Weil sie nun einmal so sind, wie du sie gern hast. Das sind die Leute, mit denen du tiefe Gespräche führst. Die du gut findest, wie sie sind und die dich mögen, wie du bist.
Die Freunde deines Freundes sind spontan und sagen gern jubelnd zu, machen dann aber freudvoll genau die Dinge, die du nicht so prickelnd findest. Manchmal gibt es Überlappungen, aber doch wohl eher selten.
Da ist es doch, dein Problem. Du zerdenkst die Dinge und du legst die Dinge auf die Waagschale. Dann kannst du dich auch darum kümmern, dass es nicht immer so ist. Dein Freund liebt dich so, wie du bist, auch wenn er manchmal nicht ganz nachvollziehen kann, was du wie empfindest, wenn es z. B. um Freizeitgestaltung geht. Wenn er bei dir ist, geht er gern um die Zeit ins Bett, wenn du auch müde bist und ab und an lässt er sich von seinen spontanen Freunden dazu verleiten, lange aufzubleiben. Dann hast du die Gelegenheit, deine geliebte Serie zu gucken oder sonstwas, was dir gefällt und ihm weniger. Das ist doch gut so. Außerdem nennt er dich ja nicht faul, das scheint eher etwas aus deiner Kindheit zu sein, was da hochkommt. Da könntest du in der Therapie mal reingucken.
In dem ganzen Zusammenhang mit deinen Freundinnen, seinen Freunden, aber auch deinen Arbeitskolleg:innen fällt mir auf, dass du anscheinend immer irgendwie zu erwarten scheinst, dass alle anderen sich auf dich einstellen, sich nach dir richten sollen. Dabei bist du selbst wenig bereit, mal auf andere wirklich nett zuzugehen und zu schauen, wen du da genau vor dir hast. Du scheinst dir schnell eine Meinung zu bilden und dann hat der andere kaum noch eine Chance, von dir nicht in eine Schublade gesteckt zu werden, die du von vornherein für ihn/sie vorgesehen hast. Das ist so meine Beobachtung.