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Ich habe keine Muttergefühle!!!

Ich denke auch , dass die Kleine so auffällig ist , weil sie spürt, dass du sie nicht lieben kannst.
Du weisst , dass die fehlende Liebe mit deiner Biographie zusammen hängt.
Wegen deiner schwierigen Biographie wirst du dich vermutlich auch schnell angegriffen u. genervt fühlen und viel Zeit für dich selber brauchen.

Versuche doch mal etwas Schönes mit ihr alleine zu unternehmenoder abends noch ein Kinderbuch mit ihr lesen und miteinander reden.

Wenn du den Eindruck hast , dass du ihr keine Liebe geben kannst, würde ich dir zu mehr Abstand raten.
Du könntest vom Jugendamt einen Familienhelfer dir besorgen, welcher etwas mit ihr unternimmt, sie in ein Internat geben oder sie in einer geeigneten nette Pflegefamilie unterbringen lassen.
Wenn ein Kind keine Liebe bekommt, kann es schlimme Langzeitschäden davon erhalten.

Es wäre auch wichtig , dass das Kind lernt sich mal alleine zu beschäftigen oder Freizeitkurse zu machen
(z.B. Sport, Reiten ) oder mit Freunden etwas zusammen zu unternehmen.
Ihre Zappeligkeit kann mit ADHS zusammen hängen.ADHS Kinder sind anstrengend.
Man kann aber etwas gegen ADHS tun. Es gibt viele Tipps im Internet, wenn man googelt.

Ich habe Pflegekinder, welche ich sehr liebe und die Erziehung klappt gut.
Aber ich hatte auch mal für kurze Zeit einen Pflegesohn, welchen ich nicht lieben konnte.
Beim Durchlesen deines Textes dachte ich ...dieser Text hätte von mir sein können...in Bezug auf diesen einen Jungen.
Ich hatte mich auch entschlossen dieses Kind wieder abzugeben.Gefühle lassen sich nicht erzwingen.
Wenn man gegen jemanden solch eine genervte Abwehrhaltung hat, kann es durch die Zwangsnähe des Zusammenwohnes immer schlimmer werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dein Kind trägt keine Schuld. Ihr bleibt nichts anderes übrig, sie KANN ganz schlicht nichts Anderes.

Im Grunde genommen, hast Du sie schon während der Schwangerschaft "ausgekotzt". Damit ist sie zur Welt gekommen. Dazu hat sie, wie jedes Kind, Antennen, die ihr sagen, wie ist die Gefühlslage meiner Mutter zu mir. Sie spürt, dass Du sie nicht willst. Sie aber ist abhängig von Dir, von Deiner Zuneigung, Deiner Liebe, davon, dass Du ihr ihre Bedürfnisse erfüllst. Sie spürt, Du willst all das nicht (Du kannst es auch mit "Du kannst nicht" bezeichnen). Und sie hat Angst. Eine Angst, die sie nicht bezeichnen kann. Und sie hat Verlustangst und sie fühlt sich hilflos und verloren. Deshalb klammert sie. Sie fühlt sich nicht sicher. Kein Kind kommt mit Verhaltensstörungen auf die Welt. Deine Tochter sucht mit allen Mitteln Deine Aufmerksamkeit, Deine Liebe. Und da sie nichts davon bekommt, nimmt sie auch die negative Aufmerksamkeit. Lieber Schläge als gar keine Berührung. Lieber anschreien lassen, als gar keine Kommunikation, lieber wohlweislich Dich schon mal, so bald sie zur Tür rein kommt, Dich in Beschlag nehmen, als zu riskieren, dass Du sie nicht bemerkst.

Sie kann all das nicht benennen. Und sie versteht auch nicht, warum Du so bist wie Du bist. Aber sie lernt aus all dem, dass sie nicht gut genug ist und schon entwickelt sich eine neue Angst. Es wird schlimmer werden, wenn sie keinen Halt und keine Liebe findet. Und irgendwann werden nicht nur ihre Eltern abweisend reagieren, sondern zumindest zum Teil auch die Umwelt, weil sie in ihrer Not anders geworden ist als andere. Und bald lehnt sie sich selbst ab.

Sie kann sich nicht leisten, Dich abzulehnen, auch wenn ihr Verhalten auf anderes hinweisen könnte. Sie ist abhängig von Dir noch viele Jahre. Sie muss das aushalten, weil sie nicht in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Du allerdings bist es schon. Macht eine Familientherapie. Oder erst mal jeder eine für sich allein, bei Dir fände ich das auch dringend nötig, damit Du erst mal Dich selbst verstehst und reflektieren kannst und die Liebe in Dir findest. Lass das Kind nicht hängen in ihren Schuldgefühlen und ihrer Angst. Sie leidet später genau wie Du. Und sie ist nicht schuld. Sie entscheidet nicht wissentlich, nicht absichtlich, was sie tut. Noch.

