Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

ich brauche tips bei der suche nach meinem vater

  • Starter*in Starter*in wilder mohn
  • Datum Start Datum Start
W

wilder mohn

Gast
Hallo,
ich brauche hilfe bei der suche nach meinem Vater.
Und das ist so:
Meine Eltern haben sich getrennt und scheiden lassen , da war ich drei.
Es gab dann noch einen kleinen Kampf ums Sorgerecht... Die Scheidungs-, Sorgerecht- und Jugendamtunterlagen habe ich alle. Das sind auch die letzten Unterlagen über den Wohnsitz meines Vaters.
Jetzt bin ich 30, also sind die Unterlagen ca. 27 Jahre alt.
Als ich vor 4 Jahren die Suche schon mal in Angriff genommen habe, bin ich einfach nicht weitergekommen.
Ich habe versucht von meiner Oma und Mutter sämtliche Infos zu bekommen und habe daraufhin auch mit dem Bruder, seiner Frau und der Mutter meines Vaters Kontakt aufgenommen. Durch mehrere glückliche Verknüpfungen kam ich an die Tel. nummern.
Es hatte aber keiner von ihnen seit ca 10 Jahren jeglichen Kontakt oder Infos seines jetzigen Aufenthaltsort von ihm.
Es wurde aber bestätigt das ich, von seiner 2ten Frau, 2 oder 3 Halbgeschwister habe.
Das sind im groben die fakten die ich habe.
Ich freue mich über ratsschläge wie ich vorgehen kann. Das letzte mal hat die Suche, nachdem ich auf sämtlichen rathäusern keine auskunft bekommen habe, geendet. Und ich würde es gerne ohne große Rechnungen schaffen. Wohin kann ich mich wenden?


Mich interessiert aber auch wie jemand der ein Elternteil gesucht hat, das ganze verarbeitet hat.
Es kommen ja auch Sachen zutage die mich aufwühlen.
Die Gedanken daran wie er ist. Inwiefern wir uns ähneln. In positiven wie auch negativen Characktereigenschaften. Wie würde eine Kontaktaufnahme aussehen? Und sich anfühlen?
Was ist mein Vater? Hat er sein Leben auf die Reihe bekommen oder finde ich einen Säufer unter der Brücke? Lebt er überhaupt noch? Finde ich überhaupt jemand?
Nach den Infos die ich habe kann ales möglich sein...
Wenn ich mich nmit all dem beschäftige muß ich halt auch ein paar schlaflose bzw. traumreiche Nächte einplanne. Das zerrt dann schon an den Nerven. Oder bin ich da zu zimperlich?

Im Hinterkopf war er auch ständig präsent Ich habe immer nach der anderen hälfte von mir gesucht. Die Sehnsucht nach dem Wissen wie und wo er ist war immer da. Die paar Geschichten meier Mutter wärend der Pupertät, kann ich auswendig weil es das einzige ist dass ich von ihm hatte.

Ich bin auch kein Engel aber ich führe ein relativ geordnetes Leben mit Kindern, Mann, Arbeit und allem was dazugehört...und möchte jetzt nur noch dieses fehlende puzzelteil haben.

Hoffe das mir jemand helfen kann
 
Hallo wilder mohn,

ich kann dir leider keine Tipps geben wie du deinen Vater finden kannst aber ich kann dir von meiner Suche berichten, wobei die Ausgangs Situation eine andere war.
Ich bin ein Adoptivkind und mit ca. 19 Jahren habe ich dann beschlossen meine LE zu suchen, wollte einfach mal wissen wie sie ausschauen, ob ich ihnen ähnlich sehe usw.
Natürlich führe mich mein erster Weg aufs JA, denn für die müsste es meiner Meinung nach ein leichtes sein meine LE zu finden, aber nach ca. 6 Monaten und mehrmaligen nachfragen tat sich einfach nix.

Ja, und dann hab ich die Sach selbst in die Hand genommen.
Adop. Unterlagen rauskramen, alle möglichen Namen rausschreiben und natürlich die damaligen Wohnorte, bzw. die Adressen.
Dann besorgte ich mir ein Tel. Buch der Wohnorte und suchte nach den Namen. Nach ungefair 15 Anrufen hatte ich ne "Tante" am Tel. die mir bereitwillig Auskunft gab.

So hab ich meine leibliche Mutter gefunden, aber das erste Treffen (wie alle anderen im übrigen auch) war die reinste Entäuschung, das ist aber ne andere Geschichte. 🙁

Verwante von meinem leiblichen Vater habe ich auch gefunden, ihn selbst allerdings nie.

Ich hoffe du findest deinen Vater und das dieser dann auch in dein Raster passt, denn es ist verdammt schwer damit umzugehen wenn es nicht so ist.

