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Hoffnungslosigkeit vor stationärer Kur

  • Starter*in Starter*in DET6488
  • Datum Start Datum Start
D

DET6488

Gast
Hallo,

Ich beginne Anfang August eine stationäre Kur wegen Depression und Sozialer Phobie.
Ich neige im Moment leider wieder sehr stark dazu Hoffnungslos zu sein "dass wird ja eh nichts" ich glaube nicht wirklich dran dass man mir helfen kann.
Ich habe mit meinem Psychologen darüber gesprochen er sieht die Kur als letzte Möglichkeit, er weis selbst nicht so richtig was noch machen könnte wenn es nicht klappt.

Meine Einstellung könnte zu einer selbsterfüllenden Prophezeiung werden, Hat jemand eine Idee wie ich diese gefährliche Einstellung ablege? oder kommt das mit beginn der Kur von selbst.

lg det
 
Hallo DET6488,
du hast geschrieben, dass du ab Anfang August eine stationäre Kur machen wirst und bezweifelst dass es was bringen wird. Habe ich das richtig verstanden?
Also mit Depressionen ist es sehr schwer positiv zu denken um Hoffnung aufzubauen. Am wichtigsten ist immer, dass du dir vor Augen hältst: du willst dass es besser wird, du solltest aktiv werden. Am besten geht es mit einer Therapie, wo Fachleute dich unterstützen den richtigen Weg zu finden.
Mein Motto bei Therapien ist (gerade im psychischen Bereich): "Hilfe zur Selbsthilfe". Die Leute helfen dir, damit du einen Weg findest um ein besseres Leben führen zu können. Du musst nur ein kleines bisschen an dich selbst glauben und etwas erreichen wollen. Dann wirst du auch was erreichen.
LG trinchen
 
Hi Det!

Also wenn es dir aufgrund deiner Depressionen schwer fällt, positiv an die Sache heranzugehen...vielleicht kannst du wenigstens "neutral" denken, ich meine, was hast du denn da zu verlieren? Oder überhaupt?

Klar, wenn du dahin fährst und denkst, "Das wird eh nix", stellst du dir vermutlich selbst ein Bein, aber versuch´ doch mal, einfach nix zu erwarten sondern locker an die Sache heranzugehen und das Beste für dich aus dieser Therapie herausholen, möglichst positive Erfahrungen machen und dort etwas lernen.

Ich meine, so würde ich es zumindest angehen...😉

Viel Erfolg & gutes Gelingen !! 🙂

Loner
 
Irgendwie beneide ich dich ein bisschen, DET - meine Symptome sind die gleichen und ich wäre arg gern nun in der Reha - Klinik De´Ignis, weil ich schon 2x erleben durfte, WIE gut mir diese Zeit dort geholfen hat für viele Jahre.....
Aber ich bekomme keine Kur mehr - zu alt.
Genieße es - wenn du erstmal dort bist, wird deine Angst und Scheu verflogen sein, denn in den meisten Kliniken ist man so gut umsorgt und umhegt, dass die Geborgenheit die Angst nimmt.
Viel Erfolg.
Gruß quasi
 
Aber ich bekomme keine Kur mehr - zu alt.

Ich würde mich damit nicht abfinden. Wie wurde die Ablehnung bergründet

Hallo DET6488,
du hast geschrieben, dass du ab Anfang August eine stationäre Kur machen wirst und bezweifelst dass es was bringen wird. Habe ich das richtig verstanden?

Ja genau so meinte ich es.
Ich bin in dem Zusammenhang Hoffnungslos. Die Hoffnungslosigkeit behinder mich eigentlich seit beginn der Geprächstherapie. Ich habe Angst das die Zweifel wieder stärker sind. Mir war bisher nicht richtig Bewusst, dass ich es selbst in der Hand habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin in dem Zusammenhang Hoffnungslos. Die Hoffnungslosigkeit behinder mich eigentlich seit beginn der Geprächstherapie. Ich habe Angst das die Zweifel wieder stärker sind. Mir war bisher nicht richtig Bewusst, dass ich es selbst in der Hand habe.

