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Ich Bitte um Hilfe

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Gast

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Hallo,

mein Problem macht mich seit langem schlaflos und ich drehe langsam durch. Ich hoffe das Ihr mir einen Rat geben könnt, ich weiß nicht mehr was richtig und was falsch ist. Habe absolut niemand, wo mir helfen kann oder wo ich drüber reden kann.

Ich bin Studentin und habe große Sorgen wegen mein Studienkredit, also Schulden. Dies stört mich schon seit dem ersten Tag, ich habe während dem Studium nicht in Saus und Braus gelebt. Also bitte keine Vorwürfe. Ich habe auch nichts schleifen lassen.

Anfangs konnten zwar meine Eltern mich unterstützen aber wollten es weniger und taten es dann auch nicht, da der Hausbau bei Ihnen Vorrang hatte. So dass ich wegen Miete im Wohnheim auch Mahnungen bekam, da einfach nichts bezahlt wurde und das nach 4 Monaten Studium. Ich habe damit nicht gerechnet, gleich im ersten Semester so ins kalte wasser geschmissen zu werden. Nebenher gejobbt hab ich natürlich, aber wenn man wirklich alles selber finanziert ist ein Nebenjob neben einem harten und langem Studium auch nicht die volle Lösung. Bafög habe ich die größte Zeit wenig bekommen. Auch musste ich zwischenzeitlich zurückzahlen, da das Einkommen im Elternhaus sich erhöht hatte und das Amt dies natürlich nicht eingesehen hat. Ich war in einer wirklich engen Situation, so dass ich es beim besten Willen nicht hinbekommen hab alles ganz alleine zu finanzieren und zu studieren.

Ich habe weder Partys noch Urlaub gemacht, noch irgendwelche Sachen gegönnt. Mein Studium bzw. Leben beschränkte sich wirklich nur auf Miete+Lebensmittel / Studiengebühren / Bücher / Semesterticket / Notwendige Kleidung. Das wars. Es ist erschreckend für mich, dass sich nur für diese Sachen so viel anhäuft, natürlich mit Zinsen.

Jetzt ist es jedenfalls so, dass mein Studienkredit um die 45.000 Euro ohne Bafög beträgt. Also wenn da noch Bafög hinzukommt, sind es bestimmt paar tausend mehr, die Bafög Rückzahlungsgrenze ist ja auch 10.000, so weit ich weiß.

Mein Problem ist, ich bin jetzt 28 und habe das Examen im 1.Versuch nicht geschafft. Es war auch so, dass beide meine Eltern schwer krank sind mittlerweile. Meine Mutter war schon seit ich sie kenne psychisch sehr krank, also stark depressiv und das bis heute noch. Bis heute habe ich keine positiven Erinnerungen und hatte auch eine schwere Kindheit. Zudem wurde vor einem Jahr also kurz vor meinen Examensprüfungen auch mein Vater schwer krank, so dass ich in wochenlang Pflegen musste. Die Überlebenschance war zudem sehr gering, also es war eine große OP die er hatte. So bin ich dann ins Examen und hatte wirklich kein Tropfen mehr Energie. Ich darf zwar nochmal schreiben, aber in ein paar Monaten muss ich anfangen diesen Studienkredit zu tilgen. Und ich habe panische Angst davor in meiner jetzigen Situation. Ich kann mich nicht wirklich aufs Lernen konzentrieren, weil ich immer dran denken muss, wie ich es denn machen soll gleichzeitig mich nochmal aufs Examen vorzubereiten und noch diesen Kredit zu tilgen. Ob das mit einem Nebenjob machbar ist, bezweifle ich. Es lastet so viel auf meinen Schultern, das ich schon das Gefühl habe den Tag nicht mehr durchzustehen. Von meinen Eltern kann ich nach wie vor nix erwarten, die haben beide kein Einkommen mehr und haben Probleme mit der Finanzierung Ihres eigenen Hauses + Ihre Krankheit.

Dann ist es so das mein Studiengang zwei Examina fordert, also mit einem ist leider nichts vorüber, was lernen anbelangt. Das zweite Examen muss dann nach zwei Jahren abgelegt werden, falls ich es also überhaupt bestehe. Mein Selbstvertrauen ist durch ständige Sorgen im Keller, dass ich schon mit allem rechne. Auch haben wir eine recht hohe Durchfallquote was das Examen anbelangt, so dass ich mit allem rechnen muss.

