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Ich bin immer so unglücklich und unzufrieden mit mir selbst.

G

Gast

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Also. Wie man lesen kann, bin ich immer so unglücklich. Eigentlich hätte ich keinen Grund dazu. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und Bruder, habe gute Freunde und mir fehlt eigentlich nichts. Im materiellen Sinn.
Trotzdem bin ich immer so unglücklich.
Das liegt zum Teil daran, dass ich einfach nicht mit mir selbst zurecht komme. Ich hasse mich selbst. Ich empfinde mich als hässlich und ich mag meine Persönlichkeit einfach nicht. Während alle meine Freundinnen so viel Aufmerksamkeit von Jungs bekommen und zu schönen, junge Frauen heran wachsen, stecke ich in so ein Loch fest. Ich bekomme keine Aufmerksamkeit von Jungs und, wie gesagt, bin ich hässlich.
Die Arbeiten, die ich in der Schule schreibe, würde ich ohne Spicker gar nicht mehr hin bekommen. Das liegt daran, dass ich keine Motivation zum lernen habe und weil ich durch meine Gefühle abgelenkt werde.
Dazu empfinde ich (immer noch) was für einen Jungen, mit den ich keinen Kontakt mehr habe und für einen anderen, der eine Freundin hat.
Außerdem habe ich noch ein Problem, und zwar ritze ich mich. Es weiß niemand und es hat noch nie Jemand gesehen. Ich rede mit niemand darüber.
Es kommen noch mehr Probleme dazu, aber die möchte ich hier nicht ansprechen, da der Text dann zu lang wird.
Manchmal denke ich schon drüber nach, mir das Leben zu nehmen. Das hab ich aber noch nicht gemacht, da ich meinen Eltern das nicht antun möchte. Sie haben schon ein mal ein Kind verloren und meine Mutter leidet sehr darunter.
Außerdem hilft mir die Liebe zur Musik auch immer daraus.
Aber auf Dauer ist dies auch keine Lösung. Ich weiß auch nicht, was ich mir durch diesen Text erhoffe, aber ich hoffe trotzdem, dass mir jemand helfen kann....
 
hallo gast,

ich kann deine probleme sehr gut nachvollziehen, mir geht es manchmal ähnlich.

nimm es nicht persönlich, wenn es mit jungs nicht klappt. das hat nichts mit deiner person, sondern nur mit deinem momentanen zustand zu tun. denn man strahlt aus, was man denkt. und wenn du gerade mit dir auf kriegsfuß stehst, dann strahlst du das auch aus. jeder junge wird das irgendwie merken.

vielleicht setzt du dich mal hin und machst eine liste mit dingen an dir, die gar nicht so schlecht sind und richtest den fokus auf positivere gedanken. das, was gut an dir ist, das könntest du ausbauen oder mehr unterstreichen. das, was dir nicht an dir gefällt kannst du vielleicht einfach versuchen, hinzunehmen und lieber darüber zu lachen, anstatt dich dafür zu verurteilen. nobody's perfect. sieh dich von außen, wie du durchs leben stolperst, lache darüber und iss einen schokoriegel 🙂 be the actor of your own film! it's just life!

wenn du dich selber magst, dann kommen jungs wie sand am meer. das ist ein engels- und andersherum ein teufelskreis. fang gleich damit an, nimm dich bei der hand, räum ein bisschen auf, koch dir einen tee und tu was schönes für dich. warte nicht darauf, dass jemand anders dich liebt, sondern sei nett zu dir und streichel dir auch ein bisschen selbst die seele. dein bauch sagt dir, welche gedanken sich gut anfühlen! schmeiß die schlechten aus dem fenster und mach es zu.

und dann rennen die jungs dir die bude ein. und zwar nicht die, die du nicht haben kannst, denn die solltest du gar nicht wollen. merke: wolle nur, was du bekommst und du bist hans im glück! life goes on! was du nicht bekommst, brauchst du auch nicht! :blume: das nächste geschenk wartet an der nächsten ecke!
 
Das liegt zum Teil daran, dass ich einfach nicht mit mir selbst zurecht komme. Ich hasse mich selbst. Ich empfinde mich als hässlich und ich mag meine Persönlichkeit einfach nicht.

Liebe Gästin,

mich beschäftigt eine theoretische Frage, die ich auch dir gerne stellen möchte:

Muss man sich dafür hassen, dass man "hässlich" ist..? Und ist nicht gerade dieser Selbsthass vielleicht etwas, was uns erst wirklich hässlich macht und unsere Persönlichkeit auf eine Weise verändert, dass wir sie nicht mehr mögen..?

