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Ich bin kein Familienmensch und würde meiner Familie nicht helfen

Ja z.B. dass sie Versuchen andere gegen mich aufzuspielen wenn sie z.B. ne Freundin von mir antreffen oder auch jeden Tag Sturmklingeln, sodass sie für Lärm sorgen und den Hausfrieden stören.
Kann kaum passieren wenn Du weit weg bist. Du merkst, ohne Umzug keinen Seelenfrieden. Auf alles was sie dann noch ausbrüten könnten, mußt Du reagieren wenn es passieren sollte. Daher am besten von vornherein keine Angriffsflächen bieten, z. B. über Social Media - wer gar keinen Account hat, braucht auch nicht damit rechnen über diesen Weg Ärger zu bekommen.
 
(...) Selbst als ich noch sehr jung war, hat meine Mutter schon davon geredet dass z.B. andere ihre Eltern ins Pflegeheim abschieben und sowas nicht geht. Auch immer mal wieder als ich da war gab es solche Botschaften, davon einige gut verpackt. Deshalb sind ja auch meine Ängste entstanden weil ich die ganze zeit denke, dass ich das alles mitmachen muss. Meine Lebensqualität leidet halt sehr darunter. Vorallem auch weil es einige Menschen gibt die schlimmeres mit ihrer Familie durchhaben und denen trotzdem helfen und den Kontakt halten.

Egal, wie sehr jemand es auch behaupten mag, man muss es aber nicht mitmachen. Die Realität ist: Man muss niemandem helfen, niemanden aufnehmen, außer es ist rechtlich vorgegeben. Man *fühlt* sich vielleicht anders, aber es *ist" nicht so, wie man es fühlt. Die Gefühle stimmen in dem Fall nicht mit der Realität überein... D. h. man muss die Realität über die eigenen Gefühle stellen.

Ich hatte vor 30 Jahren mal schlimme Panikattacken. Damals bin ich in eine psychosomatische Klinik deswegen. Das hat mir unglaublich geholfen. Ein Punkt (von vielen), der mir sehr geholfen hat, war, dass wir ein DIN A4-Blatt bekommen haben, auf dem vielleicht 10-15 verschiedenen Sätze "gegen die Angst" standen. Wir sollten uns dann einen oder zwei, die für uns passten, aussuchen. Bei mir war es einer. Immer, wenn die Angst hochkam, sollten wir den Zettel rausnehmen und den hilfreichen Satz lesen. Das habe ich befolgt. Und es hat geholfen. Ich habe meine Gefühle mit der Realität (die auf dem Zettel stand), wie ich das nenne, "ge-re-brainwasht" - irgendwann war die Realität stärker als das Gefühl (Panik) und das Gefühl entsprach dann (mit viel Übung) der Realität.

Vielleicht könntest du das mal probieren. Wenn du grundsätzlich glauben kannst, dass du deiner Familie nicht helfen musst, schreib das so auf, wie es für dich passt (man kann ruhig mal ein paar verschiedene Formulierungen ausprobieren und sehen, ob das für einen einen Unterschied macht) und trage den Zettel immer bei dir. Immer, wenn dann das Gefühl kommt "ich muss aber" kommt - aufhorchen - Zettel raus - Satz/Sätze lesen - und die Realität (wenn auch erst mal nur kurz) gelten lassen.

Ich habe meinen Zettel heute noch (total zerflettert), brauche ihn aber schon lang nicht mehr, weil ich diese Dinge mit der Zeit integriert habe...


Was mache ich denn wenn ich keine Wohnung woanders finde?