Während dem Studium hatte ich keine Probleme mit den Scheinen und Prüfungen. Allerdings hatte ich sehr oft Wohnungsprobleme, was dann letztendlich dazu führte dass ich zweimal Monatelang wohnungslos da stand, weil ich keines bekommen/gefunden hatte und einmal wegen einem Wohnungsschadens des Vormieters vorzeitig ausziehen musste.Dies führte hauptsächlich dazu, dass ich Zeit verlor und deswegen später die Prüfungen ablegen musste.
Jetzt habe ich Angst, dass ich meinen letzten Versuch nicht bestehe. Oder ob ich überhaupt diesen Versuch wagen soll, da ich ja noch diesen Kredit in ein paar Monaten zurückzahlen muss. Ich weiß einfach nicht wie das jetzt gehen soll. Ich spiele ständig mit dem Gedanken schnell eine Ausbildung zu machen, damit ich Geld verdiene und wenigstens die Raten zahlen kann ohne schlaflose Nächte haben zu müssen.

Ich habe mir das alles wirklich nicht so vorgestellt. Das war auch nicht mein Plan. Ich wollte schon immer dieses Fach studieren und hatte auch Spaß daran. Einerseits hab ich eine kleine Hoffnung, dass ich den letzten Versuch vielleicht doch bestehe. Aber selbst dann wird es Geldmäßig zur Rückzahlung nicht reichen. Zudem fängt der Tilgungstermin ja in ein paar Monaten schon an.Andererseits bin ich nicht die einzige die durchgefallen ist und will es schon nochmal versuchen. Dann wiederum steht mir dieser Kredit im Wege. Dadurch das ich durchgefallen bin, ist eine Welt für mich zusammengebrochen und habe mein ganzes Selbstvertrauen verloren. Ich leide massiv darunter. Auch leide ich sehr unter diesem Kredit. Ich kann kaum mehr schlafen deswegen.

Ich hoffe Ihr könnt mir einen Rat geben.

Danke..
 
Ich sehe mich nicht in der Lage dazu dir einen angemessenen Rat zu geben, da deine Situation sehr angespannt ist und du wirklich mit jemand reden solltest der dir Mut machen kann, damit du das Examen bestehst und dich nicht von den Schulden erdrücken lässt.

Am besten wäre es aber doch sich so gut wie es geht auf das Examen zu konzentrieren, und wenn es bestanden ist weiter zu sehen was man machen kann. Abbrechen würde dich doch wieder zurückwerfen oder?..
 
Hallo, lieber Gast,

alles kein Problem! Jetzt wirst Du staunen, ungläubig schauen…. oder?
Alle von Dir genannten Schwierigkeiten sind aus meiner Sicht lösbare Aufgaben. An Deiner Stelle würde ich jede Aufgabe, eine nach der anderen, ganz pragmatisch angehen.

Kredit:
Gehe zu dem Kreditgeber hin und erkläre Deine Einkommens- bzw. Nicht-Einkommenssituation. Beantrage um Verlagerung der Tilgungszahlungen nach „hinten“, zunächst mal z.B. für ein Jahr. Geht er nicht darauf ein, dann kann Dir nicht viel passieren. Du legst zu gegebener Zeit einen O.E. ab und das war es dann auch schon und zwar solange, bis Du „ganz normal“ einen Beruf haben wirst und mit den Tilgungen beginnen kannst. Einer nackten Frau kann man nicht in die Tasche greifen. In dieser Hinsicht würde ich ganz cool bleiben. Anstelle von Hingehen kann auch das Anrufen und Schreiben genügen. Mach‘ Dir da keinen Stress. Die wollen was von Dir – nicht umgekehrt. Und gutwillig bist Du ja, eben derzeit nur nicht zahlungsfähig. Sie verstehen das, oder auch nicht. Sie kommen Dir wirklich genügend entgegen, oder auch nicht. Solange Du an Deiner Zahlungsfähigkeit nichts ändern kannst, ist es eben so wie es ist. Dein Kreditgeber hat ein Problem – nicht Du. Mach‘ Dir das bitte gedanklich klar. Das ändert bzw. verbessert Deine Moral.

