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Ich bin hasserfüllt

Baskol1

Mitglied
Ich bin ein sehr hassefüllter Mensch. Gerade gegenüber homosexuellen fühle ich eine tiefe Abneigung, die manchmal sogar in Mordgedanken umschlagen. Ich kann sie einfach nicht tolerieren [...] Dabei bin ich selbst Schwul, aber genau deswegen bin ich so hasserfüllt, und ertrage keine anderen Schwulen. Was soll ich tun mit so viel Hass in mir? Weil irgendwann werde ich diesen Hass rauslassen, an anderen Schwulen. Was kann ich gegen meinen Hass tun?
 
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Fenris85

Aktives Mitglied
Bin ja ungern der erste der dir das mitteilt, aber alle anderen Menschen sind auch nicht perfekt ;)

Da du explizit von Schwulen sprichst nehme ich an dass du bei Homosexualität bei Frauen nicht so empfindest?

Es gibt schon einige Erklärungen für Homosexualität in der Evolution, aber viel entscheidender finde ich dass Evolution eben gerade nicht nach Perfektion strebt. Es handelt sich um Versuch und Irrtum, die bis heute einzig mögliche Form der Erkenntnisgewinnung -in allen Lebensbereichen.
Es gibt also kein Ziel und auch keinen höheren Plan, auf den die Evolution hinarbeitet. Sondern breit gestreute Varianz durch Mutationen, als Test was funktioniert und was nicht. Dabei setzt sich auch mitnichten immer der Stärkste durch, das ist falsch übersetzt, sondern wer am anpassungsfähigsten ist.

Sollte sich also eine bestimmte Lebensweise als für die Art / Rasse von Vorteil erweisen, dann setzt sie sich durch. Und wird damit zum neuen Maßstab.

Man muss dabei eben nur beachten dass diese Zeiträume über die eine Selektion stattfindet manchmal sehr lang sein können. Ein ganzes Menschenleben ist dabei lediglich eine winzige Momentaufnahme, in der durch Eigenbeobachtung keinerlei Aussage über den Gesamtprozess getroffen werden kann. Dafür ist der Ausschnitt einfach viel zu gering.


Etwas anderes ist es aus meiner Sicht wenn man eine Abneigung gegen bestimmtes Gehabe oder Verhalten hat. Ich mag z.B. ziemlich grundsätzlich keine narzistischen Persönlichkeiten und bevorzuge zudem noch introvertierte Menschen. Mein persönliches Vorurteil ist, dass diese Leute mehr Tiefgang haben und sich nicht so in Oberflächlichkeiten und Smaltalk verfangen.

Aber wenn eine persönliche Abneigung in Hass oder sogar Gewaltfantasien umschlägt, dann deutet das für mich stark daraufhin dass die Ursache dafür an bzw. in einem selbst liegt. Äußere Erklärungsmuster würde ich daher eher als Projektion bewerten.

In diesem Fall klingt es beim ersten Lesen jetzt nach Unzufriedenheit mit dir selbst und einem gewissen fehlenden Selbstwertgefühl. Gerade wenn Schwule dann besonders extrovertiert mit ihrem Schwulsein auftreten, und manche neigen da halt leider zu, wirkt das entsprechend provozierend auf dich. Nach dem Motto "die sollten sich genau so dafür schämen was sie sind wie ich".

Mir gefällt dieses offensiche "Schaut her ich bin schwul -hast du was dagegen?"-Gehabe auch nicht, wobei ich wie gesagt ganz grundsätzlich nichts mit narzistischen Persönlichkeiten anfangen kann. Aber ich bin eben auch nicht der Meinung dass sie sich für das schämen sollten was sie sind. Schon gar nicht wegen einer evolutionären Begründung.
Man selbst kann ja nichts dafür welche Nische man im Sinne der Evolutionen austesten soll, zumindest ich wurde meines Wissens nicht vorher gefragt.

Außerdem braucht es vermutlich einfach Leute die eine gewisse Vorreiterrolle und exponierte Position einnehmen können, auch um anderen Mut zu machen die sich sonst alleine fühlen würden. Das ist keine einfache Position und eine gefilterte und eben nicht besonders gut reflektierte Eigenwarhnehmung ist da sicher hilfreich.
 

