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Ich bin fertig

Pilola11

Mitglied
Guten Abend...

Es kommt mir so vor, als würde meine ganze Welt zusammenbrechen. Ich mag einfach nicht mehr. Ich habe jahrelang versucht nett zu sein, mich um Leute zu kümmern, zuzuhören und am Ende merke ich, dass ich komplett alleine dastehe. Eigentlich habe ich mich immer gerne um meine beste Freundin gekümmert und auch um andere Freundinnen, aber ich merke, dass sehr wenig zurückkommt. Ich bin verletzt. Mir geht es überhaupt nicht gut, mir geht es sogar richtig bescheiden und ich könnte gerade heulen, weil einfach niemand von meinen Freunden da ist und mir auch mal die Hand reicht, mich aufrichtig fragt, wie geht es dir, ich komme dich mal besuchen, wir machen was Schönes zusammen. Jeder ist so auf sich selbst fixiert und mittlerweile bin ich es auch, weil ich es nicht mehr ertragen kann, wie sich alles verändert hat. Ich frage mich oft, einfach mit diesen Leuten Kontakt abzubrechen, aber dann stehe ich da, ohne irgendjemanden... Naja, meine Mama habe ich noch und sie bedeutet mir echt alles, aber sonst, lebe ich halt in meiner kleinen öden Welt. So gerne würde ich einfach mal ausbrechen, wieder die Alte werden, die Spass am Reisen hatte, am Party machen, die keine Angst vor neuen Bekanntschaften hatte.

Seitdem ich in diesen einen Freundeskreis reingeraten bin und damals von meiner Mutter zurück zum Vater gezogen bin, der sich überhaupt nicht so richtig um mich gekümmert hat, bin ich einfach so so faul und träge geworden. Ich habe mich irgendwie verloren... Ich spüre, dass da eine reisen Energie in mir steckt, ein verbuddelter Schatz in mir schlummert, nur weiss ich nicht, wie ich diesen aufdecke? Wie soll ich bloss loslassen? Ich habe so viel Liebe in mir und ich kann sie keinem geben... Oh, das hört sich sicher alles total bescheuert an, aber das sind gerade so meine Gedanken...
 

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HalliGalliSuperstar

Aktives Mitglied
Ich spüre, dass da eine reisen Energie in mir steckt, ein verbuddelter Schatz in mir schlummert, nur weiss ich nicht, wie ich diesen aufdecke? Wie soll ich bloss loslassen? Ich habe so viel Liebe in mir und ich kann sie keinem geben...
Hallo Pilola,

ich hab mal kurz in andere Beiträge von dir reingelesen, um dich ein wenig kennenzulernen, und da scheint auch immer wieder das durch, was du hier auch schreibst: du hättest viel zu geben, wenn du den richtigen Platz oder Adressaten dafür hättest. Du willst beruflich was erreichen, aber es müsste das richtige Umfeld, der richtige Bereich und das richtige Team sein (so wie's dir mal in einer Buchhandlung gut gefiel wegen des Teams). Du hättest viel Liebe zu geben, aber dir fehlt der richtige Partner dazu. Du kannst eine gute Freundin sein, aber nur für Menschen, die dich auch schätzen.

Es ist schwer, von außen Tipps zu geben, aber ich könnte mir vorstellen, dass du einen großen Sprung nach vorne machen würdest, wenn dir die richtige Person oder Personen im Leben begegnen. Genauso wie es Leuten das Leben verhageln kann, wenn sie auf die falschen Leute treffen (und z.B. gemobbt werden).

Ich kann dir nicht versprechen, dass diese Leute kommen werden. Das ganze Leben ist ein Spiel, und wir ziehen nicht immer die guten Karten. Aber du bist noch jung, und es kann noch viel Gutes passieren, womit du nicht gerechnet hast. (Allerdings genauso auch Schlechtes.) Gib dir ein wenig Zeit, egal ob beruflich oder zwischenmenschlich. Du lernst mit der Zeit, besser mit den Dingen umzugehen und auch, das zu ertragen, was du nicht ändern kannst.