Man kann auch kleiner anfangen. Z. B. ein Zimmer mit eigenem Bad und WC suchen und dann am neuen Ort nach einer Wohnung suchen. Sich überlegen, ob man die Dinge, die man hat, wirklich alle mitnehmen muss, oder ob es nicht reicht, die "losen" Sachen (Kleidung etc.) zu nehmen und zu gehen und später das Ganze neu aufzubauen. Man kann auch mal schauen, ob "Hand in Hand" was für einen ist. Dort nachfragen, ob auch längeres dort wohnen möglich ist... Es gibt mehr Alternativen, als man denkt, wenn man bereit ist, Abstriche zu machen. (Und ich sage damit nicht, dass man das sollte, oder muss ("man muss nur wollen"...) - ich sage nur, es gibt vielleicht Möglichkeiten, wegzuziehen, ohne gleich alles fest zu machen, in dem man eine Wohnung langfristig anmietet, irgendwo, wo man vielleicht auch eher "hinflieht", als bewusst hinziehen möchte...)
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei der Wohnungsfrage sollte man klein anfangen - z. B. möbliertes Zimmer zur Untermiete statt gleich eigene Wohnung, es ist zwecklos einen ganzen Hausstand mit schweren Möbeln mitzuschleppen, die wichtigsten Sachen wie Kleidung, ein bißchen Besteck und Geschirr zum täglichen Gebrauch und persönliche Unterlagen passen meistens in ein paar große Koffer.
Wenn man gelernt hat japanisch zu schlafen - auf einer Matte mit Decke und Kissen, leicht zusammenzurollen, mühelos zu transportieren - braucht man nicht mal ein Bett mitnehmen, denn vor allem in Großstädten sind gebrauchte Möbel billig oder gar umsonst (für Selbstabholer in Kleinanzeigen inseriert) mühelos zu bekommen. Schlepp bei einem Umzug nichts mit woran Dein Herz sowieso nicht hängt und das Du anderswo leicht ersetzen kannst.
Und überleg Dir vorher genau, wem Du Deine neue Adresse mitteilst, der lieben Verwandtschaft erst mal nicht. Leg Dir frühzeitig eine Checkliste an, was bei einem Umzug alles gemacht werden muß, Versicherungen etc. über die neue Adresse informiert werden, Ummeldung beim Einwohneramt und und, so daß alles auf Autopilot laufen kann sobald es akut wird. Der Umzug selber sollte so schnell wie möglich über die Bühne gehen, Koffer greifen und auf und davon, bevor die Familie merkt was überhaupt los ist.
 
Kann kaum passieren wenn Du weit weg bist. Du merkst, ohne Umzug keinen Seelenfrieden. Auf alles was sie dann noch ausbrüten könnten, mußt Du reagieren wenn es passieren sollte. Daher am besten von vornherein keine Angriffsflächen bieten, z. B. über Social Media - wer gar keinen Account hat, braucht auch nicht damit rechnen über diesen Weg Ärger zu bekommen.
Mein Social Media halte ich bedeckt. Die kennen keinen meiner Accounts.
 
Egal, wie sehr jemand es auch behaupten mag, man muss es aber nicht mitmachen. Die Realität ist: Man muss niemandem helfen, niemanden aufnehmen, außer es ist rechtlich vorgegeben. Man *fühlt* sich vielleicht anders, aber es *ist" nicht so, wie man es fühlt. Die Gefühle stimmen in dem Fall nicht mit der Realität überein... D. h. man muss die Realität über die eigenen Gefühle stellen.

Ich hatte vor 30 Jahren mal schlimme Panikattacken. Damals bin ich in eine psychosomatische Klinik deswegen. Das hat mir unglaublich geholfen. Ein Punkt (von vielen), der mir sehr geholfen hat, war, dass wir ein DIN A4-Blatt bekommen haben, auf dem vielleicht 10-15 verschiedenen Sätze "gegen die Angst" standen. Wir sollten uns dann einen oder zwei, die für uns passten, aussuchen. Bei mir war es einer. Immer, wenn die Angst hochkam, sollten wir den Zettel rausnehmen und den hilfreichen Satz lesen. Das habe ich befolgt. Und es hat geholfen. Ich habe meine Gefühle mit der Realität (die auf dem Zettel stand), wie ich das nenne, "ge-re-brainwasht" - irgendwann war die Realität stärker als das Gefühl (Panik) und das Gefühl entsprach dann (mit viel Übung) der Realität.
Vielleicht könntest du das mal probieren. Wenn du grundsätzlich glauben kannst, dass du deiner Familie nicht helfen musst, schreib das so auf, wie es für dich passt (man kann ruhig mal ein paar verschiedene Formulierungen ausprobieren und sehen, ob das für einen einen Unterschied macht) und trage den Zettel immer bei dir. Immer, wenn dann das Gefühl kommt "ich muss aber" kommt - aufhorchen - Zettel raus - Satz/Sätze lesen - und die Realität (wenn auch erst mal nur kurz) gelten lassen.

