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Magda09
Gast
Hallo ihr Lieben,
ich habe Euch ja schon ein paar Mal vorgeheult mit meinen Studien Problemen und einige kennen die Story :wein:. Eigentlich dachte ich, das Problem wäre inzwischen für mich gelöst...aber von wegen...gerade bin ich mal wieder besonders verzweifelt. da ich niemanden habe, mit dem ich darüber reden kann wäre ich Euch total dankbar für einen Rat. Ich versuche auch, es kurz zu halten:
Also: Ich habe vor 5 Jahren einen riesen Fehler gemacht. Ich habe ein Studium (nennen wir es Studium A) gewählt, das ich eigentlich nicht wirklich wollte. Was ich wirklich wollte (Studium B) hätte ich nur sehr weit weg von meinen Eltern studieren können. Da meine Eltern Schwierigkeiten haben, mich ganz loszulassen wollten sie das nicht erlauben. Ich muss dazu sagen, dass ich kein BafÖg bekomme und so finanziell (trotz Nebenjob) von meinen Eltern abhängig bin.
Während des Studium dämmerte mir allmählich, was für ein riesen Fehler das war. Ich hätte Studium B machen sollen und mich meinen Eltern gegenüber durchsetzen sollen. Studium A macht mir zwar Spaß, aber es gibt nichts, was ich damit beruflich machen kann, was ich mir so richtig vorstellen kann.
Ich habe mich nie getraut, Studium A abzubrechen. Ich bin aber ganz gut und könnte darauf aufbauen und evtl. sogar eine Promotion in dem Fach anstreben - die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehen (so weit man das voraus sagen kann) laut meinem Professor ganz gut aus. In einem Jahr werde ich fertig sein mit Studieren.
Nur trauere ich immer noch Studium B hinterher, denn damit könnte ich meinen Traumjob machen. Ich war inzwischen so weit, dass ich gesagt habe, ich mache nach Studium A (also 2010) noch Studium B, was 4 Jahre dauern würde. Ich will niemals meine Eltern fragen, ob sie mir noch ein Studium finanzieren, aber ich habe eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden (Kombi aus Arbeiten, Geld leihen und Geld, das man z.T. von der Uni geschenkt bekommt). Ich könnte Studium B gut selbst bezahlen und würde das Studium mit einem überschaubaren Schuldenberg abschließen. Nach dem Studium müsste ich erst 2 Jahre später mit dem Rückzahlung anfangen. Es sind also alles ganz faire Konditionen und soweit ist das ganz positiv.
Eine zeitlang war ich total glücklich, dass das möglich ist und fest entschlossen, es zu tun. Nur z.Zt habe ich so schwere Zweifel, habe das Gefühl, ich hab mir das ganze Leben versaut und ich wäre am liebsten tot (bin nicht selbstmordgefährdet, aber trotzdem).
Grund ist, dass mein Vater mich am Wochenende gefragt hat, wie es mit meinen Zukunftsplänen aussieht. Ich muss dazu sagen, dass meine Eltern keinen blassen Schimmer haben, dass ich Studium B und dem damit verbundenen Beruf noch so hinterhertrauere. Ich habe sogar deswegen Depressionen bekommen aber meine Eltern ahnen nichts. In einem schwachen Moment habe ich mich hinreißen lassen meinem Vater zu erzählen, dass ich vielleicht nach Studium A in dem Fach promovieren will. Für meine Eltern ist das Allerwichtigste, dass ich endlich mal auf eigenen Beinen stehe, und für meinen Vater gäbe es keine größere Erfüllung, als wenn ich promovieren würde.
Ich bringe es einfach nicht fertig, meine Eltern so zu enttäuschen, ihnen zu sagen, wie unglücklich ich bin und zu sagen, dass ich evtl. noch einmal von vorne anfange zu studieren. Schuldgefühle fressen mich auf, weil ich das meinen Eltern doch nicht antun kann...nichts mit dem jetzigen Studium anzufangen bedeutet, dass ich nach Abschluss des Studiums nächstes Jahr 6 Jahre (!!!!!!!!!) für nix studiert haben werde und meine Eltern ein halbes Vermögen für nix ausgegeben haben. Die Erfahrung und was ich alles gelernt habe...schön und gut, aber Fakt bleibt, dass ich es mir hätte sparen können.
