Bei einem richtigen Messietum steckt, soweit ich weiß, immer eine traumatische Erfahrung dahinter.
Ein paar Ängste hast du schon beschrieben.
Je nachdem, wie stark das bei dir ausgeprägt ist, würde ich auch vermuten, du brauchst Hilfe vor Ort. Viel Glück für dein Vorhaben und alles Gute!
Es ist nicht immer DIE eine traumatische Erfahrung, die für sowas verantwortlich ist.
Es ist sogar öfter so, daß da mehreres zusammenkommt, wie bei den meisten anderen Störungen übrigens auch...
Also im Falle von Messietum und übermäßigem Sammeln (da sind die Grenzen wohl fließend) haben Betroffene meistens mehrere Verluste von engen Bezugspersonen und Angehörigen hinter sich, und dann wird zu Anfang erstmal das gehortet und nicht entsorgt, was einen an die Verstorbenen oder Expartner erinnert.
Und wenn das öfter passiert, oder man auch noch von Partnern und Freunden verlassen wird, und keine neuen Kontakte knüpfen kann oder will, dann verschlimmert sich das allmählich.
Außerdem haben manche Messies das auch schon von Zuhause gekannt, daß die Wohnung "vollgestellt" war, und die Eltern ungerne was weggeschmissen haben.
Manchmal kommt auch noch Armut und Hoffnungslosigkeit dazu.
Wer sich z.B. mal ländliche Armutsregionen in den USA angeschaut hat, wo vor und hinter den reparaturbedürftigen Häuschen oder Trailern oft jede Menge ausrangierte Kühlschränke, seit Jahren kaputte Autos, Grandmas alte Kurbel-Eismaschine usw rumstehen, weiß was ich meine....
Es ist also nicht ein einziges alles entscheidendes Trauma, was einen zum Messie werden lässt, sondern eher eine Mischung aus Einsamkeit, Verlust von geliebten Menschen und Hängen in der Vergangenheit, und vielleicht noch ein Leben und Aufwachsen in ungünstigen Lebensumständen...