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Ich hasse diesen Job!

Bellatrix

Mitglied
Die meisten von euch werden sicher denken ich spinne oder übertreibe ... ich schreibes es trotzdem: Ich hasse meinen Job.
Dabei ist es nichtmal ein richtiger Job.

Ich versuche mich mal kurzzufassen - es wird mir wahrscheinlich kaum gelingen. 😉:

Ich habe diesen Sommer Abitur gemacht und alles was ich danach angepackt habe und anpacke läuft bisher nur schief. Ich kann mir nicht mehr vorstellen, dass ich vor wenigen Monaten noch so glücklich über die guten Prüfungsergebnisse und den Abschlussball gewesen bin. Im Moment bin ich gar nicht mehr glücklich.

Direkt nach dem Abi habe ich einen Au Pair Aufenthalt im Ausland begonnen - diesen aber nach einem Monat wieder abgebrochen. Die ganze Hausarbeit und drei kleine Kinder waren doch mehr gewesen, als ich mir hätte zutrauen sollen. Ich war kreuzunglücklich und sehr unsicher in dem Job. Vielleicht wäre ich besser klargekommen, wenn ich schon von Natur aus extrovertiert, selbstbewusst und optimistisch wäre, aber das bin ich einfach nicht.
Okay, hab ich gedacht, blöd gelaufen ... kommt vor. Dann ist Au Pair eben nichts für dich ist ja auch nicht jedermanns Sache.
Leider waren zum Zeitpunkt meiner Rückkehr auch schon die allermeisten Fristen für die Unis verstrichen und ich hatte mir zwar vor der Abreise bereits ein paar Optionen für den kommenden Sommer überlegt (dann wollte ich Au Pair eigentlich beenden) aber eben noch nicht alle. Ich habe mich dann noch beworben - und dann Absagen bekommen (haarscharf am NC vorbei) ...

Ich wohne zwar indirekt nicht mehr zuhause, aber meine Familie hat trotzdem enormen Druck auf mich ausgeübt, dass ich mir jetzt etwas Sinnvolles suchen muss bis zum nächsten Sommer. Ist mir auch klar.
Als mir das alles zu viel wurde und immer noch nichts in Sicht war, habe ich eine Verwandte gefragt, die an einer Grundschule im sozialen Brennpunkt arbeitet, ob die auch Praktikanten nehmen.
Ja, schon, aber eigentlich nur für länger.
Nach ein Bisschen hin und her und den üblichen (Selbst-)zweifeln im Bauch habe ich dann zugesagt an der Schule bis auf Weiteres als Praktikantin zu arbeiten ... so ähnlich wie bei einem sozialen Jahr, nur dass ich für 32 Wochenstunden 25€ also 100€ im Monat bekomme.

Ich mache den Job jetzt einen Monat - alle sagen, dass sei zu wenig um ein Urteil zu fällen, aber das ist mir so ziemlich egal: Ich hasse diesen Job.
Ich habe eindeutig festgestellt, dass ich nicht mit Kindern arbeiten kann und will.
Der Lärm und das Chaos gehen mir an die Substanz. In dem Job, ganz egal ob im Unterricht, der Ganztagsbetreuung, beim Mittagessen oder bei der Pausenaufsicht - ständig muss ich 200% present sein, damit die Flöhe sich nicht gegenseitig umbringen oder alles demolieren. Ich bin ständig gefordet dazwischen zu gehen, den Lauten zu machen, mich durchzusetzen. Blitzschnell reagieren, auf alle Fragen eine Antwort haben, immer wissen was zu tun ist ...
das ist ja eigentlich nichts Schlimmes, aber dazu muss man eben sehr offen, selbstsicher, willenstark, spontan und extrovertiert sein.
Das alles bin ich nicht. Ich bin ruhig, schüchtern, introvertiert, lieb und habe eigentlich nichts gegen feste Abläufe einzuwenden.
Der Job zwingt mich aber den Großteil des Tages so zu sein, wie ich nicht bin. Immer nett und bestimmt durch die Gegend laufen und so tun als hätte ich den absolouten Durchblick und die Autorität hier. Das ist unglaublich anstrengend und ich komme mir wie ein verdammter Schauspieler vor. Ich verbiege mich total und das ist super-anstrengend und tut irgendwo weh.
Wenn ich nach hause komme bin ich so fertig, ich könnte umfallen.