Auch wenn man sachlich und objektiv feststellt, dass sein eigenes Aussehen an manchen Stellen nicht perfekt ist, kann man ihm eine (an)erkennende, wertfreie Aufmerksamkeit schenken, finde ich, denn es ist etwas, was uns von der Natur als unsere äußere Hülle "zugeteilt" wurde, etwas, was wir uns selbst nicht aussuchen konnten und wofür wir nicht verantwortlich sind. Ein Schicksal also, mit dem wir auf eine bestimmte Weise zu leben haben. Ja, manchmal auch eine Herausforderung, doch keine Strafe.

Wenn du das so siehst, wird dein Hass auf dich vielleicht weniger und deine Persönlichkeit dadurch befreiter und natürlicher?

Liebe Grüße!
Lenja
 
Also. Wie man lesen kann, bin ich immer so unglücklich. Eigentlich hätte ich keinen Grund dazu. Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern und Bruder, habe gute Freunde und mir fehlt eigentlich nichts. Im materiellen Sinn.
Trotzdem bin ich immer so unglücklich.
Das liegt zum Teil daran, dass ich einfach nicht mit mir selbst zurecht komme. Ich hasse mich selbst. Ich empfinde mich als hässlich und ich mag meine Persönlichkeit einfach nicht. Während alle meine Freundinnen so viel Aufmerksamkeit von Jungs bekommen und zu schönen, junge Frauen heran wachsen, stecke ich in so ein Loch fest. Ich bekomme keine Aufmerksamkeit von Jungs und, wie gesagt, bin ich hässlich.
Die Arbeiten, die ich in der Schule schreibe, würde ich ohne Spicker gar nicht mehr hin bekommen. Das liegt daran, dass ich keine Motivation zum lernen habe und weil ich durch meine Gefühle abgelenkt werde.
Dazu empfinde ich (immer noch) was für einen Jungen, mit den ich keinen Kontakt mehr habe und für einen anderen, der eine Freundin hat.
Außerdem habe ich noch ein Problem, und zwar ritze ich mich. Es weiß niemand und es hat noch nie Jemand gesehen. Ich rede mit niemand darüber.
Es kommen noch mehr Probleme dazu, aber die möchte ich hier nicht ansprechen, da der Text dann zu lang wird.
Manchmal denke ich schon drüber nach, mir das Leben zu nehmen. Das hab ich aber noch nicht gemacht, da ich meinen Eltern das nicht antun möchte. Sie haben schon ein mal ein Kind verloren und meine Mutter leidet sehr darunter.
Außerdem hilft mir die Liebe zur Musik auch immer daraus.
Aber auf Dauer ist dies auch keine Lösung. Ich weiß auch nicht, was ich mir durch diesen Text erhoffe, aber ich hoffe trotzdem, dass mir jemand helfen kann....

Hallo,

in der Pubertät ist hormonelles Durcheinander normal..umso wichtiger für dich daran zu üben ausreichend Disziplin zu halten.

Das mit dem Ritzen und Selbstmordgedanken ist zu stark selbstgefährdend, du brauchst professionelle psychotherapeutische Hilfe. Ohne Zip und Zap....hier hilft nur Flucht nach vorne...über Ängste, Minderwertigkeitskomplexe und Schamgefühle hinwegspringen..sonst kommst du auf Dauer nicht weiter.

Rede offen mit deinen Eltern...belüge sie nicht. Vermeide Isolation und tu etwas gegen deine Depressionen. Mit guter Medikation sind die Selbstmordgedanken oft innerhalb von 14 Tagen weg.

Wichtig wäre auch eine BLutuntersuchung auf Mängelerscheinungen hin (Vitamine, Spurenelemente).

Es ist dein Leben und deine Verantwortung und je erwachsener du dich verhältst und zumindest Bereitschaft zeigst dir selbst zu helfen indem du dir professionelle therapeutische Hilfe suchst, desto schneller kommst du aus deinem Tief heraus.

Vermeide anonyme Internetforen, diese ersetzen Therapien nicht und es besteht die Gefahr dass im Jammermodus hängen bleibst.

Viel Erfolg deine Depression in den Griff zu kriegen. DAs ist nicht schwer sofern du das Richtige tust.

Tyra


Selbsthass: entsteht an sich nur wenn du zu viel Zeit mit einsamen Gemurkse verbringst, Überforderung und Unterforderung, Langeweileverhalten....Du kannst lernen dich selbst zu akzeptieren und mehr zu mögen wenn du dich sinnvollen Tätigkeiten widmest, viel unter die Leute kommst, ein gutes Tagesprogramm absolvierst dass dich fordert und fördert, mit dem du wachsen und geistig reifen kannst.
Weitere Ursachen: zu starke Lebensängste..Unsicherheiten, fehlendes Selbstbewusstsein. Selbstbewusstsein fehlt wenn Menschen zu verwöhnt nix tun müssen und sich dadurch nutzlos und zu stark abhängig fühlen. In der Pubertät ändert sich alles, auch körperlich. Die Sexualität erwacht und damit eine neue Identifikation als Frau...die Anpassung fällt nicht allen auf Anhieb leicht, aber leichter geht es wenn man sich eine breite Basis schafft um sich nicht einseitig über sein Geschlecht zu definieren oder definieren zu lassen.
Dazu gehört ein guter Schulabschluss und beruflicher Einstieg.

