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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

Ich versuche aktuell eine Beratungsstelle zu finden, die mir hilft ohne, dass mein Mann oder meine Tochter da mit müssen oder in irgendeiner Form mitziehen müssen.
So kann es ein erster Schritt sein und ich hoffe, dass du Unterstützung findest.
Auf Dauer wird sich jedoch nichts ändern, wenn du deinen Mann nicht mit einbeziehen kannst. Alles ist besser, als nichts zu tun. So, wie du euer Familienleben schilderst, kann es nicht bleiben.

Er ist nämlich immer sehr darauf bedacht, dass familiäre Geschichten auch in der Familie bleiben. Das geht andere nichts an.
Meine Eltern waren auch so eingestellt. Diese falsche Priorität, und was damit verbunden war, sind weder meinem Bruder noch mir gut bekommen.
 
Das letzte Mal hat sie mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich mit ihr zu einer Demo gegen Rechts gehe. Das hatte ich abgelehnt, weil ich nicht zu solchen Veranstaltungen gehe und sowieso das Gefühl hatte, dass sie nur gefragt hat, weil mein Mann niht da war.
Also das finde ich ja irgendwie cool, auch, dass sie dich gefragt hat. Ich wäre da mit ihr hingegangen,
selbst wenn es nur ihr zuliebe wäre. Meine Nichten sind damals auch schon mit 10 und 9 zu so einer Demo gegen rechts gegangen. Mit mir zusammen, ihre Mutter wollte nicht. Aber da muss man auch schon sehr auf die Kinder aufpassen...
 
Sie ist sehr auf Musik fokussiert und ich bin gar nicht musikalisch. Sie will meistens auch gar nichts mit mir machen.
Es wird sich doch irgendwas mit Musik finden (Konzert oder was auch immer) bei dem du nicht selbst musizieren musst....
Das letzte Mal hat sie mich vor einiger Zeit gefragt, ob ich mit ihr zu einer Demo gegen Rechts gehe. Das hatte ich abgelehnt, weil ich nicht zu solchen Veranstaltungen gehe
Weil du noch nie zu einer "solchen Veranstaltung" gegangen bist, muss das für alle Zeiten so bleiben?

Bist du bei allen Dingen so starr in deiner Denkweise?

Man kann doch auch mal was Neues ausprobieren und dann neu entscheiden.
 
Die Hölle ist schon los, Katie. Nur weil man die Augen davor verschließt, verschwindet sie nicht.
Die Hölle hat euer Kind.

Darf ich mal fragen, wie ihr sie so zur Nahrungsaufnahme animiert?
Wie läuft das im Moment ab?
Wie lief das ab, als noch viel jünger war?

Sie hat als Baby die Flasche bekommen. Ich wollte stillen, aber es ging nicht. Sie hat damals schon wenig getrunken. Wir sind deswegen damals schon zum Kinderarzt, weil wir das so nicht kannten. Es hieß solange sie zunimmt, ist es okay, aber man muss es im Blick halten. Irgendwann haben wir dann mit Beikost, Brei usw. angefangen. Sie selber hat sich damals nie etwas in den Mund gesteckt. Sie hat immer nur mit dem Essen gespielt, mit Besteck gespielt. Sie hat sich teilweise füttern lassen, aber damals auch schon oft abgelehnt.

Wir haben immer ganz normal frisch gekocht, wir saßen immer zusammen am Tisch, es gab immer einigermaßen feste Essenszeiten. Wir haben sie anfangs aber nie gezwungen. Es muss bei uns niemand essen, wenn man keinen Hunger hat oder unbedingt aufessen.

Es wurde nur, wie schon oft erwähnt, immer auffälliger, dass sie am liebsten gar nichts essen würde. Und dann mussten wir natürlich mehr darauf achten. Kinderarzt war da auch schon mit im Boot. Wir haben alles mögliche versucht. Alles mögliche Angeboten, sie beim kochen helfen lassen, sie durfte sich beim einkaufen selber was aussuchen, schöne Teller und schönes Besteck, Essen auf dem Teller separat angerichtet usw. Das hat alles nichts geholten. Es gibt gute Tage, da isst sie einigermaßen okay genug und mit uns mit. Es gibt Tage, da sind wir froh, wenn sie wenigsten ein paar Pommes oder ähnliches isst.