Ich habe darüber mit meinen Eltern gesprochen, denn ich habe ziemliche Skrupel davor den Job einfach wieder abzubrechen. Ich will der Verwandten nicht auf die Füße treten, ich will nicht von der Familie als Versagerin abgestempelt werden.

Meine Mutter sagt das was ich hören will : "wenn du es nicht willst, dann lass es doch. Was kümmert dich was andere (Vater, G. -Verwandte) denken. Ist doch dein Leben." . Aber sie sagt das nicht, weil sie das meint, sondern nur weil sie sich denken kann, dass ich das hören will und sie damit aus dem Schneider ist und nicht weiter mit mir darüber reden oder darüber diskutieren muss.
Mein vater bezieht den Gegenposten: "Du kannst nicht schon wieder den Kopf in den Sand stecken und sagen 'ich kann das nicht' . Das hast du als Kind schon gemacht. Das geht aber nicht. Arbeit muss keinen Spaß machen. NAch der Arbeit ist man eben fertig. Ich will, dass du weitermachst!"

Das sind auch die zwei Stimmen, die in meinem Kopf rumstreiten.
Einerseits weiß ich, dass Arbeit eben kein Kinderspielplatz ist. Ich weiß, dass es schwierig wird einen Nebenjob zu bekommen, wenn ich jetzt einfach aufhöre und dass der mir nicht zwingend besser gefallen muss. Ich weiß, dass es nicht gut ist vorschnell aufzugeben. Ich weiß, dass ich dazu neige genau das zu tun. Ich weiß, dass auch dieses Jahr mit der blöden Arbeit an der Schule irgendwann vorbei geht. Ich weiß, dass ich vermutlich gestärkt bin, wenn ich durchhalte und hinterher sagen kann: es war S**** pur, aber ich habs überlebt.

ABER das änder rein gar nichts daran, dass ih mich von Montagmorgen bis Freitagnachmittag einfach nur hundeelend, überfordert und augelaugt fühle. Mein Herz ist bleischwer, wenn ich den Tag beginne und ich könnte singen, wenn der Feierabend näher rückt. Bis ich merke, dass ich in ein paar Stunden schon wieder alles von vorne durchmachen muss. Abends ist meine Laune im Keller. Gerade Sonntagabend. Montag mag ja ohnehin wohl niemand so recht, aber das ist doch auch so kein Zustand. Ich weiß wohl, dass sich das von außen nach einem feigen, jammernden Huhn anhört. Vielleicht bin ich das ja auch.

Aber ich habe den Job doch nur angefangen um zu gucken, ob ich nun mit Kindern kann oder nicht und ob Lehramt eine Option wäre für mich, wenn ich mich nächsten Sommer wieder bewerbe. Ich habe bei Au Pair schon, und jetzt hier festegestellt: Ich bin lieber eine Schreibtischstute als ein Flohzirkusbändiger.
Das sollte doch eigentlich positiv sein.
Aber jetzt komme ich aus dem Flohzirkus nicht mehr raus und soll die Suppe auslöfgfeln, die ich mir eingebrockt habe. Dabei habe ich nichtmal einen Arbeitsvertrag.
Das einzige, was mich vom Kündigen abhält sind die verächtlichen Blicke der Familie im Nacken. Das ist so eine wahnsinnige Instanz in meinem Gewissen, dass ich Manschetten davor habe meinen Kopf durch die Wand zu rammen und zu machen wonach mir ist.

Ich muss natürlich meine Motive hinterfragen: Da ist ne Menge Unsicherheit und Frust. Und dieses Gefühl von Pflicht und müssen ... auch wenn es keinen Spaß macht.

