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Ich glaube, ich verblöde...

tulpe

Sehr aktives Mitglied
Erstmal sorry wegen meiner aktuellen Threadflut; bin wahnsinnig erkältet und hab gerade nichts Besseres zu tun 😱


Also:
Ich bin jetzt schon fast 1 1/2 Jahre krankgeschrieben und habe so langsam das Gefühl, dass ich verblöde. Ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber es macht mir Angst.
Symptom ist: Rechtschreibung. Ich weiß manchmal nicht mehr, wie einige Worte geschrieben werden und muss zur Sicherheit nachgoogeln 😱

Okay, meistens liege ich richtig, aber "früher" ging es mir nicht so.

Ich verstehe auch gar nicht, warum es gerade um das Schreiben von Wörtern geht. Ich habe in den letzten 1 1/2 Jahren soviel gelesen wie sonst in meinem ganzen Leben vorher; also mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen habe ich ausreichnend zu tun.

Hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. weiß, woran das liegen kann?

Danke, tulpi
 
Nur weil man krankgeschrieben ist, verblödet man nicht. Kann auch ganz einfach an der Konzentration liegen, psychischen Verfassung. Oder eben daran, dass die Rechtschreibung keine so übergeordnete Priorität mehr hat wie davor, aber mit verdummen hat das nichts zu tun.
Im Grunde hättest du in dem Fall sogar mehr Zeit, dich zu bilden, als jemand der jeden Tag das selbe nach Schema F macht.
Außer es war ein Beruf, der intelektuell sehr fordernd war. Aber auch dann wäre es falsch von "Verblödung" zu sprechen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht sind dir die Rechtschreibfehler vorher nicht aufgefallen (war dir vielleicht auch egal) und du machst dir erst jetzt Gedanken darum.
 
Erstmal sorry wegen meiner aktuellen Threadflut; bin wahnsinnig erkältet und hab gerade nichts Besseres zu tun 😱


Also:
Ich bin jetzt schon fast 1 1/2 Jahre krankgeschrieben und habe so langsam das Gefühl, dass ich verblöde. Ist jetzt vielleicht etwas übertrieben, aber es macht mir Angst.
Symptom ist: Rechtschreibung. Ich weiß manchmal nicht mehr, wie einige Worte geschrieben werden und muss zur Sicherheit nachgoogeln 😱

Okay, meistens liege ich richtig, aber "früher" ging es mir nicht so.

Ich verstehe auch gar nicht, warum es gerade um das Schreiben von Wörtern geht. Ich habe in den letzten 1 1/2 Jahren soviel gelesen wie sonst in meinem ganzen Leben vorher; also mit Buchstaben, Wörtern und Sätzen habe ich ausreichnend zu tun.

Hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht bzw. weiß, woran das liegen kann?

Danke, tulpi

also richtig verblöden tut man jetzt nicht, aber das Gehirn ist wie jeder andere Muskel auch zu trainieren, wenn es nicht verkümmern soll. Ich merk das meistens nach den Semesterferien. Mir fällt das lernen nach einer längeren pause schwerer als nach ner kurzen.
das Gehirn versucht sich immer wieder neu zu regenieren (im schlaf zum Beispiel). es ist also normal, dass nach dem täglichen 'Neustart' dinge evtl in Vergessenheit geraten. darum sollte man wenn man eine Sprache neu lernt, jeden tag trainieren und wenns nur 10 Minuten sind.
 
Hallo Tulpe,


na endlich, ich dachte ich bin der Einzige...

...nein das dachte ich nicht wirklich, aber zu mindest zu einem Teil geht es mir genauso und ich habe genau gelesen, wie Du es gepostet hast und da fängt das Dielämmer schon an...

In den 3 armen Zeilen, welche ich geschrieben habe musste ich "Dielämmer" schon nachgoogeln und bei gepostet musste ich länger "vorsprechen", wie man es nun ausspricht und von "gepostest" zu gepostet verändern, jetzt mal ohne zu googeln.

Aber die Frage stelle ich mir nahezu ebenso, es gibt Wörter, die google ich fast immer nach, obwohl ich das nun schon X mal gegoogelt habe. Z.B.: ich weiß... oder ich weis...

Weiter, wenn ich mal schnell einen längeren Text schreibe, ohne deutlich aufzupassen, geschehen mir Rechtschreibfehler, welche peinlich sind, und welche ich auch noch kennen tue:
wenn ich mir dann den Text durchlese fallen sie mir direkt auf.

Manchmal habe ich auch schon mit Sicherheit etwas falsch geschrieben, fest in dem Glauben, es müsste stimmen, da hatte ich doch damals nachgegoogelt, dann weit später nochmal überprüft und erschrocken festgestellt, das genaue "Gegenteil" war richtig.

Dann gibt es Wörter, welche ich generell blöd finde (hässlich "geschrieben" bzw. "klangdoof" ausgesprochen), aber ohne diese ich wiederum nicht auskomme, wie tu, tue, tut, tun oder doof, es, gibt, wir, man, halt, Arzt und Komma.

Dann gibt es Sachverhalte, welche ich zwar verstehe wie "wieder" und "wider", aber in anderen Wörtern verschleiert sich deren Bedeutung für mich wie in "wiederum" oder in "widerspiegeln", obwohl ich es genau begreife, je nach Tagesverfassung...

