E
Eudaimonia
Gast
[... es folgt keine Handlung, sondern ein Dialog - nicht jedermanns Geschmack]
Emo: "Was bedeutet Treue für dich?"
Tioni: " Eines dieser Zauberwörter in Beziehungen. Für viele unverzichtbar, häufig als synonym für Vertrauen. Treue bietet sicher einen wichtigen Halt in einer Beziehung, eine Art sicherer Hafen, in den man immer kommen kann. Aber in der heutigen Gesellschaft ist treue häufig nur noch ein leere hülle, eine Worthülse um
Sicherheit zugeben, wo keine Sicherheit ist, um Vertrauen zu erzeugen, wo schon lange keines mehr ist.
Treue beginnt bei mir im Herzen, wenn ich liebe, dann liebe ich richtig. Den
(oder die) eine für den ich vorbehaltlos sterben würde, der alles von mir
verlangen könnte, dem ich alles geben möchte. Treue bedeutet nicht zu
belügen, betrügen oder zu hintergehen.
ob sich dies auf Sex, auf das zusammenleben, das miteinander umgehen
bezieht, muss jeder selbst bestimmen.
wenn mein Partner mit alkoholbenebelten Kopf einem anderen Mädel nachschaut,
weil er für fünf Minuten seine Hormone nicht im griff hat, dann hat das
nichts mit treu oder nicht treu zu tun.
Leider weiß ich nur zu genau, dass Sex nichts mit Treue zu tun haben muss."
Emo: "Wie würdest du das Verhältnis zu dir selbst beschreiben?"
Tioni: "Wenn es mir nicht so gut geht, kann ich mich selbst kaum wahrnehmen. Einsamkeit bereitet mir körperliche und seelische schmerzen. ich versuche mich abzulenken, Sport zu machen oder Freunde zu treffen, aber manchmal kann ich es nicht aufhalten, gerade wenn vielleicht noch
Streitigkeiten mit Menschen hinzukommen, die mir viel bedeuten und ein
Kontakt schwierig wird. Irgendwann habe ich das Gefühl vollkommen verloren zu sein und dann muss ich irgendwas machen, um mich wieder zu finden, mich zu spüren, um nicht verrückt zu werden oder einfach aus dem Fenster zu springen.
Alkohol kann helfen, kann es aber auch schlimmer machen. Selbstverletzungen helfen meist, um zumindest zunächst wieder ruhe zu finden. In diesen Momenten ist das Verhältnis zu mir wohl selbstzerstörerisch.
Wenn es mir hingegen gut geht, mag ich mich, sowohl physisch als auch psychisch.ich mag meinen Körper."
Emo: "Ja, den mag ich auch!"
Tioni: "Und wie siehst du mich?"
Emo: "Wie ich dich sehe? Ich glaube ich sehe dich als jemand, der das Kämpfen gelernt hat, der in vielen Bereichen eine unglaubliche Kraft an den Tag legt. Eine
enorme Ausstrahlung hat, du weiß, was du willst. Andere Bereiche scheinen vom
langen Kämpfen ausgehärtet zu sein. Du scheinst Rückzugbereiche oder Trutzburgen
für dich zu beanspruchen, mit denen du dir auch nach Niederlagen das ÜberleBen
sicherst. Irrgärten in denen kein Krieger ein Durchkommen findet, in denen nur
ganz kleine, schmale verletzliche Wesen ihren Weg finden....
Ich denke du hast viele Seiten, eine Seite von dir ist die attraktive,
erfolgreiche, gutaussehende, sportliche Frau. Eine andere die intellektuell
interessierte, nach Wissen strebende Frau. Wieder eine andere ist die Tioni, die
vor ihren innersten Problem wegläuft, sie irgendnur aus ihrem geregelten Alltag
verbannen möchte.
Ich denke auf viele Männer wirken Teile der ersten beiden Seiten anziehend.
Andere Seiten verlangen Mut, ich weiß nicht wieviel ich von diesen Seiten schon
zu sehen bekommen habe, aber nichts aber auch garnichts davon belastet meine
Gefühle oder lässt mich zurückschrecken. Ich spüre die Angst, aber wieviel mehr
Angst ist dann deine? Wieviel mehr Angst ist damit allein zu sein? Ich möchte
mit dir sein und für dich da sein, wenn du mich brauchst."
Tioni: "Wie weit denkst du?"