Eltern:
Hier sieht es so aus, als ob sich Deine Eltern mit dem Hausbau übernommen haben. Ich würde überprüfen, ob man das Haus nicht verkaufen kann. Solange es ohne Druck passiert, lassen sich die besten Verkaufspreise erzielen. Sollten Deine Eltern einmal Zins- und Tilgung an die finanzierende Bank nicht bedienen können, droht Zwangsversteigerung. Das Ende so mancher Zwangsversteigerung ist „Haus weg“ und ein Rest Schulden bleibt trotzdem noch.
Lassen sich Deine Eltern nicht darauf ein, dann lass‘ sie machen…. Es ist nicht Deine „Baustelle“.
Wenn Du Dich um Deine Eltern so sehr kümmern willst und ggf. mußt, daß Deine Prüfungsvorbereitung zu arg eingeschränkt ist, dann überlege, ob ein Urlaubssemester hilfreich sein könnte. Nochmal durchfallen ist nicht wirklich motivierend oder hilfreich. Ein schlechter Abschluß ist ebenso wenig hilfreich.

Studium:
Ein guter Abschluß ist aus meiner Sicht das wichtigste Ziel. Alles, was Deine Konzentration hindert, ist aus dem gedanklichen Weg zu räumen. Das Erlangen eines guten Abschlußes bringt Dich einem Geldverdienen näher und damit auch einer Lösung für Deine Sach-Probleme (z.B. Kredit). Ängste und Sorgen sind Konzentrationskiller. Daher empfehle ich speziell zur Prüfungsvorbereitung ein straffes Zeitmanagement zu betreiben. Je höher die Konzentration, je weniger Zeit hast Du im Kopf Platz für Sachprobleme, die Du eh im Moment nicht lösen kannst. In Deinem Zeitmanagement sollten auch ausdrückliche Ruhezeiten enthalten sein, in denen Du etwas tust, was Dir Freude macht, was Dir gut tut. Sei lieb und nett zu Dir, gönn‘ Dir selbst etwas. Die Sorgen können warten. Schirm‘ Dich vor ihnen ab. Sag Deinen Sorgen: „Ihr kommt später auch an die Reihe, aber eben später.“ Da sei rigoros.

Ich persönlich würde auch beten, weil ich Christ bin und um die Hilfe „von oben“ weiß. Aber ich weiß nicht, ob Du an Gott glaubst. Aber versuchen ist auch da nicht verboten.

Viel Kraft und Konzentration wünsche ich Dir.
Alles Gute, LG, Nordrheiner
 
vielen Dank für eure Antworten und das Ihr euch überhaupt drum kümmert..

Das mit zu meinen Eltern ziehen hab ich notgedrungen schon gemacht.Das wollte nie, da Die Atmosphäre wirklich nicht das beste war und ist.
Ich war deswegen auch jahrelang kaum mehr zuhause, da ich viel verbale und Körperliche Gewalt erleben musste seitens meiner psychisch kranken mutter und deren Sohn.Also richtigerweise Sohn.Ich wohne zwar grad hier, aber seit dem geht es mir seelisch nicht gut.Ich hab mich abgekapselt von allem und versuch nur mein Ding irgendwie zu mache Es fallt mir nicht einfach meine Ohren jedentag zuzumachen und nix zu sehen trotz Beleidigungen und Aggressionen. Die uni ist leider um die 90 km weg so dass ich nicht jeden tag dahin kann, um wenigstens dort zu lernen.Das erlauben weder meine finanzen noch meine Zeit die ich fur die Examemsvorbereitung benötige.

Es ist auch so, dass sich niemand für mein Problem interessiert.Das war zwar schon immer so.

Ich fuhle mich hier seelisch wie gefangen.Machmal will ich kein Abschluss oder Geld der Welt haben, sondern einfach nur weg von hier um jeden Preis.

Deswegen überkommt mich auch immer der Gedanke abzubrechen und Geld zu verdienen, damit ich hier raus kann. Klar ist das auch keine wirkliche Lösung. Aber das einzige das ich im Leben will ist einfach nur glücklich zu sein. Denn ich lebe eigenzlich gar nicht ich existiere nur so vor mich hin.

Glauben tu ich als christin zwar auch, aber ich bin schon kurz davor meinen Glauben zu verlieren. Helfen tut nämlich keiner. Da hab ich die Hoffnung aufgegeben.Ob Gott an mich denkt bezweifle ich.
 
Danke an alle für die Antwort und das Durchlesen.

Das mit zu dem Eltern ziehen habe ich vor ein paar Monaten notgedrungen unternommen.

Es ist auch ein entscheidender Faktor, dass es mir hier seelisch überhaupt nicht gut geht. Es gibt Tage da muss ich mich zwingen etwas zutun und komme überhaupt nicht rein.Brauche ewig um sachen zu verstehen. Weil ich mich eindach nicht konzentrieren kann.

