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Ich glaube ich hab mich in meinen Vater verliebt

BCwithaCrown

Neues Mitglied
Ich bin jetzt gerade 15 geworden und wohne seit 5 Monaten wieder bei meinem Vater. Vorher hab ich, seit dem sich meine Eltern getrennt haben als ich 4 war, nur bei meiner Mutter gewohnt und wir sind extrem oft umgezogen. Mein Daddy war trotzddm schon immer eine Art Vorbild wenn ich bei ihm in den Ferien war. Er ist 44, sieht gut aus, singt und spielt Fußball und ist der lustigste Mensch der Welt, weswegen er auch viele Freunde hat. Er ist sehr liebevoll, kann aber in den richtigen Situationen auch sehr streng sein was ich toll finde. Er ist seit kurzem wieder single. Ich ertappe mich andauernd dabei das ich mir wünsche ihn zu küssen und anzufassen. Selbst sexuelle Gedanken schleichen sich in meinen Kopf... Bin ich irgendwie krank? Ist alles ok mit mir?... Es fühlt sich falsch an solche Gedanken einem tollen Vater gegenüber zu haben... Kann mir irgendwie geholfen werden?
 
Hallo BC,

wenn ein vierjähriges Mädchen den eigenen Vater heiraten möchte und der kleine Junge seine Mutter, so ist das normal, nicht ungewöhnlich. Durch das Heranreifen erfolgt eine Abnabelung, die in der Pubertät auch zu gesunden Konfrontationen führt.
Was Du mit 15 Jahren gefühlsmässig erlebst, deutet aus meiner Sicht auf eine Störung hin. Da kann ich nur empfehlen, Hilfe bei einem entsprechenden Fachmann (Psychologen, Psychotherapeuten) zu holen. Wenn hier keine Hilfe erfolgt, besteht die Gefahr, dass Du Dich – aber auch Deinen Vater, in größte Schwierigkeiten bringst.

LG, Nordrheiner

 
Es ist nicht gleich alles pathologisch was man nicht aus eigener Erfahrung oder aus Filmen kennt.

Ich hatte mich mit 40 Jahren total in meinen Vater verliebt, als mir ein altes Foto von ihm in die Hand fiel auf dem er noch jung war. Zu dem Zeitpunkt war er aber schon 20 Jahre tot. Damals war ich auch total fassungslos, fand aber in guten psychologischen Büchern Erklärungen dazu.
Mein Vater war meine wichtigste Bezugsperson da er zu Hause und meine Mutter berufstätig war. Er hat mich auch sehr geliebt. Als meine Mutter starb die er sehr geliebt hat, war ich für ihn der einzige Halt und ich war für ihn auch so ein wenig Ersatzfrau.
All diese Konstellationen sind menschlich, verständlich und nicht krank. Man hat normalerweise aber innere Leitplanken und weiß recht gut dass man nicht alle Wünsche und Begierden ausleben kann und soll.
Genau das hast du auch, weshalb du hier ja auch darüber schreibst und auf Hilfe hoffst.
Was man im jugendlichen Alter noch nicht so gut wissen kann ist dass auch große und heftige Gefühle vergänglich sind, sonst gäbe es nicht so viele Trennungen und Scheidungen.
Versuche mal nicht nur die super tollen Seiten Deines Vaters zu sehen sondern auch seine Fehler, das hilft zu relativieren, - und Fehler hat jeder Mensch!
Habe etwas Geduld mit dir selbst und lenke dich ab indem du mehr unter Altersgenossen gehst.

Es gibt noch eine andere Perspektive zu dem Phänomen dass wir uns in die "falschen" Menschen verlieben.
Ein großer Teil der Menschheit kennt das Prinzip der Wiedergeburt oder Reinkarnation.
Wenn man Beziehungen unter diesem Apekt mit etwas Phantasie betrachtet erkennt man dass z. B. ein Bruder ein früherer Ehemann oder eine Tochter im früheren Leben ein Vater gewesen sein könnte, und diese alten (karmischen) Bindungen schimmern machmal durch den natürlichen Vorhang des Vergessens.
 

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