Grüsse
vom schäfchen
 
Ich hatte schon Jahre das Gefühl, dass in meiner "Familie" etwas nicht stimmte, zumal mir bei genauerer Betrachtung meiner Geburtsurkunde auffiel, dass die 3 Jahre nach meiner Geburt ausgestellt war (1982, obwohl ich 1979 geboren wurde). Meine "Eltern" erzählten mir etwas von "Behördenproblemen" damals, was man ja als Kind oder Jugendlicher irgendwie noch abheftet als "Shit happens".

Allerdings verhielten sich meine "Eltern" irgendwie sonderbar zu mir. Das fiel mir schon auf, als ich mein Wirtschaftsabitur mit 1,5 machte und ihnen das nicht gut genug war. Auch, weil sie mich in diese Karriereschiene drängten (wogegen ich mich letzten Endes entschied) und immer wollten, dass ich einen guten, wichtigen Job bekam und Karriere machte... allerdings wurde nie wirklich anerkannt, was ich vollbrachte.
Auf den Trichter, dass da wohl mehr dahinter steckte kam ich erst, als ich besagte Geburtsurkunde bekam. Die brauchte ich für meine Bewerbung zur Ausbildung zum Altenpfleger.

Wie bei dir, schäfchen05, hab ich mir gedacht "Wenn es irgendwo was gibt, dann beim Jugendamt".
Schwierig war das ganze nicht. Ich hab erst beim Jugendamt am alten Wohnort meiner "Mutter" angerufen und da wurde ich dann an das für den aktuellen Wohnort meiner "Eltern" zuständige verwiesen. Die bestätigten mir, dass es Unterlagen über mich gäbe (nicht unter meinem Geburtsnamen, sondern meinem aktuellem). Ich also Termin dort ausgemacht und hin mit Stift und Notizblock.

Weiter gings wie bei schäfchen05 mit Telefonaten, Internet- und Telefonbuchrecherche, nur dass ich meinen... "Erzeuger"... ausmachen konnte. Ich hatte dann auch meine Mutter (die meine wirklich auch ist) darauf angesprochen und... auch über ihn Informationen eingeholt und mir sogar vor Ort angeschaut, wo er wohnt... was ich herausgefunden habe, hat mich so ziemlich aus der Bahn geworfen und mein Selbstbild, Selbstwertgefühl und das ganze andere, was einem irgendwie innere Kraft verleiht, vollkommen zerstört. Ich möchte das nicht weiter ausführen, um dir nicht unnötig Angst zu machen.

Wie schäfchen05 hoffe ich auch, dass dein Vater so ist, wie du ihn dir erhoffst und du nicht enttäuscht wirst.


Grüße
Sylvain
 
Hallo,
ich kann dir leider auch nicht mit spezial Tipps bei der Suche helfen, ich habe meinen Vater damals durchs Googeln gefunden, weil er selbstständig war und eine Firma hatte...
Noch ne Idee: ich habe so etwas noch nie gemacht, vielleicht lese ich auch zu viele Krimis, aber wenn alle Stricke reißen... : Privatdedektiv?

Naja, ich jedenfalls hatte auch keinen Kontakt mehr zu meinem Vater seitdem ich 5 war und dazu kam noch, dass meine Mutter dagegen war und ihn permanet schlecht gemacht hat...

Ich fand es wahsinnig schwer mit der Kontaktaufnahme...das zog sich über Jahre, der erste Brief mit 25 nach langer Therapie und vielen Tränen, dann ein Treffen mit 32 und jetzt mit 41 das nächste, jedesmal war es anders und ein bisschen leichter,
beim ersten Brief hab ich mich gar nichts getraut, hatte überhaupt kein Selbswertegefühl und die Angst, dass er mich einfach gar nicht will,
beim 1. Treffen bei ihm hatte ich einfach nur eine sau Wut, weil er damals mit seiner 2. Frau in einem richtig großen schicken Haus lebte, und ich dann an mich und meine Mutter zurückdenken musste, wie wir finanziell rumgekrebst hatten jahrelang,

jetzt ist er pleite und an Depressionen erkrankt....aber nett...und nahbar

ich glaube, beim letzten Treffen waren wir beide anders, so ehrlich und offen wie noch nie, und das war schön....
ich habe zwar immer noch Angst wieder sitzengelassen zu werden und verletzt,
aber wenn ich bei ihm bin, ist das schon so, als ob ich einen verlorenen Teil von mir gefunden hätte...
ich habe aber noch kein Vertrauen meine Kinder da zu involvieren, denn ich möchte nicht, dass es Ihnen so ergeht wie mir früher, ein Opa, der dann plötzlich wieder verschwindet....

Ja und mein Mann meckert auch rum, sein Vater hat uns jahrelang bei der Seite gestanden, uns besucht, die Kinder beschenkt, teilgenommen, die Hochzeit ausgerichtet, und mein Vater taucht da aus dem Nichts auf, und will da plötzlich von besteheden Strukturen profitieren, zu denen er nichts beigetragen hat....

Mit meiner Mutter rede ich zur Zeit gar nicht darüber, die bekommt, sobald ich davon erzähle einen hysterischen Anfall...

