Also es ist mein studienabschliessendes Praktikum, nicht einfach so ein Überbrückungsprakti, wie viele es im sozialen Bereich machen.
Willkommen im realen Berufsleben.
Ich finde, dass du das Praktikum überbewertest. Auch die staatliche Anerkennung, die du damit erwirbst, ist kein fester Job.
Du wirst nach einem überschaubaren Zeitraum gehen und weißt danach, ob der Job in diesem Bereich entweder etwas für dich ist oder ob es nichts ist.
Als ich deinen Beitrag zuerst gelesen habe, dachte ich du arbeitest fest dort. Ich denke, dass du die Sache zu ernst nimmst und überbewertest.
Kennst du den Spruch? "Was nicht kaputt ist, sollte nicht repariert werden."
Ich war selbst an deiner Stelle, habe sehr viel Energie in mein Praktikum gesteckt, weil ich damals dachte, es öffnet mir weitere Türen oder bringt mir Vorteile.
Es hat genau eins gebracht: Nämlich die staatliche Anerkennung.
Heute arbeitet eine andere Sozialarbeiterin auf meinem damaligen Posten.
Ich habe viel Mühe und Energie in meine Arbeit gesteckt
Was ich damit sagen will. Beiß dich nicht zu sehr an dieser Stelle fest. Es ist nur ein Praktikum. Schön, wenn du dich mittlerweile zum Teil des Teams zugehörig fühlst. Du bist es letztendlich aber nicht. In 6 Monaten sitzt vielleicht ein Anderer auf deiner Stelle.
Gerade die Soziale Arbeit ist extrem vergänglich. Befristete Arbeitsverträge sind an der Tagesordnung.
Nimm es auf in deinen Erfahrungsschatz, aber bewerte es nicht über.
Wenn du bereits als Praktikant überfordert bist bzw. dir diese Frage stellst, versucht dich in jemanden hinein zu versetzen, der bereits 20 Jahre dort arbeitet.
Es wird nicht besser.
Ich weiß, dass man als Praktikant viel Liebe und Fleiß in seine Arbeit steckt.
Auch mir ging es so. Zum einen sind Klienten aber eher undankbar und zum anderen wirst du dort nicht die einzige Praktikantin sein. Behalte das im Hinterkopf.