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Ich kann meiner Mutter einfach nicht verzeihen...

Cleverer Typ, der Vater von meinem Bruder ist auch so einer....oh Mann. Dann bekommst du von ihm auch keine Unterstützung, mies.

Und wie ist das Verhältnis zu deinem Stiefvater heute?
 
@Deliverance
Schwierig würde ich sagen. Er hat 3 Kinder aus einer früheren Ehe (alle schon über 30), ist aber von ihrer Mutter verlassen worden, als sie noch sehr klein waren. Alle seine Kinder nennen ihn wegen der Mutter nur beim Vornamen, ich bin die einzige, die ihn Papa nennt. Er war erst 14 als er sein erstes Kind bekommen hat, hat also nie wirklich gelernt mit Kinder umzugehen. Als ich selbst noch ein Kind war, habe ich davon nicht viel gemerkt, aber jetzt (also besser gesagt schon seit ein paar Jahren), merke ich das doch extrem. Er hatte vor 14 Jahren auch einen Schlaganfall und hat dementsprechend seitdem viele Einschränkungen und geht nur mal hin und wieder arbeiten wenn er was findet. Er hat wie meine Mutter auch jahrelang Drogen genommen. Man mekrt ihm an, dass er sehr unzufrieden mit sich selbst und seinem Leben ist und das lässt er sehr an meiner Mutter, aber vor allem an mir aus. Er wird nicht aggressiv oder derartiges, nein er ärgert einen nur ständig, macht ständig Sachen extra, nur um einen zu provozieren. Früher war ich ein richtiges Papakind, habe ihn über alles geliebt. Aber mittlerweile, ertappe ich mich ständig dabei wie ich regelrechten Hass ihm gegenüber empfinde. Jedes Wort von ihm macht mich sauer, auch wenn es mal ausnahmsweise nicht dazu gedacht war mich zu ärgern. Ich habe mir, als ich herausgefunden habe, dass er sich immer um mich gekümmert hat, auch wenn er nicht mein leiblicher Vater ist, selbst versucht klar zu machen, wie besonders das doch von ihm war. Ich habe gehofft das würde mir helfen ihn wieder mehr zu mögen, aber das hat nicht lange funktioniert.
 
Dann ist die Idee, erstmal aus zu ziehen und Abstand zu gewinnen, definitiv die Beste.
Deine Bezugspersonen klingen nicht mal nach schlechten Menschen - es wirkt, als wäre jeder mit sich selbst und seinen Problemen völlig überfordert und das beeinflusst dich natürlich in deinem Leben....da ist "Raus da!" Tatsächlich erstmal die klügste Option.
 
@Deliverance
Ja denke ich auch. Ich hoffe nur, dass der ehemalige Mieter jetzt schnell auszieht und wir bald mit dem Renovieren anfangen können. Meine Mutter hat jetzt auch seit November immer noch nicht den Bafög Antrag ausgefüllt... Egal wie oft ich ihr ein Ultimatum stelle, sie verzögert es doch immer wieder. Ohne Geld wird es sonst mit dem Umziehen schwierig, auch wenn ich keine Miete bezahlen muss, weil das Haus ja glücklicherweise meiner Oma gehört.
 
Du kannst dich dann ans Bafög -Amt wenden - die schicken deiner Mutter ein Ultimatum und wenn sie nicht reagiert, kann im Extremfall eine Geldstrafe drohen, dann müsste sie e endlich mal in die Puschen kommen.
Du kannst auch für den Übergang einen Kredit von der Arge bekommen. Das wird schon alles 😉
 
Zuletzt bearbeitet:
Freut mich - musste da auch durch, frag ruhig, wenn du nicht weiter kommst. Lass dich nicht ausbremsen! 😀
 
