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Ich bin eine zweite Person im Kopf

Hallo KleineTulpe

ein paar Gedanken dazu, vielleicht kannst du ja mit dem ein oder anderen was anfangen...

1) Du hast dir ein "zweites Selbst" erschaffen, mit dem du dich wohler fühlst, als dein echtes selbst.
Fühlst du dich unwohl, weil du ein Mädchen/eine junge Frau bist? Also wärst du im echten Leben auch lieber ein Junge?
2) Bist du im echten Leben eher etwas zu brav, zu lieb, zu angepasst und in deiner virtuellen Identität traust du dich, all deine anderen versteckten Seiten auch auszuleben?
Ich glaube, als Teenager ist es total wichtig, auch mal frech und aufmüpfig sein zu können- ist das bei dir in der Familie erlaubt?
3) Wie ist denn dein Leben in der Familie so? Wie ist deine Beziehung zu deinem Vater?

Du könntest dir überlegen, was genau dich so sehr an deiner geschaffenen Identität reizt- du hast sie ja ganz sicher nicht aus purer Langeweile erschaffen, sondern weil sie dir etwas gibt. Kannst du dir vorstellen, dass du ein paar dieser Qualitäten auch mehr im echten Leben ausleben kannst- oder (warum) geht das nicht?

Liebe Grüße
von Iome
🙂
Und hier nochmal antworten zu deinen Fragen:
1) 2)
Ja, ich bin immer schon süß und zart genannt worden. Es wurde immer erwartet dass ich nett und lieb bin. Ich konnte nie nein sagen, und wurde oft benutzt. Jeder Mann macht mir Komplimente und mittlerweile ekelt es mich einfach nur noch an. Natürlich schätze ich es Komplimente zu bekommen, aber ich wollte schon lange nicht mehr süß oder so sein.
Ich weiss nicht woher es kommt, aber ich dachte immer zb. frech sein, oder eine große Klappe zu haben, oder eben fast alles was ich in dem männlichen charakter auslebe, ist für ein Mädchen unsexy und dumm. Mittlerweile ist mir aber klarer geworden dass ich auch als Mädchen frecher sein kann. Aber ich denke so Respekt werde ich nie bekommen, da ich schon klein wirke, und halt ein Mädchen bin. Da ist denke schon was dran.
Ich reagiere leider sehr empfindlich und emotional auf KLEINSTE Kritik und Anmerkungen. Wenn ich dieser Alkoholiker brocken wäre, also meine zweite person, würde ich mich viel, viel mehr trauen.. Aber dass, finde ich leider eben für ein Mädchen wie mich ätzend... bei typen nicht 🤷🏼‍♀️
Aber mich verwandeln kann ich mich leider nicht. Wäre schön.
Ich wollte immer perfekt für jeden sein. Versuche raus zu kommen, aber ist sehr schwer.
Versuche jetzt aber die Person zu sein, (als mein echtes ich) die ich mag. Ist wie als würde ich meine Persönlichkeit formen. Ohne mein männliches ich.

3)
Ich habe sehr nette Eltern. Ich würde sie auch nie enttäuschen wollen. Wirklich offen in diesem Bereich kann ich ihnen jedoch nicht sein. Da ich eben ein "gutes Kind" sein will. Aber ich weiss, selbst wenn ich ungezogener wäre, würden sie mich trotzdem lieben. Ich erzähle meiner Mutter viel. Aber ich möchte vor ihnen so einfach nicht dastehen, obwohl ich gerne freier wäre. Ich will bald ausziehen und hoffe mich dort mehr entfalten zu können🙂 Leider habe ich im Moment das Geld dazu nicht. Doch das würde mir sehr viel bedeuten. Normal in meinem alter, denke ich.

LG KleineTulpe🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo KleineTulpe

ein paar Gedanken dazu, vielleicht kannst du ja mit dem ein oder anderen was anfangen...

1) Du hast dir ein "zweites Selbst" erschaffen, mit dem du dich wohler fühlst, als dein echtes selbst.
Fühlst du dich unwohl, weil du ein Mädchen/eine junge Frau bist? Also wärst du im echten Leben auch lieber ein Junge?
2) Bist du im echten Leben eher etwas zu brav, zu lieb, zu angepasst und in deiner virtuellen Identität traust du dich, all deine anderen versteckten Seiten auch auszuleben?
Ich glaube, als Teenager ist es total wichtig, auch mal frech und aufmüpfig sein zu können- ist das bei dir in der Familie erlaubt?
3) Wie ist denn dein Leben in der Familie so? Wie ist deine Beziehung zu deinem Vater?

