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Gast
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Leider kann man in unserer Gesellschaft nur schwer zur Einsamkeit stehen, weil man glaubt die Anderen könnten denken, das dies schon seine Gründe haben wird, die bei einem selbst lägen. Trotzdem sollte man das in passenden Momenten tun. Es geht sehr vielen Menschen so. Das weiß ich sicher. Natürlich ist es auch so, um so mittelmäßiger jemand ist, um so leichter hat er es mit den sozialen Kontakten. Jedoch fördert das kapitalistische System auch indirekt die Einsamkeit. Denn es stellt nur die Arbeit in den Vordergrund. "Flexibilität". Jeder geht bereitwillig oder unfreiwillig überall hin. Die Kontakte kämen dann von alleine, so glaubt man. Aber je nach dem wo man hin zieht, stößt man auf bereits feste Freundeskreise, welche neue Kontakte nicht brauchen. Ich kenne das Problem nur zu gut. Bin schon 50 und die meisten Kontakte habe ich bei der Arbeit. Ich glaube das wir Menschen nun zwar keine Angst mehr vor Bären und Wölfen haben müssen. Dafür aber vor unseren Mitmenschen. Nicht unbedingt vor körperlicher Gewalt, sondern vor seelischer. Ich bin auch überzeugt davon, dass schon allein das unterschiedliche Einkommen uns voneinander trennt. Ganz abgesehn mal von Glaubensrichtungen. Ein Verkäufer mit Hartz 4 Aufstockung, wird wohl kaum mit einem Rechtsanwalt oder Arzt oder Manager befreundet sein. Oder? Auch wenn es sicher Ausnahmen gibt. Verzweifle nicht, du bist jung und gebildet. Was glaubst macht erst jemand, der es nicht ist. Alles Gute