Und dennoch wird es nie ein Ergebnis geben können in solchen threads, denn sie bleiben Glaubenssache.
Und NUR das wollte ich seinerzeit - als selbst Betroffene, ich erwähne es hier noch einmal bewusst ausdrücklich - sagen; leider wurde ich da komplett missverstanden. Vielleicht auch, weil es mir nicht gelang, das rüber zu bringen, was ich eigentlich, bezogen auf mein eigenes Leben, sagen wollte. Tut mir Leid.
Es gibt doch in diesen ganzen Auseinandersetzungen drei Komponete:
1. Gott
2. die Bibel
3. die Menschen
1.Glaube ich an Gott und wenn ja, wie? Denn da sind die Vorstellungen ja bereits sehr unterschiedlich.
2.Womit wir zur Bibel kämen - halte ich mich daran, weil ich der Ansicht bin, es ist Gottes uns gegebenes Wort, durch das wir Ihn kennen lernen und seinen Willen erfahren können, dann muss und will ich dem Folge leisten, so unbequem das manchmal auch scheinen mag.
Dass es allzu oft nicht geschieht und dass im Namen Gottes immer wieder Untaten geschehen, die aus der eigenen Fehlerhaftigkeit
resultieren, ist leider Fakt, stellt aber weder Gott noch den Wahrheitsgehalt der Bibel in Frage, wenn man daran glaubt.
3.Damit sind wir beim Menschen - wir ALLE machen Fehler, werden auf dieser Erde nie vollkommen sein und müssen eines Tages vor unserem Schöpfer dafür Rechenschaft ablegen.
Doch wir haben, wenn wir daran glauben, einen Fürsprecher: Jesus.
Nur duch Ihn haben wir die Chance auf ein Leben bei Gott lt. Bibel.
Ja, er IST die Liebe, er ist gerecht, aber er ist auch kompromisslos.
Denn er sagt: Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater außer durch mich.
UND er fordert klare Nachfolge - glaube ich an ihn, dann muss und will ich so gut ich kann in dieser Nachfolge leben.
Es stimmt - Gott liebt in seinem Sohn ALLE Menschen.
Daran besteht kein Zweifel.
Aber er sagte auch z.B. zur Samariterin am Brunnen: Geh nun fort und sündige in Zukunft nicht mehr.
Es ist also nicht egal, ob wir, wenn wir uns Jesus verbunden fühlen,
seinen Willen tun oder interpretieren nach unserem. Jesu Worte sind klar und eindeutig - immer vorausgesetzt, man glaubt an ihn.
Jesu Liebe zu den Menschen, die er uns als Vorgabe mit auf den Weg gab, ist aber nicht gleichzusetzen mit seinem klaren Nein zu dem, was die Bibel deutlich als gegen Gottes Willen gerichtet bezeichnet.
Wir lieben ja auch unsere Kinder, ohne immer Ja zu all ihrem Tun zu sagen, hm?
Ich habe zum aktuellen Thema die Bibelstellen angegeben, in denen Gott sich ganz klar dazu äußert.
Und hier kommt immer wieder die Diskrepanz auf, die den Vorwurf der Diskriminierung nach sich zieht:
Will ich Gott folgen und nehme ich die Bibel ernst als sein Wort, dann muss ich mich auch daran halten und will es auch.
Ich habe mich dafür entschieden, es so gut es irgend geht zu tun - mit aller Fehlerhaftigkeit, die gerade ich inne habe! - und deshalb gegen ein Leben in der Homosexualität entschieden. Und spüre, wie sie immer mehr aus meinem Leben verschwindet. Es ist so.
Damit verurteile ich aber NICHT Menschen, die homosexuell veranlagt sind oder leben - ich gehe mit ihnen genauso selbstverständlich um wie mit jedem anderen auch.
Sie müssen für sich selbst entscheiden, ob sie dieses Leben vor Gott verantworten können und wollen.
Es ist nicht meine Sache und auch nie meine Absicht gewesen (und ich bedaure sehr, dass es immer wieder so verstanden wurde), darüber zu richten.
Ich selbst konnte jedoch nicht so weiterleben und wäre fast daran zerbrochen und hätte Selbstmord begangen, weil ich mich damit von Gott sehr weit entfernt fühlte. Deshalb meine klare Entscheidung dagegen.
In diesem Sinne ein herzliches Shalom. Eines Tages werden wir es eh alle wissen - nach unserem Tod oder am Ende der Zeit.
Christa