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Hypnose?

  • Starter*in Starter*in Vogelfrei
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V

Vogelfrei

Gast
Hallo zusammen,

Kurze erklärung, ich habe eine PTBS und bin in Therapie. Mein Therapeut sagt mir das man daran auf jeden fall arbeiten muss damit sich auch meine symtomenVerbessern. Er möchte in zukunft mit mir zweistündige Intensive Hypnose machen. Er sagt dann geht man zurück in die Situation und er giebt nicht viel rein es ist eher ein eigener Prozes der dann statt findet. Es wird sehr Intensiv werden und auch mit starken Gefühlen eventuell zurück in Situationen sein.

Ich habe eine starke Angst und bezweifel das es bei mir klappt da ich Angst habe Kontroll los zu sein.
Kennt jemand von euch mit Trauma solch eine Therapie. Hat jemand von euch Erfahrung damit?
 

Hallo Vogelfrei,

schau mal hier: Hypnose?. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Nie im Leben würde ich mich hypnotisieren lassen. Probleme löst man mit dem Kopf. Nicht im Halbschlaf. Der Vogel soll sich mehr Mühe geben oder zugeben, dass er überfordert ist, dann muss er dich auch nicht "hypnotisieren".

Absoluter Blödsinn.

Der "Vogel" ist Therapeut und die therapeutische Wirksamkeit von Hypnose und anderen Behandlungsansätzen, die das Unterbewusstsein beeinflussen, wie z B. EMDR, ist klinisch belegt.

Zumal Hypnose nichts mit dem Schlaf zu tun hat, den man im Allgemeinen darunter versteht.

@ Vogelfrei

Therapie hat immer auch mit dem freilegen alter Wunden und dem Durchleben vergangener Schmerzen zu tun. Nur so kann man wirklich dafür sorgen, dass diese Wunden endlich heilen. Also nur Mut!
Wenn du deinem Thera vertraust, er kompetent ist und weiß, wovon er spricht, dann wäre es einen Versuch wert.
 
Liebe Vogelfrei,

einer meiner Kunden ist u. a. auf Hypnose spezialisiert. Ich habe mal aus Interesse mit ihm darüber geredet und er hat mir erklärt, dass wenn ein Mensch nicht bereit ist für eine Hypnose oder das nicht möchte, man ihn auch nicht hypnotisieren kann. Er meinte, man soll am besten alles vergessen, was man an spektakulären Dingen über Hypnose im Fernsehen gesehen hat, besonders in diesen Shows, wo Leute vermeintlich gegen ihren Willen, ohne dass sie es bemerken, hypnotisiert werden.

Er hat dazu gesagt, dass es ja höchst dramatisch wäre, wenn unser Bewusstsein nicht selektieren könnte an Einflüssen und sich nicht selbständig davor schützen könnte.

Mein Kunde meinte auch, dass wir uns oft selbst im Alltag in einem Hypnosezustand befinden. Vielleicht kennst du es ja auch, du sitzt da, starrst vor dich hin, denkst nichts, fühlst nichts und bist innerlich irgendwie total offen oder leer. So ein Zustand ist das.

Das Unterbewusstsein hat mehr Einfluss auf uns, als uns oft klar ist und das Unterbewusstsein bekommt oft mehr mit, als wir wissen oder glauben. Da kann es schon sinnvoll sein, Kontakt dazu aufzunehmen, aber unbedingt mit Bedacht.

Bei Hypnosen MUSS jemand ran, der wirklich etwas davon versteht. Weil da mitunter Türen geöffnet werden, die nur schwer zu öffnen sind und wo es seine Gründe hat, dass sie fest verschlossen sind.

Aber ich denke auch, dass man einen völlig neuen Zugang zu sich und seiner Geschichte erlangen kann, was letzten Endes sehr befreiend ist, wenn die Hypnose richtig angegangen wird.

Es gibt viele Laien und Scharlatane, die sowas anbieten, das klappt dann nicht oder kann schlimmstenfalls sehr gefährlich werden, aber wenn es jemand macht, der das wirklich kann und Erfahrung damit hat, könnte es eine wertvolle Erfahrung werden.