Du könntest dir überlegen, was genau dich so sehr an deiner geschaffenen Identität reizt- du hast sie ja ganz sicher nicht aus purer Langeweile erschaffen, sondern weil sie dir etwas gibt. Kannst du dir vorstellen, dass du ein paar dieser Qualitäten auch mehr im echten Leben ausleben kannst- oder (warum) geht das nicht?

Liebe Grüße
von Iome
🙂
(Sorry im vorraus für den langen Text, ist der Rest davon und es erklärt nochmal meine aktuelle Situation)
Der Typ der ich bin, hat auch einen ganz anderen Körper und andere Gedanken als ich. Trotzdem das fast selbe Umfeld, das selbe Haustier, oft die selben Leute usw. (Habe halt auch versucht so wenig wie möglich zu Lügen, mit Bildern und so) Und manchmal, vor allem wenn ich alleine bin, stelle ich mir vor ich bin diese Person. Das heisst ich fühle mich in diesem Körper, mit dieser Stimme, die Augen, die Gefühle.. ALLES. Also ich BIN es. Mittlerweile hab ich mir diesen Menschen, oder mein zweites Ich, so sehr zusammen gebaut, dass ich alles kenne und es mir fast real vorkommt. Ich bin wie "verliebt", kann man so sagen. Und oft hab ich mir gewünscht die Person zu sein.
Aber in echt könnte ich nie so jemand sein. Ich bin 17, weiblich und bin wirklich zufrieden mit meinem Körper und meinem Aussehen usw. Ich würde von mir selbst sagen, ich bin der netteste Mensch den es gibt haha. (Also trans bin ich auf jeden Fall nicht!!) Wenn ich Menschen auf der Straße sehe, die wie mein imaginäres "ich" aussehen, fühle ich mich so in diese Menschen ein und bin wie verliebt. ( Klingt total bescheuert, aber ist so)


Also, mittlerweile (jetzt schon vor ü1 Monat) habe ich meinen online Kontakten einen Arrest vorgetäuscht. Ich hab mir alles durchgelesen über Gefängnisse, Strafrecht, Gericht und alles. (Jetzt sitzt mein zweites ich gerade, haha)
Ein halbes Jahr. Auch mit der Idee, von dieser imaginären Doppelwelt eine Pause zu machen. Anders ginge es nicht.
Und mir fiel es schwerer als gedacht. Noch nie hat mich sowas so fertig gemacht. Alle online Kontakte, Spiele und Gedanken weg. Ich hatte nen kompletten breakdown. Wie als wäre meine ganze imaginäre Welt zusammen gebrochen. Alleine ausgesetzt, nur mit meinem realen ich. Wie als würde ich mich nicht kennen. Diese Person die ich online war, und in meinen Gedanken weg. Ich habe meinen Eltern erzählt, ich habe jetzt meine Online Kontakte ganz weggelassen, und die Spiele. Aber von diesem zweiten ich, wissen die nix. Könnte ich ihnen auch gar nicht sagen. Habe es bis jetzt noch NIE einer Menschen Seele erzählt..
Meine Mutter meinte, ich bin wie als hätte ich mich von meiner großen Liebe getrennt. Habe mich von dem "boy account", also wo ich diese Person bin, abgemeldet. Also von allen Accounts, die ich täglich genutzt habe, meistens als jemand anderes.
So, also. Jetzt sitzt mein zweites ICH quasi im Gefängnis. Und selbst DORT stelle ich mir vor zu sein. Ich komme nicht mehr von dieser Imaginären Welt weg. Ich stelle mir vor im Gefängnis zu sein. Und immer noch diese Person zu sein, wenn ich alleine bin. Klingt komisch, aber, als diese Person Zuhause Spaß zu haben, ist lustiger?
 
Kann man das wirklich "vergeuden" nennen? Weil ich ja quasi damit gelebt habe.. Und es hat mir oft Freude bereitet. Ich habe mittlerweile auch eine super gute Freundin und recht viel im realen Leben zu tun. Mehr mit meinem "realen ich." Aber ich kanns nicht lassen an diese Sachen zu denken und mir vorzustellen diese andere Person zu sein. Ich würde schon sagen dass es ein Teil von mir ist. Versuche aber trotzdem so wenig wie möglich daran zu denken. Wenn ich mit meiner Freundin bin, oder Sachen mache, denke ich wenig dran. Aber wenn ich dann wieder alleine bin fängt es dann an.
Aber ist es wirklich gut, sowas zu unterdrücken?
Was wolltest du durch dein Verhalten denn kompensieren?
Was war das für eine Freude die du sonst nicht hattest?
Sehe das nicht unbedingt als Lügen, sondern eher als ein Verlangen nach Veränderung.
Im echten Leben ist sowas nicht schwieriger, warum tust du es da nicht?
Was hindert dich daran die zu sein die du sein möchtest?
Weil da hat es Konsequenzen, für die du die Verantwortung zu tragen hast.
Mach dir bewusst das es zum Leben gehört wenn man Erwachsen ist.
 