Emo: "Denken ist mein Hobbie. Kreativ ist eine meiner grössten Leidenschaften. Auch Gedanken in hypothetischer Weise anzusprechen, gehört dazu.
Es gibt allerdings auch momente da fühle ich mich in meinem Denken gefangen...
ganz eigenart... da habe ich das Gefühl, dass ich kurz vor einem wichtigen
Gedanken stehe, aber nicht drauf komme.
Wie weit ich in Punkto Beziehung denke? Vielleicht zu weit. Eine Beziehung ist
mir sehr wichtig. Vielleicht habe ich alles in meinem bisherigen Leben nur
gemacht, um es in eine Beziehung mitbringen zu können?
Vielleicht dienten die Erfahungen meines bisherigen Lebens dazu, reif für eine
Beziehung zu werden? Vielleicht habe ich mein bisheriges Geld verdient, um einen
Rahmen für gemeiname Unternehmungen zu haben? Vielleicht habe ich gelernt, um
Stoff für gemeinsame Gespräche zu haben? Mich psychologisch interessiert, um
mich intensiver um eine Beziehung kümmern zu können?
Das mündet irgendwann in die Frage: Was ist wichtig im Leben.
Momenan bist du es."
Tioni, leicht erötet: "Danke. Aber kannst du mir auch etwas zu deinen Schwächen sagen?"
Emo: "Du hast recht gehabt, die Fragen werden immer schwieriger zu beantworten... wie um alles in der Welt soll ich Schwächen in Bezug zu meiner Persönlichkeit
setzen?
Wäre es nicht leichter einen Afrikaner einen Vortrag über Schnee halten zu
lassen?
Nun gutmütig wie ich bin, will ich es trotzdem versuchen.
Eine meiner größten Schwächen ist, dass ich meine schwächen immer in den
Vordergrund spiele. So wie hier grade. Eine große Schwäche von mir ist nämlich,
dass ich nicht gerne über sie rede... und genau das veranschauliche ich damit.
Kannst du mir folgen? Vielleicht wäre es einfacher ich würde meine Schwächen
direkt benennen... was heißt eigentlich Schwäche? Über Schwächen reden bedeutet,
dass man einen Mißstand (z.B. charakterlicher Art) erkannt hat. Hätte man ihn
beseitigt, wäre es keine Schwäche, folglich könnten man vielleicht sagen, dass
Schwäche heißt einen Missstand erkannt zu haben, man aber zu schwach ist diesen
zu beseitigen.
Was aber dann, wenn die eigentliche Schwäche darin besteht, dass die Missstände
nicht erkennen kann? Spricht es daher nicht für die Selbstkenntnis, wenn jemand
viele Schwächen benennen kann und für die Zielorientiertheit, wenn sich darunter
viele ehemaligen befinden?
Als eine meiner Schwächen würde ich mangelnde großzügigkeit mir selbst gegenüber
bezeichnen. Ich würde mir wünschen, mir selbst mehr verzeihen zu können und in
einigen Situationen mehr Weitblick bewahren zu können.
Ansonsten kann man vielen Schwächen positive Aspekte abgewinnen. Oft handelt es sich um zwei Seiten ein und derselben Medaille (wie z.B. beim Neid und
Nacheifern), Egoismus und Durchsetzungsvermögen, Selbstaufopferung und
Hilfsbereichtschaft). Ist es wirklich eine Schwäche, wenn jemand leicht anfängt
zu weinen? Oder eine Stärke aufgrunde der besonderen Sensibiltät und des Sinns
für Gefühl?
Ich weiß es nicht, vielleicht kannst du mir mehr dazu sagen."
Tioni: "Ich habe das Gefühl wir sind uns in vielen Punkten sehr ähnlich. Wie ist denn dein Verhältnis zu dir selbst?"
Emo: "Kurz und knapp gesagt: Fordernd. Ich fordere Leistung, Charakter und
Rechenschaft darüber.
Manchmal würde ich mir wünschen ich könnte von meinen eigenen Ansprüchen
absehen und großzügiger mir selbst gegenüber sein. Mich zufrieden geben, mit dem
was ich habe und versuchen damit ein ausgefülltes Leben anzustreben. Desweiteren
würde ich mir wünschen, dass ich mich selbst mit meinen Fehlern mehr akzeptiere
und mich wie eine "liebende Mutter" behandeln könnte, statt mich selbst dafür zu
entwerten, dass ich mein bestes versucht habe.