Ich würde deinem Therapeuten unbedingt sagen, dass du Ängste wegen der Hypnose hast. Wenn du schon ein gewisses Vertrauensverhältnis zu ihm hast, ist das sehr gut. Das finde ich wichtig. Wenn du noch nicht so eine Basis hast, würde ich ihn darum bitten, die Hypnose hinten anzustellen und noch ein wenig damit zu warten.

Vielleicht hilft es dir auch, wenn ihr eine "Grenze" festlegt, die nicht überschritten werden darf. Als guter Therapeut sollte er aber auch sowas von selbst merken und es selbstverständlich für ihn sein, darauf zu achten. Aber unabhängig davon gibt es vielleicht Teile deiner Geschichte und von dir selbst, die du einfach unbedingt noch unangetastet lassen möchtest.

Ich denke, Türen, die wirklich verschlossen bleiben sollten, wird dein Therapeut auch verschlossen lassen. Doch zur Sicherheit könntest du das ja auch nochmal ansprechen oder dir von ihm erklären lassen, wie er da vorgeht.

Allgemein gesagt: sei trotzdem vorsichtig. Verdrängte Erinnerungen haben ihre Gründe und manchmal öffnet man die Büchse der Pandora, wenn man diese hervorholt. Das Bewusstsein schützt sich meistens auf diese Art. Und wenn sich dein Bewusstsein schon so schützen muss, ist das keine einfache Sache, die man mit ein paar Hypnose-Sessions regeln kann. Und man sollte es auch bei bestimmten traumatischen Erfahrungen auch nicht tun. Lieber lässt du bestimmte Erfahrungen verschüttet, lebst aber damit dann besser, weil du keinen Zugang dazu hast. Es ist nicht gut, alles zu wissen, was Traumata angeht. Schlimmstenfalls wirst du retraumatisiert und das ist sehr schlimm. Muss nicht sein. Ist mir mal passiert und für mich war es der Horror.

Ich glaube, Hypnose wäre was, wenn man merkt, es "klemmt", aber da will was ganz dringend an die Oberfläche und verarbeitet werden. Das ist aber für mich etwas vollkommen anderes, als komplett verdrängte Erinnerungen.

Ich selbst habe auch schon überlegt, mich hypnotisieren zu lassen im Bezug auf meiner Geschichte. Weil da auch viele Erinnerungen verschüttet sind, wo ich immer wieder am Überlegen bin, ob es nicht wichtig wäre, dass sie herauskommen. Auf der anderen Seite weiß ich, dass es auch seine Gründe hat, warum manche Erinnerungen vom Bewusstsein nicht zugänglich gemacht werden. Sehr schwieriges Thema.

Bitte passt auf dich auf und besprich das nochmal genauer mit deinem Therapeuten, wenn du das nicht schon hast. Oder hole dir eine zweite Meinung ein, wenn du ein komisches Gefühl hast.

Für mich selbst wäre es sehr interessant und auch wichtig, wenn du mir später deine Erfahrungen mitteilen könntest, solltest du dich dazu entscheiden, dich hypnotisieren zu lassen. Natürlich nur, wenn du das willst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für eure Antworten.

Naja bei mir ist es so ich Vertraue meinen Therapeuten schon aber ich weiß nicht ob ich jemanden überhaupt so "Blind" Vertrauen kann. Ich meine ich weiß schon das diese Komischen Showes nicht wirklich realistisch sind.
Aber einfach das Gefühl keine Kontrolle zu haben macht mir unheimlich Angst. Geschweige den das man Retaumatiesiert werden könnte macht mir Angst.

Bei meinen Trauma habe ich nicht alles Vergessen und es Kommt meinst in Flash Backs , Altträumen wieder hoch. Ich kann wieder Kaum schlaffen bin ständig angespannt. Viele meiner Nächte sind der reine Horror momentan. Von einer Panikatake hin zu Flash Backs, Alpträume....

