Hallo.
Ich habe ja bereits eine längere Leidensgeschichte hinter mir und bisher dachte ich immer: "Viel schlimmer kann es nun wirklich nicht mehr werden, warte ab und alles wird sich ändern"
Aber heute vor einer Woche ist meine geliebte Hündin gestorben, die mein ein und alles war, quasi das einzige Wesen auf diesem Planeten, dass mich liebte. Sie war erst 8 1/2 Jahre alt und alles kam so plötzlich. Erst hat sie schwer geatmet worauf meine Mutter und ich sofort mit ihr in die Tierklinik sind. Am nächsten Tag sage man uns dann sie hätte einen Pneumothorax und man wisse nicht woher. Man hat uns noch Hoffnungen gemacht, das sie operiert wird, noch ein paar Tage bleibt und dann wieder zu uns kann... Aber Montag Mittag war dann die OP und der Tierarzt hat sie nach rücksprache mit meinem Vater eingeschläfert, weil wohl nichts mehr zu machen war ( trotz vorherigem CT ).
Ich konnte mich nicht einmal von ihr verabschieden...
Mein Vater und Ich fuhren Nachmittags zur Klinik und mein Hund lag noch halb warm tot da...
Es höhrt sich vielleicht blöd an, aber ich glaube das sie meine Seelenverwandte war und mit ihr ist auch ein Teil von mir gestorben. Als wir im Tierheim waren, war sie es, die mich ausgesucht hat und nicht umgekehrt. Ich weiß noch wie sie als einziger von den vielen armen Hunden ans Gitter kam und meine Hand ableckte. Da wusste ich, dass es sie ist. Damals war ich 17 und gerade mit der Schule fertig.
Sie hat mich durch meine Ausbildung begleitet, durch Erfolge und Misserfolge und schließlich auch durch mein Abitur. Und jetzt ist sie einfach weg...
Sobald ich etwas sehe, was mich an sie erinnert muss ich weinen.
Dann kam noch der schriftliche Einstellungstest beim Zoll und ich habe schon überlegt ob ich überhaupt hinfahren soll, weil ich so am Ende war. Natürlich bin ich dann doch hin und jetzt warte ich, wie es gelaufen ist.
Ihr denkt jetzt, das ich irgendjemanden habe der mich tröstet, aber das ist nicht so. Vor zwei Wochen habe ich durch Zufall erfahren, dass meine Eltern mich gar nicht wollten und ich nur da bin, weil wohl irgendeine Verhütungsmethode nicht geklappt hat. Da dachte ich schon viel schlimmer wird es nicht mehr und dann stirbt kurz darauf mein Hund. Meine "Freunde" aus der Schule melden sich nicht bei mir und eine gute Freundin ( bei der ich mich gemeldet habe ) hat mir zwar ein paar tröstende Worte gesagt aber hinterher gefragt ob ich nicht lieber mit jemand anderem darüber reden will. Sie hat erfahren das ich in sie verliebt bin und sie will mir keine falschen Hoffnungen machen. Aber sie mag mich natürlich als Freund... In dieser Situation hätte das nicht sein müssen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Von jetzt aus gesehen, wäre es besser, wenn mich meine Mutter abgetrieben hätte. Ich weiß das hört sich schei..e an, aber ich hätte in meinem ganzen Leben absolut gar nichts verpasst. Es gibt keinen einzigen Moment, der alles was ich erlebt habe, hätte aufwiegen können. Noch nie hat ein Mensch zu mir gesagt, dass er mich liebt, nicht einmal meine Eltern ( aber das verübel ich ihnen nicht, schließlich wollten sie mich eigentlich gar nicht und sie haben mich auch nie körperlich oder seelisch misshandelt ).
Jetzt wo mein Hund gestorben ist, hab ich absolut niemanden mehr und diese einsamkeit ist unfassbar quälend. Ich habe einfach niemanden zum reden obwohl ich so verdammt viel zu erzählen hätte.
Glaubt ihr an sowas wie Schicksal? Ich frage mich wieso ich es so unglaublich schwer im Leben habe und mir immer wieder gezeigt wird, dass es noch viel schlimmer werden kann.
Was hab ich getan, und wer oder was will mich prüfen oder besser gesagt qäulen?
Das einzige was mir ein wenig hilft ist die ( vielleicht kindliche, naive ) Einstellung das wenigstens Gott mich liebt.
Ich erwarte keine Antwort auf meine Fragen oder gar Hilfe. Im Prinzip geht es mir nur darum, etwas von der Seele zu schreiben, was ich in Worten keinem Menschen sagen kann. Ich wäre so gerne glücklich. Auch wenn es nur eine einzige Stunde sein sollte. Wenigstens wüsste ich dann wie es ist, ein normaler Mensch zu sein.
Ich fühle mich so als hätte ich nie hier sein sollen, als gäbe es keinen Zweck für mich. Es scheint mir, als wäre ich nur durch Zufall im Leben gelandet. Jetzt bin ich 25 und habe keinen einzigen Tag wirklich gelebt. Vielleicht war ich ja in meiner Kindheit glücklicher, aber daran erinnere ich mich nicht mehr. Wenn ich zurückblicke, habe ich damals schon viel geweint, mich ungeliebt gefühlt und war eher der melancholische Mensch der sich mit der Zeit eine Maske des Sarkasmus und Zynismus aufgelegt hat, um überhaupt klar zu kommen.
Mein Hund war das einzige Wesen, dass mich verstanden hat. Sie war immer für mich da. Länger als je eine Freundschaft von mir gehalten hat, aber nun ist sie tot und ich bin alleine...
Danke das ihr euch all das durchgelesen habt. Das alleine bedeutet mir schon etwas.
