn ich teilweise 12 Stunde verschlafe habe ich trotzdem noch 12 Stunden die gefüllt werden müssen. Und da denke ich sehr viel an die Person, die mir momentan am wichtigsten ist. Dabei stelle ich immerwie fest, dass ich nun mal ein Versager bin. Hätte ich vielleicht manche Dinge anders gemacht, oder hätte ich andere Dinge gesagt,wäre ich nicht, wie du sagst, ein dummes 17 jähriges Kind oderhätte Gott weiß was gemacht, dann hätte ich jetzt eine wundervolle Frau und wäre Glücklich. Aber ich habe es nicht geschafft, ich habe versagt. Also habe ich allen Grund wütend auf mich zu sein.

Ich schreibe das ganze auch nicht um Absolution oder Mitleid zu bekommen.Ich möchte nicht hören, wie schlimm das ganze ist oder wie arm ichdran bin. Mich zu bemitleiden mach ich momentan schon selbst mehr alsgenug, das braucht kein anderer für mich machen. Ich weiß auch dases niemals richtig ist sich selbst zu verletzen. Warum ich mich trotzdem manchmal schlage, weil der Schmerz im Herzen so unerträglich wird und raus will. Warum ich mich psychisch immer wieder verletzte,weil es das einzige ist was mir von ihr noch bleibt. Dieser Schmerz ist eine sehr persönliche und tiefe Emotion. Es ist irgendwie das einzige was ich von ihr im Herzen behalten kann auch ohne ihr Zutun.Ohne dem wäre alles leer.


Du kannst einfach schreiben, wie es Dir geht, womit Du zu kämpfen hast,was Du brauchst und was Du Dir wünschst. Du wirst sehen, DANN hört man Dir zu, auch wenn sich noch immer nicht alle Wünsche erfüllen.

WasDich das kosten wird? Dein kindisches Getue. Es wird Dich DeineAusreden kosten. Bist Du soweit? Hier lesen erwachsene Menschen mit.Leg los.

Mit wasich zu Kämpfen habe? Mit Einsamkeit, mit meinen eigenen Gedanken,mit komischen Gefühlen und dem Schmerz etwas sehr wichtiges verlorenzu haben.

Was ich mir Wünsche? Sie zurückzuhaben, ein Teil von ihrem Leben zu sein, gemeinsame Erinnerungen erschaffen …...aber das ist unmöglich. Aber vielleicht schaffe ich zumindest auch so für mich allein ein bisschen Freunde zurück zu gewinnen.

Wasich brauche? Ein paar Eindrücke/Tipps von Leute die besser mit soetwas umgehen können. Ich weiß das ich momentan ein Tunnelblick habe und deshalb vielleicht Sachen übersehe die eigentlich offensichtlich sind. Also schreibe ich den ganzen Text hier auch wenn ich seit über 5 Stunden da dran sitze um die richtigen Worte zufinden und trotzdem das Gefühl habe es ist zu wenig und sagt vieles nicht.

@ Morningstar


Vor ein halben Jahr waren mir die ganzen Dinge auch sehr wichtig. Ich war glücklich und zufrieden mit meinem Leben. Natürlich gab es immer Dinge die ich verbessern wollte. Aber ich hatte immer Spaß und konnte jeden Tag zumindest einmal herzhaft lachen.

Aber seitdem ich die kurze Beziehung hatte fühlt sich das ganze nur nochals Trostpreis an. Als etwas was man hat weil man nicht mehr geschafft hat. Ich weiß das es nicht so ist und gemein gegenüber allen Freunden die ich habe, aber es fühlt sich so an.
Ich würde alles ohne zu zögern für Sie eintauschen.

Warum ich bis dahin nie jemanden hatte kann ich nicht sagen. Ich habe auch davor öfter Dates gehabt aber es ist nie der Funke wirklich übergesprungen. Es gab nie jemanden bei dem ich das Gefühl hattedas kann klappen.
Was für mich immer viel an der Attraktivität ausgemacht hat war der Charakter. Mir ist ein paar mal aufgefallen,dass es Frauen gab die ich erst unattraktiv fand. Wenn ich dann aberdurch Zufall mit ihnen ins Gespräch gekommen bin, sie etwas kennengelernt habe und sympathisch fand. Dann konnte es passieren dass ich sie plötzlich deutlich attraktiver fand. Umgekehrt ist esnatürlich auch schon passiert.
Ob ich einfach keine Beziehung hatte weil ich keinen an mich ran lassen wollte oder einfach nichtdie richtige Person kennen gelernt habe kann ich nicht beantworten.