Die extrovertierten, sicheren haben es heutzutage sicher überall einfacher und ich kann später auch nicht einfach einen Job hinwerfen nur weil er mir gegen den Strich geht ...
aber muss ich mich deswegen jetzt auf Teufel komm raus in diesem Job selber überfordern und brechen? Es geht mir doch nicht gut dabei.
Und es ist ja auch gar kein echter Job. Es ist ein verflixtes Praktikum. Und verdienen tue ich auch (fast) nichts dabei ... wieso will meine Familie daran jetzt ein Exempel statuieren?!
Und mein Stiefbruder (der noch zuhause wohnt und genauso alt ist) macht gar nichts und da kräht kein Hahn nach. Ach ... (ja, dass ist die eingeschnappte Schwester hier).

Ich könnte es als Chance sehen mich zu beweisen (wem denn? diesen Idioten die sich Familie nennen??) oder daran zu wachsen...
Der richtige Weg ist nicht immer der einfachste ...
und lauter so kluge Sachen, aber ich bin so kreuzunglücklich dabei, dass ich mich frage, ob es das noch wert ist - ob ich es noch wert bin.

Warum kann ich nicht sein wie ich bin? Warum muss ich mir diesen Job aufhalsen damit ich Dinge lerne die meinem Innersten wiederstreben? Warum darf ich etwas (mehr oder minder) freiwillig beginnen, aber nicht wieder beenden?
Auf welche Stimme soll ich denn nun hören und wie um Himmelswillen soll ich die nächsten Wochen, Tage, Stunden, Rotzblagen überleben???

🙁🙁🙁

Bellatrix
 
So, nun mal ganz ruhig.😉

Als erstes solltest du versuchen, aus der emotionalen in die rationale Denkweise zu kommen. Im Grunde heißt dein Problem schlicht und ergreifend Überforderung. Du fühlst dich den Anforderungen in der Berufswelt (die nicht immer ganz einfach sind, sicherlich) nicht gewachsen. Das ist ok und sollte dich nicht veranlassen, an deinem ganzen Leben und Charakter zu zweifeln.
Ebenso solltest du in dieser Situation nicht deine gesamte Umgebung bemeckern und allen anderen die Schuld geben.

Böse Verwandte (die dir auf deinen Wunsch hin ein Praktikum besorgt hat),
böse Mutti (die nur versucht, dich zu unterstützen und schlicht nicht wissen kann, was das beste ist, das kannst nur du),
böser Vater (der auf etwas strenge Art versucht, dich zu motivieren),
böser Stiefbruder (wie kannst du dich an ihm messen wollen?).

So, nun zu dir und deinen Alternativen.

Aufhören. Sofort. Rigoros.
Heißt aber auch, dass du zunächst einmal keine Perspektive hast. Was tust du dann? Aufs Wintersemester warten? Sind ja nur noch 11 Monate.

Da bleiben. Die Sache durchziehn wie bisher.
Wird dich wohl auch nicht glücklich machen. Du bist tatsächlich überfordert und reibst dich daran auf.

Nun zu meinen Favoriten🙂:

Dranbleiben. Aber anders.
Sprich mit den Verantwortlichen in der Schule. Sag ihnen ganz klar, wie du dich fühlst. Notfalls schreibst du es auf. Gemeinsam solltet ihr nach Lösungen suchen, die dir die Arbeit erleichtern. Vielleicht hast du auch einfach zu schnell zu viele Aufgaben übernommen? Es könnte helfen, deine tägliche Arbeit besser zu strukturieren (ich weiß ja nicht, was du da so machst).

Aufhören. Aber mit einer Alternative.
Was willst du nun studieren? Lehramt fällt also aus...
Überleg dir, in welche Richtung du gern gehen möchtest und suche nach einem Praktikum in dem Bereich, idealerweise ohne Vitamin B diesmal. Mit dem festen Plan und dem Willen, das dann aber wirklich durchzuziehen, könntest du das jetzige Praktikum beenden. Aber bitte nicht wahllos vorgehen! Ein Vorpraktikum soll sinnvoll auf ein Studium hinarbeiten und nicht aus Selbstzweck gemacht werden.

Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Gefühl, eine Situation aus eigener Kraft gemeistert und etwas alleine durchgezogen zu haben, wahnsinnig toll ist und dich in deinem Reifeprozess ein gutes Stück voran bringen wird.🙂

Viel Glück und liebe Grüße!

