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Hoffentlich wirds besser...

tonytomate

Sehr aktives Mitglied
Ich bin mit Mitte 40 am Ende. Krankheitsbedingt fliege ich aus jeder Firma raus. Begründung, nicht leistungsfähig. Ich habe alle Knochen kaputt und bin froh, maximal 3km zu Fuss zu bewältigen. Zweimal Motorrad Unfall, Bandscheibenvorfall, Arthrose im Rücken, Gicht, Fuß kaputt, Knie kaputt, Hüfte kaputt. Zeitweise linksseitig gelähmt. Ich wache mit Schmerzen auf und geh mit Ihnen ins Bett. Alle Knochen knacken und krachen. Mein Arzt meinte, ich stecke im Körper eines 80 jährigen. Ich bekomme Opium auf Rezept. Es ist mittlerweile ein Erlebnis, sich alleine wieder an anzuziehen oder sich alleine den Hintern abwischen .Wenn ich denn mal einen langfristigen Job (5-10J.) hatte, wurde die Firma verkauft oder fusionierte. Dann hieß es Tschüß. Immer fange ich bei 0 an. Das Berufsleben ist wie Kaugummi kauen. Privat volles Programm. Mein Frau Teilzeitjob, ferner Tumor in der Birne. Zukunft = 0. Vater letztes Jahr an Krebs gestorben, Mutter ebenfalls Krebs. Sie lebt alleine, von der Hand in den Mund. Da Eigenheim, kein Anspruch auf Grundsicherung. Da sie der Krankheit erliegen wird, eh scheissegal. Meine Schwester hat Depression, Bruder Invalidität durch Herzinfarkt. Mit denen ist auch nichts los. Sitze auf dem Balkon und ziehe mir gerade eine Flasche Gin rein. Freunde habe ich auch fast keine mehr, da ich mich minderwertig fühle und ständig zu Tode betrübt bin, Panikattacken, Hitzewallungen oder Schweissausbrüche kriege. Ich kann nicht mehr lachen, weiß auch nichts zu erzählen. Die Probleme anderer sind allenfalls, ob es dieses Jahr in die Karibik oder nach xy geht, was mich 0 interessiert. Ich bin nicht mehr fähig meiner Mutter oder meiner Frau zu helfen, ich kann mir selbst nicht mal helfen. Beim Psychologen war ich schon nach 6Mo. Wartezeit. Termin bekam ich erst nach etlichen Anrufen, Hallo, bevor ich Suizid mache, wollte ich noch mit nem Psychologen sprechen. Die Therapie war total Humbug. Ich solle mal mit dem hiesigen Pastor über meine Probleme sprechen. Pillen bringen nichts, dann darf ich kein Auto mehr fahren. Da man Schusswaffe nicht easy kaufen kann und ich mich nicht vor den Zug schmeisse, wird es wohl irgendwann Gift oder Ersticken sein, bevor meine Frau an der scheiss Krankheit krepiert. keine Lust mehr an dem, was sich Leben nennt. Ich musste es einfach mal loswerden. Mein Fazit ist, ohne Glück macht alles keinen Spaß mehr. Im Krankenhaus gefiel es mir mit Morphium vollgestopft besser als zu Hause, verrückt. Ich fang diese Woche an mit der Bibel, vielleicht hilfts.

Wie dem auch sei, allen da draußen einen schönen Feiertag.
 
Zuletzt bearbeitet:
Krass. Vor kurzem hat mich auch ein schweres Lebensschicksal so zurückgeworfen, dass ich mich jetzt erstmal in eine Art inneren Rückzug begeben habe. Aber das wird wieder vorbeigehen. Zumindest habe ich nicht eine ganz so arge Ansammlungen an schwierigen Voraussetzungen wie du.
Was würde ich tun, wenn ich an deiner Stelle wäre, habe ich mich gefragt.
Ich glaube, ich würde mir einen Hund zulegen. Nicht zu klein, nicht zu groß, und mit ihm unendlich viel spazieren gehen, um dann gemeinsam auf der Couch zu dösen.
 
... gibt das Leben nur Zitronen 😱

dann sollte man doch eine nach der anderen halbieren, auspressen und Limonade draus machen.