@lome
Das verstehe ich nicht so ganz, man muss als Mädchen doch nicht lieb und ruhig sein? Wer verbietet dir und der TE denn, auch mal wild oder frech zu sein?
Und Mädchen die Fussball spielen sind doch nun wirklich keine Exoten.

Ich habe den Eindruck, gerade im Internet wird sehr viel idiotisches Gedankengut verbreitet, wie "man" als Mädchen oder Junge zu sein hat.
Und diese Vorstellungen sind meistens sehr engstirnig und vorgestrig, und haben null mit der Realität zu tun.
Als Kind und Jugendliche in den 80er und 90er Jahren habe ich mir jedenfalls nie den Kopf zerbrochen, ob mein Verhalten zu meinem Geschlecht passt, oder nicht.

@KleineTulpe
Vielleicht kannst du mal den Kontakt zu Mädchen suchen, die nicht nur lieb und ruhig sind?
Z.B. in Sportvereinen, falls das etwas für dich ist, oder über irgendwelche Hobbys, die nicht so "mädchentypisch" sind?
Und verabschiede dich mal langsam von dem Gedanken, daß deine Leute aus dem Internet wirklich Freunde sind!
Einen Freund oder Freundin braucht man nicht anzulügen, das waren keine Freunde, sondern höchstens Supporter von dir, die deinen vorgetäuschten Lebensstil cool fanden, mehr aber auch nicht.

Und ganz wichtig, von echten Freunden kann und sollte man auch mal Kritik annehmen können!
Du bist im Internet mit deiner Pseudo-Persönlichkeit von deinen Anhängern wahrscheinlich fast nur gelobt worden, hast jede Menge Likes erhalten, und bist deshalb wahrscheinlich so empfindlich gegenüber Kritik geworden.
Aber im realen Leben wird man nunmal auch gelegentlich kritisiert, und das ist auch gut so.
Denn wer immer nur auf Lob und Likes aus ist, wird in der Realität nicht zurechtkommen, und auch nicht wirklich erwachsen werden können.
 
Eben, ich denke viele psychologen, die es im Umfeld gibt, können mir wenig dabei helfen. Eher bei mehr häufigen Problemen wie du schon sagst zb. Internetsucht. Aber bei mir geht es dann ja doch schon etwas tiefer, und ich kann nur mit jemanden darüber reden dem ich wirklich vertraue und der eine gewisse "Intelligenz" oder Einfühlen dafür hat. Wenn man das so sagen kann. Keine Ahnung, hatte noch nie einen Therapeuten. Deswegen suche ich im Internet hilfe. Ist leider sehr schwer, aber ich fühle mich schon besser wenn ich es endlich mal einer Menschenseele erzählt habe. Und Medizin brauche ich ganz sicher nicht🙂
Ich kontrolliere ja eigentlich diese Persönlichkeit. Ich würde schon sagen ich bin wie verliebt. Ich kenne den Körper, die Augen usw. Ich fühle mich oft, wenn ich alleine bin Zuhause in diesen Körper rein, denke wie er, bewege mich so und fühle auch so.
Und ich finde man sollte nicht virtuell leben🙂 Aber ist halt heutzutage so. Ich weiss nur, ich war zu oft im Internet. Ich würde schon behaupten dass es eine Sucht ist. Da ich lernen und alles vernachlässigt habe, und lieber ins Spiel gegangen bin. Aber ich versuche es zu ändern. Und es ist sehr still ohne online Kontakte, spiele usw. Zum Glück schreibe ich noch mit Kontakten die ich in echt kenne🙂

Danke für deine Antwort 💗
Dann schau dich vielleicht auch im Internet nach einem Psychologen um, wäre jetzt meine Idee.
Jedenfalls klingt es auch ganz gut und reflektiert, dass Du versuchst, dein Leben wieder mehr in den realen Alltag zu verlagern. Du kannst ja trotzdem immer ein Stück virtuell leben, wenn Du das möchtest. Solange Du da Spielraum hast, klingt das auf jeden Fall auch gesund, denk ich.
 
