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ich enttäusche meine mutter immer wieder

gurkee

Neues Mitglied
Hi
Ich bin vollkommen am Ende. Meine Mutter macht mich fertig. Wenn ich nicht das mache, was sie will (mit ihr spazieren gehen, einkaufen gehen, jetzt sofort aufstehen und so aktiv sein wie sie, zu ihr ins Wohnzimmer kommen,…) ist sie immer gleich fertig, weint, ist enttäuscht von mir. Das macht mich fertig.
Zurzeit geht es mir wieder ganz gut (Depressionen und geheime Bulimie/Anorexie) aber wenn es mir mal nicht so gut geht, schreit sie mich an, ich soll jetzt das und das machen und ja nicht weiter in meinem Bett relaxen. Wenn sie vom Spazieren kommt, sagt sie immer: „Das ist soooo schön draußen und ich hab XX und XX getroffen und nen schönen Gruß von XX.“ und das in so einem Ton, dass sie mir ein schlechtes Gewissen einreden will, dass ich nicht mitgegangen bin. Sie will auch, dass ich ihr immer alles erzähle und sage. Ich darf auch keine Geheimnisse mit meiner Freundin haben (Ihre Eltern trennen sich und sie erzählt mir immer ihre Sorgen) und Geheimnisse generell nicht. Wenn ich meine Türe für zwei Sekunden zu habe, kommt sie schon wieder, ich soll doch mal raus kommen und das und das machen. Abschließen geht ja mal gar nicht. Sie glaubt mir auch nichts mehr. Da kommt dann immer ihr Blick und sie redet in einem gewissen Ton und ich weiß, sie glaubt mir nicht und denkt, ich nehme irgendwelche Tabletten, mach was verbotenes und will mir schaden. Wenn ich schreibe (Ich schreibe für mein Leben gern Geschichten) fragt sie immer, was ich da mache und ob es was „schönes“ ist. Das gleiche ist, wenn ich SMS schreibe. Das nervt mich total und das liegt bestimmt nicht nur an der Pubertät. Ich bin echt so froh, wenn ich 18 bin und ausziehen kann und sie mich nicht mehr kontrollieren kann. Ich brauche einfach meine Geheimnisse (Meine Geschichten, ANA und MIA (Anorexie und Bulimie; ich weiß, dass es Krankheiten sind, aber ich will damit leben und meinen Traum, dünn sein, verwirklichen, wo meine Mutter mich nie unterstützen würde). Ich bin einfach ein Mensch, der seine Privatsphäre braucht.
Danke, dass ihr mir zugehört habt. bin übrigens 14
 

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M

Monarose

Gast
Ich denke nicht, dass ihr Handeln aus Enttäuschung entsteht. Sondern aus Sorge.

Und diese Sorge kann ich gut nachvollziehen.

Natürlich unterstützt keine geistig normale Mutter ihr Kind beim "Dünnwerden".

Was willst du? Eine Monster-Mutter, der du egal bist?

Sie wird sich in dem Maße entspannen, indem du ihr keinen besonderen Anlass zur Sorge gibst.

Unternehmt ihr eigentlich mal was gemeinsam?
 

gurkee

Neues Mitglied
wir sind fast immer zusammen. Wir wohnen zu zweit in einer kleinen Wohnung, wir gehen zusammen shoppen, spazieren, treffen uns mit freuden (mutter und mutter sind befreundet; tochter und tochter sind befreundet), ich darf meine zimmertür nur ganz selten zu machen, sie arbeitet nur halbtags,...
 
T

Tibah

Gast
Funktionieren müssen, null Vertrauen ins eigene Kind, keinerlei Privatsphäre...? Ich kannte das nur zu gut, als ich in Deinem Alter war. Auch wenn meine Eltern nicht immer so direkt mir gegenüber waren, wie Deine Mutter es ist - meine Eltern haben das anders "geregelt". Es geht für's spätere Leben nicht spurlos an einem vorüber, wenn einem überhaupt nichts zugetraut wird und man seine "kleinen Geheimnisse" nicht frei entfalten kann. Jedenfalls glaube ich, Deine Mutter reagiert aus Angst um Dich so überzogen. Sie lässt Dir keine privaten Angelegenheiten, die man mit 14 durchaus haben darf und bedrängt Dich ständig damit. Umso mehr steigerst Du Dich vermutlich in die eine oder andere Sache hinein (z.B. "ANA und MIA"). Sie geben Dir Halt und das letzte bisschen Kontrolle über Dich. Und wenn Du keine Lust hast etwas zu machen, hat Deine Mutter vielleicht Angst, Du könntest in Depressionen verfallen. Nur übertreibt sie es scheinbar dabei.

Bist Du sehr verschlossen geworden ihr gegenüber? Sodass Deine Mutter Dir sozusagen wegen jeder Information oder Unternehmung nachlaufen muss? Seit wann verhält sie sich eigentlich so? Du könntest ein ruhiges Gespräch mit ihr suchen und ihr klar machen, dass keine Gründe zur Sorge bestehen, dass Du keine Tabletten nehmen wirst etc., dass das schreiben Dir einfach nur Spaß macht oder hilft (egal was drin steht) und so weiter. Und dass Du auf sie zukommen wirst, wenn Du Probleme hast (was Du dann aber auch wirklich einhalten solltest). Gib ihr freiwillig Einblicke in Dein Leben, so wird sie nicht immer krampfhaft danach suchen müssen. Sag' ihr, Du kannst Dich ihr anvertrauen, wenn sie Dir auch vertraut.
 

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