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Ich habe keine Ahnung was ich im Leben will

KleiOog

Neues Mitglied
Moin!
Ich muss mir das ganze Thema einfach mal von der Seele schreiben weil es in mir schon seit knapp 1,5 Jahren einen Konflikt gibt, der sich einfach nicht lösen will. Ich wollte einfach mal neutrale Meinungen sammeln, da Freundin, Familie etc. ja alle eigene Meinungen haben und mich kennen. Also fang ich einfach mal an.

Nach der Realschule, welche ich mittelprächtig bestanden habe (Faulheit) habe ich erstmal ein Jahr die Handelschule besucht im Schwerpunkt Industrie. Ich hatte vorher eine sehr gute Wirtschafts und Englisch Note also bot sich die Ausbildung zum Außenhandelskaufmann an. Diese hab ich dann auch gemacht und bestanden. Während der Ausbildung war alles super. Ich wurde gefördert, hatte viel Abwechselung, diverse Zertifikate bezahlt bekommen und zwischenzeitlich sogar eine eigene Abteilung (als Azubi!). Die Berufsschule fand ich allerdings total uninteressant. Mein Hobby, welches sich während der Ausbildung gebildet hat war das Filmemachen. Davor war es Zocken was im Nachhinein betrachtet, die Geißel meiner Jugend war, da ich mir durch diese Zeitverschwendung keinerlei Gedanken um meine Zukunft gemacht habe.. Dehalb stecke ich jetzt auch in so einer Misäre..
Naja, weiter zu meinem Lebenslauf. Nach der Ausbildung hat sich so langsame das Gefühl eingeschlichen, dass es das unmöglich gewesen sein konnte. Ich hatte einfach das Gefühl nur Büro ist nicht meins. Ich habe sogar ein Praktikum in einer Filmproduktion gemacht um eventuell eine zweite Ausbildung als Mediengestalter Bild Ton zu machen aber danach stand fest: "Das bleibt ein Hobby".
Durch eine glückliche Fügung wurde mir ein Angebot vom Land Niedersachsen gemacht. In Drei Jahren Teilzeit zum staatl. geprüften Betriebswirt, Ausbilderschein, Abitur gleichzeitig nachholen und das alles gesponsort. D.h. ich muss keinen Cent bezahlen. Dieses Angebot habe ich dann angenommen mit dem Gedanken "Was habe ich zu verlieren?"
Nun kann ich sagen, das ich ein Spätzunder bin. Mein erster Zwischenstand nach 1,5 Jahren (von 3) ist, dass ich einen Schnitt von 1,3 habe. Es läuft sehr gut jedoch machen mir Fächer wie BWL, Recht oder REWE einfach keinen Spaß. Projektmanagement, Marketing und Personalpädagogik/psychologie sind hingegen super.
Nun bin ich mit dem Text erstmal in der Gegenwart angekommen.

Jetzt zu meinem wirklich doofen Problem.
Fakt ist. Ich schreibe diesen ohnehin schon langen Text auf der Arbeit. Einigen würden sicher sagen: "Junge du hast zu arbeiten", was stimmt aber das Problem ist, dass ich ab 13:00 mit meiner Arbeit fertig bin. Und das jeden Tag.
Ich arbeite in einem Büro und spreche den gasamten Tag Englisch und verkaufe und berate Kreuzfahrt- und Yachtfahrtpersonal in technischen Anliegen und verkaufe Ersatzteile. Das klingt erstmal fürchterlich spannend und nach viel "Rumyetten" in der Welt aber die Realität ist anders. Ich sitze von 7 - 17 Uhr auf meinem A**** un starre einen Bildschirm an. Es wird kaum geredet und jeder arbeitet seine Kunden ab. Wenn ich fertig bin gibt es nichts mehr zu tun weil alles abgestimmt ist (Konzern). Versetzt werden kann ich auch nicht weil kein Platz frei ist. Kurz gesagt. "Ich verblöde durch Langeweile, Unerfülltheit und leide langsam aber sicher an Bore- Out".
Das einzig gute an dem Job ist, dass die Kollegen nett sind und ich mit dem Fahrrad zur Abendschule kann.

Jeder sagt mir, dass kann sich noch ändern aber ich habe mit BWL abgeschlossen und will einen Haken dran hängen.
Kurzgesagt will ich mich umorientieren. Über die lächerliche Frage, ob ich mit 24 (wenn ich den Betriebswirt fertig habe) zu alt bin, bin ich schon weg, da es keine richtige Zeit für Umorientierung gibt.
Jetzt überlege ich schon ein Jahr, welcher WEg der richtige ist und habe diverse Optionen schon in Erwägung gezogen. Hier einmal eine Übersicht:
- Polizei
- Feuerwehr
- Ingenieursstudium
- Lehramt
- Zweite Ausbildung (Technischer Bereich)

