Gute Hundeschulen arbeiten in erster Linie mit den Haltern und nur vordergründig mit den Hunden. Meist sind es die Menschen, die lernen müssen ihren Hund zu verstehen, klar und sicher mit ihm zu kommunizieren, sich zu vertrauen. Zu erkennen, wann reagiert mein Hund wie und warum.
Der Halter und sein Verhalten muß in der Regel durch den Trainer gespiegelt werden, damit der Halter Sicherheit gewinnt und versteht, was er eigentlich tut, wie er mit dem Hund kommuniziert und wie das auf den Hund wirkt.
Jedes Mensch-Hunde-Gespann ist einmalig und die Kunst des Trainers ist es, sich darauf einzustellen.
Deswegen halte ich nichts von Internat für den Hund, so wie Du es beschreibst.
Die Verantwortung für gelingende Kommunikation, angemessenes Verhalten und gutes Zusammenleben liegt nicht beim Hund, der ein paar Kommandos lernen soll.
Ich halte eh nicht viel von Kommandos. Mein Hund und meine Katze vertrauen mir und Vertrauen darauf, daß ich in bestimmten Situationen besser Bescheid weiß. Deswegen befolgen sie meine Hinweise.
Ich glaube, Ihr hättet Euch das Internat sparen können. Das was danach kam, das sich Kennenlernen, eine gemeinsame Sprache entwickeln, miteinander lernen und einander vertrauen, das ist die eigentliche Basis für ein angenehmes Leben miteinander.