Das alles hat einen Grund. Ich habe es jahrelang vermieden hier her zu kommen.Da ich viel Gewalt Körper als auch verbale erleben musste.

Jetzt ist zwar keine Körperliche Gewalt fast mehr da aber sehr viel Beleidigungen von der Mutter und vom Bruder was fruher auch so war.

ich werde immer benutzt wenn was gebraucht wird oder was erledigt werden muss.sobald ich es aber nicht tue oder verspatet tue, werde ich wieder tagelang erniedrigt. Ansonsten kommen ständig herabsetzende Bemerkungen.
Das war schon seit meiner Kindheit so, Den Grund konnte ich bis heute nicht herausfinden. Ich bin kein schlechter Mensch, alle meine freunde oder bekannte haben mir nie was böses gesagt ganz im gegenteil.

Ich muss aus diesem seelischen Loch einfach rauskommen und nix an mich heranlassen, nur weiß ich nicht wie. Weil so kann ich mich ewig nicht aufrappeln und den mut zusammenreißen. Ich fühle mich wie ein Stück Sch
.. also sehr minderwertig obwohl mir nix fehlt und ich weiß das ich alles schaffen kann. Nur all diese Wörter seit jahren machen mich sehr krank.
 
Lieber Gast,

Ich wusste nicht, dass Du Christin bist, sonst hätte ich meinen ersten Beitrag schon anders gestaltet.
Du bist Gott sehr wichtig. Ist Jesus nicht für Menschen gestorben, als sie noch seine Feinde waren?
Du bist wertvoll. Wer immer Dir was anderes einreden mag: Der Höchste befindet Dich als sehr wertvoll !

Als Christin hast Du einen Anspruch auf Glück und einen Grund, deswegen Gott um Hilfe zu bitten. Die Hilfe Gottes habe ich erfahren und erfahre ich weiterhin. Aufgrund meiner Erfahrung weiß ich, dass der Zweifel an Gottes Hilfe unser größter Feind ist. Wenn Jesus heute leben würde, würde er nicht alle Menschen heilen bzw. Ärzte arbeitslos machen. Auch Christen leiden unter Nöten und sterben an Krankheiten. Was Christen von Nicht-Christen unterscheidet, ist, dass sie ihre Hoffnung auf Gott setzen und nicht auf ihre eigene Kraft und ihre eigenen Fähigkeiten.

Seine eigenen Fähigkeiten zu trainieren und das eigene Wissen zu bereichern ist gut und erforderlich. Sich um Problemlösungen zu kümmern ist Deine, meine, unsere Pflicht. Aber zu wissen, dass Gott Lösungen schafft, von denen wir noch nicht einmal wissen, dass es sie gibt, ist nötig. Das Wissen, dass kein Mensch, auch kein Unglück mich und Dich von Gottes Liebe trennen kann, ist in keiner Schule und auch nicht an der Uni zu lernen. Dieses Wissen bekommst Du nur durch eigene Erfahrungen. Damit Du diese Erfahrungen machst, führt Dich Gott schwere Wege. Die Hoffnung ist Dein „Spazierstock“. Wenn Du gelernt hast, dass Gott gerade Dich sehr liebt und Du dieses Wissen hast, auch in der schwersten Lebenssituation, die unlösbar scheinende Probleme beinhält, dann können diese Probleme und ihre Folgen Dich vielleicht noch erschrecken, aber nicht mehr unglücklich machen. Du gehst nicht nur zur Uni für Deinen Beruf. Du befindest Dich auch in der Schule Gottes. Lerne! Du darfst gerne jammern, wenn Dir der Lernstoff sehr schwer erscheint. Die Uni-Professoren würden Dir, wenn sie Dein Jammern hören, das evt. zu Deinem Nachteil als Unfähigkeit auslegen. Gott ist nicht so. Aber das Festhalten an IHM und das Hoffen auf Seine Hilfe ist schon sehr wichtig. Dein Satz „ich weiss, dass ich alles schaffen kann“ klingt gut. Aus meiner Sicht klingt er besser, wenn Du „mit Gottes Hilfe“ einbaust. Aber das geht nur, wenn Du das wirklich willst. Wenn Du das nicht wirklich willst, kämpfst Du nur mit Deinen Kräften, die endlich sind, wie bei jedem Menschen.

Es gibt Lebenssituationen, die Dich beunruhigen, traurig oder wütend machen. Überlässt Du den Situationen das Kommando? Die Alternative, die ich bevorzuge: Auf Gott hoffen und im Vertrauen, dass Er das Kommando hat, initiativ werden und tun, was ich tun kann. Meine Empfehlung: Tu das auch!

