Tess T. Culls
Mitglied
Neulinge kennen den oft sehr burschikos-direkten Ton hier nicht, der von einigen angeschlagen wird und das kann verschrecken.
Daher müssen zwar Samthandschuhe nicht sein, aber einfach freundlich willkommen heißen. Und immer im Kopf behalten, dass es für viele schwer fällt, hier überhaupt zu schreiben. Dass es sie Überwindung kostet, viele sehr unsicher sind. Hier schreiben ja viele, die in einer schlimmen Situation sind, Hilfe brauchen, verletzlich sind und Schlimmes erlebt haben. Und die mit einem direkten oder unfreundlichem Ton die Lust verlieren, hier zu bleiben.
Also einen burschikos-direkten Ton nehme ich hier meiner eigenen Wahrnehmung nach nicht wahr. Vielmehr wird meiner Ansicht nach mehrheitlich ein eher hätschelnder Ton gepflegt.
Darüber hinaus bin ich nicht der Meinung, dass es Menschen schwer fällt, anonym in einerm Forum seine Probleme zu teilen. Es ist vielmehr der eher einfache weg, als sich tatsächliche Hilfe zu holen und sich eben nicht anonym offenbaren zu müssen. Auch das aber ist natürlich nur subjektiv aus meiner Warte aus gesehen.
Zuletzt sei gesagt, dass Hilfe (auch wieder nur meiner Meinung nach) für persönliche Probleme in einem Forum dem Grunde nach nicht erlangt werden kann. Zu mannigfaltig sind die einzelnen Meinungen der Mitforisten, zu vage sind die einzelnen Sachverhalte und dazugehörigen Hintergründe.
Zuletzt möchte ich sagen, dass aus eigener direkter und indirekter Erfahrung aus den Bereichen der Sozialsicherung der "burschikos-direkte" Weg der bessere Weg zu erfolgreicher Hilfe ist. Mehrheitlich muß man den Leuten schon mitteilen, dass nicht andere für ihr Glück/Unglück verantwortlich sind. Da wird sich oftmals im Selbstmitleid gesuhlt. Das klingt jetzt vielleicht als "Arme-Leute-bashing". Anfangs fluchten die Leute ob des rauhen Umgangs mit ihnen. In der Mehrheit habe ich aber im Nachhinein Dankbarkeit dafür erfahren, den Leuten einen Weg aus dem eigenen Mitleidssumpf gezeigt zu haben.