Ich fand mich bis vor kurzen nie verletzlich. Ich habe aberin der Tat nie gerne über negative Gefühle bei mir gesprochen. Ich fand Sie aber auch nie wichtig genug um es mit irgendjemand zuteilen. Es gab auch nie einen Grund dafür. Ich war eigentlich nur selten mal länger unzufrieden oder betrübt.

Warum ich so anden Schmerz festhalte, naja wie schon gesagt ich habe nicht mehr von Ihr. Er ist trotz allem etwas sehr persönliche und emotionales. Ernimmt den ganzen Platz in dem Moment in meinem Herzen ein. Es tut so unendlich weh aber wenigstens kann ich so etwas von ihr behalten.Wenn ich alles loslasse ist einfach soviel leere da. Ich möchte nicht auch noch das letzte verlieren was mir von ihr geblieben ist.Sie ist mir einfach so unendlich wichtig und Erinnerungen alleine fühlen sich zu wenig an. Daher leide ich lieber, als so ein lieben Menschen wieder loszulassen. Es ist dumm und bescheuert und kindisch und falsch.... ich verstehe es ja auch nicht. Ich bin wahrscheinlich einfach ein Idiot.

Wegen meiner Vergangenheit. Ich habe nicht das Gefühl es ist ein Problem für mich. Es behindert mich nicht in meinem Alltag. Ich verschwende eigentlich nicht mal ein Gedanken andie Sachen. Sie liegen lange zurück und sind mir eigentlich egal. Ich hatte nie den Eindruck das ich da irgendetwas bewältigen müßte. Auch wenn ich mir damals sehr schlecht ging in der Schule, ging esmir danach jedoch sehr gut. Ich habe angefangen viel zu lachen, war glücklich und habe einen tollen Freundeskreis. Es gab bis vor kurzen nichts was mir fehlte. Ich war wirklich glücklich und zufrieden.
Mich halt mal ein Freund gefragt was eigentlich jetzt noch verbessern will, nachdem ich meinen neuen Job hatte. Ich habe wirklich lange überlegen müßen, weil ich im großen und ganzen einfach zufrieden war. Mich hat meine Vergangenheit nie wirklich beschäftigt. Sie gehörte eben zu mir und es lief nicht alles glatt, aber da wo ich jetzt stehe ist alles in Ordung.
Natürlich habeich Narben davon getragen, aber die sind alle gut verheilt und fast nicht mehr sichtbar. Ja ich sollte vielleicht etwas selbstbewusstersein und mir mehr zutrauen aber jeder hat seine Schwächen.

Ichhatte in der Tat auch mal ein Gespräch mit einem Therapeuten. Auchda wurde das Thema kurz angeschnitten und er hat gemeint, natürlich kann man daran noch Pfeilen und bestimmt gibt es noch ein paar Ecken,aber wenn ich das Gefühle habe es belastet mich nicht dann gibt eskein Grund sich damit zu beschäftigen. Außer ich hätte das starke verlangen danach.

Ich bin noch Beamter auf Probe. Bevor ich Beamter auf Lebenszeit werde, muß ich nochmal zum Amtsarzt und dort muß ich wahrheitsgemäß angeben ob ich in Therapie war/bin und obes dahingehend Diagnosen gibt. Wenn da jetzt so etwas kommt wie Depression habe ich ein Problem.
Der Hauptgrund für Beamte ausdem Dienst früher auszuscheiden sind Depressionen. Deshalb wird beiso einer Diagnose nochmal ganz genau geschaut und evtl auch eine Verbeamtung auf Lebenszeit abgelehnt. Das Risiko ist einfach zu groß.


