Oh Mann, also wenn ich das schon lese : "Mir gehts auch oft vieeeel schlechter als dem, oder derjenigen und ich arbeite trotzdem"- da könnt ich kotzen! Darf denn nicht jeder selber entscheiden, wieviel er aushalten kann? Ist as denn ein Wettbewerb?????????
Jeder muss schließlich auf seine Gesundheit schauen und auch wenn man sich sein Leben lang krank in die Arbeit schleppt, sich mit Chemie vollpumpt und die Zähne zusammenbeißt kriegt man am Ende auch keinen Orden dafür, wenn sich das später doch rächt.
Kann man das denn nicht einfach akzeptieren, dass der eine halt arbeiten kann, bis er umkippt und der andere sich vielleicht doch lieber vorher hinsetzt? Der eine geht mit Grippe ins Büro und steckt alle anderen an, während der andere lieber zuhause bleibt.
Wenn dann jemand doch mal seelisch oder körperlich zusammenbricht heißt es dann wieder nur: "ja, der hätte mal vorher den Streß reduzieren soll" Tolle Philosophie, die sich hier breitmacht.
Nur weil die Beschwerden der TE nicht lebensbedrohlich sind (schreibt sie ja selber, dass sie ganz gut damit zurecht kommt, wenn ihr freund keinen stress machen würde) heißt das doch noch lange nicht, dass sie übertreibt.
Liebe TE, ich kenne das sehr gut, was Du beschreibst. Mein Freund verhält sich oft ähnlich. Das mit der Pille danach hab ich genauso vor ein paar Wochen erlebt und ich weiß jetzt nicht mehr, ob ich meinen Freund je wieder wirklich lieb haben kann.
Solche Leute haben meiner Erfahrung nach selber extreme Angst vor körperlichen Beschwerden und deshalb wollen sie auch nicht durch das Leiden anderer daran erinnert werden.
Oft sind das auch Leute, die gern selber im Mittelpunkt stehen und ungern das "Feld freigeben" und für jemand anderen sorgen. Man muss schon sehr egoistisch sein, dass es einem völlig egal ist, ob der Partner leidet und man ihm lieber noch eins drauf gibt, als sich zu kümmern, oder den anderen wenigstens in Ruhe zu lassen.
Manche können sich einfach nicht vorstellen, dass es einem wirklich schlecht geht.
Was man da tun kann, weiß ich leider auch nicht. In einer Partnerschaft geht es ja eigentlich ums geben und nehmen, aber wer den Partner missachtet, wenn der mal nichts zu geben hat, dem kann man bloß wünschen, dass er das gleiche nicht auch mal erleben muss.
Wie verhält sich denn Dein Freund, wenn das ganze vor anderen Leuten (Freunde, Familie...) passiert? Ist er dann auch so unsensibel?
Nimm ihn doch mal mit zum Arzt.