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eiskristall

Gast
Hallo,

Eigentlich bin ich ein recht glücklicher Mensch, habe alles was man sich so wünschen kann, einen lieben Mann, wundervolle Kinder - Haus, Hund und Kegel eben. Dennoch fühle ich mich immer öfters recht einsam. Da fehlt der Mensch mit dem man mal "ausserfamiliär" Essen gehen könnte, sich auf ein Wochenende treffen, Kaffee trinken oder einfach mal telefonieren, oder (bei mir wegen der Kinder einfacher) per Email kommunizieren. Mit dem man einfach mal weinen kann, wenns sein muss, oder auch lachen, wenns passt. Freundschaft eben.

Freundschaften von früher haben sich mit der Zeit verlaufen, jeder war und ist irgendwo mit sich selber beschäftigt, Interessen haben sich verlagert, es war einfach der Lauf der Zeit, da musste nicht gross gestritten werden. Tja und jetzt?

Kontakt finde ich eigentlich recht schnell, aber das läuft dann auf Small Talk Basis, man spricht ein paar Sätze miteinander und das wars. Irgendwie auch nicht das wahre.. Es entwickelt sich nicht weiter. Und wenn, dann wars in letzter Zeit meistens ein Fehlgriff..

Klatsch und Tratsch liegen mir leider nicht, permanentes Lästern finde ich langweilig und all das entspricht auch nicht meiner Einstellung gegenüber Toleranz. Nur leider gewinne ich immer mehr den Eindruck, als ginge es nur darum und wenn man nicht mitmacht, wird man langweilig..

Irgendwas mach ich wohl falsch, die Frage ist nur: WAS?



Eiskristall
 
Zuletzt bearbeitet:

Hallo eiskristall,

schau mal hier: Hmm. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Kontakt finde ich eigentlich recht schnell, aber das läuft dann auf Small Talk Basis, man spricht ein paar Sätze miteinander und das wars.

Irgendwas mach ich wohl falsch, die Frage ist nur: WAS?

Hallo Eiskristall,

ich könnte mir vorstellen, dass die Themen der Gespräche sehr stark vom Umfeld geprägt werden, in dem sie stattfinden - es entwickeln sich bestimmt andere bei einer Kegelrunde oder bei einem Amnesty-International-Treffen oder einer Ehrenamtlichen-Rund der örtlichen TAFEL (falls es das bei euch gibt) ... will sagen: Vielleicht solltest du dich mal in andere Kreise begeben?

Und das andere: dich nochmal fragen, was du früher, als du noch solche Freunde hattest, wohl richtig gemacht hast?

Viele Grüße,
Werner
 
Hallo Eiskristall,

ich könnte mir vorstellen, dass die Themen der Gespräche sehr stark vom Umfeld geprägt werden, in dem sie stattfinden - es entwickeln sich bestimmt andere bei einer Kegelrunde oder bei einem Amnesty-International-Treffen oder einer Ehrenamtlichen-Rund der örtlichen TAFEL (falls es das bei euch gibt) ... will sagen: Vielleicht solltest du dich mal in andere Kreise begeben?

Und das andere: dich nochmal fragen, was du früher, als du noch solche Freunde hattest, wohl richtig gemacht hast?

Viele Grüße,
Werner


Hallo Werner,

Lieben Dank für deine Antwort.

Naja, ich denke, es liegt einfach an meiner Familienkonstellation. Ich habe ein paar mehr Kinder und bin in den Augen der meisten einfach nur "die arme Frau, was hat die doch Arbeit" und viele sind einfach nur gehemmt. Dabei ist dem gar nicht so. Meine Familie ist meine Berufung und ich kann trotzalledem noch Zeit für Freunde, Sozialkontakte und Hobbies haben. Immerhin gehört zu dem Ganzen ja auch noch ein Mann. 😉

Der Small-Talk beschränkt sich also meistens aufs Richtigstellen, dass ein Leben mit 6 Kindern nicht unbedingt "schlimm" sein muss, das übliche was man sich so sagt und manchmal auch ein spezifisches Thema (was grad rumgeht, Wirtschaft, Weltlage, etc pp).

