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Hochzeitsplanung entwickelt sich zum Albtraum

Als mein Mann und ich heiraten wollten und dies unseren Eltern erzählten, fing meine Mutter auch an, die Planung an sich zu reißen. Wir fanden das furchtbar und haben daraufhin die Hochzeit erst mal wieder abgesagt. Dann haben wir in aller Heimlichkeit ein Fest nach unseren Vorstellungen geplant (klein, bescheiden, nur mit den engsten Freunden in unserer Lieblingskneipe) und die beidseitigen Eltern erst ganz zum Schluss dazu eingeladen.

Die Hochzeit war unheimlich schön. Es war unsere Hochzeit, so wie wir sie uns vorgestellt hatten.

Lasst Euch nicht Euren Tag verderben.
 
Doch, das kannst du. Da du bei einem persönlichen Gespräch gegen deine Eltern nicht ankomnst, gib es ihnen halt schriftlich: "Unsere Hochzeit soll ein ganz besonderer Tag für mich und X sein. Wir werden nie wieder die Möglichkeit haben diesen für uns so wichtigen Tag zu wiederholen. Deshalb bitte ich euch inständig: tut nichts und organisiert nichts, was unsere Planung vermasseln könnte. Wir wollen das nicht. Wir wollen kein Konzert von Papa, wir wollen keine Fremden einladen, wir wollen X nicht und auch nicht Y. Es ist unser Tag und nicht eurer.

Bitte respektiert das."

Ich finde es überhaupt komisch, dass sich Eltern und Schwiegereltern vor der Hochzeit gar nicht kennen gelernt haben. Warum geht ihr denn nicht vorher mal zu sechst in ein schickes Restaurant? Das gehört sich doch so, oder etwa nicht?
Hm das hat sich so ergeben. Wenn ich es noch richtig im Sinn habe, gab es mal ein Geburtstagessen. Beide Elternteile fanden sich ok aber eher unsympathisch. Sie wollten danach nicht nochmal was gemeinsam machen, nur wenn es sich halt verbindlich ergeben hätte. Bei einen großen Geburtstag oder Hochzeit oder so. Wir hatten damit nie ein Problem, wissen ja auch selbst das sie sehr verschieden sind. Daher kennen sie sich eigentlich kaum. Sie wollen es aber auch nicht anders.
 
Ich möchte darauf auch nicht verzichten, und mir das schon wieder von meiner Familie ruinieren lassen.
Ob das die richtige Einstellung ist? Das klingt, als ob du deine schlimmsten Feinde in deiner Familie siehst. Daran würde ich was ändern, an dieser Haltung.
Warum siehst du das so negativ, wenn man dir von allen Seiten helfen will, dass es schön wird und gelungen, da verstehen sie halt dies alles darunter. Es wird schön, es wird lustig, jeder trägt was dazu bei und die Kosten werden im Vorfeld komplett genau abgeklärt und auch die Zeit, die alles in Anspruch nimmt. Jeder soll was haben davon, das ist eine Familienfeier, dir zu Ehren, das kann alles sehr, sehr schön werden- nicht aber, wenn du meinst, man will dir alles versauen, wie kommst du auf diese Idee?
Wenn du jetzt schon so gereizt bist, dann geh deine kleine Feier machen, ohne die ganzen Gratulanten und Gäste. Man bringt dir Geld mit, man zahlt alles mögliche dazu, man unterhält sich sicher gut und du hast gute Laune und fertig, mehr bräuchte es nicht.
Bei uns war früher üblich, dass das ganze Dorf mitmachte, jeder brachte was mit, war dabei, klatschte, tanzte, feierte, weil man sich traute. Also Horror muss das nicht sein, wenn noch andere im Saal sitzen.
 
Meine Nichte hat kurz vor Coronaausbruch geheiratet, sehr groß, sehr viele Gäste, jedenfalls das ganze Hotel war tretend voll, jung alt, alles querbeet. Ich habe viele Leute nicht gekannt und sehr bewundert, wie viel sie sich angetan hat an der ganzen Organisation. Da half auch die ganze Truppe mit von ihr, jeder wurde eingeteilt, bastelte mit, half mit, es war alles da, auch Disco anschließend. Weil ich mit dabei sein durfte gabs klarerweise ein Kuvert, das nicht nur meine Kosten abdeckte, sondern auch natürlich zusätzlich ein kleines Startgeld für ihre Zukunft. Nimm an, so wird es auch bei euch sein, da kommt ganz schön was zusammen, wenn jeder ein solches Kuvert ins Körbchen legt. Das wird bei den meisten Hochzeiten so gemacht, man sammelt für das Brautpaar und wenn ihr geschickt seid beim Zusammensetzen der Gäste, dann kann man schon im Vorfeld Konflikte ausschließen.
Seid glücklich, macht glücklich, das wäre mein Tipp. Papa singt, warum nicht? Heute muss man sich sogar wundern, wenn wer freiwillig mithelfen will, meist macht man sich davon, wenn man nicht extra groß eingeladen wird, bei euch reißen sich viele darum, dabei zu sein. Das bringt Glück. Oder wäre dir lieber, dass du bangen musst, ob überhaupt wer dabei sein will?
Ich glaub, du siehst da verkehrt hin.
Ich wünsche dir an diesem Tag beste Laune und ein herzliches Miteinander, woran man sich gerne erinnert- wie ich bei meiner Nichte. Daas war bombastisch gelungen alles. Hut ab.
 
Wenn man sich abgrenzen will, muss man handeln und nicht reden. So wie man umgekehrt und üblicher Weise Beziehungen durch Gespräche aufbaut.