Klar hast du es selbst in der Hand und ich schätze das ist der Punkt, der vielen depressiven Menschen Angst macht: die Ärmel hochzukrempeln und zu akzeptieren, dass man selbst die Verantwortung für sein Leben hat und Eigenverantwortlich handeln sollte.

Dies wirkt ziemlich abschreckend und vielleicht sogar angsteinflößend auf jemanden, der depressiv ist und Ängste hat (glaub mir, damit kenne ich mich guuut aus...), aber unterm Strich geht es darum, positive Erfahrungen zu machen und die Ängste zu überwinden. 🙂
 
Klar hast du es selbst in der Hand und ich schätze das ist der Punkt, der vielen depressiven Menschen Angst macht: die Ärmel hochzukrempeln und zu akzeptieren, dass man selbst die Verantwortung für sein Leben hat und Eigenverantwortlich handeln sollte.

Dies wirkt ziemlich abschreckend und vielleicht sogar angsteinflößend auf jemanden, der depressiv ist und Ängste hat (glaub mir, damit kenne ich mich guuut aus...), aber unterm Strich geht es darum, positive Erfahrungen zu machen und die Ängste zu überwinden. 🙂

Wie Sammelt man solche positiven Erfahrungen?


Mir macht es eine Art Angst, dass ich meine leben gar nicht selbst in die Hand nehmen kann, da hast du recht.

Was kann man in einer stationären Kur besser machen als in der Gesprächsterapie bei einem Psychologen?
 
Hallo DET,

bei einer stationären Kur arbeitet ein ganzes Team von Arzt, Pflege und Therapeuten zusammen. Es ist dabei von Vorteil, das die verschiedenen "Berufsgruppen" sich miteinander austauschen können und besprechen, was die beste Methode ist, dass es dir wieder besser geht.
Ich weiß jetzt nicht was dich erwartet bei deinem Aufenthalt(Therapieablauf). Halte dir vor Augen: "Du möchtest, dass es dir besser geht". Nur so kann eine Therapie wirksam sein. Wenn du mit den Ärzten und Therapeuten zusammenarbeitest und bereit bist etwas zu ändern, gibt es keinen Grund Angst zu haben.
Lass es auf dich zukommen, mit der Zeit wirst du "lernen" dein Leben wieder selbst in die Hand nehmen zu können. Es ist eine Herausforderung die du da eingehst, aber du hast Unterstützung um dich rum, die dir helfen die Herausforderung anzugehen und zu bewältigen. Du bist da nicht alleine.

Fazit: es liegt in deiner Hand, ob du die Unterstützung für Herausforderung annimmst. Wenn ja, kannst du es bewältigen.

LG trinchen
 
Wie Sammelt man solche positiven Erfahrungen?

Mir macht es eine Art Angst, dass ich meine leben gar nicht selbst in die Hand nehmen kann, da hast du recht.

Was kann man in einer stationären Kur besser machen als in der Gesprächsterapie bei einem Psychologen?

Also mit stationären Therapien habe ich keine eigene Erfahrung, zugegeben...ich hab selbst nur ´ne "normale" Therapie beim Therapeuten gemacht. Aber ich denke mir einfach, dass ein stationärer Aufenthalt intensiver ist, weil du dort richtig betreut wirst, während eine Gesprächstherapie meist 1 x die Woche für ´ne halbe Stunde stattfindet.

Wie man positive Erfahrungen sammelt? Schwer zu sagen...nun, was mich angeht, ich habe einfach versucht meine Vorbehalte (Ich könnte irgendwo abgelehnt werden bzw. anecken bzw. stottern bzw. mich blamieren, etc.) zu vergessen und möglichst locker in den Alltag zu gehen, positiver zu denken.

Hab auch viel psychologische Bücher verschlungen um den ganzen komplexen Sachverhalt genauer zu verstehen.

Wenn du magst, schildere doch mal deine Problematik etwas detaillierter, vielleicht kann ich dann etwas gezieltere Antworten geben. 😉
 

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