Natürlich wollte ich Sie nicht im Keller festbinden. Ichmach ihr ja auch keine Vorwürfe, dass sie nicht das gleicheempfindet für mich wie ich für Sie. Sie macht das ja nicht um mich zu verletzen. Das ist mir voll bewusst. Nur wäre ich besser gewesenhätte ich vielleicht auch die selben Gefühle die ich habe, auch beiihr wecken können. Aber ich habe es nicht geschafft. Ich war zu schlecht. Ich habe alles gegeben aber es war zu wenig oder das falsche. Ich habe schlicht und einfach versagt und war nicht gut genug. Da gibt es nicht schön zu reden.

Ich habe in der Tates für unmöglich gehalten jemand zu finden mit dem ich mein ganzesLeben teilen möchte. Das stimmt. Aber es hat 28 Jahre gedauert bis ich jemanden gefunden habe bei dem es aus irgend einem Grund anderswar. Warum sollte ich jetzt also drauf hoffen nochmal so jemanden zufinden. Es fühlt sich in der Tat unmöglich an jemals jemand zufinden der auch passt. Ich will es eigentlich auch nicht..... Ich hab doch schon einen so wundervollen Menschen kennengelernt. Ich kann ihn doch nicht durch einen anderen ersetzen.


Wenn man jemanden doch sein Herz und sein Vertrauen schenkt dann hat derjenige nun mal alles um jemand zuzerstören. Man lässt diese Person doch nur so nah an sich an weilman weiß, das Sie nie etwas tun würde um jemanden ernsthaft weh zutun. Das ganze hält sich ja auch im Gleichgewicht da beide ihren Panzer fallen gelassen haben und beschützen sich jetzt gegenseitig. Aber sobald einer sich anfängt ab zu wenden hat er automatisch angefangen wieder ein Schutzwall um sich aufzubauen. Aber bei dem anderen ist plötzlich eine riesen große Lücke die vorher nicht dawar.

Ich glaube auch Sie ist sich nicht ganz bewußt wie schlimm es mir geht. Ich möchte ihr es auch nicht sagen. Sie sollkein schlechtes gewissen haben wegen mir. Ich wünsche mir einfach nur das sie glücklich ist, auch wenn ich es nicht sein kann.
 
... Ich verstehe auch nicht warum ich so dumm und irrational bin. Es ist falsch, keine Frage. Ich weiß es vom Kopf heraber es interessiert meine Gefühle mich. Auch deshalb bin ich so extrem sauer auf mich. Ich habe gefühlt immer sehr rational gehandelt und mich möglich nicht von Gefühlen leiten zu lassen.Doch plötzlich ist es ganz anders, nur das Emotionale ist für mich wichtig und ich verliere mich darinnen.

Ich weiß genau dasich diese negative Gedankenspirale nicht zulassen sollte. Ich alleinbin der Herr über meine Dinge im Kopf. Aber ich will mich darinverlieren. Ich will an Sie denken und ihr noch soviel Platz in meinemLeben wie möglich ist geben, egal wie schlimm es für mich ist. Ichmache es bewusst, obwohl ich weiß das es falsch ist.

Ich will auch keine Verantwortung von mir weg schieben. Ich allein bin Schuld daran das es mir momentan so schlecht geht und kein anderer. Würde ich nicht wie ein dummes Kind mit der ganzen Situation umgehen würde ich nicht so leiden.
Ich weiß auch das die Welt unfair ist. Ich habe mich immer damit abgefunden das harte Arbeit nicht immer belohnt wird und das es nun mal nicht gerecht zugeht. Ich hatte nie ein Problem mit Ablehnung oder zu Scheitern. Ich war auch mal niedergeschlagen deswegen, traurig und sauer auf alles aber nach 1-2Tagen habe ich weiter gemacht. Mir war immer bewusst das nur ich allein es in der Hand habe an meiner Situation etwas zu ändern.