Hast du noch nie von gesellschaftlichen Erwartungen gehört, von Geschlechterrollen und- Klischees?
Je nach Umfeld (bei mir war es ein dörfliches, hinterwäldlerisches Umfeld) sind/waren die sehr stark ausgeprägt. Als sensibler Mensch bekommt man das leicht mit.... man spürt, was von einem erwartet wird und fügt sich dem, solange man jung ist- das ist ja nun auch nicht so ungewöhnlich.

Bei uns waren sie es.

Unterschiedliche Umfelder = unterschiedliche Standards und Erwartungen
Vielleicht war dein Gespür aber auch nicht immer ganz der Realität entsprechend?
Manchmal gibt's ja auch sowas wie vorauseilenden Gehorsam, der eigentlich auch gar nicht von einem erwartet wird...

Ich bin zwar in der Stadt aufgewachsen, war aber in den Ferien meistens irgendwo bei Verwandten auf dem Land.
Und da hab ich das auch nie so mitgekriegt, im Gegenteil:
Die Mädels dort auf dem Dorf haben eigentlich jeden Scheixx mitgemacht, und waren alles andere als lieb und still...
 
Bist du eher ein Schüchterner Mensch Introvertiert und traust dich einfach nicht viel ? Weil das ein Grund sein könnte und nicht umbedingt weil du ein braves süsses Mädchen bist.
Du sagst du willst allen gefallen und past dich darum eher an, da frage ich mich warum das so ist, dieses allen gefallen wollen oder allen recht machen, dafür müsste es Gründe geben.
 
Liebe KleineTulpe,

danke für deine ausführliche Antwort! Man kann so wie du es beschreibst, sehr gut nachempfinden, was du durchmachst.

Vielleicht bist du ja schon jahrelang selbst im Gefängnis? Du wärst gern jemand anderes, aber bist gefangen in deinem süßen Mädchen-Ich, das du nicht sein möchtest.
Du möchtest anderen gefallen und lieb sein, aber gleichzeitig sehnst du dich danach, frei zu sein, ein Rowdy, einer der auf die Kacke haut und rotzfrech ist.

Als ich in deinem Alter war ging es mir so ähnlich wie dir, nur nicht ganz so ausgeprägt. Ich wollte auch ein Junge sein, hatte damals einen Freund und trug sogar mal seine Kleidung beim Spazieren gehen und stellte mir vor, ich wäre er. Ich beobachtete auch die Jungen, wie sie sich trafen zum Fußballspielen und einfach so wild und frei sein konnten, während ich das ruhige, liebe Mädchen sein musste!

Als ich älter wurde, hat sich der Wunsch, ein Junge zu sein, verflogen. Ich bin dann ausgezogen, weit entfernt in eine Großstadt und habe da alles ausgelebt was ich vorher nicht konnte.

Ich denke, du hast einfach ganz viel Sehnsucht in dir, mehr Facetten des Lebens auszuprobieren und auszuleben was du bisher noch nicht konntest. Das ist vollkommen okay.

Arbeite weiter daran, frei sein zu können. In deinen 20ern, wenn du allein lebst, und deine eigenen Entscheidungen treffen kannst, wirst du ganz andere Möglichkeiten haben als jetzt. Das ist ja bald. 🙂

Gehst du aktuell noch zur Schule?

LG von Iome 🙂
Danke, ja. Manchmal wäre ich gerne jemand anderes, aber zum Glück bin ich eigentlich total mit mir zufrieden🙂
Ich gehe zur Schule im Ausland. Wohne jetzt seit fast 3 Jahren hier. Habe deswegen auch eine Klasse wiederholt, weil ich eben den Abschluss wegen der Sprache nicht schaffen konnte. War glaube keine gute Idee da ich in meiner jetzigen Klasse eigentlich immer wie "ausgegrenzt" wurde, oder halt einfach nicht beachtet. Vielleicht liegt es ja am alter. Wollte deswegen schon alles hinschmeissen und von der Schule gehen. War halt sehr alleine. Zum Glück habe ich eine gute Freundin ausserhalb🙂
Ich komme nach den Ferien auf eine andere Schule, wo man Unterstützung bekommt als Ausländer und sich quasi schon für eine Ausbildung vorbereitet, oder halt für die Zukunft.
Wohne sehr im Feld hier, dass heißt kein Bus, kein Dorf oder sonst was in der nähe. Deswegen möchte ich auch so schnell wie möglich ausziehen😅
 