Ich hoffe, ich war nich zu streng 😱
 
So, nun mal ganz ruhig.😉

Als erstes solltest du versuchen, aus der emotionalen in die rationale Denkweise zu kommen. Im Grunde heißt dein Problem schlicht und ergreifend Überforderung. Du fühlst dich den Anforderungen in der Berufswelt (die nicht immer ganz einfach sind, sicherlich) nicht gewachsen. Das ist ok und sollte dich nicht veranlassen, an deinem ganzen Leben und Charakter zu zweifeln.
Ebenso solltest du in dieser Situation nicht deine gesamte Umgebung bemeckern und allen anderen die Schuld geben.

Böse Verwandte (die dir auf deinen Wunsch hin ein Praktikum besorgt hat),
böse Mutti (die nur versucht, dich zu unterstützen und schlicht nicht wissen kann, was das beste ist, das kannst nur du),
böser Vater (der auf etwas strenge Art versucht, dich zu motivieren),
böser Stiefbruder (wie kannst du dich an ihm messen wollen?).

Ich würde ja nicht sagen, dass ich der Berufswelt generell gar nicht gewachsen bin -sondern nur in dieser Art von Job überfordert bin. Ich meine man geht ja auch nicht jeden Tag Bergsteigen, wenn ich eigentlich Höhenangst hat. Das veranlasst mich aber schon an mir zu zweifeln ... schließlich sollte man ja heutzutage so flexibel sein und igendwie überall klarkommen. Ich habe das Gefühl eine Versagerin zu sein, weil ich überfordert bin.

Nun zu meinen Favoriten🙂:

Dranbleiben. Aber anders.
Sprich mit den Verantwortlichen in der Schule. Sag ihnen ganz klar, wie du dich fühlst. Notfalls schreibst du es auf. Gemeinsam solltet ihr nach Lösungen suchen, die dir die Arbeit erleichtern. Vielleicht hast du auch einfach zu schnell zu viele Aufgaben übernommen? Es könnte helfen, deine tägliche Arbeit besser zu strukturieren (ich weiß ja nicht, was du da so machst).

Das habe ich schon versucht. Aber anders strukturieren oder weniger Aufgaben ist aber nicht drin. Es geht angeblich nicht anders. Zwei Aufgaben haben die "Plätze" getauscht aber summa sumarum ist es ja immer noch das gleiche.

Aufhören. Aber mit einer Alternative.
Was willst du nun studieren? Lehramt fällt also aus...
Überleg dir, in welche Richtung du gern gehen möchtest und suche nach einem Praktikum in dem Bereich, idealerweise ohne Vitamin B diesmal. Mit dem festen Plan und dem Willen, das dann aber wirklich durchzuziehen, könntest du das jetzige Praktikum beenden. Aber bitte nicht wahllos vorgehen! Ein Vorpraktikum soll sinnvoll auf ein Studium hinarbeiten und nicht aus Selbstzweck gemacht werden.

Das hatte ich auch schon überlegt. Ich bin mir aber nicht sicher was wohl die beste Alternative wäre. Eigentlich interessiere ich mich sehr fürs Schreiben, für Bücher und Gestaltung und mich würde -glaub ich- die Arbeit in einem Verlag oder einer Zeitung interessieren. Vielleicht auch in einem Dolmetscher-Büro. Schreiben (Journalismus, kreatives Schreiben) oder Sprachen (Dolmetschen, Kulturstudien) wären meine Wahlen für das Studium nächsten Sommer. Jetzt suche ich gerade eine Möglichkeit da dran zu kommen.

Ich gebe allerdings zu bedenken, dass das Gefühl, eine Situation aus eigener Kraft gemeistert und etwas alleine durchgezogen zu haben, wahnsinnig toll ist und dich in deinem Reifeprozess ein gutes Stück voran bringen wird.🙂

Eben. Aber ich weiß nicht, ob es mich nicht "gesunder" weiter bringen würde etwas Neues anzufangen und das dann durchzuziehen. Oder muss es gerade das sein, was ich hasse damit es was bringt????
Ich weiß ja auch nicht so recht was ich tun soll. Ich habe Angst, dass ich mich - egal was ich als nächstes tue -falsch entscheide 🙁

Bellatrix
 
Ich würde ja nicht sagen, dass ich der Berufswelt generell gar nicht gewachsen bin -sondern nur in dieser Art von Job überfordert bin. Ich meine man geht ja auch nicht jeden Tag Bergsteigen, wenn ich eigentlich Höhenangst hat. Das veranlasst mich aber schon an mir zu zweifeln ... schließlich sollte man ja heutzutage so flexibel sein und igendwie überall klarkommen. Ich habe das Gefühl eine Versagerin zu sein, weil ich überfordert bin.

