AW: Danke für eure Antworten!
Also überlege ich, eine Ausbildung im medizinischen Bereich zu machen, also Medizinische Fachangestellte oder so. Das ist zwar eine Branche, die ich mir nie beruflich vorstellen konnte, aber mittlerweile hat sich meine Meinung etwas geändert.
Du scheinst zu denken, dass Du unbedingt einen Job haben MUSST und hast somit angefangen Dir Berufe wie den der Arzthelferin schön zu reden.
Was glaubst Du würde passieren, wenn Du keinen dauerhaften Job hättest? Jaja...das Gerede der Leute, ich weiß. Ich kenne das auch. Und habe mich trotzdem entschieden das Schreiben zu meinem Hauptberuf zu machen, wobei ich jedoch eingestehen muss, dass ich wesentlich älter bin als Du und über viele Umwege gehen musste um zu erkennen, dass neun Stunden Eingesperrt-Sein im Job einfach nicht für jeden Menschen das Nonplusultra ist.
Weißt Du, früher verlief das Leben der meisten Leute in geregelten Bahnen: Schule, Ausbildung, Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb, 25jähriges Betriebsjubiläum, und irgendwann Rente.
Heute sieht es anders aus. Keine Ausbildung und kein Studium dieser Welt kann Dir garantieren, dass Du für immer und ewig in Lohn und Brot stehst.
Du hast in Deinem Thread ja geschrieben, dass Du gerne putzt.
Wie wäre es, wenn Du erst einmal als Putzfrau arbeitest?
Vielleicht bekommst Du dadurch eine Geschäftsidee? Ich habe mal von jemandem gehört, der in den Semesterferien putzen ging; und so sehr in dieser Sache aufging, dass er eines Tages eine Gebäudereinigungsfirma gründete und Millionär wurde.
Vielleicht gehörst Du zu den Menschen, zu denen der Beruf kommt und nicht umgekehrt. Menschen, die sozusagen von ihrem Beruf gefunden werden.
Ja, diese Menschen gibt es WIRKLICH!
🙂
Gerade das Thema "Putzen, Ordnung und Sauberkeit" eröffnet bestimmt mehrere Möglichkeiten selbständig oder freiberuflich tätig zu sein,- sei es als Sachverständige für Hygiene oder als Inhaber/in einer Reinigungsfirma und bestimmt so Einiges mehr.
Ich glaube für Dich ist es das Beste irgendwo anzufangen zu sehen, ob und wie es dort für Dich läuft und Dich dann eventuell weiterzubilden, weil Du zuviel grübelst und nachdenkst, wenn Du Dich für drei oder noch mehr Jahre (in einer Ausbildung) festlegst.
Als Auszubildende muss man eben auch mal mit dem Grübeln ("tue ich das Richtige?") aufhören können.
Also ist eine Ausbildung oder ein Studium für Dich vielleicht (noch) nicht die allerbeste Option.
Arzthelferinnen werden immer gebraucht, ich kann relativ gut mit Leuten umgehen, ich bin nett und höflich, ich bin ordnungsliebend (was ja in einer Arztpraxis von Vorteil ist) und dumm bin ich auch nicht, das Lernen fällt mir recht leicht.
Das klingt nicht nach Enthusiasmus. Du versuchst vernünftig zu sein, verkrampfst Dich dabei, verrennst Dich in Ausbildungen, weil Du denkst Du MUSST das tun und hast nach kurzer Zeit die Nase voll davon.
Außerdem haben Arztpraxen relativ geregelte Arbeitszeiten. Wochenendarbeit gibts da nur selten, Überstunden halten sich auch in Grenzen (als Azubi sowieso).
Stimmt nicht. Überhaupt nicht.
Man hat später gute Aussichten auf einen Job, der Verdienst ist vertretbar (obwohl man natürlich nie zuviel Geld haben kann). Das wären so Punkte, die mich an dieser Tätigkeit reizen würden. Oder bin ich, eurer Meinung nach, schon wieder zu naiv?
Sorry, Du bist zu "verkrampft vernünftig". Früher war ich genauso wie Du und ich weiß, dass dieses "verkrampfte Vernünftigsein" in eine Sackgasse führt.
Du willst nicht dastehen als Person, die nicht arbeitet, und fängst deshalb an Berufe zu idealisieren. Arzthelferin ist leider alles andere als ein sicherer Beruf. Viele Ärzte arbeiten nur noch drei Wochen im Monat, weil sich ihre Praxis nicht mehr rentiert. Für eine Woche pro Monat oder noch länger schließen sie ihre Praxis, fahren in den Urlaub (falls finanziell machbar für sie) oder gehen als Honorarärzte in eine Klinik. Was das für die Arzthelferinnen bedeutet, brauche ich hier wohl nicht weiter zu erläutern.
Du stehst in diesem Beruf leider SEHR schnell ohne (Vollzeit)Job da.
... Wir sind nicht alle für 8 bis 5 Uhr Jobs geboren. Manche haben zwei Teilzeitjobs, andere Leute sind Freiberufler, Selbständige, oder Hausfrauen (den richtigen Mann dafür zu finden ist nicht leicht), manche Menschen kombinieren Teilzeitarbeit mit einer freiberuflichen Tätigkeit...und und und.
Und ALLE bekommen etwas auf den Deckel von engstirnigen Mitmenschen. Leider. Angestellte halten Freiberufler oft für faul oder undiszipliniert, Freiberufler empfinden Angestellte wiederum oft als spießig, Selbständige haben nicht selten das Image von Ausbeutern, gefühllosen Workaholics oder unrealistischen Träumern, die Luftschlösser bauen, und so könnte ich die Liste der Vorurteile endlos fortführen.
Also, denke nicht soviel darüber nach, was andere denken.
🙂
Leben und leben lassen!
Alles Gute und Kopf hoch! Das wird schon!
🙂