Es ändert sich übrigens auch nichts, wenn sie in einer anderen Umgebung und nicht bei uns ist. Im Urlaub mit ihrem Patenonkel ist es auch nicht anders. Er muss dann auch darauf achten, dass sie einigermaßen isst.

Ich frag mich grade, ob sich da etwas verändert hat, in der Beziehung, mit der Zeit. Im Moment wirkt es auf mich so, als würde wichtige Personen aus dem Familienumfeld Druck auf Dich ausüben - in Hinsicht auf "Die Mutter ist schwach". Das macht anscheinend Dein Mann, aber auch Deine Tochter (weil sie es ja so mitbekommen hat. Vielleicht fühlt sie sich dann so auch stärker, sicherer,...was auch immer). ...Die erwachsenen Kinder und der Rest der Familie hält sich da raus oder gibt es auch Leute, die Dich stärken und nicht als "schwach" ansehen? Das muss nicht so sein. Es kam mir nur grade als Gedanke.
War das die ganze Zeit so, dass ihr so ein "Macht-Problem" in der Beziehung hattet oder erst seitdem die Kleine da ist?

Wir haben keine besonders große Familie bzw. auch nicht mehr, weil schon einige verstorben sind. Unsere erwachsenen Töchter ziehe ich da nicht mit rein. Ich kenne ihre Meinung zu der Situation und auch zu ihrer Schwester.

Die Beziehung von meinem Mann und mir hat sich verändert, aber nicht direkt nach der Geburt. Das kam erst mit der Zeit. Ich würde sagen die Veränderung kam, als immer deutlicher wurde, dass sie ein absolutes Papakind ist. Und seitdem kreist sein Universum um sie. Ich komme da kaum noch irgendwie dazwischen. Das war früher bei unseren Töchtern nicht so. Es war immer alles total ausgeglichen, sowohl in der Beziehung, als auch generell innerhalb der Familie.
 
Ich kenne das von Teilen meiner Familie auch so: Es soll alles im engsten Kreis bleiben.
Bei größeren Problemen schädlich für alle Beteiligten oder zumindest für die Leidtragenden.

Alle, die schreiben: Das arme Kind!!!
kann ich gut verstehen.
Aber Kathi wird nichts zum Positiven verändern können, wenn sie nicht erst einmal ihre eigene Position stärkt und sich Unterstützung holt.
Hier schreiben ist ein erster Schritt, eine Beratungsstelle und sei es erst einmal für dich @Kati63 der nächste.
Deinen Mann zur Seite nehmen und die Fronten Papa & Tochter vs Mama auflösen, der folgende.
Zuviel gleichzeitig angehen kann auch überfordern
 
Ich versuche aktuell eine Beratungsstelle zu finden, die mir hilft ohne, dass mein Mann oder meine Tochter da mit müssen oder in irgendeiner Form mitziehen müssen. Und auch ohne, dass mein Mann überhaupt irgendwas davon mitbekommt.
Beratung ist ja schon mal gut.
Ich bezweifle aber , dass du etwas alleine erreichen wirst.
Die Erziehung muss von euch beiden Elternteilen kommen und zwischen euch abgesprochen sein.
Ich verstehe immer noch nicht, warum dein Mann anscheinend kein Problem sieht.
Ich würde weiterhin versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass ihr euch Hilfe bei der Erziehung holen müsst, eurer Tochter zuliebe.
Nicht für dich.
Sondern, weil du dir Sorgen um sie machst.

Es kann doch nicht sein, dass du nirgendwo ein Mitspracherecht hast!?
Wie kann ihm deine Meinung, deine Ansicht so egal sein?
Ich verstehe nicht, wie das dazu gekommen ist.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie du du so etwas ändern kannst.
Was sagen denn deine erwachsenen Kinder zu der Situation zuhause und zu ihrer Schwester
Das würde mich auch interessieren.
 