Es muss aufhören ! Und es darf durch die Hypnose nicht schlimmer werden.

Ich verstehe auch einfach nicht was er da mit mir macht. Muss ich dann dinge erzählen die ich einfach niemals erzählen würde ? . Redet man überhaupt? Er hat mir was von Gefühlen erzählt und sich selbst überlassen sein. Und ich habe erlich gesagt momentan einfach nur Angst.
 
Ich habe auch eine PTBS und mache eine Traumatherapie. Ich denke, das ist das was wirklich helfen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Rose das denke ich auch. Mein Therapeut meine ja wir arbeiten an meinen Trauma in der Therapie. Das bedeutet doch dann das ich quasi eine Trauma Therapie mache. Ich glaube nur das es viele Möglichkeiten giebt daran zu arbeiten. Und wahrscheinlich ist Hypnose eine. Nur frage ich mich ob das für mich wirklich das richtige ist.
 
Liebe Vogelfrei,

ich weiß, dass es ein wahnsinnig schwieriges Thema ist, zumal PTBS im Raum steht, aber ich denke, du kannst dich da sehr gut auf dein Bauchgefühl verlassen. Letzten Endes bist du es, die die Entscheidung trifft und das ist auch wichtig. Wenn du noch nicht willst oder dich noch nicht bereit für sowas fühlst, dann ist das eben so und dein Therapeut sollte zumindest vorerst diese Grenze respektieren. Hypnose ist einfach keine leichte Sache. Es ist gut, dass du auf dich aufpasst und das ganze kritisch siehst und vor allem nicht als "Allheilmittel". Die Gefahr ist einfach bei PTBS gegeben, dass man eine Tür öffnet, die aus bestimmten Gründen fest verschlossen war und damit etwas lostreten kann, was die ganze Angelegenheit und Therapie nur noch schwieriger für einen macht, wenn das ganze dann nicht sogar schlimmstenfalls noch belastender wird.

Sprich unbedingt nochmal in Ruhe mit deinem Therapeuten über deine Ängste und was du für Fragen hast.

Ich als Laie würde jetzt vorsichtig mit Vorbehalt sagen, dass es beim Thema Hypnose durchaus "Abstufungen" gibt und man nicht sofort ganz in die Tiefe gehen muss. Vielleicht wäre das für den Anfang eine sehr wichtige Regelung, dass du mit deinem Therapeuten absprichst, dass er für den Anfang nur sehr an der Oberfläche bleibt. Damit du auch ein Gefül für alles entwickeln kannst. Lieber in kleinen Schritten voran, als direkt die Holshammermethode ...

Es gibt auch verschiedene Hypnoseformen, soweit ich das mitbekommen habe. Frag doch mal deinen Therapeuten, welche er anwendet.

Diese Infolinks finde ich z. B. ganz hilfreich, um sich mal ein wenig ein Bild über PTBS und Hypnose machen zu können:

https://hypnose-zentrum.com/therapi...elastung/posttraumatische-belastungsstoerung/

https://www.institut-fuer-hypnose.d...gen-posttraumatisches-belastungssyndrom-ptbs/
 