Egal, wie alle anderen reagieren: ich weiß aber, dass es richtig ist und mir gut tut, meinen Vater zu kennen, ich habe Seiten an mir verstanden, die ich vorher nie verstanden hatte und es ist tatsächlich schön, warum auch immer, einen Vater zu haben, (ich kannnte das ja nicht...), selbst mit 41.

Also, ich wünsche dir viel Glück bei der Suche und viel Kraft.

Wahrscheinlich wird es dich und deine Familie durcheinander wirbeln, Strukturen verändern, selbst, wenn er ein Blödmann ist, du weißt es dann, und musst nicht mehr mit dieser nagenden Ungewissheit leben......

Alles Gute! Und lass dir die Zeit, die du brauchst......
 
Hallo,
ersmal danke für die antworten.
Es ist ja auch schon hilfreich darüber zu reden bzw. zu schreiben. Und es hilf mir das ganze "realistisch" zu sehen , also ohne in große depressionen zu verfallen...
Ich versuche jetzt auch ganz nüchtern ranzugehen.
Habe mir aus dem Deutschland telefonbuch alle nummern zum passenden Namen rausgelassen und telefoniere die jetzt mal, mit der Frage nach zweitmanen und Geburtsdatum, ab.Es dauert halt auch da ich das nicht machen will wenn meine Kids nebendran rumspringen. Hab da aber irgendwie keine richtige Hoffnung...? Bin jetzt bei ca. der 50sten nummer von insgesammt über 150.

pusemukl, das mit dem Privatdedektiv werde ich mir überlegen wen echt alles andere nicht geklappt hat. Muß mich auch erstmal erkundigen wieviel so was kostet...

Ich überlege ja auch ob ich versuchen soll meine Halbgeschwister-die wohl auch keinen Kontakt zu unserem Vater haben - zu finden.
Da habe ich aber einfach so viel Angst vor der Reaktion. Und auch davor in welchen Verhälnissen ich sie finde... Habe Infos, von vor 10 Jahren, das sie wohl ins Heim gekommen sind.
Was sagt man da denn? "Hallo, ich bin eure Halbschwester und möchte euch kennenlernen"? Oder mach ich mir da zuviel Gedanken?

Na, ihr seid auf jeden Fall herzlich wilkommen mir zu schreiben fals ihr noch tips habt. Ich freu mich natürlich von euren Erfahrungen zu erfahren weil mir das Mut macht...
 
Ich habe auch einen Halbbruder- vielleicht. Mein Vater hatte mir seine Kontaktdaten geschickt, mit dem Kommentar "das ist mein Sohn".

Wir haben damals erstmal monatelang gemailt und uns unsere Lebensläufe erzählt....das war interessant!

Dann erst haben wir uns getroffen:

Ja, und dann habe ich jemanden als meinen Bruder kennengelernt und auch seine Tochter, und wir haben uns auch prima verstanden und viele Parallelen gefunden, um dann ein Jahr später zu hören, es sei gar nicht sicher, ob mein Vater auch der Vater dieses Menschen sei.......

Aber, als wir noch sicher dachten, wir wären Halbgeschwister, war es schon schön, dieses Einsamkeitsgefühl, dass man als Einzel- und Scheidungskind hat, löste sich etwas auf, und wir hatten echt einen Draht zueinander.

Allerdings ist die Sache dann trotzdem im Sande verlaufen...ich meine, man hat ja in seinem Leben bestimmte Beziehungen und Räume dafür, und da war eben bisher kein Raum für eine Beziehung: Bruder, und deshalb kann der ja nicht plötzlich hergezaubert werden, oder?

So wichtig, wie die Begegnung mit meinem Vater, war es jedenfalls nicht. Das beschäftigt mich auch gar nicht mehr. Gefühlt ist der Kontakt so, wie mit anderen Bekannten. Kann, muss aber nicht sein.

Ja aber zurück zu dir, ich würde mich schon zu 50 % daruf einstellen, dass die Umstände und Verhältnisse deiner Verwandten vielleicht unschön sind.

Und ein Sache, auf die mein Mann, als quasi Außenstehender mich immer wieder hinweist, und an die ich selber nie gedacht hätte:

auch Eltern können Unterhaltsansprüche an ihre Kinder geltend machen, wenn sie pleite/arm/bedürftig sind....stell dir mal vor, du musst Unterhalt zahlen, für einen Typen, der nie für dich da war......
also, wenn bei euch "was zu holen ist", sollte man das auch mal bedenken....eventuell mit Gütertrennung vorsorgen...

Also, wie auch immer, ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg! Und: du bist sehr mutig!

PS: Es gibt noch ein spezielles Forum für sowas: scheidungskinder.de
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
G Brauche Ratschläge Familie 32
B Konflikt in der Familie - Brauche Rat Familie 101
X Wie groß sind die Unterschiede bei euren Kinder? Familie 34

Ähnliche Themen

Thema gelesen (Total: 0) Details

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben