kiablue
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Ich hatte gerade ein Erlebnis mit meiner Mutter und ich bin total geflasht, ich weiß gar nicht, ob ich jetzt lachen oder heulen soll. Es gibt Wunder!
Einige von Euch wissen, ich hatte eine entsetzliche Kindheit, fünf Jahrzehnte war ich nicht lebensfähig, wollte nur sterben, viele Jahre Therapien, die mir nicht weiter halfen, erst eine genau auf mich zugeschnittene Traumatherapie hat mir weiter geholfen.
Ich habe mein Leben in Schuldgefühlen verbracht. Ich dachte immer, wenn schon ein Kind so schrecklich behandelt werden muss, dann muss es ein ganz furchtbarer Mensch sein.
Als ich erwachsen wurde, habe ich immer daran gearbeitet, dass wir ein einigermaßen erträgliches Verhältnis bekommen. Es war so schwer. Es änderte sich, nachdem ich für ein halbes Jahr den Kontakt abbrach. Ganz vorsichtig wurde dann wieder aufgebaut. Ich bin nicht der Mensch, der sie einfach hängen lassen kann. Dann irgendwann konnte ich für mich sagen, ja, die Beziehung ist okay, mehr geht nicht.
Nun habe ich mit ihr gerade telefoniert. Und irgendwie erzählte ich ihr mit einem komischen Gefühl, dass ich schon wieder gemobbt werde, gleiche Persönlichkeitsstruktur, gleicher Grund. Ich habe es nicht verstanden. Warum ich. Was wollte er von mir. Aber diesmal war ich schlauer und schützte nicht die mobbende Person, sondern ich redete mit Freunden und Bekannten. Und eine sagte, überleg doch mal, was du für eine Ausstrahlung hast, wenn du irgendwo hin kommst, dann sieht man dich auch, dann nimmt man dich wahr.
Hm. Ich lege keinen Wert drauf. Ich sehe nicht besonders aus, über 50 mit Falten und theoretisch grauen Haaren, bin ein Stück weit übergewichtig und ich wäre gern unsichtbar. Na gut, das kann ich nicht haben. Ich habe mich schon bis auf die Knochen runter gehungert, weil ich eben nicht mehr so präsent sein wollte.
Als Kind wurde mir beigebracht, ich bin zu viel, alles, was ich mache ist falsch und ich bin nichts wert und zu auffällig, aber nicht im positiven Sinn.
Naja. Nun habe ich ihr das erzählt, das mit der Ausstrahlung. Ich hatte irgendwie gewartet auf so eine Entgegnung wie ich sollte mich zurück halten und mich nicht in den Vordergrund spielen oder so was, was ich ja gar nicht mache. Nö. Es kam was ganz anderes. Sie hörte sich das an und sagte, ja, so war ich schon als kleines Kind. Wo ich hin kam, ging das Licht an. Ich brauchte überhaupt nichts dafür machen. Und ich kann auch nichts dagegen tun. (jetzt kommen mir doch noch die Tränen…) Was ich mein Leben lang vermisst habe, das habe ich heute erlebt. Ich über 50, sie fast 80. Sie stand zu mir. Sie bestätigte mich. Sie bewertete mich positiv. Sie sagt, ich kann nichts dafür, es ist sein Problem, wenn er da irgendwas von mir erwartet, sich einbildet, was ich nicht für ihn habe. Ich will nichts von ihm, ich will einfach nur sein. Mehr nicht. Ich musste über 50 Jahre werden um noch erleben zu dürfen, meine Mutter ist nicht mehr gegen mich. Ja, sie hatte mal gesagt, sie hat begriffen, dass sie gar nicht solche schlechten Kinder hatte, wie sie immer dachte – wenn das keine Erkenntnis ist. Ich darf das noch erleben! Ich bin so dankbar, ich bin so unendlich dankbar. Ich darf ein Stück einer Mutter erleben, von der ich als Kind geträumt habe. (ich wollte immer adoptiert werden oder ins Heim). Sie sagte, ich war schon immer besonders, schon immer anders und sie konnte nie etwas mit mir anfangen. Und ich darf erleben, dass sie das reflektiert hat. Ich kann mich so glücklich schätzen. Zu mir gefunden habe ich ohne sie. Aber jetzt habe ich eine Bestätigung bekommen vom wichtigsten Menschen in meinem Leben. Die Kleine Kia ist völlig überrascht. Mit der muss ich wohl erst mal feiern…
Ich musste das jetzt mal teilen, so was ist tatsächlich möglich. Und ich darf einer von denen sein, die das erleben dürfen. Danke.
Ich wünsche wirklich jedem, der in diesem Lebenskampf steckt, dass auch er „Lichtblicke“ sehen darf.