Ich habe meinen Zettel heute noch (total zerflettert), brauche ihn aber schon lang nicht mehr, weil ich diese Dinge mit der Zeit integriert habe...




Man kann auch kleiner anfangen. Z. B. ein Zimmer mit eigenem Bad und WC suchen und dann am neuen Ort nach einer Wohnung suchen. Sich überlegen, ob man die Dinge, die man hat, wirklich alle mitnehmen muss, oder ob es nicht reicht, die "losen" Sachen (Kleidung etc.) zu nehmen und zu gehen und später das Ganze neu aufzubauen. Man kann auch mal schauen, ob "Hand in Hand" was für einen ist. Dort nachfragen, ob auch längeres dort wohnen möglich ist... Es gibt mehr Alternativen, als man denkt, wenn man bereit ist, Abstriche zu machen. (Und ich sage damit nicht, dass man das sollte, oder muss ("man muss nur wollen"...) - ich sage nur, es gibt vielleicht Möglichkeiten, wegzuziehen, ohne gleich alles fest zu machen, in dem man eine Wohnung langfristig anmietet, irgendwo, wo man vielleicht auch eher "hinflieht", als bewusst hinziehen möchte...)
Das stimmt. Rational weiß ich auch, dass ich niemanden Aufnehmen brauche und rechtlich zu nichts verpflichtet bin.

Ich habe mir auch mal ein Heft zugelegt, in dem ich bestimmte Sätze und Zitate notiert habe, um mir das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wenn aber wieder Ängste hochkommen denke ich garnicht mehr dran das Buch hervorzukramen. Ich habe auch so eine verzerrte Wahrnehmung dass ich das nicht mehr rational glauben kann.

Ich bin tatsächlich dabei auszusortieren was ich nicht mehr brauche, um nicht so viel mitzuschleppen. Sowas wie das Bett werde ich auch nicht mitnehmen. Und ja bei der Wohnung werde ich wohl Abstriche machen müssen. Wenn es mir dann besser geht, ist es das allemal wert.
 
Bei der Wohnungsfrage sollte man klein anfangen - z. B. möbliertes Zimmer zur Untermiete statt gleich eigene Wohnung, es ist zwecklos einen ganzen Hausstand mit schweren Möbeln mitzuschleppen, die wichtigsten Sachen wie Kleidung, ein bißchen Besteck und Geschirr zum täglichen Gebrauch und persönliche Unterlagen passen meistens in ein paar große Koffer.
Wenn man gelernt hat japanisch zu schlafen - auf einer Matte mit Decke und Kissen, leicht zusammenzurollen, mühelos zu transportieren - braucht man nicht mal ein Bett mitnehmen, denn vor allem in Großstädten sind gebrauchte Möbel billig oder gar umsonst (für Selbstabholer in Kleinanzeigen inseriert) mühelos zu bekommen. Schlepp bei einem Umzug nichts mit woran Dein Herz sowieso nicht hängt und das Du anderswo leicht ersetzen kannst.
Und überleg Dir vorher genau, wem Du Deine neue Adresse mitteilst, der lieben Verwandtschaft erst mal nicht. Leg Dir frühzeitig eine Checkliste an, was bei einem Umzug alles gemacht werden muß, Versicherungen etc. über die neue Adresse informiert werden, Ummeldung beim Einwohneramt und und, so daß alles auf Autopilot laufen kann sobald es akut wird. Der Umzug selber sollte so schnell wie möglich über die Bühne gehen, Koffer greifen und auf und davon, bevor die Familie merkt was überhaupt los ist.
Ja genau. Ich werde sehr gut nachdenken, was ich so brauche und was nicht.
Und mit einer Checkliste werde ich auch arbeiten, damit ich nicht durcheinander komme und was vergesse.
Dass meine Familie nichts davon merkt ist aber unwahrscheinlich weil ich ja auch so viel habe was dann irgendwie weg muss, falls ich das nicht brauche. Da muss dann ggf. eine Entrümpelungsfirma kommen.
 