Selbst wenn es im Nachhinein nicht mehr danach aussieht, so ist doch eins klar:
Die Fehler, die ich begehe, begehe ich nicht vorsätzlich. Und wenn ich sie
vorsätzlich begehen würde, dann wäre ich bereit die Konsequenzen zu tragen. Also
handelt es sich um Fehler, die wider besseres Wissen passiert sind. Sich
deswegen Vorwürfe zu machen geht rational überlegt an der Realität vorbei.
Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht daran, dass das Verhältnis sich änderen
würde, indem ich die Fehler nicht begehen würde. An ihre Stelle rücken andere
Fehler. Genau wie an die Stelle erfüllter Wünsche neue Wünsche rücken. Mein
sehnlichster Wunsch bisher war es, so eine Partnerin wie dich zu treffen, zu der
ich mich voll bekennen kann. Und auch wenn ich mich jetzt unermeßlich glücklich
fühle, höre ich nicht auf mit meinen Ansprüchen, oder anders formuliert ändert
sich mein Selbstverhältnis nicht oder die Art zu leben.
Das soll nicht heißen, dass du nicht einen großen Einfluss auf mich und mein
Leben hättest. Den hast du, bereits nach dieser kurzer Zeit. Damit will ich vielmehr
betonen, dass ich immer mehr feststelle, dass es wirklich um einen inneren Drang
geht, der sich sehr eigen in der äußeren Welt zeigt.
Wie genau kann ich dir nicht sagen... wie ich damit umgehen soll, weiß ich
selbst nicht. Ich weiß bisher nur, dass er da ist und dass er mich auf
Leistungsebene voran bringt.
Wenn ich es anstreben würden wollen, das Verhältnis zu mir selbst zu verbessern,
dann sollte ich mir ab und zu mal Ruhe gönnen. In mich hineinhorchen und einfach
alleine sein. Zudem sollte ich mich unangenehmen Gedanken stellen... und
vielleicht mit dem Menschen, der mir am nächsten steht, meiner Partnerin über
genau diese Dinge sprechen.
Vielleicht geht es dir ähnlich. Und wir können uns für genau solche Gespräche
einen bestimmten Rahmen überlegen?
Dann stehen uns sicher sensible und spannende Unterhaltungen bevor..."
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Emo: "Was bedeutet Treue für dich?"
Tioni: " Eines dieser Zauberwörter in Beziehungen. Für viele unverzichtbar, häufig als synonym für Vertrauen. Treue bietet sicher einen wichtigen Halt in einer Beziehung, eine Art sicherer Hafen, in den man immer kommen kann. Aber in der heutigen Gesellschaft ist treue häufig nur noch ein leere hülle, eine Worthülse um
Sicherheit zugeben, wo keine Sicherheit ist, um Vertrauen zu erzeugen, wo schon lange keines mehr ist.
Treue beginnt bei mir im Herzen, wenn ich liebe, dann liebe ich richtig. Den
(oder die) eine für den ich vorbehaltlos sterben würde, der alles von mir
verlangen könnte, dem ich alles geben möchte. Treue bedeutet nicht zu
belügen, betrügen oder zu hintergehen.
ob sich dies auf Sex, auf das zusammenleben, das miteinander umgehen
bezieht, muss jeder selbst bestimmen.
wenn mein Partner mit alkoholbenebelten Kopf einem anderen Mädel nachschaut,
weil er für fünf Minuten seine Hormone nicht im griff hat, dann hat das
nichts mit treu oder nicht treu zu tun.
Leider weiß ich nur zu genau, dass Sex nichts mit Treue zu tun haben muss."
Emo: "Wie würdest du das Verhältnis zu dir selbst beschreiben?"
Tioni: "Wenn es mir nicht so gut geht, kann ich mich selbst kaum wahrnehmen. Einsamkeit bereitet mir körperliche und seelische schmerzen. ich versuche mich abzulenken, Sport zu machen oder Freunde zu treffen, aber manchmal kann ich es nicht aufhalten, gerade wenn vielleicht noch
Streitigkeiten mit Menschen hinzukommen, die mir viel bedeuten und ein
Kontakt schwierig wird. Irgendwann habe ich das Gefühl vollkommen verloren zu sein und dann muss ich irgendwas machen, um mich wieder zu finden, mich zu spüren, um nicht verrückt zu werden oder einfach aus dem Fenster zu springen.