Die Alternative ist, dass ich einfach auf Studium B verzichte und mir dann keine Vorwürfe wegen meiner Eltern machen muss. Problem dabei: Ich werde mein Leben lang darunter leiden, dass ich nicht Studium B gemacht habe und wenn ich auch einen ganz netten Job finde werde ich immer trauern, dass ich nicht meinen Traumberuf ergriffen habe.
Hinzu kommt, dass ich ein sehr geringes Selbstbewusstsein habe und große Angst davor, mit 26 noch mal von vorne anzufangen...mit lauter 19 jährigen in den Seminaren zu sitzen und davor, dass ich womöglich zu alt bin und Studium B nicht packe. Dann müsste ich auch weiter wegziehen und würde meine Familie nur noch selten sehen. Davor habe ich auch Angst. Und davor, keine Freunde zu finden. Dass ich dann ganz alleine bin.
Ich muss dazu sagen, dass ich sowohl für Option A (auf dem jetzigen Studium mit einem Master aufbauen, dann evtl. Promotion) als auch für Option B (Traumstudium und Beruf) wahrscheinlich sowieso weit wegziehen werde müssen (gleich weit) und dass ich beides irgendwie finanzieren müsste. Bei Option A würde ich aber mit Gleichaltrigen zusammen sein und eher Freunde finden denke ich, zudem wäre Option A nicht so teuer.
Ich habe überlegt, ob ich meine Eltern einweihen soll. Aber mein Vater wird so enttäuscht sein. Ich fühle mich so als Loserin. ich hätte so viel erreichen können (bin nicht super schlau aber bringe ordentliche Leistungen und manchmal sogar sehr gute) und jetzt habe ich gar nichts. Ein Studium mit dem ich nichts anfangen kann und meinen heimlichen Traum. Dazu meine Eltern voller Erwartungen.
Ich würde mich wirklich sehr über ganz ehrliche Ratschläge von Euch freuen. Bitte sagt mir ehrlich, wie ihr das seht. Ich verkrafte wirklich eine ehrliche Meinung.
Danke schon mal für's Lesen und evtl. auch für Antworten🙂
Liebe Grüße
Magda
ich habe Euch ja schon ein paar Mal vorgeheult mit meinen Studien Problemen und einige kennen die Story :wein:. Eigentlich dachte ich, das Problem wäre inzwischen für mich gelöst...aber von wegen...gerade bin ich mal wieder besonders verzweifelt. da ich niemanden habe, mit dem ich darüber reden kann wäre ich Euch total dankbar für einen Rat. Ich versuche auch, es kurz zu halten:
Also: Ich habe vor 5 Jahren einen riesen Fehler gemacht. Ich habe ein Studium (nennen wir es Studium A) gewählt, das ich eigentlich nicht wirklich wollte. Was ich wirklich wollte (Studium B) hätte ich nur sehr weit weg von meinen Eltern studieren können. Da meine Eltern Schwierigkeiten haben, mich ganz loszulassen wollten sie das nicht erlauben. Ich muss dazu sagen, dass ich kein BafÖg bekomme und so finanziell (trotz Nebenjob) von meinen Eltern abhängig bin.
Während des Studium dämmerte mir allmählich, was für ein riesen Fehler das war. Ich hätte Studium B machen sollen und mich meinen Eltern gegenüber durchsetzen sollen. Studium A macht mir zwar Spaß, aber es gibt nichts, was ich damit beruflich machen kann, was ich mir so richtig vorstellen kann.
Ich habe mich nie getraut, Studium A abzubrechen. Ich bin aber ganz gut und könnte darauf aufbauen und evtl. sogar eine Promotion in dem Fach anstreben - die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sehen (so weit man das voraus sagen kann) laut meinem Professor ganz gut aus. In einem Jahr werde ich fertig sein mit Studieren.
Nur trauere ich immer noch Studium B hinterher, denn damit könnte ich meinen Traumjob machen. Ich war inzwischen so weit, dass ich gesagt habe, ich mache nach Studium A (also 2010) noch Studium B, was 4 Jahre dauern würde. Ich will niemals meine Eltern fragen, ob sie mir noch ein Studium finanzieren, aber ich habe eine Finanzierungsmöglichkeit gefunden (Kombi aus Arbeiten, Geld leihen und Geld, das man z.T. von der Uni geschenkt bekommt). Ich könnte Studium B gut selbst bezahlen und würde das Studium mit einem überschaubaren Schuldenberg abschließen. Nach dem Studium müsste ich erst 2 Jahre später mit dem Rückzahlung anfangen. Es sind also alles ganz faire Konditionen und soweit ist das ganz positiv.
