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Ich (13) will in eine Pflegefamilie! Nun sind viele Fragen offen! Ich bitte um Hilfe!

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DiesesMaedchen

Neues Mitglied
Ich bin w/13 und möchte in eine Pflegefamilie.
Ich versuche es jetzt etwas kurzzufassen sodass meine Geschichte etwas verständlicher wird. Mein Vater war in einem schweren Pflegezustand und ist Anfang dieses Jahr verstorben. Meine Mutter hat ihren Glauben vor 3 Jahren geändert. Sie ist evangelisch, doch glaubt nun auch an 50% des Korans/muslimischen.. Sie vermischt verschiedenes. Sie hat es nicht offiziell ändern lassen, weil sie sich den Glauben durch falsche Freunde einfach irgendwie zusammen gestellt hat. Sodass sie mir vieles verbietet. Freibad, normale (!) Klamotten, etc. Ich habe mir einige Beiträge durchgelesen indenen es genauso beschrieben wurde, doch es ging nicht um eine Pflegefamilie. Meine Mutter beachtet mich schon lange nicht mehr und hört mir nie richtig zu. Sie unterstützt mich nicht und gibt mir nicht dass Gefühl dass ich ihr irgendetwas bedeuten würde. Jetzt zum Thema Pflegefamilie. Es stehen einige Fragen auf, die hier vielleicht beantwortet werden könnten. Ich habe mich im Internet noch etwas schlau gemacht und bin auf die verschiedensten Informationen gestoßen. Jetzt wollte ich noch mal wissen ob es so ist, dass erst nach Lösungen gesucht wird/ ausprobiert wird und die Chance zur Pflegefamilie erst besteht, wenn alles andere gescheitert ist? Denn der Glaube meiner Mutter belastet mich am meisten. Sowie ihre Freunde! Und dass würde sie nie ändern wollen. Könnte ich meinen Hund evtl mitnehmen oder gar meinen Zwillingsbruder? Oder müssten ich und mein Bruder getrennt werden? Müssten wir evtl weiter weg ziehen und/ oder die Schule wechseln? Könnte ich erst nach 2 Monaten (damit ich mich dort eingewöhne) Kontakt zu den anderen Herkunfts- Familienmitgliedern Kontakt aufnehmen, sie bzw besuchen? Und könnte meine Mutter darüber bestimmen, ob ich Schweinefleisch esse, ins Freibad oder ans Meer gehe oder dergleichen obwohl ich dem Evangelischen Glauben angehöre, wo dies alles erlaubt ist? Und würde es lange dauern bis ich in eine Pflegefamilie komme bzw habe ich mit 13 Jahren gute Chancen? Oder wie wäre es sonst mit einer Adoption, wenn meine Pflegefamilie mich adoptieren würde, oder jemand anderes aus meiner Herkunftsfamilie?
 
Hallo,

Zu einer Adoption müssten deine leiblichen Eltern, also deine Mutter, zustimmen oder du müsstest volljährig sein, damit das geht.
Eine Pflegefamilie würde das Jugendamt für dich finden, wie weit das dann weg ist, hängt davon ab, wie sympathisch ihr euch seid und ob es dir das wert ist. Ob dein Hund mitkann ist eine Sache, gesetzlich gesehen ist er Eigentum, ich vermute mal von deiner Mutter, und darf nicht einfach so mitgenommen werden.
Dein Zwillingsbruder müsste ebenfalls durch das Jugendamt vermittelt werden, den darfst du auch nicht einfach so mitnehmen. Geschwistertrennung muss nicht sein, käme darauf an, wie viele Kinder die Pflegeeltern überhaupt möchten und ob bei euch beiden überhaupt Bedarf besteht .
Erfahrungsgemäß haben Kinder ab 6 Jahren kaum noch eine Chance auf dauerhafte Pflegefamilien, aber ich habe Freunde, die sogar noch einen Platz mit 9 Jahre bekommen haben, dementsprechend sehe ich bei dir da leider wenig Chancen.
Wende dich doch mal anonym an dein Jugendamt, da wirst du beraten und dir kann vielleicht geholfen werden.
 
Wieso fragst du in einem Onlineforum nach und nicht da, wo man dir direkt weiterhelfen kann? Wende dich ans Jugendamt oder eine (kirchliche) Familieneinrichtung. Zum Beispiel die Caritas, die Familienhilfe deiner Stadt, deinen Schulsozialarbeiter oder die Gemeinde.
 