Hallo, nun ich denke wie die anderen Deine Mama hatte selbst zu viele Probleme aber sieh es doch auch mal positiv. Sie hat Dir das Leben trotzdem geschenkt! Weist Du wie viele Ihre Kinder nicht wollen, abtreiben oder zur Adoption frei geben usw. Sie wusste das Du bei Ihrer Mama ein liebes zuhause findest wo Du geliebt wirst und versorgt und wo sie Dich besuchen kann dich aufwachsen sieht. Aber allein war sie nicht in der Lage Dich zu versorgen. Mit 21 ist man oft noch viel zu jung Entscheidungen zu treffen oder der Sinn des Lebens zu verstehen. Dann war sie in falschen Kreisen und Drogen usw... glaube mir das alles ist nicht einfach und dann ist da plötzlich ein kleines Wesen das Zuwendung und Hilfe braucht und man ist nicht mal in der Lage sich selber zu helfen. Sollte auch jemanden an der Seite haben der einem Hilft das Leben zu meistern.
Nun verzeihen wirst Du wahrscheinlich nie können aber vielleicht verstehen und dankbar sein das Deine Oma für Dich da war. Auch wenn der Opa aggressiv ist, so hat er doch seinen Teil dazu beigetragen. Früher lebten die Menschen eben anders und da gab es Werte und wenn man sich daran nicht hielt dann hat es eben gezundert usw....
Inzwischen ist sie 20 Jahre älter und im Kopf den ich mal klarer. Man macht sich vorwürfe warum man damals so entschieden hat aber damals war es anscheinend die richtige Entscheidung. Ich weis das es für Dich als Kind schwer ist zu verstehen weil man die Mama immer liebt und zu ihr will. Aber die Mama wurde Mama ohne das sie es wollte und sie war nicht fähig für Dich zu sorgen. So ein Baby kann sehr anstrengend sein, wenn es dann nur schreit und man nicht weis was es hat oder will. Sich selbst nicht wohl fühlt dann ist man überfordert an seinen Grenzen und der Weg Dich zu schützen war Dich zur Oma zu bringen. Da war sie sich sicher das Du all das was sie nicht schaffte bekommst. Tja die Jahre vergehen und sie weis das sie diese nicht zurück holen kann. Aber..... Ihr könnt es die nächsten 20 Jahre besser machen anders machen für einander da sein. Zeit miteinander verbringen und Euch nochmal ganz neu kennenlernen. Zu Deinem halbbruder… Tragisch aber eine Freundin deiner Mama das hieß das Dein Leiblicher Vater auch mit ihr..... vielleicht suchst Du ihn? Das Puzzle zusammen zu setzen? Verzeihen ist schwer aber verstehen und froh sein das Du so eine Oma hattest das ist doch auch viel Wert oder? Nicht jeder hat das. Verfall nicht in Depressionen, komm raus da und such Dir eine Lehrstelle, verdiene selber dein Geld dann kannst Du Dir irgendwann eine eigene Wohnung leisten und Frei sein. Deine Mutter bleibt sie immer und das vergangene kann man nicht rückgängig machen aber jetzt könnt ihr neu beginnen!


