Ich hatte sie wirklich total gerne und war immer für sie da, egal was war. Und wenn man dann selber Hilfe braucht und sie nicht bekommt, dann verletzt das einen unwahrscheinlich.
Deine Freunde kannten dich halt nur als lustig und ausgeglichen. Als du dann selbst Unterstützung brauchtest, konnten sie nicht damit umgehen. Dein Fehler war, dass du das nicht früher gemerkt hast. Das dich das verletzt hat ist ganz klar.
Ich kenn das auch - und ich trenne darum Freunde und Bekanntschaften. Es gibt Leute, die sind nett wenn man gut drauf ist und wenns einem schlecht geht nutzen sie das sofort zu ihrem Vorteil aus. Aber ob man will oder nicht, im Studium, beim Sport und ganz besonders im Job, hat man mit solchen Leuten immer wieder zu tun. Ich halte dann Distanz, sage was mir passt und was nicht - und verlasse mich auf die Leute nicht. Dann kann man trotzdem mit ihnen zusammen lernen, arbeiten oder auch mal auf eine Party gehen.
Es nützt aber nichts, zu sagen man will mit den Leuten garnichts zu tun haben. Damit verbaut man sich viel.
Freunde dagegen kann man sich sehr viel sorgfältiger aussuchen, und schon früh schauen, ob sie die Dinge auch so sehen wie man selbst. Das klappt am besten, wenn man immer offen sagt, was los ist. Wenn mich was stört oder wenns mir schlecht geht, sag ich das gleich - aber ich erwarte nicht von Jedem Hilfe, dem ich mal geholfen habe. Freunde werden oft schon von alleine Hilfe anbieten - und daran merkt man dann, wen man um Hilfe bitten kann. ...und wenn mir wer nicht hilft - dann weiss ich dann halt, dass er ganz nett ist, aber halt leider mehr auch nicht.
Leider bin ich durch diese Geschichte extrem feige und schüchtern geworden und ich weiß jetzt gar nicht mehr, worüber ich mich mit anderen unterhalten soll.
Das geht vorbei, Ladyurlaub.
🙂 Unterhalt dich mit Leuten, mit denen du dich unterhalten willst. Mit der Zeit wird man dann immer lockerer und zuversichtlicher.