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Ich hab mein Kind beleidigt

:-/

Nun habe ich mich also entschuldigt und es scheint alles wieder ok zu sein. Sie singt und hüpft wieder und hat mir heute morgen bei einigen Dingen geholfen.

Allerdings fühle ich mich selbst immer noch sehr leer und traurig. Ich werde über die Zukunft nachdenken müssen.

Aufrichtigen Dank für all eure Worte!
 
Schön dass du es geschafft hast und sie wieder herumtobt! 🙂

Und ich hoffe du schaffst es, deine Grenzen der Belastungsfähigkeit zu erkennen und STOPP zu sagen, wenn du merkst, dass diese Grenze bald erreicht wird. Ist wichtig für euch beide.

Alles Gute! 😉
 
Bei mir hat allein diese Überschrift schon Erinnerungen an die Pubertät meiner Tochter gezogen.

Ja, ich bekenne mich schuldig! Ich habe sehr schlimme Sachen zu ihr gesagt!
Mir tut das heute noch leid.

Weder davon mag ich reden, was ich damals zu ihr gesagt, noch von den Dingen, die sie wiederum zu mir gesagt hat. Ganz ganz heftig und mitten ins Herz.
Stimmt manchmal hab ich das nicht aushalten können.
Vielleicht muß man das als gute Mutter ? Muß man das aushalten und seinerseits immer nur Halt, Stabilität und Sicherheit vermitteln?

Ich hab das nicht immer geschafft - ich bin auch mal ausgetickt und hab ganz ganz Böses zurückgeworfen. Nicht schön. Für beide Seiten waren das schlimme Zeiten.

Heute ist sie 19 🙂 und wir verstehen uns super. Sie ist ein sehr selbstbewußter, in sich ruhender Mensch geworden und wir können über alles reden - auch über diese bösen Zeiten. Ich hab ihr trotzdem Liebe und Halt gegeben. Natürlich.

Und heute wächst aus meinem zweiten jetzt fast 11jährigen Mädel so ein kleiner Teufel heran 🙂
Nur so als Beispiel: Neulich während eines Streits sagt sie tatsächlich allen Ernstes zu mir:
"Ich hab wohl deshalb bei meiner Geburt so geschrien, weil ich DICH gesehen und so entsetzt war!"

Jo 🙂) Heute nehm ich das gelassener, ich weiß um die Tatsache, dass dieser süsse Engel demnächst noch viel mehr an meinen Nerven zehren wird. Vielleicht - vielleicht, wird mir dann auch mal was Böses rausrutschen, "Scheißkind" ist da mal nix 🙂

Das ist alles nicht so schlimm. Meine Kinder haben gespürt, dass ich sie nie fallen lasse, gerade in der Pubertät fand ich es so schwer, gleichzeitig Grenzen zu setzen, auch persönliche Grenzen zu setzen, mich nicht beleidigen zu lassen. Und dennoch zu vermitteln, dass darf alles passieren. Es dürfen böse Sachen gesagt werden, aber ich hab Dich trotzdem lieb, ich halte Dich trotzdem fest, ganz fest. Egal, wie gemein Du bist.

Und das beruht auf Gegenseitigkeit, Lisa, wenn Du es bei Dir selbst als so unverzeihlich ansiehst, dass Dir ein paar böse Worte rausrutschen - dann hat das auch sehr viel mit der Gesamtsituation und auch individuell mit diesem Streit zu tun - . Es ist okay, das kann passieren. Ihr und auch Dir. Kein Grund, einander zu verlassen.

Ich habe auch den Eindruck, dass Du so wie ich einen zu hohen Anspruch an Dich selbst dabei stellst. Das kann passieren. Sie hüpft und tanzt, eine Entschuldigung - und ihre Welt ist wieder in Ordnung.
So ist das auch: Hauptsache, Du hast sie wieder lieb - Grund zum Hüpfen und Tanzen!

Ich weiß nicht, was die Ursache dieses Ausrasters Deinerseits war, vielleicht gab es ja gar keinen Streit, vielleicht hat die Kleene gar nicht so viel Anlass gegeben.

Vielleicht fühlst Du Dich auch mit der Situation überfordert - und dann ist das natürlich eine andere Geschichte, dann solltest Du Dir Hilfe holen, Entlastung - da gibt es Möglichkeiten.