Ich verstehe das Gedanken wie Selbstmord wegen einer verschmähten Liebe bescheuert und falsch sind. Aber Sie sind da und verschwinden nicht. Ich setze mich deshalb auch mit ihnen auseinander und komme immer wieder aufs Ergebnis, dass ich es nicht machen werden. Daher werde ich mir nichts antun, aber ich habe trotzdemeinfach kein Spaß mehr am leben. Es ist mir alles egal geworden,nichts bereitet mir mehr Freude. Ich habe es sogar ausprobiert undmir 2 Sachen gekauft die ich gerne haben wollte. Das war ein Videospiel und ein ein paar Backutensilien für Weinachtplätzchen. Beides liegt noch immer original verpackt bei mir in der Küche. Das Zeug ist mir egal, es gibt mir nichts. Obwohl ich mich vor ein paar Monaten noch darauf gefreut habe. ...

Hallo Mark,

und damit machst Du einfach weiter. Ich habe Dich nicht als "dummes Kind" bezeichnet, denn das bist Du nicht, Du verhältst Dich nur manchmal so und bist so trotzig. Das ist schon alles.

Wenn Dir gerade "nur das Emotionale" wichtig ist, dann könnte es vielleicht ein Zeichen für Deine nun leider anstehende Trauerarbeit sein. Kennst Du die verschiedenen Stadien der Trauer? Verleugnung, Wut, Verhandeln, Depression, Akzeptanz. Es gibt noch andere Worte dafür und andere Reihenfolgen, aber aus meiner Sicht "durchlebst" Du sie alle in Deinen Sätzen, bis auf die Akzeptanz. Du verleugnest eure Trennung, in dem Du Dich in Gedanken an Deine Expartnerin kettest, Du bist wütend und verhandelst wie ein Besessener und leidest wie ein Hund. Aber all dies scheinst Du wie in einem schlechten Film zu erleben, wie in einem Alptraum, den Du innerlich ablehnst und für "ich weiß auch nicht, das bin nicht ich" erklärst.

Das kann man alles machen und es ist leider auch völlig normal, denn es gehört in die Phase der Verleugnung. Daran ist nichts Ungewöhnliches, nichts Spektakuläres. Du bist nicht verrückt und dieses ganze "um-Dich-schlagen" nützt alles nichts. Du bist offenbar jung und kräftig genug, das alles eine ganze Weile durchzuhalten. Alles ok, alles nachvollziehbar. Aber die Trauer kannst Du nicht aufhalten, in dem Du die Luft anhältst und ihr mit Deiner Faust drohst. Ja, eine kleine Weile schon, das stimmt. Du kannst das alles für "völlig unerklärlich" bezeichnen, magst Dich damit vermeintlich nicht auskennen und Dir hohe Ziele (Ich will ihr Platz in meinem Leben geben! Echt jetzt?) setzen, aber das ändert alles nichts daran, dass eure Beziehung zuende ist.

Lieber Mark, Du hast schon so manches auf die Reihe bekommen, hast Deinen Mann gestanden, hast etwas erreicht. Aber "Beziehung" kann man nur bedingt "erreichen" oder "machen". Sie hat etwas Magisches, das durch Angst, Feigheit, Unwissenheit, Dummheit, Lieblosigkeit, Ehrgeiz und noch so manches zu Staub zerfallen kann. Und das nicht nur, weil DU einen Fehler oder einen Irrtum begangen hast. Deine Ex-Partnerin hat sich geirrt und das darf sie, so wie auch Du Dich irren darfst, ohne dass Himmel und Hölle über Dich oder sie herfallen müssten. Beziehung ist eine Geschenk, ein Schatz, ein kleines Wunder, dass Du nicht ehrst, in dem Du daran zerrst, es an Dich reißen und festhalten willst. Halte den Wind fest, klammere Dich an den Moment und Du wirst beides verlieren.

Bei Dir ist jetzt Trauerarbeit angesagt. Informiere Dich darüber, mach Dich schlau, denn auch hier hilft Wissen. Torkle durch die Gegend und heule den Mond an. Da bist Du nicht der erste und bestimmt nicht der Letzte. Du hast um Rat gefragt und leider ist mein Rat der: Du kannst vor diesem Schmerz nicht davon laufen, kannst ihn nicht bekämpfen. Erst wenn Du bereit zur Akzeptanz bist, wirst Du daran wachsen und er kann zu einem wichtigen Teil Deiner Geschichte werden. Ehre das Geschenk, das Du erhalten hast. Du sollst es nicht "anbeten", "überhöhen" und einen "Affenterz" daraus machen. Du musst Dich nicht "aufführen", allen möglichen Unsinn schwören.