Ich bin w/13 und möchte in eine Pflegefamilie.
Ich versuche es jetzt etwas kurzzufassen sodass meine Geschichte etwas verständlicher wird. Mein Vater war in einem schweren Pflegezustand und ist Anfang dieses Jahr verstorben. Meine Mutter hat ihren Glauben vor 3 Jahren geändert. Sie ist evangelisch, doch glaubt nun auch an 50% des Korans/muslimischen.. Sie vermischt verschiedenes. Sie hat es nicht offiziell ändern lassen, weil sie sich den Glauben durch falsche Freunde einfach irgendwie zusammen gestellt hat. Sodass sie mir vieles verbietet. Freibad, normale (!) Klamotten, etc. Ich habe mir einige Beiträge durchgelesen indenen es genauso beschrieben wurde, doch es ging nicht um eine Pflegefamilie. Meine Mutter beachtet mich schon lange nicht mehr und hört mir nie richtig zu. Sie unterstützt mich nicht und gibt mir nicht dass Gefühl dass ich ihr irgendetwas bedeuten würde. Jetzt zum Thema Pflegefamilie. Es stehen einige Fragen auf, die hier vielleicht beantwortet werden könnten. Ich habe mich im Internet noch etwas schlau gemacht und bin auf die verschiedensten Informationen gestoßen. Jetzt wollte ich noch mal wissen ob es so ist, dass erst nach Lösungen gesucht wird/ ausprobiert wird und die Chance zur Pflegefamilie erst besteht, wenn alles andere gescheitert ist? Denn der Glaube meiner Mutter belastet mich am meisten. Sowie ihre Freunde! Und dass würde sie nie ändern wollen. Könnte ich meinen Hund evtl mitnehmen oder gar meinen Zwillingsbruder? Oder müssten ich und mein Bruder getrennt werden? Müssten wir evtl weiter weg ziehen und/ oder die Schule wechseln? Könnte ich erst nach 2 Monaten (damit ich mich dort eingewöhne) Kontakt zu den anderen Herkunfts- Familienmitgliedern Kontakt aufnehmen, sie bzw besuchen? Und könnte meine Mutter darüber bestimmen, ob ich Schweinefleisch esse, ins Freibad oder ans Meer gehe oder dergleichen obwohl ich dem Evangelischen Glauben angehöre, wo dies alles erlaubt ist? Und würde es lange dauern bis ich in eine Pflegefamilie komme bzw habe ich mit 13 Jahren gute Chancen? Oder wie wäre es sonst mit einer Adoption, wenn meine Pflegefamilie mich adoptieren würde, oder jemand anderes aus meiner Herkunftsfamilie?

Hallo, DiesesMädchen,

Du klingst für Dein Alter schon erstaunlich vernünftig. Klasse. Mit Dir kann man gut reden. Du hast Dich auch schon alleine etwas schlau gemacht. Auch klasse!

Entscheiden ist erst mal, dass Du eine Pflegefamilie erhältst. Diese kannst Du Dir selbst suchen. Wenn Du eine Pflegefamilie gefunden hast, dann muß das Rechtliche geklärt werden. Das läuft - wenn ich mich nicht irre - über das Jugendamt Deiner Stadt. Die Pflegeeltern müssen sich dort vorstellen und Papierkram erledigen. Wenn Du keine Pflegefamilie hast, wende Dich bitte selbst direkt an das Jugendamt. Das Jugendamt muß in diesem Fall selbst erkennen, dass es für Dich besser und gut ist, dass Du in eine Pflegefamilie kommst.

Ein Grund, Dich aus Deiner jetzigen Familie zu nehmen ist z.B. dass Deine Mutter ihre Aufsichts- und Betreuungspflicht als Mutter verletzt und Dich nicht richtig versorgt mit dem, was Du benötigst, Dich quasi vernachlässigt. Beispiel: Du bekommst nicht genügend zu essen. Wenn es zuhause kein Schweinefleisch mehr gibt, so ist das kein Grund. Der Grund "sie hat eine neue Religion" ist kein Grund, damit das Jugendamt tätig wird.

Wenn die Entscheidung getroffen wird, ja, Du sollst besser in eine Pflegefamilie, dann kommt es auch auf die Pflegefamilie an, ob Dein Bruder auch dort unterkommen kann. Das kann so sein - muß aber nicht so sein.

Eine Adoption ist schwieriger, denn bei einer Adoption muß Deine Mutter zustimmen. Adoption gegen den Willen Deiner Mutter ist nicht möglich.