Schokoschnute

Aktives Mitglied


Auf beiden Ebenen unserer Existenz, der inneren Körper- und der äußeren Weltbühne, ergeben sich so wundervolle Chancen der Entwicklung.
Was im Bewusstsein nicht integriert wurde, kann sich auf einer dieser beiden Bühnen in konkreter und öfter in symbolischer Form zeigen.
Ob innere „Widersacher“ in Gestalt von Symptombildern oder äußere „Widersacher“ in Form von Problemen ... in beiden Fällen ist dauerhafte Abhilfe durch Aussöhnung möglich.
Und als Bonus findet dabei noch Entwicklung und Wachstum statt.

Stört mich an Fremden, die sich nicht so benehmen, wie ich das gern hätte, sondern verrückt spielen, wäre die Frage zu stellen, ..was ist in mir und mir dabei trotzdem so fremd , dass es mich stört?
Wo bin ich mit etwas in meinem Leben nicht auf vertrautem Fuß?
Wo ist etwas Eigenes so Fremd, dass es mich irritiert?
Wo benehme ich mich selbst oder Teil (persönlichkeiten) von mir so, wie ich es nicht gern habe?

Warum laufe ich gegen Andersartiges,Fremdes und ungewohntes Sturm?

Und vor allem: Ließe sich aus dem Uranusprinzip in meinem Leben mehr machen, könnte ich selbst von einem originelleren, ungewöhnlicheren Verhalten und Leben profitieren?
Was wenn auch ich mal aus der (angestammten) Rolle fiele, über die Stränge schlüge und aus der Reihe tanzte?

Hass ist das Gegenteil von Liebe. Beides steckt in uns.
Yin /Yan.
 
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Siren33

Aktives Mitglied
Ich bin ein sehr hassefüllter Mensch. Gerade gegenüber homosexuellen fühle ich eine tiefe Abneigung, die manchmal sogar in Mordgedanken umschlagen. Ich kann sie einfach nicht tolerieren, da Homosexuelle in meinen Augen unperfekt sind, ein Fehler der Evolution. Dabei bin ich selbst Schwul, aber genau deswegen bin ich so hasserfüllt, und ertrage keine anderen Schwulen. Was soll ich tun mit so viel Hass in mir? Weil irgendwann werde ich diesen Hass rauslassen, an anderen Schwulen. Was kann ich gegen meinen Hass tun?

du redest von mord und den hass irgendwann rauszulassen. du brauchst dringend hilfe, bevor du leben zerstörst.

aber ein guter therapeut kann dich ganz sicher aus diesem loch des hasses hinaus begleiten.
 
G

GrayBear

Gast
Hallo Baskol1,

verzeih mir, wenn ich es etwas deutlich formuliere, aber nutzt Du beim Schreiben und Denken wirklich Deinen eigenen Verstand? Früher war dies, früher war das. Es gibt noch heute Menschen, die die Erde für eine Scheibe halten und manche quatschen nur nach, was ihnen "Wasser auf die eigenen Mühlen" liefert. Bist Du auch so jemand? Kannst Du nicht selbst denken?

Wenn Du Deinem Hass freie Bahn lassen wirst, dann wird das irgendwann passieren, weil Du es willst und nicht verhindert hast. Du wirst anderen Menschen Leid zu fügen. Und nur, weil Du zu faul, zu träge, zu verbohrt bist, um 1+1 zusammenzuzählen? Früher haben Menschen geglaubt, dass die Sonne um die Erde kreist oder dass man aus Blei Gold machen kann. Und? Es waren nur zwei Irrtümer unter vielen.

Schwul sein ist keine Krankheit, es ist nur eine sexuelle Präferenz unter vielen. In den letzten 40 Jahren habe ich so viele unterschiedliche Menschen kennen gelernt. Wenn Du alles hassen willst, was aus der Sicht von ein paar "Dünnbrettbohrern" nicht "normal" ist, dann hast Du keine ruhige Minute mehr und Dein Leben wird einen schlimmen Verlauf nehmen. Aber noch schlimmer ist, dass Du Deinen Hass anderen aufbürden willst. Du willst andere für Deine Defizite verantwortlich machen und das ist so falsch, wie es nur sein kann.

Schwul sein kann man akzeptieren, wenn man will. Bei einen gewalttätigen Ignoranten wird das schon wesentlich schwieriger.