Trauer dauert eben so lange, wie sie dauert. Aber übersieh dabei nicht (Du hast es selbst geschrieben), dass Du bereits eine lieblose Vergangenheit hattest, die diese Trauer noch "befeuern" könnte. Angenommen und geliebt zu werden, und sei es auch nur eine kurze Zeit, kann überwältigend und wunderschön sein. Wer will das nicht erhalten? Aber das geht nicht. Verliere nicht aus den Augen, dass diese Beziehung, so kurz sie auch nur gewesen sein mag, niemals Dein ganzes Leben oder Dich "retten" kann. So vernünftig bist Du, aber es fühlt sich ziemlich sicher gerade für Dich nicht danach an. Du siehst in dieser Beziehung gerade den heiligen Gral und projizierst darauf, was sie nicht sein kann: Deine Lösung für all die Einsamkeit und Lieblosigkeit in Deinem bisherigen Leben.

Ich hatte Dir geschrieben, dass Du manche "Dinge" in Deinen Gedanken falsch und irrational verknüpft hast. Du benimmst Dich, wie der kleine Hund, der seinen eigenen Schanz jagt, in der Hoffnung, wenn er das nur schnell genug hin bekommt, dass es ihm dann gelingen wird. Du verletzt Dich, um dem Schmerz in Deinem Herzen zu entkommen und glaubst tatsächlich, dass Dich das ihr näher bringt? Ja, das solltest Du wohl eher nicht dem Amtsarzt erzählen, denn hört sich das für Dich vernünftig an? Wir alle haben Phasen in unserem Leben, in der wir eine Schraube locker haben, aber sollten das alle erfahren?

Trauere bewusst und tu nicht nur so. Du wirst den Unterschied spüren. Du kannst trauern nicht "denken". Darüber nur nachzudenken macht einen verrückt. Solange Deine Trauer nicht "echt" ist, nützt das ganze Geschwätz darüber nichts.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn alles was du von ihr behältst Schmerz ist, ist das traurig. Ja, vielleicht bist du ein Idiot, oder verhältst dich zumindest so.

Ich würde alles ohne zu zögern für Sie eintauschen.

Niemand würde so etwas wollen. Niemand will auf ein Podest gestellt werden und angehimmelt, niemand will einen anderen "zerstören" können. Das ist viel zu viel, total ungesund, keiner würde das aushalten. Ich kann verstehen, das sie ausgerissen ist. Aber sie will doch weiter mit dir befreundet sein? Du kennst sie seit 10 Jahren.

Man kann sein (dauerhaftes) Glück nicht an einem einzigen Menschen festmachen, außer an sich selbst.
Hier ist der "Funke" doch auch erst nach 10 Jahren übergesprungen, aber du willst nun bis zum ende keinem anderen weiblichen Wesen eine Chance geben dein Herz zu erobern? Obwohl du selbst sagst, das du ihnen nur eine Chance geben musst.
Is nich dein Ernst.

Gut, dann keine Therapie, keine Diagnose, dann geh halt zu ner Lebensberatung, von der Diakonie oder so, kannst ja in die nächste Stadt gehen, falls es dir sonst unangenehm ist. Sowas ist auch anonym und über Diagnosen etc. wird nicht gesprochen, kannst du also wahrheitsgemäß angeben. Dort hört man dir auch zu, kann vielleicht auch helfen. Und steht deiner verbeamtung nicht im Weg.

Nur wäre ich besser gewesenhätte ich vielleicht auch die selben Gefühle die ich habe, auch beiihr wecken können. Aber ich habe es nicht geschafft. Ich war zu schlecht. Ich habe alles gegeben aber es war zu wenig oder das falsche. Ich habe schlicht und einfach versagt und war nicht gut genug. Da gibt es nicht schön zu reden.

Weist du denn, warum sie keine Beziehung mit dir möchte, sondern nur Freundschaft?
Hat sie dir das gesagt, hast du gefragt?