Wie ich das sehe, lebst Du unter Feinden und daher mußt Du aus dem Haus Deiner Eltern heraus. Lieber heute als morgen. Gibt es denn nicht eine Gemeinde, Kirche, zu der Du guten Kontakt hast? Da würde ich direkt um Hilfe bitten! Und wenn es nur ein Arbeitsraum ist, so dass Du nur zum Schlafen und zum Essen nach Hause gehen mußt.
Ich weiß nicht, ob Abbruch des Studiums eine gute Lösung ist. Derzeit rate ich eher dazu, für einen guten Studienabschluß zu kämpfen. Und auch dabei würde ich Gott direkt um Hilfe bitten. Wenn Du Dich von Gott verlassen fühlst, so bleibt trotzdem Dein Glaube als Deine rechte und die Hoffnung als deine linke Hand, an Ihm festzuhalten. Und so wird ein Schuh daraus.

Vielleicht meldest Du Dich hier an? Dann hast Du die Möglichkeit, mir auch eine PN zu senden und so mit mir in Kontakt zu bleiben, falls Dir das eine Hilfe sein könnte.

Alles Liebe, Gottes Segen
wünscht Dir Nordrheiner
 
Hallo Nordrheiner,

danke für deine Antwort. Ich will ja eigentlich gar nicht abbrechen. Das einzige was ich will ist weg von hier. Ich sitze fest nur weil mir die finanziellen Mittel fehlen. Fast jeder hat Gute Eltern oder Geschwister.Bei mir ist krins davon gut. Ich werde tagtäglich gemobbt von meinem Bruder das war schon immer so.Früher hat er geschlagen.Jetzt mobbt er mich.Ohne Grund.Meine Eltern schweigen.Ich halte das psychisch nicht mehr aus.Ich verkrieche mich sowieso in mein Zimmer um niemand zu sehen und esse kaum was.Das war fruher auch so und deswegen habe ich eine Essstorung entwickelt war auch in Behandlung. Ich fühle mich hier auch nicht zugehörig.Ich sehe niemand als Familie da das Verhältnis nie da wsr wohl. Ich bin nur noch froh wenn ich keines dieser Gesuchter und Stimmen mehr sehe und höre.Das hört sich sehr böse an aber das ist das einzige was ich nach 29 will im gegensatz was alles angetan wurde und wird. ich merke sogar sobald ich ein klein wenig lächle und es sieht jemand wird sofort absichtlich etwas gesagt oder getan.Das ist mir zig mal aufgefallen. Ich weiß keinen weg hier weg zu kommen. Wie mache ich das denn ohne Geld und ohne nix?
Warum hilft mir denn Gott nicht? Das ist seit uber zwanzig jahren so und er hilft mir nicht hier raus oder beschütz mich. Ich will so nicht mehr leben.Ich kann auch nicht mehr. Manchmal wünsche ich mir zu sterben und jeden tag wünsche ich mir nicht aufzuwachen.Auch das geschieht nicht.
Jeder hat ein zuhause.Ich habe keines. Ich werde kein bisschen traurig sein wenn eines dieser menschen sterben würde. Ich spüre einfach nichts mehr. Ich habe auch schon über ein frauenhaus nachgedacht.Auch habe ich dort angerufen. Ich wünschte ich hätte jemand vertraulichrs der/dir mir hilft..
 
ich habe jetzt einen Nebenjob gefunden überlegt das geld zu sparen und damit ein zimmer mieten zu konnen. nur.wenn ich eines gemietet habe am studienort dann kann ich nicht mehr hier arbeiten da es sehr.weit ist 100 km entfernung. dann muss ich in kurzerzeit dort eine arbeit bekomme . ist das machbar so? mir fallt kein einziger weg mehr ein.. ich will nur ein ruhiges leben wo ich in sicherheit bin.

leider habe ich hier keinerlei kontakt zu kirchen da ich uber zwei jahre nicht hier.war.
 
Aber das einzige das ich im Leben will ist einfach nur glücklich zu sein. Denn ich lebe eigenzlich gar nicht ich existiere nur so vor mich hin.

Glauben tu ich als christin zwar auch, aber ich bin schon kurz davor meinen Glauben zu verlieren. Helfen tut nämlich keiner. Da hab ich die Hoffnung aufgegeben.Ob Gott an mich denkt bezweifle ich.