Was du aber tun kannst, ist zu versuchen, dass diese Leute in dein Leben treten können. Also dass du von selbst auf Menschen zugehst, dass du aktiv bist und raus gehst. Hast du mal daran gedacht, auf Weltreise zu gehen, statt daheim drüber zu grübeln, was du im Leben willst? Auf Reisen lernt man viele Leute kennen, lernt über sich selbst und die Welt und kriegt viele Anregungen. Und es macht Spaß (okay, nicht immer, aber es lohnt sich). Auf jeden Fall lebt man intensiv.

Das Problem, das du hast, nämlich dass du einsam und voller Selbstzweifel bist, haben viele. Viele hier im Forum und viele draußen im Leben. Ich auch. Daher kann ich dein Problem nicht lösen, ich schaff's ja nicht mal bei mir selbst. Aber zumindest kann ich dir raten, anderen nicht hinterherzulaufen. Es lohnt sich nicht, und irgendwann ödet es dich an. Das heisst nicht, dass du nicht rein aus pragmatischen Gründen dich mit Leuten treffen kannst, von denen du weisst, dass du ihnen nicht wirklich nahestehst. Nur solltest du es dann auch so betrachten: als eine Art Notmaßnahme, um nicht ganz allein zu sein. Und nicht etwas zu erreichen versuchen, was nicht zu erreichen ist. (Dass du ihre enge Freundin wirst.)

Viel Glück!
 

Querdenker

Aktives Mitglied
Hallo Pilola,

mir fällt spontan dazu folgende "Weisheit" ein: Lieber aus richtigen Gründen alleine, als aus falschen Gründen zusammen.

Vielleicht wäre daher die Trennung von dem Freundeskreis auch ein erforderlicher oder hilfreicher Schritt um was Neues gedeihen lassen zu können. Momentan bringst du unheimlich viel Energie auf, um dich über deine jetzige Situation zu ärgern. Alternativ könntest ja stattdessen (zumindest mal einen Teil) dieser Energie in die Änderung deiner aktuellen Lage stecken. Womöglich genügen schon Kleinigkeiten um größere Wirkung zu erzielen. Wie wäre es, wenn du das einfach mal ausprobierst?

Nur Mut.
 

Pilola11

Mitglied
Hallo ihr beiden,

danke für eure Antworten. Ich denke, dass ihr beide recht habt. Ich fokussiere mich viel zu sehr auf das was gerade schlecht ist und tue auch viel zu wenig, damit es mir irgendwie besser geht. Ich muss auf jeden Fall mich von meinem alten Umfeld distanzieren! Es geht einfach nicht mehr anders. Ich werde auf gar keinen Fall einfach so den Kontakt abbrechen, aber ich werde mich um mich selbst kümmern und sehen, wer dann noch übrig bleibt...

Heute habe ich versucht, einfach mal nicht an meine Freunde oder an meinen Schwarm zu denken, mich voll auf mich und meine Familie zu konzentrieren. Ich erwische mich immer wieder dabei, wie ich in alte Muster falle und es ist sehr sehr schwierig meinem Gehirn einzureden, dass ich eben den schwierigeren Schritt gehen muss: Loslassen, Dinge anders angehen, das Gegenteil von meinen Ängsten/meiner inneren, gedanklichen Gewohnheitsstimme machen.

Heute werde ich versuchen, mich wieder einem Buch zu widmen. Ich rede mir immer ein, dass ich da gar keine Lust drauf habe, aber in der Zeit, wo ich nichts lese, verbringe ich die Zeit mit unnötigen Gedanken und wenn ich dann mal lese, dann geht es mir letztendlich doch gut. Mal sehen, ob ich den richtigen Weg einhalten kann.

Beste Grüsse :)
 

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