Hallo alle zusammen,
ich habe vor längerem Mal meine Probleme alle in einem Post geschildert, aber keine Antwort bekommen, weil er wahrscheinlich schlicht zu lange war. Also möchte ich sie gerne noch einmal einzeln schildern und fange jetzt mit dem folgenden an.
Ich habe meine gesamte Kindheit bei meinet Oma verbracht. Meine Mutter kam nicht mit mir klar, konnte einfach nicht mit Kindern umgehen. zu dem Zeitpunkt war sie auch erst 21, und wie ich später erfahren habe, war ich weder geplant, noch bin ich in einer festen Beziehung entstanden (es war ein One-Night-Stand). Wir hatten zwar regelmäßigen Kontakt (weil sie nur eine Szraße weiter gewohnt hat), aber der war immer nur oberflächlich. Immer wenn sie mir versprochen hat etwas mit mir zu unternehmen hat sie mir wenige Minuten vorher abgesagt. Sie hat sich als ich 4 war von meinen Stiefvater getrennt (wie ich jetzt weiß) und so hatte ich zu ihm auch nur selten Kontakt. Ich hatte schon früh das Gefühl, dass mich das alles negativ beeinflusst hat. Ich hatte schon immer große Probleme damit mich Leuten zu öffnen und jemandem Vertrauen zu schenken. Wenn ich Bilder von glücklichen Familien gesehen habe, hat es mich manchmal wie ein Schlag getroffen und ich musste anfangen zu weinen. Mit 12 habe ich gemeinsam mit meiner Oma meine krebskranke Uroma gepflegt, bis sie letztendlich gestorben ist. Auch in dieser Zeit war meine Mutter nie da, hat sich nicht mitgekümmert. Mit 14 habe ich dann erfahren, dass sie über all die Jahre diverse Drogen genommen hat. Ein Freund hat sie offenbar aus ärger Verraten und dadurch hat sie ihren Führerschein verloren. Dafür hat sie dann mit den Drogen aufgehört, aber nicht für ihr einziges Kind. Kurz vor meinem 18 Geburtstag wurde es mir dann mit meinem Opa zu viel, er ist oft sehr eggressiv, ich konnte keine Freund mehr mitbringen, er terrorisiert meine Oma psychisch, als habe ich meine Mutter gezwungen mein bisher ungenutztes Zimmer bei ihr zu renovieren, damit ich bei ihr einziehen kann. Kurz nach meinem 18 Geburstag hat sie mir dann offenbart, dass der Mann, den ich jahrelang für meinen Vater gehalten habe, gar nicht mein richtiger ist. Sie würde ohne seinen Unterhalt im Monat nicht rundkommen und ich müsste den Anspruch darauf jetzt selbst vor Gericht geltend machen. Ich denke wenn sie nicht das Geld gewollt hätte, hätte ich auch nie die Wahrheit erfahren. Meine Oma hat mir dann noch erzählt, dass ich einen Halbbruder gäbe, der schon gestorben ist. Er war der Sohn einer Freundin meiner Mutter. Das makabere ist, er ist bei einem schweren Zugunfall gestorben und meine Mutter hat mich (damals noch unwissend) auf der Trauerkarte unterschreiben lassen. Vor einem Jahr ist sie dann von meinem Stiefvater schwanger geworden (sie sind jetzt wieder zusammen und verheiratet), hat das Kind aber verloren. Ich bin jetzt 20 und sie versucht all die verlorenen Jahre irgendwie mit ihrem Gewissen zu vereinbaren. Ich bin mittlerweile depressiv und sie lässt mich deswegen keine Minute mehr aus den Augen. Sie kommt alle paar Minuten in mein Zimmer, schreibt mir ständig macht mir Vorwürfe, sie könne wegen mir nicht mehr richtig essen und schlafen.
Meine Oma meint ich solle ihr doch verzeihen, jeder hat eine zweite Chance verdient, doch sie hat so viel an mir kaputt gemacht ich kann ihr einfach nicht verzeihen. Ich kann nichts als Wut und Trauer ihr gegenüber empfinden.
Wie denkt ihr kann ich mit der Situation umgehen?
 
@fireglut,

Meine Meinung dazu: sicher war deine Mama mal jung und hatte sicher ihre eigenen Probleme.
Gottlob fandest du in deiner Oma Unterstützung - das einzig positive an der ganzen Sache.
Ob deine Mutter dazugelernt hat, bezweifle ich, denn dann würde sie dir jetzt keine Vorwürfe machen, dass du depri bist.
Sie würde sich höchstens selbst Vorwürfe machen, dass sie ihr Kind so sträflich vernachlässigt hat und würde nun versuchen alles besser zu machen.

Aber nicht mal heute, als erwachsene Person, zeigt sie Verantwortung dir gegenüber.

Sollst du ihr etwas dankbar sein, dass sie dich nicht abgetrieben hat? Welches beschissene Leben hat sie dir denn geschenkt? Abgeschoben an die Oma, nie Wort gehalten und nicht mal heute kannst du dich auf sie annähernd verlassen.
Für deine Mutter fehlt mir total das Verständnis - Leidtragende bei dem ganzen Dilemma bist doch du.

Kommst du nicht mit dieser Psychologin klar - dann such dir langfristig eine ANDERE.

Wichtig ist meiner Meinung nach, dass du dein Leben in den Griff bekommst, damit du die selben Fehler wie deine Mama nicht auch machst.
Die Mutter konntest du dir leider nicht aussuchen, versuche mit Hilfe einer Psychologin Abstand zu finden. Konzentriere ich auf dein Leben.
Das du dieser Mutter nicht verzeihen kannst - kann ich absolut verstehen.
Ich wünsch dir auf deinen weiteren Lebensweg alles Liebe und mach es bei deinen Kindern mal anders.

Lieber keine Kinder, als dass ich Kinder so behandel wie du behandelt wurdest. Du siehst an dir selbst, wie verletzlich Kinderseelen sind und wie nachhaltig so etwas das ganze Leben beeinträchtigt. Sei gedrückt.
 

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