Lieber Gast,

mit einem Punkt bin ich völlig mit Dir auf gleicher Wellenlänge: Aus dieser katastrophalen Familie musst Du so schnell wie möglich raus. Das wäre auch mein Bestreben. Bei bösartigen Menschen darf man nicht bleiben.

Als Christ gehe ich davon aus, dass Gott mich liebt. Das bedeutet, dass Er nicht nur nichts dagegen hat, daß ich glücklich sein möchte, sondern dass Er dies ebenfalls will. Ich unterstelle Gott immer, dass Er mir helfen will. Diese Seine Hilfe will gesehen werden. Solange Du Deine "inneren" Augen auf das Schlechte um Dich herum richtest, hast Du keine Augen für Seine Hilfe. Zu Gott beten ist gut. Aber das Beten besteht nicht nur aus Reden, sondern auch das Zuhören und Zusehen gehört dazu.
Ich bezweifel nicht, dass Gott an Dich und mich denkt. Das größere Problem sehe ich eher bei uns Menschen. Da stellt sich schon die Frage, ob wir umgekehrt an Ihn denken bzw. unsere Augen und Ohren für das öffnen, was Er uns sagen und zeigen will. Das permanente Schauen auf das Böse, auf das Problem - ist einfach die falsche Richtung.

Und jetzt hast Du einen Nebenjob gefunden! Super, ich freue mich für Dich.

Ich weiß nicht, ob Du eine Bibel hast und darin liest. Ich möchte Dich auf den Psalm 3 aufmerksam machen. Offensichtlich hat der Psalmschreiber (David) riesige Probleme.

Herr, ich kann sie nicht mehr zählen, so viele sind's, die sich gegen mich stellen, so viele, die schadenfroh von mir sagen: "Von dem will Gott nichts mehr wissen."

Doch David lässt sich nicht irritieren. Er schreibt:
Doch Du Herr, umgibst mich mit Deinem Schutz. Du rettest meine Ehre, Du schaffst mir Recht. Sooft ich auch zu Dir um Hilfe rufe, Du erhörst mich in Deinem Heiligtum, von Deinem Berg her schickst Du mir Deine Antwort.
Ganz ruhig kann ich mich schlafen legen, weil Du mich beschützt, bis ich morgens erwache.
Auch wenn es Tausende sind, die mich umzingeln, sie können mir keine Angst einjagen!

Sieh' nicht länger zu, Herr! Greife doch ein!
---------------------------------------------------------
Und so, lieber Gast, gibt es etliche Psalmen und auch Berichte von Menschen, die ihre Hoffnungen auf Gott setzten.
Diese Psalmen und Berichte sind nicht zur Unterhaltung geschrieben, sondern auch deswegen, damit wir sehen, dass wir einerseits nicht die einzigen Menschen mit großen Problemen sind, andererseits die Lösungsmethode immer die ist, auf Gott zu hoffen, mit ihm durch Reden und durch Zusehen, Augen und Ohren öffnen in Verbindung zu bleiben.

Wir haben - auf unsere Zukunft bezogen - immer Fragen "wie wird dies werden?", "wie soll ich das Problem lösen?" etc. Das wird auch vermutlich immer so bleiben. Gott antwortet nicht sofort, wenn wir es gerade jetzt wollen. Aber Er vergisst uns nie und Er agiert. Die Frage, die sich mir oft stellt, lautet: "was willst Du Gott, von mir, dass ich tue oder lasse?"
Du musst nicht zu dieser oder jener Kirche gehen. Es gibt auch Freikirchen etc. also Gemeinschaften, in denen Christen Menschen mit Problemen treffen - aber eben auch mit Lösungsmöglichkeiten. Wir lernen voneinander.
Ich möchte Dir empfehlen, eine Gemeinschaft zu suchen, in der Du Dich wohl fühlst und nicht anonym rein und anonym wieder rausgehst.
Ich weiß nicht, wie Du es machen sollst mit Job an diesem Ort und Studium an einem anderen Ort. Ich weiß es nicht und Du weißt es jetzt auch nicht. Es wäre toll, wenn Du es jetzt schon wüsstest. Ich weiß. Aber wie oben geschrieben, wir müssen nicht immer alles sofort wissen. Es reicht, daß Er es weiß und uns rechtzeitig darauf aufmerksam macht. Und damit wir das mitbekommen, worauf Er uns aufmerksam machen möchte, ist es sehr hilfreich, wenn wir Augen und Ohren sowie unsere "inneren" Augen aufmachen.

Ich hoffe, ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen.
Sonst frag ....

Alles Liebe,
Nordrheiner
 

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