Aber ganz schlimm ist es bei mir mit "zusammen" und "ge trennt" Schreibweise, daran könnte ich verzweifeln!

Und das Allerschlimmste: Groß- und Kleinschreibung. Vor allem bei Satzteilen wie:
"das (k)önnen (w)ir"!

Tja, womit hat das alles nur zu tun, aber da muß man einfach auch die Komplexibilität der Sprache, des Ausprechens und des Schreibens sehen, da man ja auch in den vielen Akzenten schreiben kann.

So wie (ausgedachtes Extrem): "Jöää.. dasch isch det ma net besser wees, uf n wattenmehr loven, det jansche jut."
So als ob (ausgedachter Volksspruch): "Ja klar... als ob ich das nicht besser wüsste, auf dem Wattenmeer laufen, das kannst Du gut."
Soll bedeuten: "Zu mehr taugst Du nicht."


Zum Beispiel: Wer spricht denn das Wort : "Komplexibilität" so deutlich aus? Sagt man nicht viel mehr : "Komplexiblität"...



tschööö (auch das "tschööö" gibt es doch eigentlich nicht als Wort, aber sagen tut man es halt - womit man gewiss eines der dämlichsten Sätze überhaupt geschrieben hätte, meiner Meinung nach 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Nur weil man krankgeschrieben ist, verblödet man nicht. Kann auch ganz einfach an der Konzentration liegen, psychischen Verfassung. Oder eben daran, dass die Rechtschreibung keine so übergeordnete Priorität mehr hat wie davor, aber mit verdummen hat das nichts zu tun.
Im Grunde hättest du in dem Fall sogar mehr Zeit, dich zu bilden, als jemand der jeden Tag das selbe nach Schema F macht.
Außer es war ein Beruf, der intelektuell sehr fordernd war. Aber auch dann wäre es falsch von "Verblödung" zu sprechen.

naja, ich sagte ja bereits: Ich übertreibe etwas 😀

Ist wahrscheinlich eher meine Angst, zu verblöden. Ich bin (leider) Perfektionist und schon wenn ich einmal was nicht hinbekomme, denke ich sofort, ich wäre blöd 😱

Meine psychische Verfassung ist eigentlich gerade auf dem Wege der Besserung und ich mache eigentlich viel für meine (Fort-) Bildung.

Okay, in meinem damaligen Beruf musste ich sehr viel schreiben (meist auch sehr "hochgestochen"), aber die Wörter, die mir manchmal einfach "entfallen" haben auch nichts mit meiner damaligen Tätigkeit zu tun (means: die musste ich dort nicht anwenden).
 
Hallo Tulpe!

Kann es sein, daß Du eine Depression hast ?
Ich kenne dies von mir, dass ich in der Zeit einer recht schweren Depression,
dann zeitweise nicht wirklich fähig war etwas zu lesen.
Ich weiß nicht wie man es beschreiben kann, weil dieses Gefühl schon
etliche Zeit zurückliegt bei mir.
Es hat sich in etwa so angefühlt als ob meine Konzentrationsfähigkeit was
Geschriebenes angeht nicht mehr verschwunden war.
Und die Buchstaben/Worte/Sätze waren so etwas wie verschwommen/unscharf.
Habe zu der Zeit gedacht, dass ich wohl auch eine Brille benötigen werden würde.
Aber das war nur phasenweise so, und es hat sich dann mit dem besserem Empfinden
(die Depression wurde weniger schlimm) meinereiner wieder gebessert/ganz gelegt.

Nur so, wie/warum Deine Rechtschreibproblematik mich an meine Leseschwierigkeit erinnerte.
Die Depression unter-drückte die Fähigkeit des Gehirns bestimmte kognitive Fähigkeiten
zur Verfügung zu stellen.

Ich hoffe ich kann Dir vielleicht dadurch einen kleinen Hinweis geben ?
Machst Du regelmäßig Sport ? Hast Du Sonne und frische Luft zur Verfügung ?

LG
Helge
 
...nein das dachte ich nicht wirklich, aber zu mindest zu einem Teil geht es mir genauso und ich habe genau gelesen, wie Du es gepostet hast und da fängt das Dielämmer schon an...

In den 3 armen Zeilen, welche ich geschrieben habe musste ich "Dielämmer" schon nachgoogeln und bei gepostet musste ich länger "vorsprechen", wie man es nun ausspricht und von "gepostest" zu gepostet verändern, jetzt mal ohne zu googeln.


hihi, danke für Deinen Beitrag. Ich musste herzlich lachen, weil ich mich teilweise darin wiedergefunden habe 😉

Tja, wie schreibt man nun "Dielämmer"? 😀 Ich probiere es mal, ohne zu googlen: Dilemma? (oh je, hoffentlich ist es nicht falsch, ich würde mich so schämen: Und das ist garantiert kein Witz!)




........okay, ich geb´s zu: Hab vorher doch sicherheitshalber gegoogelt (war richtig). Wahnsinn, wie wichtig mir das ist??? Ob ich hier groß oder klein schreibe, ist mir doch auch total wurscht 😕
 

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