Hab ja nich gesagt, dass du mit dem Berufsleben überfordert bist.🙂
Man muss auch heutzutage nicht überall klarkommen, das ist unmöglich. Das Problem ist nur, dass es keine stressfreien Jobs mehr gibt. Egal, was du tust (wenn es ein anspruchsvoller, auf ein Studium basierender Job ist), du wirst dabei von Zeit zu Zeit an deine Grenzen kommen.

Das hatte ich auch schon überlegt. Ich bin mir aber nicht sicher was wohl die beste Alternative wäre. Eigentlich interessiere ich mich sehr fürs Schreiben, für Bücher und Gestaltung und mich würde -glaub ich- die Arbeit in einem Verlag oder einer Zeitung interessieren. Vielleicht auch in einem Dolmetscher-Büro. Schreiben (Journalismus, kreatives Schreiben) oder Sprachen (Dolmetschen, Kulturstudien) wären meine Wahlen für das Studium nächsten Sommer. Jetzt suche ich gerade eine Möglichkeit da dran zu kommen.
Gerade in diesem Bereich solltest du unbedingt ein Vorpraktikum machen. Denn die Arbeit als Journalist oder Dolmetscher ist mit einem hohen Druck verbunden. Du arbeitest dabei ja nicht für dich selbst und mit dir selber, sondern sehr stark mit Menschen zusammen, die zuweilen sehr schwierig sind (grad im Journalismus). Deshalb solltest du da unbedingt mal reinschnuppern vorher um wenigstens einen Eindruck zu gewinnen.


Eben. Aber ich weiß nicht, ob es mich nicht "gesunder" weiter bringen würde etwas Neues anzufangen und das dann durchzuziehen. Oder muss es gerade das sein, was ich hasse damit es was bringt????
Ich weiß ja auch nicht so recht was ich tun soll. Ich habe Angst, dass ich mich - egal was ich als nächstes tue -falsch entscheide 🙁
Naja...was kann dir denn schlimmstenfalls passieren? Das klingt jetzt blöd.
Aber entweder du hörst auf und machst was anderes. Das hat den Nachteil, dass du aufgegeben hast und den Vorteil, dass du vielleicht etwas machst, dass dir Spaß bringt.
Oder du ziehst es durch. Das hat den Nachteil, dass es für dich schwierig sein wird, aber den Vorteil, dass du daran wachsen wirst.
Ich denke aber, bevor du wegen dieses Jobs in tiefe Depressionen verfällst und dich selber kaputt machst, wirst du von ganz alleine die Notbremse ziehen oder dein Körper wird das für dich tun.

Es bringt auf jeden Fall nix, den ganzen Tag die Welt zu verfluchen und dich schlecht zu fühlen. Du solltest meiner Meinung nach die Fäden wieder selbst in die Hand nehmen und dein Leben so gestalten, wie du es möchtest. Was nützt dir das Gejammer über die fiesen Kinder, wenn du doch schon längst eine bessere Alternative gefunden haben könntest.
Verstehst du, was ich damit meine? Geh raus, such dir eine neue Aufgabe. Recherchiere über Studienmöglichkeiten (mein Tipp: www.studienwahl.de) und stürze dich mit Energie in diese Aufgabe, anstatt deine Energie mit deinem Kummer zu vergeuden. Du bist selbst in diese Situation gekommen, du wirst auch selbst wieder herausfinden. Nur Mut! 🙂
 
Hab ja nich gesagt, dass du mit dem Berufsleben überfordert bist.🙂
Man muss auch heutzutage nicht überall klarkommen, das ist unmöglich. Das Problem ist nur, dass es keine stressfreien Jobs mehr gibt. Egal, was du tust (wenn es ein anspruchsvoller, auf ein Studium basierender Job ist), du wirst dabei von Zeit zu Zeit an deine Grenzen kommen.
...
Gerade in diesem Bereich solltest du unbedingt ein Vorpraktikum machen. Denn die Arbeit als Journalist oder Dolmetscher ist mit einem hohen Druck verbunden. Du arbeitest dabei ja nicht für dich selbst und mit dir selber, sondern sehr stark mit Menschen zusammen, die zuweilen sehr schwierig sind (grad im Journalismus). Deshalb solltest du da unbedingt mal reinschnuppern vorher um wenigstens einen Eindruck zu gewinnen.