Es ist nicht verkehrt, wenn Du Dich selbst nach einer Pflegefamilie umschaust. Es ist möglicherweise auch gut, wenn diese Pflegefamilie zu Deiner Herkunftsfamilie gehört. Du solltest erkennen, dass diese Pflegefamilie auch gut zu Dir ist. Es gibt Pflegefamilien, die das beruflich machen, weil sie dafür Geld bekommen. Das kann dazu führen, dass Du Dich dort nicht wohl fühlst, weil es dieser Pflegefamilie evt. mehr um ihr Geld geht als um Dein Wohlbefinden. Deine Herkunftsfamilie (Onkel, Tante....) kennst Du sicher schon und besser.

Frage in Deiner Herunftsfamilie... und selbst wenn Du dort keine Pflegefamilie kennst, dann können Dich Onkel und Tante evt. unterstützen, eine gute Pflegefamilie zu finden und Dich zum Jugendamt begleiten.

In jedem Fall sollte Dich der Glaube Deiner Mutter nicht belasten. Bis zum 18. Lebensjahr ist sie weisungsbefugt und kann nach ihrer Vorstellung Dein Leben beeinflussen und bestimmen. Aber ab dem 18. Lebensjahr geht das nicht mehr. Da kannst Du frei entscheiden, z.B. ob Du Schweinefleisch essen möchtest oder nicht. Bei allen derzeitigen Problemen mit Deiner Mutter kann es hilfreich sein, wenn z.B. ein Sozialarbeiter ins Haus kommt und mit Deiner Mutter und Dir vermittelt, so dass Konflikte kleiner werden oder gar verschwinden. Das ist evt. auch eine gute Lösung. Ich kann mir vorstellen, dass das Jugendamt erst mal diesen Weg der Beratung und Vermittlung von Lösungen gehen will.

In jedem Fall ist es toll, dass Du nach Lösungen Ausschau hältst. Bitte nimm Kontakt auf mit dem Jugendamt und besprich dort die möglichen Lösungswege. Gut ist, wenn Du einen Erwachsenen (Onkel, Tante) als Begleiter dabei hast und Dich auch vor Ort mit diesem Begleiter beraten kannst.

Alles Gute, Nordrheiner
 
Hallo, ich bin selber in einer Wohngruppe also im Heim seit 4 Monaten. Wenn du aus Gründen weg von zuhause willst, kannst du einfach zum Jugendamt gehen, sagen warum es zuhause nicht mehr geht und dann gucken die was die machen können. Sie werden wahrscheinlich mit deinen Eltern reden außer es besteht Gefahr und mit ihnen über deine Anliegen sprechen. Zuerst bleibst du bestimmt zuhause, ihr werdet zuerst vlt eine Familienhilfe bekommen aber wenn du wirklich raus willst und das immer wieder sagst kommst du mir Sicherheit weg. Mit 13 kommt man eig. noch in eine Kinderwohngruppe. Jenachdem wann du 14 wirst kannst du aber auch schon in eine ganz normal wg. Also gemischte oder nur Mädchenwohngruppe. In eine Pflegefamilie zukommen ist nicht so einfach. Es muss Gründe dafür geben, warum du nicht mehr in der wg wohnen kannst zB das du mehr Aufmerksamkeit brauchst, oder mit so vielen Jugendlichen nicht zurecht kommst. Und deinen Stiefbruder einfach so mitnehmen geht auf keinen Fall. Wenn er auch weg will und es vorm Jugendamt auch sagt, dann kann er auch in eine wg, aber es ist nicht unwahrscheinlich das ihr getrennt werdet. Wie alt ist denn dein Bruder? Außerdem ist es seeehr selten das in einer wg 2 Plätze frei sind. Er kann wenn dann später dazu ziehen, wenn noch ein Platz frei wird. Und deine Mutter kann dir nicht mehr verbieten, was du anziehst etc.. Die Betreuer können das jetzt entscheiden. Achsooo...wenn deine Eltern (falls sie beide das Sorgerecht haben) nicht wollen das du weg ziehst, müsste man vor Gericht beantragen das wenigstens das Aufenthaltsbestimmungsrecht jemand anderes bekommt, erst dann klappt das....? Wenn du noch Fragen hast, dann schreib mir einfach.
 
Achso...wenn dich aber jemand aus deiner Familie adoptieren möchte, müssen die die dein Sorgerecht haben ja sagen und die die dich adoptieren wollen mit dir min. 17 Jahren auseinander sein von Alter her. Wenn deine Eltern das nicht wollen, dann müsstet ihr auch vors Gericht und beantragen das das Sorgerecht inklusive dem Aufenthaltsbestimmungsrecht jemand anderes bekommt sprich dem Jugendamt. Und die jenigen die dich aufnehmen wollen müssen natürlich genug Platz haben.
 
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