Liebe Grüße von der geflashten kia
Einige von Euch wissen, ich hatte eine entsetzliche Kindheit, fünf Jahrzehnte war ich nicht lebensfähig, wollte nur sterben, viele Jahre Therapien, die mir nicht weiter halfen, erst eine genau auf mich zugeschnittene Traumatherapie hat mir weiter geholfen.
Ich habe mein Leben in Schuldgefühlen verbracht. Ich dachte immer, wenn schon ein Kind so schrecklich behandelt werden muss, dann muss es ein ganz furchtbarer Mensch sein.
Als ich erwachsen wurde, habe ich immer daran gearbeitet, dass wir ein einigermaßen erträgliches Verhältnis bekommen. Es war so schwer. Es änderte sich, nachdem ich für ein halbes Jahr den Kontakt abbrach. Ganz vorsichtig wurde dann wieder aufgebaut. Ich bin nicht der Mensch, der sie einfach hängen lassen kann. Dann irgendwann konnte ich für mich sagen, ja, die Beziehung ist okay, mehr geht nicht.
Nun habe ich mit ihr gerade telefoniert. Und irgendwie erzählte ich ihr mit einem komischen Gefühl, dass ich schon wieder gemobbt werde, gleiche Persönlichkeitsstruktur, gleicher Grund. Ich habe es nicht verstanden. Warum ich. Was wollte er von mir. Aber diesmal war ich schlauer und schützte nicht die mobbende Person, sondern ich redete mit Freunden und Bekannten. Und eine sagte, überleg doch mal, was du für eine Ausstrahlung hast, wenn du irgendwo hin kommst, dann sieht man dich auch, dann nimmt man dich wahr.
Hm. Ich lege keinen Wert drauf. Ich sehe nicht besonders aus, über 50 mit Falten und theoretisch grauen Haaren, bin ein Stück weit übergewichtig und ich wäre gern unsichtbar. Na gut, das kann ich nicht haben. Ich habe mich schon bis auf die Knochen runter gehungert, weil ich eben nicht mehr so präsent sein wollte.
Als Kind wurde mir beigebracht, ich bin zu viel, alles, was ich mache ist falsch und ich bin nichts wert und zu auffällig, aber nicht im positiven Sinn.
Naja. Nun habe ich ihr das erzählt, das mit der Ausstrahlung. Ich hatte irgendwie gewartet auf so eine Entgegnung wie ich sollte mich zurück halten und mich nicht in den Vordergrund spielen oder so was, was ich ja gar nicht mache. Nö. Es kam was ganz anderes. Sie hörte sich das an und sagte, ja, so war ich schon als kleines Kind. Wo ich hin kam, ging das Licht an. Ich brauchte überhaupt nichts dafür machen. Und ich kann auch nichts dagegen tun. (jetzt kommen mir doch noch die Tränen…) Was ich mein Leben lang vermisst habe, das habe ich heute erlebt. Ich über 50, sie fast 80. Sie stand zu mir. Sie bestätigte mich. Sie bewertete mich positiv. Sie sagt, ich kann nichts dafür, es ist sein Problem, wenn er da irgendwas von mir erwartet, sich einbildet, was ich nicht für ihn habe. Ich will nichts von ihm, ich will einfach nur sein. Mehr nicht. Ich musste über 50 Jahre werden um noch erleben zu dürfen, meine Mutter ist nicht mehr gegen mich. Ja, sie hatte mal gesagt, sie hat begriffen, dass sie gar nicht solche schlechten Kinder hatte, wie sie immer dachte – wenn das keine Erkenntnis ist. Ich darf das noch erleben! Ich bin so dankbar, ich bin so unendlich dankbar. Ich darf ein Stück einer Mutter erleben, von der ich als Kind geträumt habe. (ich wollte immer adoptiert werden oder ins Heim). Sie sagte, ich war schon immer besonders, schon immer anders und sie konnte nie etwas mit mir anfangen. Und ich darf erleben, dass sie das reflektiert hat. Ich kann mich so glücklich schätzen. Zu mir gefunden habe ich ohne sie. Aber jetzt habe ich eine Bestätigung bekommen vom wichtigsten Menschen in meinem Leben. Die Kleine Kia ist völlig überrascht. Mit der muss ich wohl erst mal feiern…
Ich musste das jetzt mal teilen, so was ist tatsächlich möglich. Und ich darf einer von denen sein, die das erleben dürfen. Danke.
Ich wünsche wirklich jedem, der in diesem Lebenskampf steckt, dass auch er „Lichtblicke“ sehen darf.
Liebe Grüße von der geflashten kia