Anders gesagt, sehe nicht den Berg sondern fange Schritt für Schritt bei dir an um die Situation zu verbessern ...und wenn es nur Kleinigkeiten sind

Bspw. abends schon die Kaffeemaschine beladen ..damit der Morgen nur ein Schalter drücken braucht und dann freue dich mal bewusst über den Duft von frischem Kaffee ...

nur mit solch kleinen Dingen kannst du dich aus dem Kreis des Selbstmitleids raus schwimmen... probiere
 
Meine Mutter hat gestern Suizid durch Tabletten nach der Entlassung im Krankenhaus angekündigt. Den Befund bekam Sie mit nach Hause und wurde ihr nicht mal erklärt. Ich bin kein Arzt, aber durch Google Recherche und meinen eigenen Befund weiß ich, was ein Bandscheibenvorfall im Arztlatein ist. Sie hatte anscheinend einen doppelten Bandscheibenvorfall. Versteifung wird empfohlen. Dann steht noch ein neuer Krebsbefund drin, Metastasen in Achseln, Bauchbereich und Knochen. es stehen fast 40 Punkte drauf. Auch wenn ein Mensch dem Tod geweiht ist, muss man doch mal mit ihr darüber sprechen. Was hier in Deutschlands Krankenhäusern abgeht, ist echt das Allerletzte.

Jedenfalls ist sie gestern Abend völlig ausgetickt und voll durchgedreht, ich bin total paralysiert. Vor ein paar Tagen hatte sie 200er Blutdruck, wodurch man einen Schlaganfall bekommen kann. Alles sehr förderlich für die Gesundheit. Zum Glück haben die Sofortmaßnahmen im Krankenhaus direkt geholfen.

Ich bekomme Opium auf Rezept als Schmerzmittel, was ich eben mit Kaffee runtergespült habe... Mein Bruder lässt mich mit der ganzen S**** völlig allein, der schreit mich nur noch am Telefon an. Ich selbst habe Stolperherz, Bluthochdruck, fast den gleichen Rückenbefund wie Mutter, Knie kaputt, Hüfte kaputt und als Krönung noch eine todkranke Frau daheim, die sich nicht operieren lassen will, weil sie denkt, in ein paar Jahren ist sie sowieso tot.

Die einzige Sorge meines Bruders ist, ob er sich mit seiner ganzen Kohle noch ein zweites Haus als Geldanlage baut, oder welche Luxuskarosse er sich als Nächstes gönnt, während meine Schwester, Mutter und ich fertig mit dem Leben sind.

Unsere Mutter lebt auf Pump, kleine Rente, keine Grundsicherung. Antrag abgelehnt, da Sie irgendwelche Papiere vom Hausbau von vor 50 Jahren nicht mehr hat. Ihr wurde ein Darlehen für 8% Zinsen angeboten. Ich habe unsere Mutter immer finanziell geholfen, aber ich kann selbst nicht mehr.

Irgendwie scheint sich mein Bruder daran zu ergötzen, dass es anderen schlecht geht. Ich selbst habe ihm mal das Leben gerettet. Wenn ich gewusst hätte, was aus ihm wird, würde ich es heute nicht mehr tun. Ich hätte ihn damals einfach liegen und verrecken lassen sollen.

Er ist ein schlechter Mensch, ein Kotzbrocken, der andere zeitlebens nur ausgenutzt hat. Seine Frau genau das Gleiche, die haben sich gesucht und gefunden. Sie ist Manager bei einem Konzern, und bekommt mehr Prämie jedes Jahr, als alle Familienmitglieder im ganzen Leben verdienen. Die ist eiskalt. Ich erwarte nicht, dass sie Mutter hilft, aber Sie könnte wenigstens mal ein paar warme Worte finden. Ich war mal bei denen daheim, da lag ein Katalog von einem Spirituosen Spezial Versandhandel. Als mein Bruder auf dem Klo war, habe ich mir mal die Flaschen in deren Barschrank angeguckt. Da standen Flaschen, die Kosten 500-1000 € das Stück. Damit Mutter Geld fürs Heizöl hat, bin ich jedes Jahr mit ihr in den Weinberg für 8,50, während sich mein Bruder einen Whisky mit seiner Frau für x€ die Flasche gönnt. Ich finde das abartig. Wenn ich soviel Geld hätte, würde ich es eher an eine Hilfseinrichtung überweisen.