Das ist totaler Quatsch deine Eltern auszuladen oder alles hinzuschmeissen. Die dürfen kommen und alle anderen Familienmitglieder und Freunde auch. Da gibt es einfach eine Informstion, dass jegliche Organsitation der Hochzeit untersagt ist. Man ist ausschliesslich als Gast erwünscht. Hinweis, daß ihr -hoffentlich- die Lokalität gebucht habt und das Hausrecht an diesem Tag ausübt. Wer irgendwas will benötigt eure Unterschrift. Wer die nicht hat wird rausgeworfen, auch am Hochzeitstag. Gäste benötigen eine von euch versandte Einladung.

Und dann einfach losorganisieren. Deine Eltern kommen trotzdem, auch wenn sie sich nicht reinhängen dürfen!
 
Ob das die richtige Einstellung ist? Das klingt, als ob du deine schlimmsten Feinde in deiner Familie siehst. Daran würde ich was ändern, an dieser Haltung.
Warum siehst du das so negativ, wenn man dir von allen Seiten helfen will, dass es schön wird und gelungen, da verstehen sie halt dies alles darunter. Es wird schön, es wird lustig, jeder trägt was dazu bei und die Kosten werden im Vorfeld komplett genau abgeklärt und auch die Zeit, die alles in Anspruch nimmt. Jeder soll was haben davon, das ist eine Familienfeier, dir zu Ehren, das kann alles sehr, sehr schön werden- nicht aber, wenn du meinst, man will dir alles versauen, wie kommst du auf diese Idee?
Wenn du jetzt schon so gereizt bist, dann geh deine kleine Feier machen, ohne die ganzen Gratulanten und Gäste. Man bringt dir Geld mit, man zahlt alles mögliche dazu, man unterhält sich sicher gut und du hast gute Laune und fertig, mehr bräuchte es nicht.
Bei uns war früher üblich, dass das ganze Dorf mitmachte, jeder brachte was mit, war dabei, klatschte, tanzte, feierte, weil man sich traute. Also Horror muss das nicht sein, wenn noch andere im Saal sitzen.
Ich kann deine Haltung ehrlich nicht verstehen. Klar darf sich jeder einbringen mit einen Spiel oder einer Rede etc. Es geht aber darum, dass besonders mein Vater mehrere Stunden für sich einnehmen möchte. Es geht halt nicht um ihn an diesen Tag. Er ist ja schon am verzweifeln, weil er mich nicht gleichzeitig zum Altar bringen kann, und singen kann. Selbst beim Hochzeitstanz will er wieder im Mittelpunkt stehen und singen. Andere dürfen sich dann stundenlang nicht unterhalten oder aufstehen, weil er sonst beleidigt ist, weil er keine Aufmerksamkeit bekommt. Ich bin davon so genervt, dass kann ich garnicht beschreiben. Jegliche Regeln übergeht er einfach, bucht selbstständig Dienstleister. Das ist kein Helfen. Das ist narzisstische Selbstdarstellung. Andere Gäste sind ja auch schon genervt davon. Wir haben kommuniziert das es 2 Stunden für alle zusammen gibt, wo sowas stattfinden kann. Ihm ist das aber nicht gut genug, er plant einfach sich ein ohne sein wissen. Sorry wenn ich das hier auch so direkt schreibe, das Budget liegt aktuell bei 25000 ich bezweifle das ich das bei 50 Gästen raushole. Darum geht uns auch nicht. Sehe aber nicht ein warum ich aus diesen Geldgrund wie bei die beschrieben mich dann zurücknehmen und Dankbar sein soll.
 
Offenkundig hat @Holunderzweig entweder den Ausgangsbeitrag nicht gelesen oder aus irgendeinem anderen Grund nicht in die Antwort einfließen lassen können oder wollen. Ich denke, das gibt es in Foren wie diesen.

Ich würde mich denen hier anschließen, die jetzt schnell und hart auf die Bremse treten würden. Deinen Eltern geht es nur um sich, nicht um dich, nicht um deinen Mann. Und nein, das musst du nicht für den Familienfrieden aushalten.

Ich würde tatsächlich hart sein und alles stornieren, was noch zu stornieren ist. Und das da dann gesparte Geld in ein nettes Wochenende nur für euch beide rund um eine Trauung nur für euch beide stecken.

Und das würde ich in einem Brief begründen, den ihr deinen Eltern schickt.

Und ja, ich würde die möglichen Konsequenzen tragen. Denn das, was du da beschreibst, das wird nicht besser, wenn ihr irgendwann mal ein Kind haben wollt. Ihr werdet immer deren Leben führen und nie eures.
 
Die Eltern müssen nicht an der Hochzeit teilnehmen. Auf solche Selbstdarsteller kann man getrost verzichten. Trauzeugenpflicht besteht in Deutschland nicht mehr. Du lädst sie aus und engagierst jemanden, der die Gäste empfängt und es kommen nur die Leute rein, die ihr dabei haben wollt.

Du kannst die Hochzeit absagen, eine Absage der Einladung hinterherschicken, aus familiären Gründen findet die Hochzeit nur im engsten Kreis statt und nur mit den Leuten feiern, mit denen ihr feiern wollte. Ganz klein und anschließend verreisen. Dann müsst ihr die Sachen bezahlen, aber ihr habt eure Ruhe vor deiner Familie.

Du kannst auch deine Eltern ausladen und ihnen sagen, wenn sie dort auftauchen wird die Feier sofort beendet. Dein Vater kann sein Konzert an anderer Stelle abhalten aber nicht auf deiner Hochzeit.

Erzähl deinen Eltern nicht so viel, es ist besser, bei denen den Mund zu halten. Deine Eltern wollen die Kontrolle über dich haben und du gibst sie ihnen, wenn du dich nicht wehrst. Wenn du bei den Menschen nicht rigoros auftritts, hast du keine Chance.
 
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