Werde ich auch tun. Wäre ja Horror, wenn ich alle Kraft und Mühe in ein Studium investieren würde und mir dann auffällt, dass mir der Beruf nicht liegt. Da ich mir zwischen Sprachen/Schreiben und "Kindern"/Leher nicht sicher war bin ich ja auch überhaupt erst auf die Idee gekommen an der Schule zu fragen. Ich hatte zwar ein mulmiges gefühl (wegen den erfahrungen als au pair) aber wie schon dabei habe ich gedacht: wenn dus nicht probierst kriegst du nie raus wie's ist.
und jetzt weiß ich ja schonmal, dass mir grunschullehramt weniger liegt. und ich finde für den beruf des lehers sollte man sich schon "berufen" fühlen ... schlechte lehrer gibt es weißgott genug.
wenn ich lehrer also für mich abharke wäre es doch sinnvoller die Zeit zu nutzden, indem ich in noch mehr Berufe reinschnupper, die mich interessieren.
Stress und Hektik und "böse Leute" kann ich eigentlich ganz gut mit umgehen. Ich kann auch gut im Team arbeiten. Mache ich auch gerne. Und richtig gut bin ich auch nur, wenn ich unter Druck gerate.
Aber gegen diesen Lehrer-job hege ich schon fast Groll und das sperrt mich ja selber auch. vielleicht, weil ich das ganze innerlich schon so ein bisschen abgeharkt habe und mir jetzt nur noch sorgen mache, wie meine entscheidung bei der familie ankommen wird und dass die mich dann wieder runter machen und in meiner entscheidung verunsichern ... vielleicht hat meine Mutter Recht und ich sollte sie alle labern lassen. Ist ja mein Leben.

Naja...was kann dir denn schlimmstenfalls passieren? Das klingt jetzt blöd.
Aber entweder du hörst auf und machst was anderes. Das hat den Nachteil, dass du aufgegeben hast und den Vorteil, dass du vielleicht etwas machst, dass dir Spaß bringt.
Oder du ziehst es durch. Das hat den Nachteil, dass es für dich schwierig sein wird, aber den Vorteil, dass du daran wachsen wirst.
Ich denke aber, bevor du wegen dieses Jobs in tiefe Depressionen verfällst und dich selber kaputt machst, wirst du von ganz alleine die Notbremse ziehen oder dein Körper wird das für dich tun.

Es bringt auf jeden Fall nix, den ganzen Tag die Welt zu verfluchen und dich schlecht zu fühlen. Du solltest meiner Meinung nach die Fäden wieder selbst in die Hand nehmen und dein Leben so gestalten, wie du es möchtest. Was nützt dir das Gejammer über die fiesen Kinder, wenn du doch schon längst eine bessere Alternative gefunden haben könntest.
Verstehst du, was ich damit meine? Geh raus, such dir eine neue Aufgabe. Recherchiere über Studienmöglichkeiten (mein Tipp: www.studienwahl.de) und stürze dich mit Energie in diese Aufgabe, anstatt deine Energie mit deinem Kummer zu vergeuden. Du bist selbst in diese Situation gekommen, du wirst auch selbst wieder herausfinden. Nur Mut! 🙂

Das meine ich ja. Es lassen hat mit aufgeben zu tun. Und das ist ja eigentlich nicht gut. Aber will ich deswegen meine Zeit mit etwas verbringen, dass mich unglücklich macht? Da könnte ich doch besser etwas anderes suchen was mehr bringt. Was vielleicht mehr Spaß macht, was mir eher liegen könnte. Es ist ja nur ein Praktikum. Und ist das nicht dazu da etwas auszuprobieren?
Mir wird hier suggeriert, dass von diesem Praktikum weiß gott was abhängt... gebe ich jetzt auf wird mir nie wieder etwas gelingen, werde ich nie wieder in diesem Leben etwas durchziehen ... aber das ist doch blödsinn!