Unsere Mutter hatte ihm mal viel Geld für ihre Verhältnisse geliehen, für seine damalige Selbständigkeit, als es ihr durch ihre eigene Selbständigkeit ganz gut ging.

Durch Scheidung, die Pflege ihrer eigenen todkranken Eltern seinerzeit, die eigene Krankheit und die kleine Rente, wäre sie jetzt auf genau dieses Geld angewiesen. Aber was macht mein Bruder? Der hatte eine wohlhabende Frau geheiratet, verwaltet der ihre Finanzen und gönnt sich eine Luxuskarosse nach der anderen, während Mutter jeden Cent umdreht. Im Traum habe ich ihm mit dem Hammer den Schädel gespalten. Damit das in echt nicht passiert, rede ich ab sofort kein Wort mehr mit ihm und fahre sofort weg, wenn er bei Mutter auftaucht.

Wie dem auch sei. Ich gönne mir jetzt noch ein Paar Bierchen oder direkt ne Flasche Wein, sonst Dreh ich selber völlig ab.

Schönes Wochenende allen da draußen.
 
Hey Tony,

tatsächlich... hoffentlich wirds besser.. da hast du den richtigen Threadtitel gewählt.
Ich denke schon, dass es besser wird, nur befürchte ich, nicht so schnell.
Wünsche dir alles erdenklich Gute und ganz viel Kraft und positive Energie (keine Ahnung, wo diese Energie herkommen soll, aber wer weiß...)
 
Meine Mutter hat gestern Suizid durch Tabletten nach der Entlassung im Krankenhaus angekündigt. Den Befund bekam Sie mit nach Hause und wurde ihr nicht mal erklärt. Ich bin kein Arzt, aber durch Google Recherche und meinen eigenen Befund weiß ich, was ein Bandscheibenvorfall im Arztlatein ist. Sie hatte anscheinend einen doppelten Bandscheibenvorfall. Versteifung wird empfohlen. Dann steht noch ein neuer Krebsbefund drin, Metastasen in Achseln, Bauchbereich und Knochen. es stehen fast 40 Punkte drauf. Auch wenn ein Mensch dem Tod geweiht ist, muss man doch mal mit ihr darüber sprechen. Was hier in Deutschlands Krankenhäusern abgeht, ist echt das Allerletzte.

Jedenfalls ist sie gestern Abend völlig ausgetickt und voll durchgedreht, ich bin total paralysiert. Vor ein paar Tagen hatte sie 200er Blutdruck, wodurch man einen Schlaganfall bekommen kann. Alles sehr förderlich für die Gesundheit. Zum Glück haben die Sofortmaßnahmen im Krankenhaus direkt geholfen.
Habe jetzt eine Zeit überlegt, ob ich das schreiben soll.
Tony, wenn Du die Kraft dazu hast und das Verständnis, dann rede mit ihr über den Suizid. Knochen und Bauchfell ist sehr schlimm. Auch wenn man es sagt, man bringt sich um, tut das nicht jeder...Exit und Dignitas haben ähnliche Erfahrungswerte.
Aber es ist für manchen Todkranken eine Beruhigung (es gäbe noch einen Weg, bevor die Schmerzen richtig quälen und andere Sachen einem die letzte Würde rauben). Und eines: Niemand stirbt gerne alleine. Der Gedanke daran schreckt einen bis ins Mark.

Dein Bruder...ich muß Dich bewundern, daß Du da bisher so ruhig geblieben bist.
Ich glaube, ich hätte ihn schon freundlich-bestimmt auf die Situation der Mutter hingewiesen, während schon mal das Fanggebiß und die Wolfsbehaarung gewachsen wären, sollte er sich weigern, sie zu unterstützen.
Es ist unglaublich widerwärtig, seine Mutter so hängen zu lassen.

Halt die Ohren steif, Tony, trotz allem.
d038.gif
 

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