Moin Vogelfrei,
ich hätte auch bedenken. Wie sieht es denn aus, bist du stabil? Habt ihr schon daran gearbeitet wie du dich im hier und jetzt verankern kannst oder es, wenn es mal verloren geht wieder erlangen kann?
Normaler Weise ist das Nichtwissen ja ein Schutz, wurde ja auch schon geschrieben.
Doch über die Bedenken sprechen, ist sicher auch schon sehr hilfreich und kann auch sehr hilfreich sein. Weil es Ängste und Bedenken anspricht und diese dann auch bearbeitet werden können.
Ich denke ich könnte es nicht, weil ich würde es nicht gut ertragen. Für einige ist es ein Weg, aber dieser Weg birgt Gefahren. Darum die ersten Fragen. Denn wenn etwas weiter an der Oberfläche sich befindet, was vorher tief verborgen war, dann weiter an der Oberfläche ist, ist dann sehr nah. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in einer Sitzung so verändert werden kann, dass es dann nicht mehr auftaucht.
Ich bin froh, wenn es nur Stückweise voran geht und immer genug Zeit, den Umgang mit dem Wissen, mit den Erfahrungen und den Auswirkungen zu erfahren. Ich weiß inzwischen vieles, doch obwohl das Wissen eigentlich da ist, ist auch oft noch Widerstand da, es als etwas zu akzeptieren, was Teil des eigenen Lebens war. Es ist zum Teil noch abgespalten und das hat seinen Grund. Es taucht auch mal was ganz altes auf, was wohl auch dazu gehört, doch ist auch da eine große Abwehr und ich denke, wenn die Gefühle dazu alle auf einmal da wären, wäre es sehr schwer auszuhalten und so kommt einfach immer nur ein wenig und es kann sich dafür Zeit genommen werden und es kann immer wieder zwischen einst und jetzt unterschieden werden und es kann das getan werden, was damals niemand getan hat, so dass es ein Teil von uns werden kann, dass es als dazugehörend wahrgenommen werden kann...
Doch gab es auch eine zeit, da war nur der Wunsch nach dem Wissen da, dem Wissen warum es mir gar nicht gut ging, woher all die furchtbaren Gefühle kamen und später dann die ganzen Flashbacks und es war auch die Angst da, es zu wissen und es war ganz viel Abwehr da. Doch ich glaube auch da hätte ich zu viel Angst gehabt.
Hätte mich weiter informiert, was es bedeutet, so wie du es hier tust, hätte auch den Therapeuten, aber auch andere gefragt, welche Bedenken und Risiken es gibt...
Ich denke Findefuchs hat es gut beschrieben.

Wie umgehen mit Flashbacks und Albträumen, habt ihr in der Therapie darüber gesprochen?

GlG
Mittendurch
 
Auf die frage ob ich momentan Stabil bin. Nein das bin ich nicht wirklich. Trozdem schaffe ich es noch einigermaßen den anderen z.B auf der arbeit vor zu spielen als sei alles gut. Familie nicht immer. Und zuhause habe ich meist die zusammenbrüche was auch nicht gut für meine Beziehung ist. Wie schon beschrieben auch meine meisten Nächte sind der Horror. Mein Freund möchte mich schnell wie Möglich in eine Klinik schicken in der ich schon angemldet war und ab gesagt hatte weil ich sonst fast meinen JOb verloren habe und davon bin ich abhänig.

Meine Therapie an diesem Thema ist noch nicht so lange daher glaub ich auch nicht selbst wenn ich es tuhe das es bald schon der richtige Zeitpunkt wäre.

Ja in der Therapie haben wir auch über die Alpträume gesprochen und mein Therapeut antwortet darauf das es Altträume aufgrunde der Traumas sind die mich nicht Los lassen werden wenn ich nicht daran arbeite.

Wege mich wieder ins hier und jetzt zu holen wenn ich Disoziere kenne ich und zwar nicht immer aber oft schaffe ich es. Manchmal ist das aber besser als Flash Backs es sei denn ich bin nicht zuhause.

Dieses keine Kontrolle mehr zu haben wenn ich das mache macht mir die größte angst. Ich weiß nicht mals was man da macht. Nur Liegen? Sprechen? Sehe ich dann Flash Backs? Was passiert?? diese Ungewissheit macht mich fertig.
 
Vogelfrei, so wie du deinen Zustand beschreibst, empfinde ich es als riskant, eine tiefgehendere Hypnose zu versuchen. Ich bin keine Expertin, aber wenn man aktuell labil ist und da irgendwelche verschlossenen Türen im Unterbewusstsein öffnet ... Nein, ich mache mir da Sorgen um dich!

Ich würde unbedingt nochmal genau mit deinem Therapeuten über deinen momentanen Zustand sprechen. Weiß er da genau bescheid, wie schrecklich du dich phasenweise fühlst und wie sehr du schon mit Flashbacks zu kämpfen hast?
 

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