Der Gedanke "wäre ich besser gewesen" bringt garnichts. Die Aussage halte ich für unrealistisch.
"Ich war zu schlecht" - ernsthaft?! Das kann man doch nicht sagen!

Nen haufen toller Mädels verlieben sich in abgef... A********* die sie prügeln und sonstwas, aber du bist sicher nicht "zu schlecht", Man👎 lass mal den Gedanken los, der ist absurd.

Wenn überhaupt, dann ist sie nicht gegangen weil du "zu schlecht" warst, sondern weil sie mit der Macht die du ihr über dich gegeben hast oder wolltet, nicht klarkommt, weil du sie auf ein Podest stellst, unerreichbar, anstatt neben dir.
Ich hab dir schon gesagt, keiner hält sowas aus.
Daran könnte man (also du) aber arbeiten.

Ich hätte auch Panik bekommen und wäre ausgerissen, so wie du dich verhälst. Du kannst doch einer anderen Person nicht die Verantwortung für dein Lebensglück in die Hand drücken und sagen: "So, hier, jetzt mach mal."
Is doch klar, dass der andere da wegrennt.

Du warst vorher ohne sie glücklich, dann kannst du das auch wieder. Und wenn du dich einmal verliebt hast, dann geht das auch wieder (ja, auch dann, wenn du es eigentlich nicht willst)
 
Hey Mark,

ich kann ein bisschen verstehen, wie es Dir geht. Vor vielen Jahren habe ich mich auch mal so ähnlich gefühlt, wenngleich es noch ein wenig verzwickter war, als bei Dir. Aber auch das ging vorbei.

Liebe in all ihren Formen ist ein zentrales Motiv der Geschichte der Literatur und der Geschichte der Musik. Du bist mit Deinen Gefühlen absolut nicht allein und auch nicht völlig verrückt, selbst wenn es so wirken mag. Dass Du Deine Angebetete alleine durch die rosarote Brille siehst und jede Sekunde, die ihr zusammen verbracht habt, als einen Schatz aufbewahrst, ist auch normal.

Es is besonders schmerzhaft, dass Deine Zuneigung nicht erwidert wird und einzusehen, dass sie Dich nicht in einem ähnlichen Licht sieht, wie Du sie. Sei froh, dass Du eine klare Ansage bekommen hast und versuche Dich nicht an das zu klammern, was war oder hätte sein können. Du kannst es nicht ändern. Das wird schwer sein, denn Gefühle lassen sich nicht auf Knopfdruck ausschalten. Je eher Du Dir verinnerlichst, dass die Sache vorbei ist, desto besser.

Denke an die Dinge, die Du bereits erreicht hast. Das ist sehr viel und sehr wertvoll und Du solltest das nicht aufs Spiel setzen. Man muss aufpassen, dass man in so einer Phase nicht in eine Art Selbstzerstörungsmodus abrutscht. Das hilft niemandem und die Scherben musst Du am Ende zusammenkehren.

Es ist normal, dass Du momentan alles schwarz siehst, aber es wird tatsächlich wieder besser. Versuche den Blick nach vorne zu richten, versuche Dir Ziele im Beruf oder im Privaten zu setzen. Gibt es Dinge, die Du vielleicht schon immer mal machen wolltest und bisher aufgeschoben hast? Manchmal ist es möglich diese bescheidene Phase in etwas Produktives zu kanalisieren. Manche Menschen sind künstlerisch aktiv (malen, schreiben), andere eher handwerklich, wieder andere sportlich.

Musik und Literatur kann auch sehr gut dabei helfen, durch solche Phasen zu kommen und dabei noch etwas mitzunehmen, persönlich weiterzukommen. Es ist auch nie verkehrt, wieder unter Leute zu gehen (nicht solche, die Kontakt mit ihr haben) und vielleicht auch mal darüber zu sprechen (wenn es solche Menschen in Deinem Leben gibt).
Kino, Theater oder ein Fußballspiel können helfen, mal zwischendurch auf andere Gedanken zu kommen.

Wenn in ein paar Monaten der Frühling kommt, bist Du vielleicht schon aus dem tiefsten Loch heraus und kannst Dich wieder mehr am Leben freuen.

Kopf hoch und alles Gute!
 

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