Und wenn ich das Praktikum bei der Zeitung erstmal nicht bekomme (Warteliste) dann trage ich eben selbige erstmal aus oder setz mich bei den Möbel-Schweden an die Kasse und schreibe nebenher an meinem Roman und meinen Schriftproben für den Talentnachweis fürs Studium.

Das würde mich tief in meinem Herzen jedenfalls glücklicher machen - aber mein Umfeld labert mir das ja immer zunicht und dann denke ich wieder, dass das nicht akzeptabel ist ...
blöd, was?

lG
Bella
 
Das meine ich ja. Es lassen hat mit aufgeben zu tun. Und das ist ja eigentlich nicht gut. Aber will ich deswegen meine Zeit mit etwas verbringen, dass mich unglücklich macht? Da könnte ich doch besser etwas anderes suchen was mehr bringt. Was vielleicht mehr Spaß macht, was mir eher liegen könnte. Es ist ja nur ein Praktikum. Und ist das nicht dazu da etwas auszuprobieren?
Mir wird hier suggeriert, dass von diesem Praktikum weiß gott was abhängt... gebe ich jetzt auf wird mir nie wieder etwas gelingen, werde ich nie wieder in diesem Leben etwas durchziehen ... aber das ist doch blödsinn!

Und wenn ich das Praktikum bei der Zeitung erstmal nicht bekomme (Warteliste) dann trage ich eben selbige erstmal aus oder setz mich bei den Möbel-Schweden an die Kasse und schreibe nebenher an meinem Roman und meinen Schriftproben für den Talentnachweis fürs Studium.

Das würde mich tief in meinem Herzen jedenfalls glücklicher machen - aber mein Umfeld labert mir das ja immer zunicht und dann denke ich wieder, dass das nicht akzeptabel ist ...
blöd, was?

Ist wirklich ganz schön blöd. Lass dich von deinem Umfeld nicht beeinflussen. Ich habe den Eindruck, dass du ziemlich gut weißt, was du jetzt machen sollst und dir nur der letzte Kick zu dem Entschluss fehlt. Ich meine, klar ist es blöd "aufzugeben". Aber Zeit verschwenden ist auch dumm. Ein sinnvolles Praktikum muss her.
Denn ehrlich gesagt halte ich Zeitung austragen auch für Zeitverschwendung. Es geht immerhin um deine Berufswahl und jetzt hast du die Zeit, alles auszuprobieren, was du dir vorstellen könntest. Später geht das nicht mehr. Es wird doch ein Praktikum bei der kleinen Regionalzeitung oder beim Stadtmagazin zu kriegen sein, wenn auch unbezahlt, oder?
Wohnst du auf dem Land oder in der Nähe der Universität? Du könntest dich auch als Gasthörer einschreiben und so schon mal in das Studium reinschnuppern.
Ich denke, du wirst schon ne Möglichkeit finden und dein Umfeld wird es auch verkraften😉 Wichtig ist nur, dass du dich mit deiner Entscheidung 100%ig wohlfühlst und dir die nächsten Monate sinnvolle Erfahrungen bringen.
Ist doch schonmal toll, dass du nun weißt, was du absolut nicht willst. Viele Abiturienten wissen nicht mal das.😎

So, wie du dich beschreibst, bin ich da sehr optimistisch, was deine Berufsfindung angeht.🙂

Ich wünsche dir alles Gute!
 
ich versteh sehr gut wie du dich fühlst,ich stecke derzeit in genau der gleichen situation.
einen beruf zu machen den man aufs tiefste hasst ist schlimm,jeden tag aufzustehen und schon vor der arbeit schlechte laune zu haben usw.
versuch dich für andere nebenjobs zu bewerben.
ich denke irgendwann kommt der zeitpunkt wo die bombe platzt und man sich irgendwann evt nicht mehr unter kontrolle hat
 

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