Dann schau dich vielleicht auch im Internet nach einem Psychologen um, wäre jetzt meine Idee.
Jedenfalls klingt es auch ganz gut und reflektiert, dass Du versuchst, dein Leben wieder mehr in den realen Alltag zu verlagern. Du kannst ja trotzdem immer ein Stück virtuell leben, wenn Du das möchtest. Solange Du da Spielraum hast, klingt das auf jeden Fall auch gesund, denk ich.
Ja danke, mache ich🙂
 
Hast du noch nie von gesellschaftlichen Erwartungen gehört, von Geschlechterrollen und- Klischees?
Je nach Umfeld (bei mir war es ein dörfliches, hinterwäldlerisches Umfeld) sind/waren die sehr stark ausgeprägt. Als sensibler Mensch bekommt man das leicht mit.... man spürt, was von einem erwartet wird und fügt sich dem, solange man jung ist- das ist ja nun auch nicht so ungewöhnlich.

Bei uns waren sie es.

Unterschiedliche Umfelder = unterschiedliche Standards und Erwartungen
Ja, denke auch. Ich bin hochsensibel. Aber ich werde schon damit umgehen können irgendwie🤷🏼‍♀️
@lome
Das verstehe ich nicht so ganz, man muss als Mädchen doch nicht lieb und ruhig sein? Wer verbietet dir und der TE denn, auch mal wild oder frech zu sein?
Und Mädchen die Fussball spielen sind doch nun wirklich keine Exoten.

Ich habe den Eindruck, gerade im Internet wird sehr viel idiotisches Gedankengut verbreitet, wie "man" als Mädchen oder Junge zu sein hat.
Und diese Vorstellungen sind meistens sehr engstirnig und vorgestrig, und haben null mit der Realität zu tun.
Als Kind und Jugendliche in den 80er und 90er Jahren habe ich mir jedenfalls nie den Kopf zerbrochen, ob mein Verhalten zu meinem Geschlecht passt, oder nicht.

@KleineTulpe
Vielleicht kannst du mal den Kontakt zu Mädchen suchen, die nicht nur lieb und ruhig sind?
Z.B. in Sportvereinen, falls das etwas für dich ist, oder über irgendwelche Hobbys, die nicht so "mädchentypisch" sind?
Und verabschiede dich mal langsam von dem Gedanken, daß deine Leute aus dem Internet wirklich Freunde sind!
Einen Freund oder Freundin braucht man nicht anzulügen, das waren keine Freunde, sondern höchstens Supporter von dir, die deinen vorgetäuschten Lebensstil cool fanden, mehr aber auch nicht.

Und ganz wichtig, von echten Freunden kann und sollte man auch mal Kritik annehmen können!
Du bist im Internet mit deiner Pseudo-Persönlichkeit von deinen Anhängern wahrscheinlich fast nur gelobt worden, hast jede Menge Likes erhalten, und bist deshalb wahrscheinlich so empfindlich gegenüber Kritik geworden.
Aber im realen Leben wird man nunmal auch gelegentlich kritisiert, und das ist auch gut so.
Denn wer immer nur auf Lob und Likes aus ist, wird in der Realität nicht zurechtkommen, und auch nicht wirklich erwachsen werden können.
@lome @Sigillaria
Klar, man MUSS es nicht. Aber es ist irgendwie so in mir eingepflanzt. Vielleicht liegt es daran, dass meine Mutter als Mädchen solche Erfahrungen hatte. Ich weiss nur, SIE hatte eine sehr strenge Mutter. Und ich denke auch ihr war es wichtig dass meine Mutter sich wie eine anständige lady benimmt. Meine Tante war ähnlich wie ich, früher total zart und hübsch und so. Und jetzt total hart. Vielleicht ist das ja irgendwie ein Familien Trauma 🤷🏼‍♀️

Ich denke ich war NIE auf Lob und Likes aus.
Ich habe ehrlich gesagt teilweise genossen wenn Leute mich auch mal nicht gemocht haben. Mit dem Wissen, dass sie ja nicht MICH beleidigen sondern mein anderes ich.
Und Kritik von Freunden schätze ich sehr🙂 Es geht eben nur um dass, das wenn zb jemand mich absichtlich kritisiert, oder mir schon blicke gibt, dass ich unsicher werde. Ich habe Angst, dass wenn ich mir mein Selbstbewusstsein aufgebaut habe, und dann WIRKLICH mal so bin, kritisiert zu werden. Es wird irgendwie schnell wieder zerstört. Deswegen wollte ich vielleicht auch immer nett und perfekt für jeden sein.
Weil wenn ich mich öffne, bin ich doch sehr unsicher. Es kann mich ja nicht jeder mögen..

LG
 

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