Alkohol kann helfen, kann es aber auch schlimmer machen. Selbstverletzungen helfen meist, um zumindest zunächst wieder ruhe zu finden. In diesen Momenten ist das Verhältnis zu mir wohl selbstzerstörerisch.
Wenn es mir hingegen gut geht, mag ich mich, sowohl physisch als auch psychisch.ich mag meinen Körper."
Emo: "Ja, den mag ich auch!"
Tioni: "Und wie siehst du mich?"
Emo: "Wie ich dich sehe? Ich glaube ich sehe dich als jemand, der das Kämpfen gelernt hat, der in vielen Bereichen eine unglaubliche Kraft an den Tag legt. Eine
enorme Ausstrahlung hat, du weiß, was du willst. Andere Bereiche scheinen vom
langen Kämpfen ausgehärtet zu sein. Du scheinst Rückzugbereiche oder Trutzburgen
für dich zu beanspruchen, mit denen du dir auch nach Niederlagen das ÜberleBen
sicherst. Irrgärten in denen kein Krieger ein Durchkommen findet, in denen nur
ganz kleine, schmale verletzliche Wesen ihren Weg finden....
Ich denke du hast viele Seiten, eine Seite von dir ist die attraktive,
erfolgreiche, gutaussehende, sportliche Frau. Eine andere die intellektuell
interessierte, nach Wissen strebende Frau. Wieder eine andere ist die Tioni, die
vor ihren innersten Problem wegläuft, sie irgendnur aus ihrem geregelten Alltag
verbannen möchte.
Ich denke auf viele Männer wirken Teile der ersten beiden Seiten anziehend.
Andere Seiten verlangen Mut, ich weiß nicht wieviel ich von diesen Seiten schon
zu sehen bekommen habe, aber nichts aber auch garnichts davon belastet meine
Gefühle oder lässt mich zurückschrecken. Ich spüre die Angst, aber wieviel mehr
Angst ist dann deine? Wieviel mehr Angst ist damit allein zu sein? Ich möchte
mit dir sein und für dich da sein, wenn du mich brauchst."
Tioni: "Wie weit denkst du?"
Emo: "Denken ist mein Hobbie. Kreativ ist eine meiner grössten Leidenschaften. Auch Gedanken in hypothetischer Weise anzusprechen, gehört dazu.
Es gibt allerdings auch momente da fühle ich mich in meinem Denken gefangen...
ganz eigenart... da habe ich das Gefühl, dass ich kurz vor einem wichtigen
Gedanken stehe, aber nicht drauf komme.
Wie weit ich in Punkto Beziehung denke? Vielleicht zu weit. Eine Beziehung ist
mir sehr wichtig. Vielleicht habe ich alles in meinem bisherigen Leben nur
gemacht, um es in eine Beziehung mitbringen zu können?
Vielleicht dienten die Erfahungen meines bisherigen Lebens dazu, reif für eine
Beziehung zu werden? Vielleicht habe ich mein bisheriges Geld verdient, um einen
Rahmen für gemeiname Unternehmungen zu haben? Vielleicht habe ich gelernt, um
Stoff für gemeinsame Gespräche zu haben? Mich psychologisch interessiert, um
mich intensiver um eine Beziehung kümmern zu können?
Das mündet irgendwann in die Frage: Was ist wichtig im Leben.
Momenan bist du es."
Tioni, leicht erötet: "Danke. Aber kannst du mir auch etwas zu deinen Schwächen sagen?"
Emo: "Du hast recht gehabt, die Fragen werden immer schwieriger zu beantworten... wie um alles in der Welt soll ich Schwächen in Bezug zu meiner Persönlichkeit
setzen?
Wäre es nicht leichter einen Afrikaner einen Vortrag über Schnee halten zu
lassen?
Nun gutmütig wie ich bin, will ich es trotzdem versuchen.
Eine meiner größten Schwächen ist, dass ich meine schwächen immer in den
Vordergrund spiele. So wie hier grade. Eine große Schwäche von mir ist nämlich,
dass ich nicht gerne über sie rede... und genau das veranschauliche ich damit.
Kannst du mir folgen? Vielleicht wäre es einfacher ich würde meine Schwächen
direkt benennen... was heißt eigentlich Schwäche? Über Schwächen reden bedeutet,
dass man einen Mißstand (z.B. charakterlicher Art) erkannt hat. Hätte man ihn
beseitigt, wäre es keine Schwäche, folglich könnten man vielleicht sagen, dass
Schwäche heißt einen Missstand erkannt zu haben, man aber zu schwach ist diesen
zu beseitigen.