Betr. Aussehen: wie bereits hier gelesen: Hüllenpunk ist eine Sache...konzentrier dich ausreichend auf deinen Inhalt und nicht nur zu stark aufs Äußere. Wie Sunn treffend schrieb: wenn du dich selbst magst, und zu dir stehst wirkst du attraktiv, indem du dich nicht magst kannst du nicht damit rechnen dass andere dich mögen...Grund: es kostet zu viel Energie bei jemandem, der sich selbst nicht liebt ständig Überzeugungsarbeit leisten zu müssen, dass jemand liebenswert ist. Ein FAss ohne Boden. Sieh zu, dass DU dir einen Boden = mehr Selbstbewusstsein zulegst! Arbeite daran, ggf eine zeitlang durch Therapeuten begleitet.

Ich stimme auch Lenja zu....jeder wird mit dem geboren was man hat und hat die Aufgabe das Beste draus zu machen...und es ist hierbei eine große Menge möglich! Die Arbeitssamen erkennen das und leisten Arbeit, die Fauleren jammern lieber..das ist bequemer..aber auf Dauer ungesünder und ungünstiger.

Wieviele Sportarten machst du?
Wieviele Stunden bist du täglich draußen und bewegst dich?

Depression ist ein energetisches Ungleichgewicht an dem du sehr viel ändern kannst und solltest, falls du Interesse daran hast glücklicher zu leben.

Lesetipp: Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein.
In diesem Buch wird dir das Prinzip der sich selbst erfüllenden Profezeiung nahgelegt. Oder übersetzt: du bist stets so glücklich, wieviel Glück du dir gönnst und erarbeitest.
Wenn du dich in den Aberglauben einzementierst du seist hässlich, wirst du hässlich werden....innerlich wie äußerlich....denn du musst dich ja nicht bemühen das Beste aus dir zu machen. Ist es das was du willst?
Frage dich das und dann entscheide dich für deinen Weg.
 
noch was zum Thema Jungs: ich für meinen Teil hatte mir damals die gleichaltrigen, pubertierenden (in der Regel geistig spätreifen) Bubis erspart und von der Pelle gehalten und mich damals anderen wichtigen Dingen gewidmet und kann dir nur nahelegen gute Prioritäten zu setzen:

Erst einmal ein guter Schulabschluss und guter Berufseinstieg, denn finanzielle Selbstständigkeit ist gut fürs Selbstbewusstsein und nabelt dich aus dem Abhängigkeitsverhältnis zu deinen Eltern ein stückweit ab. Zudem gerätst du in einer Partnerschaft später nicht in die Gefahr zu stark abhängig von deinem Partner zu werden. Das ist wichtig für möglichst ausgeglichene Machtverhältnisse...damit du selbst deine Frau stehst!
Ich erinnere mich damals an einige nette Flirts und auch eine schöne Freundschaft mit einem Jungen...aber nix Ernstes zunächst bis ich eher wusste was ich wollte und gut für mich war.

Identifikation geht nicht nur über Äußeres sondern auch innere Werte...Wissen (Wissen ist Macht!), soziale Kompetenzen.

In Sachen soziale Eigenschaften hast du eine Lernübung: dich sozialer dir selbst gegenüber zu verhalten. Wer sich unsozial und zu aggressiv verhält...egal ob jemand das sich selbst gegenüber tut, oder anderen wird eher gemieden. Das ist ein natürlicher Schutzmechanismus.
Lerne also angemessener mit deinen Aggressionen umzugehen. Aggressionen sind auch Antriebskraft, die du positiv nutzen kannst indem du dich für dich (anstatt gegen dich) einsetzen kannst. Mit Ritzen, Aderlass schwächst du dich eher...nimmst dir Stärke...ist es das was du willst: kleines schwaches Kind bleiben damit du für immer Papa und Mamas Kindchen bleibst? Du wirst sie nicht verlieren wenn du erwachsen wirst und dich mehr abnabelst..wie es der Lauf der Dinge ist. Veränderung ist normal und sogar gut, da nur so alle weiter lernen können.

Statt dem großen EGO-Götzen des Selbsthasses zu huldigen und mit Blutopern (Ritzereien) Altäre zu bauen suche dir sinnvolle Beschäftigungen in denen du lernst dich von anderen Seiten zu entwickeln. Suche dir eine ehrenamtliche Tätigkeit oder mach ein Praktikum oder neue Sportarten.

Nicht nur den Weg über die Musik...erweitere dein Spektrum....Stichwort: BREITE BASIS.

Viel Erfolg dabei und viel Entdeckerlust bei der Reise in ein neues besseres Leben!

Tyra
 

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