Viele Sachen konnte ich schon durch Ausschlußverfahren aussortieren. Nach diversen Gesprächen mit Unis, FH's, HWK, IHK, Arbeitsamt und Bekannten sind nurnoch Lehramt oder eine zweite Ausbildung übrig geblieben..
Jeder war sich einig. "Ich bin auf dem besten weg", "Ich kann alles erreichen mit dem Ehrgeiz" , "Aus mir wird nochmal ein Politiker oder Doktor in einem Gebiet" blablabla. Das ist alles nett zu hören, hilft aber meinem Problem nicht weiter, dass ich mich derzeit zu Tode langweile und kein Plan hab wohin.
Ich schreib hier einfach mal die Sachen, die mir nun am wichtigsten sind in einem Beruf, den ich gerne ausüben würde.
- Abwechselung
- Mischung aus Theorie und Praxis (Ich mag Wissenschaft aber pack auch gerne an)
- Ab und an mal Rumkommen (International ist auch ok)
- Das Gefühl, etwas sinnvolles zu tun.
- Es sollte mit Technologie zu tun haben

Geld ist erstmal Nebensache. Ich denke, sobald man etwas mit Herz und Verstand macht, wird das Geld schon reichen.
Wie schon gesagt bleiben derzeit fast nur Ausbildung oder Lehramt übrig. Ich hospitiere auch bald in einer Schule und habe ein Praktikum bei einem Netzversorger um nochmal praktische Erfahrungen zu sammeln.
Ich bitte euch einfach mir einen Rat zu geben, was eurer Meinung nach sinnvoll wäre.. Das Thema brennt mich derzeit total aus und ich brauche einfach mal einen Cut um zu sagen. "So, das mach ich". Ich drehe mich immer wieder im Kreis und finde Vor- sowie Nachteile an beiden Sachen....
Stellt auch gerne Fragen, sollte etwas nicht klar sein..

Jetzt erstmal vielen Dank, dass du diesen Text gelesen hast!
Grüße und Danke.
 
Sei zufrieden mit dem was Du hast. Wenn Du Krebs hättest, im Rollstuhl sitzen würdest oder ein Tumor im Hirn Dein Leben wie eine Seifenblase zerdrückt, dann würdest Du Dir Dein altes, scheinbar belangloses dasein zurückwünschen. Such Dir ne nette, heiratsfähige Frau oder ein Hobby, was Spass macht. Mach Dir keinen Kopf über das Berufsleben. Mein Bruder hatte mit seinem Leben auf der Überholspur Herzinfarkt mit 45, danach Invalide. Der ist froh Heute mit seinem Hund noch Gassi gehen zu dürfen ... Wenn Du Langeweile hast, werde Kundenbetreuer bei der Bahn oder geh zur Marine. Polizist ist ebenfalls ein
aufregender Beruf.
 
Sei zufrieden mit dem was Du hast. Wenn Du Krebs hättest, im Rollstuhl sitzen würdest oder ein Tumor im Hirn Dein Leben wie eine Seifenblase zerdrückt, dann würdest Du Dir Dein altes, scheinbar belangloses dasein zurückwünschen. Such Dir ne nette, heiratsfähige Frau oder ein Hobby, was Spass macht. Mach Dir keinen Kopf über das Berufsleben. Mein Bruder hatte mit seinem Leben auf der Überholspur Herzinfarkt mit 45, danach Invalide. Der ist froh Heute mit seinem Hund noch Gassi gehen zu dürfen ... Wenn Du Langeweile hast, werde Kundenbetreuer bei der Bahn oder geh zur Marine. Polizist ist ebenfalls ein
aufregender Beruf.

Du hast recht. Ich kann es mir auch nicht erklären.. Ich habe echt viel im Leben was gut ist. Fester Job (Unbefristet), Freundin die hinter mir steht, Kerngesund ,derzeit top Noten usw. aber aus irgendeinem Grund fühl ich mich einfach nie zufrieden und habe Magenschmerzen auf der Arbeit. Es ist mir ein Rätsel.. Hobbies versuche ich viele zu haben. (Filmemachen, Handwerk etc.). Ich weiss auch, dass es vielen Leuten sehr viel schlechter geht und ich will hier auch niemanden mit meinen scheinbar kleineren Problemen "übertrumpfen". Ein guter Freund, der mich schon lange kennt meinte mal, dass mein Vater der Auslöser war, da er in meiner Kindheit nichts mit mir gemacht hat und mich auch nie beim Garten etc. helfen lassen hat. Dann fehlt natürlich die Anerkennung. Nebenbei meinte er immer nur du MUSST viel Geld verdienen später, Spaß ist nebensache etc. Hab mich dann in die Videospiele geflüchtet und nun suche ich wohl einfach Anerkennung für meine Tätigkeit, die wohl zwingend notwendig für meine Psyche ist.. Alles nur Spekulation aber klingt für mich plausibel. Vielleicht ist eine Art Perfektionismus entstanden.
Wie gesagt ich will hier nicht einfach nur "Jammern". Ich suche auch neutrale Meinung weil jeder in meinem Umfeld einen anderen "tollen" Plan für mein Leben hat.
Zu deinen Vorschlägen:
- Marine: Ich stehe absolut nicht hinter der Bundeswehr.. Ich verabscheue diesen "Laden" durch diese "Krieg ist geil und überhaupt nicht schlimm" Mentalität. In Mali dann Uranminen sichern um Lobbies zu "füttern" ist nicht mein Ziel..
- DB: Ich denke das wäre echt anspruchsvoll 😀
- Polizei: Ich hatte da mal ein Praktikum: Mutter gefunden, die sich mit einem Schrotgewehr die Rübe weggeballert hat. War da ca. 14. War also erstmal wieder uninteressant. Denke heute aber immer mal wieder drüber nach.

Danke für deinen Kommentar! 🙂
 

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