Fernand0
Ich habe ja bereits eine längere Leidensgeschichte hinter mir und bisher dachte ich immer: "Viel schlimmer kann es nun wirklich nicht mehr werden, warte ab und alles wird sich ändern"
Aber heute vor einer Woche ist meine geliebte Hündin gestorben, die mein ein und alles war, quasi das einzige Wesen auf diesem Planeten, dass mich liebte. Sie war erst 8 1/2 Jahre alt und alles kam so plötzlich. Erst hat sie schwer geatmet worauf meine Mutter und ich sofort mit ihr in die Tierklinik sind. Am nächsten Tag sage man uns dann sie hätte einen Pneumothorax und man wisse nicht woher. Man hat uns noch Hoffnungen gemacht, das sie operiert wird, noch ein paar Tage bleibt und dann wieder zu uns kann... Aber Montag Mittag war dann die OP und der Tierarzt hat sie nach rücksprache mit meinem Vater eingeschläfert, weil wohl nichts mehr zu machen war ( trotz vorherigem CT ).
Ich konnte mich nicht einmal von ihr verabschieden...
Mein Vater und Ich fuhren Nachmittags zur Klinik und mein Hund lag noch halb warm tot da...
Es höhrt sich vielleicht blöd an, aber ich glaube das sie meine Seelenverwandte war und mit ihr ist auch ein Teil von mir gestorben. Als wir im Tierheim waren, war sie es, die mich ausgesucht hat und nicht umgekehrt. Ich weiß noch wie sie als einziger von den vielen armen Hunden ans Gitter kam und meine Hand ableckte. Da wusste ich, dass es sie ist. Damals war ich 17 und gerade mit der Schule fertig.
Sie hat mich durch meine Ausbildung begleitet, durch Erfolge und Misserfolge und schließlich auch durch mein Abitur. Und jetzt ist sie einfach weg...
Sobald ich etwas sehe, was mich an sie erinnert muss ich weinen.
Dann kam noch der schriftliche Einstellungstest beim Zoll und ich habe schon überlegt ob ich überhaupt hinfahren soll, weil ich so am Ende war. Natürlich bin ich dann doch hin und jetzt warte ich, wie es gelaufen ist.
Ihr denkt jetzt, das ich irgendjemanden habe der mich tröstet, aber das ist nicht so. Vor zwei Wochen habe ich durch Zufall erfahren, dass meine Eltern mich gar nicht wollten und ich nur da bin, weil wohl irgendeine Verhütungsmethode nicht geklappt hat. Da dachte ich schon viel schlimmer wird es nicht mehr und dann stirbt kurz darauf mein Hund. Meine "Freunde" aus der Schule melden sich nicht bei mir und eine gute Freundin ( bei der ich mich gemeldet habe ) hat mir zwar ein paar tröstende Worte gesagt aber hinterher gefragt ob ich nicht lieber mit jemand anderem darüber reden will. Sie hat erfahren das ich in sie verliebt bin und sie will mir keine falschen Hoffnungen machen. Aber sie mag mich natürlich als Freund... In dieser Situation hätte das nicht sein müssen.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Von jetzt aus gesehen, wäre es besser, wenn mich meine Mutter abgetrieben hätte. Ich weiß das hört sich schei..e an, aber ich hätte in meinem ganzen Leben absolut gar nichts verpasst. Es gibt keinen einzigen Moment, der alles was ich erlebt habe, hätte aufwiegen können. Noch nie hat ein Mensch zu mir gesagt, dass er mich liebt, nicht einmal meine Eltern ( aber das verübel ich ihnen nicht, schließlich wollten sie mich eigentlich gar nicht und sie haben mich auch nie körperlich oder seelisch misshandelt ).
Jetzt wo mein Hund gestorben ist, hab ich absolut niemanden mehr und diese einsamkeit ist unfassbar quälend. Ich habe einfach niemanden zum reden obwohl ich so verdammt viel zu erzählen hätte.
Glaubt ihr an sowas wie Schicksal? Ich frage mich wieso ich es so unglaublich schwer im Leben habe und mir immer wieder gezeigt wird, dass es noch viel schlimmer werden kann.
Was hab ich getan, und wer oder was will mich prüfen oder besser gesagt qäulen?
Das einzige was mir ein wenig hilft ist die ( vielleicht kindliche, naive ) Einstellung das wenigstens Gott mich liebt.
Ich erwarte keine Antwort auf meine Fragen oder gar Hilfe. Im Prinzip geht es mir nur darum, etwas von der Seele zu schreiben, was ich in Worten keinem Menschen sagen kann. Ich wäre so gerne glücklich. Auch wenn es nur eine einzige Stunde sein sollte. Wenigstens wüsste ich dann wie es ist, ein normaler Mensch zu sein.
Ich fühle mich so als hätte ich nie hier sein sollen, als gäbe es keinen Zweck für mich. Es scheint mir, als wäre ich nur durch Zufall im Leben gelandet. Jetzt bin ich 25 und habe keinen einzigen Tag wirklich gelebt. Vielleicht war ich ja in meiner Kindheit glücklicher, aber daran erinnere ich mich nicht mehr. Wenn ich zurückblicke, habe ich damals schon viel geweint, mich ungeliebt gefühlt und war eher der melancholische Mensch der sich mit der Zeit eine Maske des Sarkasmus und Zynismus aufgelegt hat, um überhaupt klar zu kommen.
Mein Hund war das einzige Wesen, dass mich verstanden hat. Sie war immer für mich da. Länger als je eine Freundschaft von mir gehalten hat, aber nun ist sie tot und ich bin alleine...
Danke das ihr euch all das durchgelesen habt. Das alleine bedeutet mir schon etwas.
Fernand0