Was aber dann, wenn die eigentliche Schwäche darin besteht, dass die Missstände
nicht erkennen kann? Spricht es daher nicht für die Selbstkenntnis, wenn jemand
viele Schwächen benennen kann und für die Zielorientiertheit, wenn sich darunter
viele ehemaligen befinden?
Als eine meiner Schwächen würde ich mangelnde großzügigkeit mir selbst gegenüber
bezeichnen. Ich würde mir wünschen, mir selbst mehr verzeihen zu können und in
einigen Situationen mehr Weitblick bewahren zu können.
Ansonsten kann man vielen Schwächen positive Aspekte abgewinnen. Oft handelt es sich um zwei Seiten ein und derselben Medaille (wie z.B. beim Neid und
Nacheifern), Egoismus und Durchsetzungsvermögen, Selbstaufopferung und
Hilfsbereichtschaft). Ist es wirklich eine Schwäche, wenn jemand leicht anfängt
zu weinen? Oder eine Stärke aufgrunde der besonderen Sensibiltät und des Sinns
für Gefühl?
Ich weiß es nicht, vielleicht kannst du mir mehr dazu sagen."
Tioni: "Ich habe das Gefühl wir sind uns in vielen Punkten sehr ähnlich. Wie ist denn dein Verhältnis zu dir selbst?"
Emo: "Kurz und knapp gesagt: Fordernd. Ich fordere Leistung, Charakter und
Rechenschaft darüber.
Manchmal würde ich mir wünschen ich könnte von meinen eigenen Ansprüchen
absehen und großzügiger mir selbst gegenüber sein. Mich zufrieden geben, mit dem
was ich habe und versuchen damit ein ausgefülltes Leben anzustreben. Desweiteren
würde ich mir wünschen, dass ich mich selbst mit meinen Fehlern mehr akzeptiere
und mich wie eine "liebende Mutter" behandeln könnte, statt mich selbst dafür zu
entwerten, dass ich mein bestes versucht habe.
Selbst wenn es im Nachhinein nicht mehr danach aussieht, so ist doch eins klar:
Die Fehler, die ich begehe, begehe ich nicht vorsätzlich. Und wenn ich sie
vorsätzlich begehen würde, dann wäre ich bereit die Konsequenzen zu tragen. Also
handelt es sich um Fehler, die wider besseres Wissen passiert sind. Sich
deswegen Vorwürfe zu machen geht rational überlegt an der Realität vorbei.
Ich glaube auch ehrlich gesagt nicht daran, dass das Verhältnis sich änderen
würde, indem ich die Fehler nicht begehen würde. An ihre Stelle rücken andere
Fehler. Genau wie an die Stelle erfüllter Wünsche neue Wünsche rücken. Mein
sehnlichster Wunsch bisher war es, so eine Partnerin wie dich zu treffen, zu der
ich mich voll bekennen kann. Und auch wenn ich mich jetzt unermeßlich glücklich
fühle, höre ich nicht auf mit meinen Ansprüchen, oder anders formuliert ändert
sich mein Selbstverhältnis nicht oder die Art zu leben.
Das soll nicht heißen, dass du nicht einen großen Einfluss auf mich und mein
Leben hättest. Den hast du, bereits nach dieser kurzer Zeit. Damit will ich vielmehr
betonen, dass ich immer mehr feststelle, dass es wirklich um einen inneren Drang
geht, der sich sehr eigen in der äußeren Welt zeigt.
Wie genau kann ich dir nicht sagen... wie ich damit umgehen soll, weiß ich
selbst nicht. Ich weiß bisher nur, dass er da ist und dass er mich auf
Leistungsebene voran bringt.
Wenn ich es anstreben würden wollen, das Verhältnis zu mir selbst zu verbessern,
dann sollte ich mir ab und zu mal Ruhe gönnen. In mich hineinhorchen und einfach
alleine sein. Zudem sollte ich mich unangenehmen Gedanken stellen... und
vielleicht mit dem Menschen, der mir am nächsten steht, meiner Partnerin über
genau diese Dinge sprechen.
Vielleicht geht es dir ähnlich. Und wir können uns für genau solche Gespräche
einen bestimmten Rahmen überlegen?
Dann stehen uns sicher sensible und spannende Unterhaltungen bevor..."
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