Liebe Anna-Lisa,
ich kann nicht immer wie ich will. Denn wenn ich meine Trauer vor meinem Kind zulasse bekommt sie mit wie schlecht es mir geht und das möchte ich nicht. Hin und wieder weine ich schon kurz vor ihr aber ich unterbinde es dann wieder weil es ausarten würde.
Meine Gedanken kreisen sich momentan wieder viel um das Thema Tod, ich versteh nicht was das ist. Ich kann nicht verstehen das meine Mama für immer weg sein soll. Es bringt mich um den Verstand.
Jeder Tag vergeht irgendwie, mal besser, mal schlechter.... Es muß ja...
Aber ich bin so traurig. Die Menschen in meiner Umgebung, ach ja... Denen ist es egal.... Sie sehen es nicht, sie wollen es nicht sehen und auch nicht verstehen.
Mein Mann hat ständig angst das ich mir auch was antuen könnte. Zum Teil berechtigt weil ich am liebsten auch nicht mehr hier wäre, doch ich habe Familie, ich habe einen wirklich großartigen Mann und eine wundervolle Tochter. Doch der Schmerz in mir ist sooooo groß, irgendwie versteht das niemand, nicht einmal mein Mann, er meint, ich soll das trennnen, ich soll ihn und meine Tochter sehen auf der einen Seite und meine Mama auf der anderen. Er versteht nicht das meine Mama in mir ist, jeden Tag und der Schmerz haftet an mir.
Auch wenn es Tage gibt wo es mir einigermaßen geht, in Gedanken bin ich immer bei meiner Mama.
Wann wird es endlich besser? Werde ich jemals damit "glücklich" leben können.
Ich habe meine Mama im Stich gelassen... Es tut mir so leid! Doch ändern kann ich nichts mehr, es ist einfach zu spät.
Ich würde so gerne ein anderer Mensch sein, ich will nicht ich selber sein.
Ich fühle mich trotz meiner kleinen Familie alleine.
Ich will das so nicht!
Nun, dies waren meine Gedanken für den heutigen Tag.
Dauni