Mann spielt Schlagzeug = Kind spielt Schlagzeug
Mann spielt Gitarre = Kind spielt Gitarre
Mann spielt Klavier = Kind spielt Klavier
Mann hat im Chor gesungen = Kind singt im Chor
Und was machst Du denn so? Gibt es denn garnichts, das DU machst, wo du sie mitziehen könnest? Als was erlebt denn Deine Tochter DICH? Machst Du Sport? Basteln? Malen? ??
OK, Du schreibst, Du bist nicht musikalisch, aber Du könntets (wenn es denn unbedingt was musikalisches sein muss) mit ihr auch mal in Konzerte oder in die Oper gehen: Vielleicht wäre es ja zB mal ein tolles Ereignis für sie, wenn du sie zu ihrem ersten Opernbesuch (sofern sie da noch nicht war) einladen würdest. Also so richtig mit allem drum und dran- schick anziehen usw.
Oder geh mal mit ihr zu einer öffentlichen Probe- das ist auch sehr spannend. Tritt sie denn auch manchmal auf: ich hoffe, du bist dann auch immer dabei und begeistert.
ich glaube, DU musst wirklich diese Dynamik unterbrechen, dass Du mit deinem Kind nichts gemeinsames hast. Es muss ja auch nichts großes sein, aber ich lese von Dir eigentlich nur: Das macht mein mann.
ja er macht es vielleicht ja auch, weil es sonst keiner macht?
Also es gibt immer Dinge, die DU anbieten kannst- idealerweise etwas, wo die Neugier so groß ist, dass sie über den Trotz siegt. Und es gibt sicher auch Dinge, die Dein Mann nicht ab kann: Gemeinsam Shoppen? Nägel lackieren? was auch immer...

Zu den Beratungsstellen: NATÜRLICH kannst Du auch alleine hingehen und DICH beraten lassen! Dann geht es halt in erster Linie um DICH und deine Rolle in diesem Gefüge, aber das ist ja auch als erster Schritt wichtig.
Von diesem Punkt aus kann es dann weiter gehen.
Ich würde zur Diakonie oder Caritas raten. In jeder größeren Stadt gibt es entsprechende Zentren.

Und nochmal die frage: Wo genau sind denn die Momente, wo Du deiner Tochter deine Liebe zeigst?
Ja, Kinder können ganz schön hart sein und die Liebe auch ordentlich wegstoßen- trotzdem brauchen sie die Liebe ihrer Eltern (GERADE dann, wenn sie sie am meisten wegstoßen)
Das heißt nicht, dass man seine Kinder verhätscheln muss oder so, sondern das heißt, dass es sich eigentlich durch den Alltag ziehen muss, dass das Kind die Botschaft erhält, dass die liebe der Eltern NIE zur Diskussion steht und immer da ist. manchmal nur unterschwellig, aber immer spürbar.
also wo spürt deine Tochter deine Liebe?
Und vor allem: Wo spürst DU deine Liebe zu deiner Tochter?

ALLE Eltern haben Momente, wo sie ihre kleinen "Monster" an die Wand klatschen wollen. Wer das nie hat, der lügt!
Aber wenn die Momente, wo einem das Herz aufgeht so ganz fehlen, dann muss man was tun: Vor allem an sich selbst.
Wie gesagt: Das Kind ist meist nicht die Ursache, sondern das Symptom (zumindest in diesem Alter).

Noch ein Gedanke zur Musik: Also wie gesagt- ich bin vom Fach und kann da aus dem Nähkästchen plaudern: Eine Sache, die man bei musikbegeisterten Kindern leider oft erlebt ist die Kombi: Musikmachen und Aufmerksamkeit wollen.
also gerade Kinder, die nicht unbefangen Musik machen, sondern im Rahmen eines Konfliktsfeldes nutzen die Musik oft als Ventil (tun erwachsene ja auch: es ist ein hervorragendes Ventil in schweren Zeiten)
Also auf der einen Seite kann ein Kind so "Druck ablassen" (was eine sehr gesunde Strategie wäre) und auf der anderen Seite kann ein Kind so Aufmerksamkeit bekommen, die es sonst nicht bekommt und das ist doch eigentlich traurig, oder? Vielleicht sucht deine Tochter auch deine Aufmerksamkeit gerade darüber: Hörst Du ihr denn auch manchmal zu und lobst sie? Zeigst Du auch Begeisterung für ihr Talent? Das gehört nämlich auch dazu: Auch wenn Kinder lernen müssen, Rücksicht zu nehmen müssen Eltern schon auch das was die Kinder da vor sich hin quietschen, schrubben und hämmern loben und ihre Begeisterung zeigen.
Deine Tochter will offenbar gehört werden und ein konstruktiver Weg scheint ihr da nicht zur Verfügung zu stehen, drum macht sie Lärm oder setzt euch mit dem Essen unter Druck.
Beobachte Dich mal: Wann bekommt deine Tochter wirklich deine aktive und interessierte Aufmerksamkeit?
 