Der einfachste Weg wäre es gewesen, ihr Aufmerksamkeit zu schenken. Damit hätte sie Sicherheit gehabt und sie hätte es dann auch geschafft, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Dann hätte sie nicht mehr ständig Dich gebraucht. Nimm sie in den Arm und lass sie da, so lange wie sie es selbst möchte. Nicht mehr fordern von ihr, sondern ihr mehr geben. Sie liebt Dich und sie schreit schon so lange, weil Du es nicht merkst und ihr nichts zurück gibst. Und nur Du kannst dran arbeiten. Sie kann nichts für Deine Schäden und Deine Überforderung. Sie ist nicht die Ursache, sie löst es nur aus.

Ich rechne es Dir hoch an, dass Du hier schreibst, es reflektierst, vielleicht gibt es doch noch eine Chance - für Euch beide und ich wünsche Euch sehr, dass Ihr den Weg findet. Es wird dauern. So sehr zerstörtes Vertrauen ist nicht so einfach wieder aufzubauen. Aber es ist möglich. Ich wünsche Dir viel Geduld. Vielleicht hilft es Dir für den Anfang schon, Dich mal mit Meditation zu beschäftigen oder Ähnlichem. Da reichen 10 Minuten und Ihr könntet es auch gemeinsam machen. Ruhe, die Du ausstrahlst, macht sie auch ruhig. Sie spürt Deine Spannung und zeigt sich wie ein Spiegel.

Lieben Gruß, kiablue
 
Hallo an alle.

Ich wollte mich erst einmal für alle Antworten bedanken.
Es hat mich sehr gefreut, das überhaupt eine Reaktion kam!
Ich finde es auch wirklich mega toll, das alle Sachlich und normal geblieben sind,
in einem anderen Forum, wo ich vor Jahren schon mal Hilfe suchte, hat man mich
total fertig gemacht, und als gestört und als Misshandlerin betitelt !!!
Deshalb bin ich sehr, sehr erleichtert über eure Kommentare!

Einmal hat jemand zwischendurch etwas geschrieben, wegen den Schlägen, die mein Kind von mir bekommen hat.
Dazu möchte ich mich nochmal kurz äußern, da dies anscheinend falsch verstanden wurde.
Ich habe ja erzählt, das es an dem Tag EINMAL passiert ist, (Mehrere Klapse auf den Hintern) und danach nie wieder!
Das soll das ganze jetzt nicht rechtfertigen, ich weis das selbst einmal auch ein NOGO ist, aber nur um das nochmal zu betonen, meine Tochter wird nicht regelmäßig verprügelt oder sonstwas....das war wie gesagt an diesem Tag, das Resultat meiner Überforderung, nachdem die Kleine 3 Std am Stück wie eine Irre nach ihrer Windel gebrüllt hatte.

Dann haben viele von einer Familientherapie gesprochen. Ich weis auch, das es sowas gibt, und ich habe da auch schon oft drüber nachgedacht. Habe das ganze auch schon meinem Mann vorgeschlagen, wobei ich da eher zunächst an eine Paartherapie oder Eheberatung dachte, und er dies aber sofort ablehnte, weil er es nicht für nötig erachtet hat.
Und ich hatte bisher einfach nicht die Kraft das trotzdem durchzusetzen. Und alleine hingehen, bringt dann vermutlich eher weniger was. Dachte ich zumindest immer.

Aber jetzt, nachdem auch mein Mann weiß, wie es um meine Gefühle bestimmt ist, denke ich, könnte ich einen zweiten Versuch starten. Und das werde ich auch definitiv tun!

Danke nochmal!!!
 
Ja, mach das mit der Familientherapie: Auch wenn Du erstmal nur allein hingehst: Das macht garnix. Probiere es erstmal aus: Alles weitere findet sich dann. Hauptsache ist, dass Du etwas machst: Du wirst Dich dann sicher bald besser fühlen und klarer sehen.
 
Sie spürt, dass Du sie nicht willst. Sie aber ist abhängig von Dir, von Deiner Zuneigung, Deiner Liebe, davon, dass Du ihr ihre Bedürfnisse erfüllst. Sie spürt, Du willst all das nicht (Du kannst es auch mit "Du kannst nicht" bezeichnen). Und sie hat Angst. Eine Angst, die sie nicht bezeichnen kann. Und sie hat Verlustangst und sie fühlt sich hilflos und verloren. Deshalb klammert sie. Sie fühlt sich nicht sicher. Kein Kind kommt mit Verhaltensstörungen auf die Welt. Deine Tochter sucht mit allen Mitteln Deine Aufmerksamkeit, Deine Liebe. Und da sie nichts davon bekommt, nimmt sie auch die negative Aufmerksamkeit. Lieber Schläge als gar keine Berührung. Lieber anschreien lassen, als gar keine Kommunikation, lieber wohlweislich Dich schon mal, so bald sie zur Tür rein kommt, Dich in Beschlag nehmen, als zu riskieren, dass Du sie nicht bemerkst.