Eine zeitlang war ich total glücklich, dass das möglich ist und fest entschlossen, es zu tun. Nur z.Zt habe ich so schwere Zweifel, habe das Gefühl, ich hab mir das ganze Leben versaut und ich wäre am liebsten tot (bin nicht selbstmordgefährdet, aber trotzdem).
Grund ist, dass mein Vater mich am Wochenende gefragt hat, wie es mit meinen Zukunftsplänen aussieht. Ich muss dazu sagen, dass meine Eltern keinen blassen Schimmer haben, dass ich Studium B und dem damit verbundenen Beruf noch so hinterhertrauere. Ich habe sogar deswegen Depressionen bekommen aber meine Eltern ahnen nichts. In einem schwachen Moment habe ich mich hinreißen lassen meinem Vater zu erzählen, dass ich vielleicht nach Studium A in dem Fach promovieren will. Für meine Eltern ist das Allerwichtigste, dass ich endlich mal auf eigenen Beinen stehe, und für meinen Vater gäbe es keine größere Erfüllung, als wenn ich promovieren würde.
Ich bringe es einfach nicht fertig, meine Eltern so zu enttäuschen, ihnen zu sagen, wie unglücklich ich bin und zu sagen, dass ich evtl. noch einmal von vorne anfange zu studieren. Schuldgefühle fressen mich auf, weil ich das meinen Eltern doch nicht antun kann...nichts mit dem jetzigen Studium anzufangen bedeutet, dass ich nach Abschluss des Studiums nächstes Jahr 6 Jahre (!!!!!!!!!) für nix studiert haben werde und meine Eltern ein halbes Vermögen für nix ausgegeben haben. Die Erfahrung und was ich alles gelernt habe...schön und gut, aber Fakt bleibt, dass ich es mir hätte sparen können.
Die Alternative ist, dass ich einfach auf Studium B verzichte und mir dann keine Vorwürfe wegen meiner Eltern machen muss. Problem dabei: Ich werde mein Leben lang darunter leiden, dass ich nicht Studium B gemacht habe und wenn ich auch einen ganz netten Job finde werde ich immer trauern, dass ich nicht meinen Traumberuf ergriffen habe.
Hinzu kommt, dass ich ein sehr geringes Selbstbewusstsein habe und große Angst davor, mit 26 noch mal von vorne anzufangen...mit lauter 19 jährigen in den Seminaren zu sitzen und davor, dass ich womöglich zu alt bin und Studium B nicht packe. Dann müsste ich auch weiter wegziehen und würde meine Familie nur noch selten sehen. Davor habe ich auch Angst. Und davor, keine Freunde zu finden. Dass ich dann ganz alleine bin.
Ich muss dazu sagen, dass ich sowohl für Option A (auf dem jetzigen Studium mit einem Master aufbauen, dann evtl. Promotion) als auch für Option B (Traumstudium und Beruf) wahrscheinlich sowieso weit wegziehen werde müssen (gleich weit) und dass ich beides irgendwie finanzieren müsste. Bei Option A würde ich aber mit Gleichaltrigen zusammen sein und eher Freunde finden denke ich, zudem wäre Option A nicht so teuer.
Ich habe überlegt, ob ich meine Eltern einweihen soll. Aber mein Vater wird so enttäuscht sein. Ich fühle mich so als Loserin. ich hätte so viel erreichen können (bin nicht super schlau aber bringe ordentliche Leistungen und manchmal sogar sehr gute) und jetzt habe ich gar nichts. Ein Studium mit dem ich nichts anfangen kann und meinen heimlichen Traum. Dazu meine Eltern voller Erwartungen.
Ich würde mich wirklich sehr über ganz ehrliche Ratschläge von Euch freuen. Bitte sagt mir ehrlich, wie ihr das seht. Ich verkrafte wirklich eine ehrliche Meinung.
Danke schon mal für's Lesen und evtl. auch für Antworten🙂
Liebe Grüße
Magda