Leider bin ich kein Mensch der allein unter einer Grossen Masse schnell Anschluss findet. Ich kann nicht sehr gut selber auf Menschen zugehen, werde lieber zugegangen (und kann dann auch ganz offen sein..).

Früher war das doch alles anders. Mit früher denke ich an die Schulzeit. Freundschaften haben sich damals doch quasi wie von selbst geknüpft. Aber auch damals hatte ich nie den riesigen Freundeskreis, immer nur ein paar, dafür aber Gute.


Eine Tafel gibt es bei uns leider nicht, ich habe mir nämlich schon sehr oft bei Fernsehberichten gedacht, DAS wär genau das Richtige, zugern würde ich mich dort engagieren.


Ich frage mich einfach, ob es da draussen nicht doch noch Menschen gibt, denen es eben nicht nur ums Tratschen oder Lästern geht, sondern einfach ums Zusammensein, sich aneinander erfreuen?


LG, Eiskristall
 
Zuletzt bearbeitet:
Eine Tafel gibt es bei uns leider nicht, ich habe mir nämlich schon sehr oft bei Fernsehberichten gedacht, DAS wär genau das Richtige, zugern würde ich mich dort engagieren.


Schau mal, da sitzen in deiner Umgebung bestimmt fünf andere die denken: Eine Tafel sollte es bei uns geben - und die vielleicht auch lieber "zugegangen werden" (schöner Ausdruck).

Und du kannst den Unterschied machen und die Initiative starten, dass es in einem Jahr bei euch eine Tafel gibt, du dich dort im Rahmen deiner Möglichkeiten engagieren kannst und auch Menschen findest, die deine Freunde werden und mit denen du die Art von Kontakt hast, die du dir wünschst.

Mal ganz davon abgesehen, welche Vorbildfunktion du dadurch für deine Kinder leben würdest!

Mach dich doch fürs Erste mal schlau, wie anderenorts die Tafeln gestartet wurden und hör dich um, wo die "anderen fünf" sind 🙂

Reichlich Mut (mindestens ein Kilo!) schickt dir
Werner

P.S. Da ich Henry David Thoreau sehr schätze habe ich natürlich deine Signatur gelesen und denke, die sollte auf dem ersten Blatt deines "Ich-gründe-eine-Tafel-Ordners" stehen 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Lieber Werner,

ich habe jetzt lang rumüberlegt was ich dir auf deinen Post antworten könnte, da er einfach eine Antwort verdient.

Ja, du hast recht. Neue Kontakte, welche mein Interessengebiet bereichern, meinen Vorstellungen entsprechen, fallen mir nicht einfach so in den Schoß. Es reicht nicht rumzujammern, dass ich einfach keinen Anschluss finde, sondern es erfordert Initiative. Ich habe mich viel zu sehr eingeigelt in den letzten Jahren und kann jetzt nicht erwarten, dass mir einfach so Menschen in den Schoß fallen, nur weil ICH jetzt dazu bereit bin.

Ich werde schauen was sich machen lässt. Die Idee mit der Tafel ist an sich schon sehr gut, allerdings befürchte ich, dass ich dafür dann doch nicht die nötige Kraft, bzw Zeit habe, so ein Unternehmen ins Leben zu rufen. Aber ich werde mich in der Stadt erkundigen, ich weiss, dass dort eine Initiative gibt, welche sich um Obdachlose kümmert und vielleicht könnte ich dort ehrenamtlich..

Aber zuerst muss es September werden, dann bin ich flexibel genug, da meine Kinder dann alle eingeschult sind. Ich brauche einfach eine Aufgabe nebst Haus, Hund und Kegel.. Der Rest ergibt sich dann von selbst!

Dank Dir also für Deine Worte.. Manchmal sieht man vor lauter Wald, halt ganz einfach die Bäume nicht..

LG, Eiskristall
 
Vielen Dank, liebe Eiskristall!
Ich bin gespannt, was passiert, wenn du loslegst.

Vielleicht magst du dir diesen Spruch auf den Laptop ziehen als Erinnerung 🙂
 

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Dankeschön! :blume:


Ich habe übrigens schon am Mittwoch (3.6.) eine Art Vorstellungsgespräch bei der Initiative 😉

LG,
Eiskristall
 

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