Sie kann all das nicht benennen. Und sie versteht auch nicht, warum Du so bist wie Du bist. Aber sie lernt aus all dem, dass sie nicht gut genug ist und schon entwickelt sich eine neue Angst. Es wird schlimmer werden, wenn sie keinen Halt und keine Liebe findet. Und irgendwann werden nicht nur ihre Eltern abweisend reagieren, sondern zumindest zum Teil auch die Umwelt, weil sie in ihrer Not anders geworden ist als andere. Und bald lehnt sie sich selbst ab.

Sie kann sich nicht leisten, Dich abzulehnen, auch wenn ihr Verhalten auf anderes hinweisen könnte. Sie ist abhängig von Dir noch viele Jahre. Sie muss das aushalten, weil sie nicht in der Lage ist, sich selbst zu helfen. Du allerdings bist es schon. Macht eine Familientherapie.
Zitat Ende


Das sind so wichtige Sätze.
Wenn das Kind keine Liebe bekommt , könnte sie selber später selbstzerstörerisch, depressiv, suizidgefährdet oder/ und suchtkrank werden.Auch ihr eigenes Kind wird sie nicht lieben können.
Deshalb wäre es wichtig ihr keine Schuld zu geben und etwas zu verändern , z.B. eine Familientherapie zu machen.
 
Um das Dilemma zu klären, solltest Du Dir selber als erstes eine Auszeit von der Familie gönnen. Egal ob Kur oder einfach nur weg, für mindestens ein paar Wochen, Vater + Tochter miteinander allein und miteinander klarkommen lassen.
Hab das selbst so erlebt, solange ich mit Mutter + Stiefvater zusammen lebte, war immer irgendwie der Wurm drin, aber sobald die Mutter ein paar Wochen im Krankenhaus war, hat sich wie durch Zauberei das Verhältnis entspannt. Der Störfaktor in solchen Verhältnissen kann also immer die Mutter selber sein, egal wie gut ihre Intentionen gedacht sind oder für wie gut oder schlecht als Mutter sie sich selber hält.
Und dann, wenn Du wieder da bist, setzt Du Dich als erstes mit Deiner Tochter zusammen und erzählst ihr, wie schlecht Deine eigenen Verhältnisse als Kind waren. Und was sich während der Schwangerschaft abgespielt hat.
Genau so, wie Du es in Deinem ersten Post geschrieben hast.
Deine Tochter ist inzwischen alt genug, um das verstehen zu können. Was sie daraus macht oder machen könnte ist was anderes, aber sie sollte die Wahrheit erfahren, warum Euer Verhältnis bisher so war wie es war, und warum sie (unbewußt) so darauf reagiert hat.
Dann liegt es zuallererst an ihr, ihr eigenes Verhalten zu verändern. Die Wochen allein mit dem Vater sollten dazu schon etwas geleistet haben, damit sie leichter umdenken kann.

Noch ist es nicht zu spät, was zu verändern. Nur muß es richtig angepackt werden, sonst prägen sich die aktuellen Verhaltensweisen Deiner Tochter immer nur weiter ein, bis sie unveränderbar geworden sind.
 
Ihr benötigt dringend professionelle
Hilfe. Caritas bietet auch Familientherapie und oder Einzeltherapie für das KInd an.

Schiebe das nicht mehr länger vor dich her und suche lieber heute noch eine geeignete
Therapieform.

Ich wünsche Dir und deiner Tochter vom ganzen Herzen, dass Euer Verhältnis sich wieder entspannt und ihr
eine liebevolle Beziehung aufbauen könnt. Denn die Kleine braucht deine Mutterliebe und das Gehalten werden,
dringender als du es dir vorstellen kannst. Und rede dir bitte nicht ein, dass du keine Muttergefühle hast, denn als
sie klein war, hast du deine Tochter doch über alles geliebt.


Alles Gute für Euch.
 
Hallo,

es ist gut, dass du hier geschrieben hast. Damit zeigst du Verantwortung.

Ich selber war früher in der Rolle deiner Tochter und habe bis zum Anschlag um Beziehung und Liebe gekämpft. Niemand kann sich vorstellen, was für ein massiver Stress das für das Kind selber bedeutet. Für dein Kind und für dich bitte ich dich, dir professionelle Hilfe für die Situation zu suchen. Befreie dein Kind und auch dich von diesem enormen Stress, der alle nur unglücklich macht.
Alles Gute dafür.
 

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