Ich habe mir auch mal ein Heft zugelegt, in dem ich bestimmte Sätze und Zitate notiert habe, um mir das immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Wenn aber wieder Ängste hochkommen denke ich garnicht mehr dran das Buch hervorzukramen. Ich habe auch so eine verzerrte Wahrnehmung dass ich das nicht mehr rational glauben kann.

Ein Heft ist auch nicht so mobil... Deshalb einen, oder gleich mehrere Zettel. Einen in sämtliche Handtaschen tun, einen an die Haustür kleben und mitnehmen beim rausgehen. Einen in groß an die Klotür innen... Es geht nicht nur darum, dass man sich das in einer akut schwierigen Situation bewusst macht, sondern immer wieder, auch in "ruhigen" Zeiten - *damit* das Gehirn es dann später auch automatisch abrufen kann. Das muss das Gehirn lernen und lernt es nur durch Übung.
Es ist deine Wohnung, du kannst Zettel an den Spiegel hängen, einen ins Bett legen usw.
Ich habe das tatsächlich damals so gemacht (bei einer anderen Thematik)... Sofort helfen wird das nicht, aber mit Übung kann es das mit der Zeit. Und wenn es hilft, verändert sich die "Aufnahmefähigkeit", da kann man es dann auch viel leichter annehmen mit der Zeit...
 
Ein Heft ist auch nicht so mobil... Deshalb einen, oder gleich mehrere Zettel. Einen in sämtliche Handtaschen tun, einen an die Haustür kleben und mitnehmen beim rausgehen. Einen in groß an die Klotür innen... Es geht nicht nur darum, dass man sich das in einer akut schwierigen Situation bewusst macht, sondern immer wieder, auch in "ruhigen" Zeiten - *damit* das Gehirn es dann später auch automatisch abrufen kann. Das muss das Gehirn lernen und lernt es nur durch Übung.
Es ist deine Wohnung, du kannst Zettel an den Spiegel hängen, einen ins Bett legen usw.
Ich habe das tatsächlich damals so gemacht (bei einer anderen Thematik)... Sofort helfen wird das nicht, aber mit Übung kann es das mit der Zeit. Und wenn es hilft, verändert sich die "Aufnahmefähigkeit", da kann man es dann auch viel leichter annehmen mit der Zeit...
OK dann werde ich das so machen, danke für den Tipp.
Ich hoffe dass es mir auch nach ner Zeit hilft.
 
Naja, man könnte sich fragen, wenn jemand denkt, dass dieser der Familie nicht beistehen will und der Familie einem selbst nicht, wer oder was daran einen Nutzen haben könnte? 👽 Und auch daran ewig zu leiden im Bezug zu der eigenen Vergangenheit, wo man niedergedrückt sich ständig fühlen könnte. Wer oder was hat daran einen Nutzen? Man selbst oder andere Menschen? Wirklich? Oder doch nicht? 👽 Steht man sich gegenseitig bei, so kann man besser überleben, egal in welcher Hinsicht das Leben auch dann aussehen mag. Ansonsten ist das weniger der Fall. Es darf nur nicht zu einseitig alles ablaufen, sodass man will, dass man nur selbst die absolute allerbeste Nummer 1 sein solle, anstatt überall gute Menschen haben zu wollen, die sich gegenseitig unterstützen. Das ist das was ich dazu denke. Mehr schreibe ich dazu erstmal nicht.
 
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