Aber sie fallenlassen, wegen einiger unkontrollierter Verbal-Ausraster, das ist keine Alternative - das ist es nicht wert. Das steht in gar keinem Verhältnis zu der Liebe, die Du für sie empfindest.

Fühl Dich nicht leer -
fühl Dich reich an Erfahrung -

man kann soo viel, soo sehr lieben, obwohl man mal was richtig Böses sagt 🙂))
Sie hat die Lektion längst verstanden 🙂
 
@ fleur

Jetzt hast du mir Tränen in die Augen getrieben.

Ich liebe sie sehr, das ist nicht nur Pflichtbewusstsein. Ich glaube auch zu wissen, dass es ihr bewusst ist.

Heute Abend war die Stimmung gelöst und ich auch.

Ich hebe mir deine Antwort auf. Im Herzen (und mit einem Lesezeichen ;-).
 
@ fleur

Jetzt hast du mir Tränen in die Augen getrieben.

Ich liebe sie sehr, das ist nicht nur Pflichtbewusstsein. Ich glaube auch zu wissen, dass es ihr bewusst ist.

Heute Abend war die Stimmung gelöst und ich auch.

Ich hebe mir deine Antwort auf. Im Herzen (und mit einem Lesezeichen ;-).

Das freut mich sehr,

Schön,

Und mach Dich drauf gefasst: Es wird vielleicht noch schlimmer werden 🙂)😀
aber das gehört dazu zum Gesamtpaket: Liebe, Schlimmes aushalten, einander trotzdem ganz ganz fest halten!!

LG, fleur
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Lisa,

ich kann mich fleurs Worten nur anschließen...

Pubertät ist das eine - da gehts zur Sache und das tut weh (ich glaube, je größer die Liebe zum Kind ist, desto mehr schmerzt es...

Grad eben beim Lesen sah ich vor meinem geistigen Auge meinen (damals;-)) 13-jährigen pubertierenden Sohn, wie er sich vor mir aufbaute...mit den Worten
"Na los Baby..schlag mich doch!"

Ich glaube, unser beiden Nerven waren damals zum Zerreißen gespannt...und behaupte einfach mal, das kennen alle Eltern!😱

Solange man aber noch gegensteuert, im Gespräch bleibt, Reden kann...sei es spontan beim Italiener oder auch bei einem Hundespaziergang/Ausflug mit anschließendem Besuch bei Mc Doof...solange ist die Gefahr, dass man sich auch innerlich voneinander entfernt und abwendet, nicht wirklich gegeben.

Heute ist mein Sohn 31 Jahre alt - wir lachen seit ewigen zeiten gemeinsam über seine Sturm- und Drangzeit - und über meine damalige Hilflosigkeit! ;-)

Außerdem denke ich, dass es gerade in der (Vor-) Pubertät ganz besonders wichtig ist, Grenzen aufrecht zu erhalten und einiges auszuhalten - und das muss man erstmal üben!!!

Kinder brauchen Grenzen und Zoff...es ist leicht, IMMER ein zufriedenes Kind zu haben...sage einfach ja zu allen (materiellen) Wünschen...

Aber es ist schwer, auch das NEIN konsequent - und auch unter Inkaufnahme des momentanen Hasses - aufrecht zu erhalten.

Die Wertschätzung ggü. Menschen und Dingen hängt m.M. davon ab!

Gleichgültigkeit und zu viel Durchgehen-lassen macht Wildwuchs aus Kindern....wie Unkraut...ohne jede Kultivierung! Und aus Wildwuchs wird i.d.R. kein erwachsener Mensch mit Bodenhaftung!

Dass man anfangs schnell mal die Nerven verliert, wenn der Nachwuchs drauf rumtrampelt, wird besser...Mütter werden mit der Zeit sehr viel gelassener!

Ich finde es außergewöhnlich und sehr, sehr mutig, dass Du die Kleine zu Dir geholt hast!

Glaube mir - sie wird es Dir ein Leben lang lohnen...lass sie einfach pubertieren - auch das
wird (irgendwann...seufz!) vorbei gehen!!

Liebe Grüße

Aloha
 

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