Hass ist eine Mischung aus Wut, Angst und Trauer. Trauer darüber, dass einem das Leben oft nicht das beschert, was man sich wünscht. Angst, dass sich das vielleicht nie ändern könnte und man auf der Straße der Verlierer unterwegs ist. Aber das dominante Gefühl ist die Wut, die die beiden anderen Gefühle "beschützen" soll. Die Wut gibt einem scheinbar Kraft. Aber wenn man hasst, dann trifft diese Wut andere und kann nicht "genutzt" werden, um das eigene Leben zu ändern und zu verbessern. Du vergeudest nutzlos Deine Kraft mit Deinem Hass und das machen Feiglinge. Bist Du ein Feigling?

Ja, Du brauchst dringend Hilfe. Bitte schau danach, bevor andere wegen Dir Hilfe brauchen.
 
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Daoga

Sehr aktives Mitglied
Ich bin ein sehr hassefüllter Mensch. Gerade gegenüber homosexuellen fühle ich eine tiefe Abneigung, die manchmal sogar in Mordgedanken umschlagen. Ich kann sie einfach nicht tolerieren [...] Dabei bin ich selbst Schwul, aber genau deswegen bin ich so hasserfüllt, und ertrage keine anderen Schwulen. Was soll ich tun mit so viel Hass in mir? Weil irgendwann werde ich diesen Hass rauslassen, an anderen Schwulen. Was kann ich gegen meinen Hass tun?
Warum bist Du so haßerfüllt? Weil Du Dich selber hassen tust? Aber wer hat Dir das eingeredet, Du müßtest Dich selber hassen? (Und in der Erweiterung, alles was schwul ist hassen?)

Ist Dir zusätzlich noch was angetan worden außer daß Dir Haß eingeredet wurde, hast Du Versagenserlebnisse gehabt (Schule, Familie, anderes) die leicht Haß provozieren -

aber dummerweise auf die Falschen, denn irgendwelche fremden Schwulen können wirklich nichts dafür.

Wäre besser, Du projizierst Deinen Haß auf diejenigen die ihn wirklich verdienen - das sind die Leute, die an Deinem Haß schuld sind, die ihn Dir eingeredet haben.

Von selber kommt sowas nämlich nicht, da hat zweifellos jemand nachgeholfen. Also erforsche mal Dein Erinnerungsvermögen, von wo das wirklich herkommt.
Und laß Dich nicht länger als Waffe gegen Unschuldige verwenden, sondern wende Dich gegen die, die Dich dazu mißbrauchen möchten.
Nur dann hat es überhaupt einen Sinn.
 

Daoga

Sehr aktives Mitglied
Hinzu kommt noch das religiöse, denn es ist ja eine schwere Sünde.
Das kannste komplett in die Tonne kippen. Die alten Israeliten hatten ihre eigenen Gründe als streitsüchtiges und darum ständig in ihrer Existenz bedrohtes Mini-Völkchen, der heterosexuellen Massenvermehrung das Wort zu reden und Schwule (die sich bekanntlich selten großartig vermehren) als Phänomen "heidnischer Völker" (wo Schwule oft akzeptiert oder wenigstens toleriert waren) zu verdammen.

Wir leben aber heute nicht mehr in der Bronzezeit, und Massenvermehrung brauchen wir auch nicht angesichts beinahe 8 Milliarden Menschen auf der Welt, die die ganze Umwelt zerstören und Kriege um schwindende Ressourcen führen. Krieg führen gehört auch nicht zu den Dingen, die Schwule gern tun, das machen nur Heteros. :rolleyes:
 

Baskol1

Mitglied
Das kannste komplett in die Tonne kippen. Die alten Israeliten hatten ihre eigenen Gründe als streitsüchtiges und darum ständig in ihrer Existenz bedrohtes Mini-Völkchen, der heterosexuellen Massenvermehrung das Wort zu reden und Schwule (die sich bekanntlich selten großartig vermehren) als Phänomen "heidnischer Völker" (wo Schwule oft akzeptiert oder wenigstens toleriert waren) zu verdammen.

Wir leben aber heute nicht mehr in der Bronzezeit, und Massenvermehrung brauchen wir auch nicht angesichts beinahe 8 Milliarden Menschen auf der Welt, die die ganze Umwelt zerstören und Kriege um schwindende Ressourcen führen. Krieg führen gehört auch nicht zu den Dingen, die Schwule gern tun, das machen nur Heteros. :rolleyes:
Ich will nicht das Homosexuelle irgendwelche Rechte haben, das missfällt mir sehr.
 

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