Erst einmal muß ich sagen, der Thread berührt mich sehr. Aber es passt schon. Falls, dann kannst Du mich via PN anschreiben.
Sie hat als Baby die Flasche bekommen
Sei doch froh. Da konntet ihr genau nachvollziehen, wie viel Nahrung wann im Kind angekommen ist. Die Stillerei ist ernährungstechnisch eh völlig überbewertet.
Irgendwann haben wir dann mit Beikost, Brei usw. angefangen.
Irgendwann wann?
weil wir das so nicht kannten
Das war auch leider das Problem bei meiner Oma.
Sie selber hat sich damals nie etwas in den Mund gesteckt. Sie hat immer nur mit dem Essen gespielt, mit Besteck gespielt. Sie hat sich teilweise füttern lassen, aber damals auch schon oft abgelehnt.
Was ist denn "damals"? Wie lange hielt "damals" an?
Laß mich raten...auch das habt ihr so nicht gekannt?
Wir haben sie anfangs aber nie gezwungen.
Was ist denn ANFANGS??? Wie alt war sie da?
(Und was ist "wir", denn ein "wir" gibt es bei euch nicht)?
Wie alt war sie da, als ihr mit der Nötigung angefangen habt?
Wir haben immer ganz normal frisch gekocht
Das hast Du schon einmal geschrieben in dem Thread.
Definiere doch mal frisch gekocht. Was kochst Du für Gerichte? Wie kochst Du sie? Kochst nur Du oder auch Dein Mann?
wir saßen immer zusammen am Tisch, es gab immer einigermaßen feste Essenszeiten.
Da wäre es aber ein Dilemma, wenn das Kind feste Essenszeiten und Mahlzeiten an sich ablehnt. *ironie*
Es muss bei uns niemand essen, wenn man keinen Hunger hat
lol
Es wurde nur, wie schon oft erwähnt, immer auffälliger, dass sie am liebsten gar nichts essen würde.
Das kann ich gut verstehen. Mir ging es nicht anders.
schnauf
Könnte möglicherweise damit zu tun haben, daß Essen oder Nicht-Essen zwangsweise ein familiäres Thema wurde.
Es tut mir leid, Kati, ich möchte nicht gemein zu Dir sein.
Alles mögliche Angeboten, sie beim kochen helfen lassen, sie durfte sich beim einkaufen selber was aussuchen, schöne Teller und schönes Besteck, Essen auf dem Teller separat angerichtet usw. Das hat alles nichts geholten.
Wie alt war sie wann?
Was durfte sie helfen?
Helfen??
Jetzt noch einmal die Frage (die Du zwar zitiert hast, aber nicht beantwortet):
Darf ich mal fragen, wie ihr sie so zur Nahrungsaufnahme animiert?
Wie läuft das im Moment ab?
Wie lief das ab, als noch viel jünger war?


Ich glaube nicht, Katie, daß Du weißt, wie es ist, wenn Du Zeit Deines Lebens (an das Du Dich erinnern kannst) verfolgt wirst von dem Thema Essen bzw. der Essensaufnahmemenge.
Das ganze!Leben! lang!??
Hat deine Tochter Möglichkeiten, auch ab-normale Geschmacksrichtungen auszuprobieren?

Ich habe jetzt tatsächlich lange gebraucht für den Post und normalerweise würde ich für so verzogene Schratzen andere Worte finden. Aber ich muß sagen, das Kind hält sich gut im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das Mädchen tut mir sehr leid.
Es gibt gute Tage, da isst sie einigermaßen okay genug und mit uns mit. Es gibt Tage, da sind wir froh, wenn sie wenigsten ein paar Pommes oder ähnliches isst.
Ich hätte jetzt gerne das Smiley, das seinen Kopf gegen eine Wand haut.
Im Urlaub mit ihrem Patenonkel ist es auch nicht anders. Er muss dann auch darauf achten, dass sie einigermaßen isst.
Naja.
Wo verbringen sie den Urlaub? Land?
 

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